4+1 Möglichkeiten für Retargeting ohne Facebook-Pixel

8. Juli 2020 | Von in Social Media

Facebook-Werbeanzeigen sind aus einer guten Social-Media-Strategie nicht mehr wegzudenken.

Leider gibt es immer noch einige Unternehmen, die Werbeanzeigen auf Facebook schalten, ohne ein Pixel auf ihrer Website hinterlegt zu haben. Die einen wissen es vielleicht einfach nicht oder kennen sich zu wenig damit aus, die anderen können bzw. dürfen es aus datenschutztechnischen Gründen nicht implementieren.

Wir empfehlen unseren Kunden grundsätzlich, das Pixel und alle relevanten Events zu implementieren. Das bietet viel mehr Möglichkeiten des Trackings und eines spezifischeren Targetings. Dennoch wollen wir euch die Möglichkeiten für Remarketing ohne Pixel nicht vorenthalten.

1. Daten der Facebook-Page nutzen

Custom Audiences können nicht nur aus Website-Daten erstellt werden, sondern auch durch Daten der eigenen Facebook-Page. Der Vorteil ist, dass diese Daten nicht extra über ein Pixel getrackt werden müssen.

Legt man eine neue Custom Audience an, wählt man z. B. die Facebook-Quelle „Facebook-Seite“ aus.

Für das Remarketing können Personen angesprochen werden, die bereits mit deiner Facebook-Page bzw. deinem Instagram-Profil in Interaktion getreten sind. Das können zum einen Nachrichten an dich sein, Likes, Shares oder ein Klick auf den Call-to-Action-Button.

2. Instant Experience

Noch immer wenig genutzt wird Instant Experience (früher Canvas): kleine Landingpages, die direkt in Facebook erstellt werden können. Interessenten kann man damit anstatt auf die eigene Website auf eine Instant Experience leiten.

Hat man zuvor eine Instant Experience verwendet, gibt es zwei Möglichkeiten, die Ergebnisse für das Remarketing zu verwenden. Zum einen kann man alle Personen erneut ansprechen, die die Landingpage geöffnet haben. Und zum anderen die spezifischere Variante: Personen, die einen weiterführenden Link auf der Instant Experience geklickt haben.

3. Custom Audience durch Lead-Formular

Wenn kein passendes Formular auf der eigenen Website existiert oder das Pixel nicht integriert ist, bieten sich Lead-Ads mit Formularen direkt auf Facebook an.

Je nach Remarketing-Kampagne können alle Personen erneut angesprochen werden, die das Formular geöffnet und abgeschickt haben oder geöffnet, aber nicht abgeschickt haben.

4. Video Ads

Ein sehr häufig verwendetes Creative-Format in Facebook-Werbeanzeigen sind Videos. Warum also nicht die Personen, die mit einem Video interagiert haben, in einer Remarketing-Kampagne erneut ansprechen?

Die neue Zielgruppe kann anhand der Wiedergabedauer des Videos erstellt werden. Diese kann nach Zeit oder prozentual ausgewählt werden. Beispielsweise kann man alle Personen, die ein Video zu 50 % angeschaut haben, erneut ansprechen.

5. Facebook-Shopping

Ganz neu sind Custom Audiences aus Personen, die mit dem Facebook- oder Instagram-Shop interagiert haben. Es können sowohl die Betrachter der Produkte als Zielgruppe angelegt werden, als auch diejenigen, die etwas gekauft oder nur in den Warenkorb gelegt haben.

Bisher ist dies nur für den gesamten Shop möglich. Eine Aufteilung nach Kategorien oder Produkten kann bisher noch nicht vorgenommen werden.

Diese sind fünf Möglichkeiten, um Retargeting in gewisser Weise zu betreiben. Nachteil ist, dass man nie weiß, ob derjenige, der erneut angesprochen wurde, nicht schon längst eine Conversion hinterlassen hat. Was ebenfalls beachtet werden sollte: Ohne Pixel stehen einem nicht alle Kampagnenziele zur Verfügung.

Daher empfehlen wir immer, das Facebook-Pixel mit allen entsprechenden Events auf der Website zu integrieren.

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Marina Becker

Marina Becker ist Social-Media-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion Germany GmbH.

Zum Ausgleich kocht und backt sie gerne, kümmert sich um ihr Gemüsebeet und interessiert sich für Yoga und Meditation.

Marina ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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