Bilder-SEO für Google Images: 11 Tipps, um in der Bildersuche besser gefunden zu werden

19. August 2019 | Von in SEO

Die Bildersuche birgt einige Vorteile, die Sie sich als Website-Inhaber zunutze machen können. Optimieren Sie Ihre Bilder, ist die Chance groß, dass diese zu bestimmten Keywords ranken. Dies bedeutet eine gesteigerte Sichtbarkeit. Gute Rankings in der Bildersuche können verschiedene Auswirkungen auf Ihre Website haben. Erscheinen Bilder in der Suche weit oben, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass diese auch angeklickt werden, somit generieren sie Traffic. Wenn es sich um ein Produktbild handelt, ist es zudem wahrscheinlicher, dass es gekauft wird, somit steigt die Conversion Rate.

Um in der Google Bildersuche Erfolg zu haben, gibt es aber eine Reihe an Punkten zu beachten.

Die Bildgröße

Bei der Erstellung des Bildes sollte auf dessen Größe geachtet werden. Damit die Bilder auf allen Endgeräten scharf angezeigt werden, sollten sie nicht zu klein sein. Ein guter Richtwert sind mindestens 300 Pixel an der langen Seite des Bildes. Hochauflösende Bilder werden in der Google-Suche meist bevorzugt, da dies als ein Zeichen für gute Qualität gilt. Eine maximale Größe gibt es nicht, es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Bild nicht zu groß ist, da sonst die Dateigröße in die Höhe schießen kann. Grundsätzlich ist es sinnvoll, Bilder in der Größe einzubinden, in der sie auch tatsächlich auf der Seite angezeigt werden. Außerdem sollte die Größe im Quelltext unter „width“ und „height“ angegeben werden. Dies hilft, die Seite schneller zu rendern, und wirkt sich somit positiv auf die Geschwindigkeit der Seite aus. Für die Suchergebnisseite erstellt Google ein eigenes Thumbnail.

Das Dateiformat

Ein gängiges Dateiformat ist das A und O, da nicht jedes Endgerät standardmäßig dafür ausgelegt ist, alle Dateiformate zu öffnen. Die am häufigsten verwendeten Formate sind JPG oder JPEG für Fotos, PNG für Grafiken oder GIF für Animationen. Diese Dateiformate werden von allen gängigen Browsern unterstützt und sind relativ klein. WebP ist ein eigens von Google entwickeltes Format, welches die Vorteile der gängigen Formate vereint. Bei gleichbleibender Qualität können, beispielsweise gegenüber JPEG, 25–34% der Dateigröße eingespart werden. Genauere Infos zu WebP erhalten Sie unter https://developers.google.com/speed/webp/.

Die Dateigröße

Ein entscheidender Faktor für jede Webseite ist die Dateigröße der Bilder. Zu große Dateien haben einen negativen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit der Website und damit auch auf die Usability. Im Optimalfall sollten Bilder nicht größer als 150 kb sein. Viele Content-Management-Systeme bieten bereits eine automatisierte Komprimierung, in einigen Fällen ist es nötig, ein Plugin zu installieren. Um Bilder manuell zu komprimieren, empfehlen sich Tools wie https://tinypng.com/.

Der Dateiname

Auch der Dateiname spielt eine wichtige Rolle. Er sollte beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist, mehrere Wörter werden durch „-“ getrennt. Nach Möglichkeit sollte das wichtigste Keyword vorne stehen. In diesem Beispiel wäre ein guter Name „Katzenbabys-im-Korb.jpg“.

Vier Katzenbabys in einem dunkelbraunen Korb in einem Garten
Katzenbabys-im-Korb.jpg als gutes Beispiel für einen Dateinamen

Der Alt-Text

Das Alt-Attribut, Alt-Tag oder auch der Alt-Text sollte das Bild logisch beschreiben und die wichtigsten Keywords enthalten, sodass auch Nutzer, die auf Screenreader angewiesen sind, verstehen, was auf dem Bild abgebildet ist. Dieser Alt-Text wird zum Beispiel auch angezeigt, wenn das Bild nicht geladen werden kann. Bei Bildern, die keinen Inhalt wiedergeben, wie Hintergrundbilder oder Icons, sollte der Platzhalter alt=”” verwendet werden.

Die Umgebung

Möchte man in der Google Bildersuche gut abschneiden, muss beachtet werden, in welchem Kontext ein Bild steht. Ist ein Bild in einen Fließtext eingebaut, geht Google davon aus, dass sich der Text auf das Bild bezieht. Der umgebende Text sollte also in Zusammenhang zu dem Bild stehen und relevante Keywords enthalten.

Die Bildunterschrift

Auch die Bildunterschrift stellt einen entscheidenden Faktor in Sachen Bilder-SEO dar. Sie steht sehr nah am Bild und damit im direkten Kontext. Nach Möglichkeit sollte also immer eine Bildunterschrift vorhanden sein. Sie sollte wiedergeben, was man auf dem Bild sieht und warum es auf dem Bild zu sehen ist.

Die Einbindung

Um eine Bilddatei in eine Seite einzubinden, muss sie entweder im CMS hochgeladen oder per Hotlink eingefügt werden. Die Mehrfachverwendung innerhalb einer Website hat positive Auswirkungen auf das Ranking. Je öfter ein Bild verwendet wird, desto relevanter scheint es Googles Meinung nach zu sein. Dies gilt allerdings nur, wenn immer exakt der gleiche Pfad verwendet wird und man das Bild nicht mehrfach hochlädt.

Die Verlinkung und Hotlinking

Neben der Mehrfachverwendung innerhalb einer Website hat auch die externe Verlinkung einen vorteilhaften Effekt auf das Ranking von Bildern. Wird ein Bild von einer anderen Domain verlinkt, wird ihm zusätzliche Relevanz zuteil.

Hotlinking

Hotlinking bedeutet, dass ein Bild, welches auf einer anderen Domain liegt, mittels URL in die Seite eingebunden wird. Dies kann sowohl intern, durch Subdomains als auch extern geschehen. In den Suchergebnissen der Google Bildersuche wird jedes Bild nur einer Domain zugeschrieben, auch wenn das Bild auf mehreren Domains verwendet wird. Das Thumbnail kann immer nur auf eine Seite verlinken. Viele Websitebetreiber sind daher nicht gut auf Hotlinking zu sprechen, da sie Angst haben, dass eine andere Domain mit ihrem Bild ein Ranking erzielt. Nach welchen Kriterien Google genau entscheidet, auf welche Seite letztendlich verlinkt wird, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Genauere Informationen zu Hotlinking finden Sie unter https://www.tagseoblog.de/hotlinking.

Was gibt es zu beachten?

Vorsicht ist bei Bildern geboten, die bereits indexiert sind. Nimmt man bei diesen Bildern Änderungen direkt am Bild vor, wie am Dateinamen oder dem Bildformat, werden diese aus dem Index gelöscht und neu indexiert, wodurch bereits erreichte Rankings verlorengehen.

Fazit

Wie man sieht, gibt es in Sachen Suchmaschinen-Optimierung für Bilder eine Menge zu beachten. Wenn man ein wenig Zeit investiert, um bestehende Bilder zu optimieren, und in Zukunft diese Punkte direkt beachtet, kann man viel erreichen. Bei der Suchmaschinen-Optimierung geht es immer um die Priorisierung von Maßnahmen, es gibt aber nicht die eine ausschlaggebende Handlung, die einen von Null auf Platz eins klettern lässt. Wenn aber Traffic über die Bildersuche für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung von Bedeutung ist, sollten Sie Bilder-SEO unbedingt berücksichtigen.

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Vivien Brüske

Vivien Brüske ist Trainee im Bereich Suchmaschinenoptimierung bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Im Bloofusion-Blog berichtet sie über neue SEO-Themen.

Sie ist ein großer Fan von ihren zwei Katzen und schaut gerne Serien wie Game of Thrones, The Walking Dead und Breaking Bad. Außerdem besucht sie gerne Konzerte und Festivals.

Vivien ist unter anderem in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

3 Kommentare zu “Bilder-SEO für Google Images: 11 Tipps, um in der Bildersuche besser gefunden zu werden”

  1. Stefan

    …Vielen Dank für diesen Einblick und die Informationen über das wichtige Thema “Bilder-SEO”. Aber ist es denn bei “schlechter Bennenung” der alten Bilder nicht besser, diese zu überarbeiten und die Löschung aus dem Index hinzunehmen?! Immerhin könnte man ja in der Google Search Console Google wieder auffordern, die neuen überarbeiteten Bilder schnell zu indexieren…

  2. Vivien Brüske

    Hallo Stefan,

    Bilder, die bereits seit längerem indexiert sind und schon ein Ranking erzielen, würde ich nur wegen einer unvorteilhaften Benennung nicht löschen. Ein Ranking erzielt man mit einem Bild meist nicht von heute auf morgen. In diesem Fall wäre es besser einfach die Punkte aufzuarbeiten, die auch ohne eine Löschung geändert werden können, wie den Alt-Text oder den umgebenden Text. Wenn man mit Bildern allerdings noch gar keine Sichtbarkeit erzielt, kann man das schon in Erwägung ziehen.
    In jedem Fall macht es aber Sinn, eine Änderung für das URL-Schema bei der Benennung für zukünftige Bilder vorzunehmen.

    Viele Grüße
    Vivien

  3. Steffi

    Danke für den Beitrag, bin auf euren nächsten Webinar gespannt!

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