Canonical-Tag = Traffic-Zuwachs? Eine Fallstudie von 1800Flowers.com

8. Juni 2009 | Von in SEO

Auf der SMX Advanced habe ich auch eine Session zum Thema “Duplicate Content Solutions & The Canonical Tag” besucht, bei der u.a. Jordan Glogau von 1800Flowers.com über seine Erfahrungen sprach. Interessant fand ich auf jeden Fall seine Meinung, dass das Canonical-Tag zumindest die Wirkung hat, dass man mal wieder über Duplicate Content und dessen Folgen (hauptsächlich PageRank Split) nachdenkt – und sich auch Maßnahmen überlegt, wie man den Duplicate Content los wird (über Sperren von Seiten oder das Normalisieren von URLs).

Etwas kritisch fand ich dann seine Auswertung. 1800Flowers.com hat das Canonical-Tag sechs Wochen vor dem Muttertag eingebaut. Das Ergebnis wurde dann mit “Results on Mother’s Day: +20% YOY Revenue in Organic Search” beziffert.

Es ist aber leider immer schwierig, diesen Traffic-Zuwachs auf eine Maßnahme zurückzuführen. Vielleicht haben die innerhalb des letzten Jahres Linkaufbau betrieben, vielleicht hat Google wichtige Kriterien geändert, vielleicht gab’s neuen Content, und so weiter.

Ich konnte die Begeisterung für das Canonical-Tag jedenfalls nicht teilen. Sicher, es ist eine gute Sache, aber wenn jemand 20% Traffic-Zuwachs nur durch dieses Tag bekommt, muss er vorher schon einiges falsch gemacht haben. Und das kann ich mir bei einem Unternehmen, für das online so wichtig ist, nicht ganz vorstellen.

Also, unsere Empfehlung bleibt: Auf jeden Fall das Canonical-Tag als Fallback einbauen, aber primär daran arbeiten, den Duplicate Content direkt zu vermeiden (Sperren von Dubletten, Normalisieren von URLs).

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (International SEO), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

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