Änderung in der AdWords-Anzeigenrotation

30. August 2017 | Von in SEA

AdWords-Werbetreibende haben in der vergangenen Nacht eine interessante E-Mail von Google erhalten. Darin wurden umfassende Änderungen bei der Anzeigenrotation für AdWords-Anzeigen angekündigt – so soll es zukünftig nur noch zwei verschiedene Rotationsmöglichkeiten geben u. v. m.

Worum geht’s?

Durch das Festlegen einer bestimmten Anzeigenrotation können Werbetreibende das Ausspielen von Anzeigen optimieren. Die folgenden vier Einstellungsmöglichkeiten auf Kampagnenebene hat man hierfür zurzeit noch:

So können Werbetreibende bspw. bestimmen, dass das System Daten sammelt, um bei mehreren hinterlegten Anzeigen diejenige auszumachen, welche beim Ausspielen die meisten Klicks oder die meisten Conversions einbringt; es empfiehlt sich daher der Einbau von min. drei Anzeigentexten. Dadurch hat man die Möglichkeit, seine Anzeigentexte hinsichtlich der systemisch ermittelten Performance kontinuierlich zu verbessern. Alternativ können die Anzeigen auch gleichmäßig ausgespielt oder die Optimierung komplett abgeschaltet werden.

Was ändert sich?

Für Werbetreibende sei es laut Google nicht immer eindeutig, welche Anzeigenrotation denn im jeweiligen Fall am geeignetsten ist. Aus diesem Grund hat man sich nun dazu entschieden, die Optionen für die Rotation auf zwei Auswahlmöglichkeiten zu beschränken: „Optimieren“ und „Unbestimmte Anzeigenrotation“ (s. u.). Die Optionen „Für Conversions optimieren“ und „Gleichmäßige Anzeigenrotation“ fallen weg. Zusätzlich wird diese Einstellung nicht mehr auf Kampagnen-, sondern auf Anzeigengruppenebene festgelegt.

Die Änderungen werden ab dem 25. September durchgeführt. Kampagnen mit der bis dahin noch immer eingestellten Option „Für Klicks optimieren“, „Für Conversions optimieren“ oder „Gleichmäßige Anzeigenrotation“ werden dann auf die neue Einstellung „Optimieren“ umgestellt. Kampagnen mit der Einstellung „Unbestimmte Anzeigenrotation“ bleiben jedoch unverändert.

Wie sinnvoll sind die Änderungen?

Die Änderungen bei den Anzeigenrotationen sind sicherlich praktisch, allein da sie sehr übersichtlich ist. Dadurch haben Werbetreibende die Möglichkeit, noch detaillierter vorzugehen. In umfangreichen Kampagnen kann man so bspw. für gezielte und besonders wichtige Anzeigengruppen eine andere Rotation testen, ohne dass gleich die gesamte Kampagne davon betroffen ist. Sehr schön ist auch, dass in der Einstellung „Optimieren“ weiterhin Echtzeit-Daten zum Einsatz kommen. Es wird also in der jeweiligen Anzeigenauktion mittels Keyword, Suchanfrage, Gerät, Ort u. v. m. entschieden, welche Anzeige für den jeweiligen Nutzer zielführender ist. Zwischen Kampagnen, die auf Klicks oder aber auf Conversions ausgerichtet sind, wird dabei kein Unterschied mehr gemacht.

Mich erinnern die geplanten Änderungen natürlich direkt an die Einstellungsmöglichkeiten in Bing Ads – auch hier lässt sich die Anzeigenrotation exakter und je Anzeigengruppe festlegen. Da es durch diese sehr genaue Einstellung natürlich schneller mal passieren kann, dass ein Element untergeht und die Rotation ungewollt uneinheitlich ist, sollte man hierbei achtsam vorgehen.

Vermutlich hat man sich bei Google nicht bloß wegen der Unentschlossenheit der Werbetreibenden für die Änderung entschieden. Viel mehr geht man damit, nach Einführung der Smart-Displaykampagnen und weiterer intelligenter Neuerungen, einen weiteren logischen Schritt in Richtung Automatisierung – vor allem weil Google bei Kampagnen mit intelligenten Gebotsstrategien die Einstellung „Optimieren“ ganz von alleine vornimmt.

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Cora Rothenbächer

Cora Rothenbächer ist Senior Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords und Bing Ads im Bloofusion-Blog und ist Redakteurin des suchradars, dem Magazin für SEO, SEA und E-Commerce. Zudem ist sie Gastbloggerin des offiziellen Bing-Ads-Blogs und beim GrowthUp-Magazin.

Hobbymäßig spielt sie Ukulele und Gitarre und geht privat gerne auf Konzerte.

Cora ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten: