8 Social-Media-Vorhersagen für 2020

20. Januar 2020 | Von in Social Media

Wie bleibt man als Unternehmen sichtbar, wenn täglich eine Vielzahl an Beiträgen in den Social-Media-Kanälen veröffentlicht wird? Das Wichtigste für Unternehmen ist, die eigene Zielgruppe genau zu kennen. Auf welchen Plattformen halten sie sich auf und welche Content-Art wird bevorzugt, werden lieber Videos geschaut oder schwören sie auf die Meinung von Influencern bei ihrer Kaufentscheidung? Wer seine Zielgruppe kennt, kann relevanten und interessanten Content schaffen. Inhalte sollten für die Follower einen Nutzen bieten, um so die Interaktion zwischen Follower und Unternehmen zu erleichtern. Worauf Unternehmen dabei in diesem Jahr besonders achten sollten, haben wir in den acht wichtigsten Social-Media-Trends zusammengefasst.

Social Commerce

Für die E-Commerce-Branche sind Social-Media-Plattformen in den letzten Jahren ein fester Bestandteil geworden. Auf Facebook gibt es Shop-Seiten und Instagram bietet die direkte Produkt-Verlinkung in Postings und Stories an. Die Technologien entwickeln sich weiter und in den USA wurde bereits getestet, den kompletten Verkauf über die Plattformen abzuwickeln. Das Potenzial ist gegeben, sodass sich diese Funktionen auch nach Deutschland und Europa ausbreiten werden.

Augmented Reality (AR)

Um dem Nutzer die Kaufentscheidung beim Online-Shopping noch einfacher zu gestalten, wird AR immer wichtiger. Es gibt bereits einige AR-Features, wie zum Beispiel Pokémon Go, Snapchat Filter und über die IKEA-App kann man sich Möbel direkt ins Wohnzimmer projizieren. Im kommenden Jahr wird weiterentwickelt, um AR weiter in den Alltag zu integrieren und es nicht nur bei Spielereien zu belassen.

Chatbots

Einigen stellt sich sicherlich noch die Frage, wie man die ganzen Kundenkontakte auf den unterschiedlichen Plattformen dabei noch managen soll. Viele Unternehmen haben bereits erkannt, dass sich der Kundenservice verändert. Für wiederkehrende Fragen und Szenarien werden Chatbots eingesetzt. Und dank KI lernen diese immer mehr dazu. Zum Jahreswechsel sollten Unternehmen daher überlegen, inwieweit einem selbst ein Chatbot den Arbeitsalltag vereinfachen kann.

Relevanten Content bieten

Damit Nutzer sich mit dem Content von Unternehmen befassen und interagieren, muss man ihnen individuelle Inhalte bieten. Beiträge wie „Markiere jemanden mit M“ bringen immer noch viele Kommentare, sind aber völlig ohne Sinn und Mehrwert für beide Seiten. Unternehmen sollten sich besser mehr Zeit für qualitativ hochwertigen Content nehmen, anstatt auf Quantität zu setzen.

Video Marketing

Eine Art, guten Content zu verbreiten, sind Videos. YouTube ist seit einigen Jahren die zweitgrößte Suchmaschine der Welt, was widerspiegelt, dass Videos einen wesentlichen Teil des Contents ausmachen. Laut Cisco-Studie werden bis 2022 Videos 82 % aller Online-Inhalte ausmachen. Wenn Unternehmen jetzt noch nicht damit angefangen haben, sollte man sich das für das nächste Jahr auf jeden Fall auf die To-do-Liste schreiben. Aber auch hier ist darauf zu achten, den Nutzer im Fokus zu behalten, um relevante Inhalte mit Mehrwert zu schaffen.

Influencer Marketing

Außerdem hat sich bewiesen, dass Influencer Marketing seit Jahren funktioniert. Das sehen auch 80 % der Marketing-Verantwortlichen so. Für Verbraucher sind Bewertungen und authentische Meinungen über Produkte ein wichtiges Instrument bei der Kaufentscheidung, sodass dieser Trend auch weiterhin bestehen bleibt. Allerdings konzentrieren sich viele Unternehmen mehr und mehr auf Micro-Influencer. Sie haben sich für ihr Nischen-Thema eine entsprechende Zielgruppe aufgebaut, die sie mit themenrelevanten Inhalten unterhalten können.

Nischenplattformen

Genauso wird es auch bei zukünftigen Social-Media-Plattformen sein. Zielgruppen splitten sich auf die verschiedenen Plattformen auf. Es reicht daher nicht mehr aus, nur noch auf den großen Plattformen präsent zu sein. Es ist wichtig zu wissen, wer die eigene Zielgruppe genau ist. So können Unternehmen genau schauen, auf welchen Plattformen sie aktiv sein sollten. Hat man eher eine jüngere Zielgruppe, ist TikTok eine Möglichkeit, sie zu erreichen. Sind Führungspersonen die Zielgruppe, wird man diese auf LinkedIn erreichen können. Beide Plattformen haben rasant an Nutzer gewonnen und werden auch 2020 eine wichtige Rolle im Online-Marketing übernehmen. Welche Plattformen es im kommenden Jahr noch geben wird, wird sich zeigen.

Organische Reichweite reicht nicht mehr aus

Unternehmen werden längst gemerkt haben, dass sich eine organische Reichweite nur noch schwer aufbauen lässt. Social Ads haben in den letzten Jahren stark zugenommen und gehören für die Nutzer mittlerweile schon dazu. Ads bieten Unternehmen ein gezieltes und personalisiertes Targeting, sodass Produkte und Dienstleistungen nur denen angezeigt werden, die sich dafür interessieren. Denn nichts stört Online-Nutzer mehr als Werbeanzeigen, die nicht auf sie zugeschnitten sind.

Fazit

Die eigene Zielgruppe genau zu kennen, ist das Wichtigste, um eine gute und erfolgreiche Content-Strategie aufstellen zu können. Plattformen und Content müssen auf die Zielgruppe abgestimmt werden, damit sich Nutzer damit identifizieren und interagieren. So entsteht eine sinnvolle Kommunikation mit Mehrwert zwischen Unternehmen und Zielgruppe.

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Marina Becker

Marina Becker ist Social-Media-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion Germany GmbH.

Zum Ausgleich kocht und backt sie gerne, kümmert sich um ihr Gemüsebeet und interessiert sich für Yoga und Meditation.

Marina ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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