AdWords-Skripte – keine Angst vor Automatisierungen!

8. März 2018 | Von in SEA

AdWords-Automatisierungen sind klasse. Sie sparen Zeit, sind praktisch und lassen sich oft schnell umsetzen. Besonders von Skripten bin ich mittlerweile ein echter Fan geworden. Leider haben dieses Potenzial viele Werbetreibende aber noch nicht erkannt. Sie scheuen sich noch vor dem Einbau von Skripten, haben eine unübersichtliche Matrix vor dem inneren Auge oder denken, dass sie dafür ITler sein müssen. Das ist glücklicherweise nicht der Fall. In diesem Blogpost möchte ich daher die Angst vor Skripten nehmen und die meiner Meinung nach drei coolsten AdWords-Skripte kurz umreißen.

Einbau

Skripte lassen sich in AdWords ganz einfach im Bereich Tools > Bulk-Aktionen > Skripts einbauen und überwachen (s. u.). Ob sie täglich, ein mal in der Woche oder monatlich durchlaufen sollen, kann jeder für sich entscheiden. Das hängt natürlich auch von dem jeweiligen Skript, der Relevanz und dem Umfang der Website bzw. der in AdWords hinterlegten URLs ab.

Was machen Skripte eigentlich?

Nun, je nach Zweck crawlen sie die URLs, die in den AdWords-Anzeigen hinterlegt sind (meist auch die der Anzeigenerweiterungen!) und informieren bei Nicht-Erfüllung des jeweiligen Skript-Ziels. Diese Info wird meist in einer Google-Tabelle wiedergegeben. Oft kann man sich automatisch informieren lassen, wenn es Fehler gibt nach dem Durchlauf. Das hat den Vorteil, dass man nicht nach jedem Durchlauf eine Info bekommt oder gar manuell nach Fehlermeldungen schauen muss, sondern eben nur dann eine Info erhält, wenn wirklich etwas passiert. Dadurch spart man natürlich auch Zeit.

Wichtig ist allerdings, dass man dennoch zumindest hin und wieder auch eigenständig einen Blick ins Konto wirft und die Skripte im Bereich „Skriptverlauf“ überprüft. Manchmal kann es zu Fehlern beim Durchlauf kommen. Diese werden dann hier in den Protokollen angezeigt. Meist steht darin bereits, in welcher Zeile des Skripts der Fehler zu finden ist oder woran es hapert.

Wo findet man AdWords-Skripte?

Offizielle AdWords-Skripte lassen sich in Massen auf der folgenden Website finden: https://developers.google.com/adwords/scripts/docs/solutions/?hl=de

Für die unterschiedlichsten Bereiche (z. B. Berichte oder Gebote) gibt es hier verschiedene Skripte. Neben dieser Seite gibt es natürlich auch weitere Möglichkeiten, hilfreiche Skripte auszumachen. Die meiner Meinung nach drei praktischsten möchte ich hier kurz vorstellen:

Skript #1: Link Checker

Hierbei handelt es sich um ein Skript, das besonders für umfangreiche Websites (z. B. Onlineshops) extrem wichtig ist. Der Link Checker überprüft nämlich alle URLs im Hinblick auf Fehlerseiten. Das gilt nicht nur für Anzeigen, sondern praktischerweise auch für Sitelinks. Bei Fehlern wird die im Skript hinterlegte E-Mail-Adresse informiert, sodass man schnell handeln kann. Der Einbau ist außerdem – wie bei den meisten Skripten – sehr einfach, dank der genauen und nachvollziehbaren Beschreibung.

 

Durch den Link Checker spart man viel Zeit, da man keine manuellen Fehlersuchen starten muss. Außerdem vermindert man durch dieses Skript hohe Absprungraten und kann die Kosten senken durch den ausschließlichen Einbau korrekter URLs. Die Nutzer-Relevanz (und dadurch auch eine angemessene Qualität der Anzeigen) bleibt so bestehen.

Skript #2: Item Out Of Stock Checker

Dieses Skript richtet sich eher an Onlineshops. Denn der Item Out Of Stock Checker arbeitet aus AdWords diejenigen Produkt-URLs heraus, auf denen die Produkte momentan nicht verfügbar bzw. nicht auf Lager sind. Was man als Werbetreibender anschließend damit anstellt, obliegt einem selber. Hier bietet es sich bspw. an, die betroffenen Anzeigen zunächst zu pausieren, bis die Produkte wieder verfügbar sind.

Der Item Out Of Stock Checker hat ein Limit von max. 10.000 URLs, die er tägl. überprüfen kann. Für viele Onlineshops mag darin ein Problem bestehen. Dennoch überprüft er die URLs zuverlässig und lässt sich dank der Beschreibung leicht einbauen und planen. Auch durch dieses Skript sparen Werbetreibende Zeit und Geld. Und man verärgert seine potenziellen Kunden nicht durch die Anzeige nicht verfügbarer Produkte.

Skript #3: Quality Score Tracker

Hierbei handelt es sich um ein Skript aus eigenem Hause, das den Qualitätsfaktor des AdWords-Kontos überprüft. Die Ergebnisse werden in Google-Tabellen in Listen- und Chart-Form angezeigt. Durch den Quality Score Tracker haben Werbetreibende letzten Endes die Möglichkeit, den gesamten Account auf Dauer zu optimieren und Schwachstellen besser auszumachen.

Auch hier ist der Einbau durch die Beschreibung sehr einfach und die Resultate werden schön übersichtlich dargestellt. So hat man eine schnelle Berichterstellung und kann diese auch gut wiederverwenden. Zusätzlich hilft einem das Skript, die Anzeigenqualität langfristig und nachhaltig zu verbessern und die Relevanz für den Nutzer (und für Google) zu erhöhen. Die Folge davon sind i. d. R. niedrigere CPCs, bessere Positionen und eine höhere Conversion-Wahrscheinlichkeit.

Fazit

Die meisten Skripte sind in AdWords schnell eingebaut und helfen Werbetreibenden, das Konto auf einem hohen Niveau zu halten. Schwachstellen können dadurch schnell (und v. a. regelmäßig) ausgemacht und anschließend manuell ausgebessert werden. Also: Worauf noch warten?

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Cora Rothenbächer

Cora Rothenbächer ist Senior Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords und Bing Ads im Bloofusion-Blog und ist Redakteurin des suchradars, dem Magazin für SEO, SEA und E-Commerce. Zudem ist sie Gastbloggerin des offiziellen Bing-Ads-Blogs und beim GrowthUp-Magazin.

Hobbymäßig spielt sie Ukulele und Gitarre und geht privat gerne auf Konzerte.

Cora ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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