Qualitätskriterien für den Linkaufbau (Checkliste)

1. Februar 2019 | Von in SEO

Täglich recherchieren wir im Linkbuilding als Teil der SEO-Betreuung viele Seiten als mögliche Linkgeber. Bei der Bewertung geht es uns nicht nur darum, ob wir dort einen Link bekommen können, sondern auch, ob wir dort überhaupt einen Link haben möchten. Viele Websites werden ausgesiebt, weil sie unsere Qualitätsstandards nicht erfüllen.

Hier werden nun diese Qualitätskriterien vorgestellt. All diese Kriterien beziehen sich auf die Website, wo möglicherweise ein Link aufgebaut werden könnte.

Auch der Link selbst sollte, falls er entsteht, einige Voraussetzungen erfüllen – dazu mehr an anderer Stelle (klick!).

Außerdem handelt es sich dabei nicht um harte Kriterien, die alle erfüllt werden müssen oder wo eine kritische Masse erreicht werden müsste. Sie sollten eher als positive Signale behandelt werden, die ein schlüssiges Gesamtbild ergeben.

Checkliste

  • Das optische Erscheinungsbild und das Design der Website sind ansprechend und nutzerfreundlich.
    Auf der Seite befindet sich nicht zu viel Werbung in der Form von Bannern oder AdSense-Blöcken.
    In der Regel sollte die Seite kein Standard-Template (z. B. von WordPress) nutzen – obwohl es auch sehr schöne Templates gibt, die hier eine Ausnahme bilden.
  • Die Seite passt thematisch zum Linkziel, d. h. alle Beiträge behandeln mehr oder weniger ein Thema. Dafür sollte man sich am besten mehrere Beiträge und Unterseiten anschauen.
    Bei multithematischen Seiten sollte unbedingt die Ausrichtung auf eine Zielgruppe oder der Zusammenhang aller Themen mit einem bestimmten Lifestyle erkennbar sein.
  • Der Autor oder Betreiber der Seite ist leicht zu identifizieren, Kontaktinformationen und Impressum werden nicht “versteckt” oder als Bild eingebunden.
    Blogger, Journalisten oder Redakteure sind idealerweise als Person zu erkennen (mit Porträt und eigener E-Mail-Adresse).
  • Die Beiträge sind gut geschrieben.
  • Ausgehende Links passen thematisch in den textlichen Kontext, Ankertexte sind natürlich (also nicht “Kredit ohne Schufa” oder “Schuhe online kaufen”).
  • Ausgehende Links sind nicht mit dem Nofollow-Attribut versehen und erfolgen aus dem Kontext neuer und passender Artikel heraus.
  • Eingehende Links sind thematisch passend. Das Linkprofil wirkt natürlich, d. h. die häufigsten Ankertexte für eingehende Links sind beispielsweise die Domain und der Name des Betreibers, nicht “Mode und Fashion” oder “Eigenheim finanzieren”.
    Pro-Tipp für Nutzer von SEO-Tools:
    Bei thematisch passender Verlinkung ist ein SISTRIX-Sichtbarkeitsindex von 0,000 ab einer Domain-Popularität von 100 extrem unwahrscheinlich und sollte Skepsis auslösen.
  • Die aktive Nutzung von in Social Media-Kanälen ist bereits auf der Seite erkennbar, z. B. durch Hinweise auf Facebook-, Twitter- oder G+-Profile im seitlichen Menü.
  • Der Name der URL deutet nicht auf eine expired Domain hin. Besteht der Verdacht, kann die Vergangenheit größerer Seiten leicht mit der WayBackMachine geprüft werden werden.
  • Es gibt keine Hinweise, dass die Seite in der Vergangenheit von Google manuell bestraft oder algorithmisch abgewertet wurde. Das lässt sich ganz gut am Verlauf des SISTRIX-Sichtbarkeitsindexes ablesen. Ist dieser Wert sichtbar eingebrochen und danach nie wieder gestiegen, sollte man besser die Finger davon lassen.
  • Auf der Seite gibt es keine expliziten Hinweise auf “Linktausch”, “Textlinks”, “Produkttests” oder ähnliches.

Auf weitere Ideen, Ergänzungen oder andere Meinungen in den Kommentaren freue ich mich!

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Andreas Schülke

Andreas Schülke ist Head of Content Marketing bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion und schreibt schwerpunktmäßig zu den Themen Content Marketing und Linkaufbau – im Bloofusion-Blog, im Magazin für SEO, SEA und E-Commerce suchradar sowie bei Twitter.

Privat treibt er viel Sport und spielt Fußball im Freizeitliga-Verein SC Münster United. Außerdem ist er Fan von Werder Bremen und musikbegeisterter Hobbykoch.

Andreas Schülke ist in den folgenden sozialen Netzwerken zu finden:

12 Kommentare zu “Qualitätskriterien für den Linkaufbau (Checkliste)”

  1. Elke Greim

    Danke für den Beitrag von Andreas Schülke. Die genannten Punkte mögen für die Internetkapitäne vielleicht intern als Qualitätskriterien dienen, Google genügt das schon lange nicht mehr. Links von Seiten, die diese Qualitätskriterien erfüllen führen höchstwahrscheinlich direkt zur manuellen Abstrafung, die dann mühselig mit Disavow und “Bitte um Linkentfernung” wieder aufgehoben werden muss. Meine 2-Cents.

    Viele Grüße
    Elke Greim

  2. Andreas Schülke

    Hallo Frau Greim,
    vielen Dank für den Kommentar und Ihre Meinung zu unseren Qualitätskriterien. Etwas konstruktiver wäre die Diskussion hier, wenn wir Ihre (offensichtlich abweichenden) Standards erfahren dürften. Vielleicht möchten Sie das noch ergänzen?
    Beste Grüße, Andreas Schülke

  3. Elke Greim

    Hallo Herr Schülke,

    die LISA! Sprachreisen Gruppe betreibt kein Linkbuilding sondern Link-earning und kann daher keine Standarts veröffentlichen. Aber selbst beim Verdienen von Links von Qualitätsseiten kann es ohne weiteres passieren, dass man eine manuelle Abstrafung vom Google-Spam-Team erhält und den Linkgeber bitten muss, den Link zu löschen oder eben über das Consideration Request Google überzeugen muss, dass ein Link nicht manipulativ gesetzt wurde.
    Es wird wenig diskutiert, aber eine sehr schöne Möglichkeit an gute Links zu kommen ist die aktive Nutzung von Google Plus.

    Viele Grüße
    Elke Greim

  4. Max Liebling

    Hallo Kapitäne,

    ich finde die von euch vorgestellten Kriterien nachvollziehbar und eine gute Orientierung im Linkaufbau.

    Frau Greim versteht scheinbar unter “Link-earning” das platzieren von plumpen Werbepostings in Foren und Einträge in Artikel- Socialbookmark- und Webverzeichnisse.

    Wer sich mit so einer Selbstbeweihräucherung derart weit aus dem Fenster lehnt, der sollte bitte vorher auch sein eigenes Linkprofil ansehen.

    Bei dem Kommentar kann ich nur den Kopf schütteln.

    Grüße Max Liebling

  5. Christian Geng

    Danke Elke Greim für Deine Einschätzung und danke Andreas Schülke für den Artikel. Ich muss Dir Elke zustimmen, es wird für Webseitenbetreiber immer schwieriger von guten Qualitätsseiten “verlinkt” zu werden ohne eine manuelle Abstrafung von Google zu kassieren. Leider hat nicht jede Internetseite das Potential von Heise, Bild oder Hamburger Abendblatt genannt zu werden. Einen Ansatz, den ich glaube ich hier auf Internetkapitäne gelesen habe, fand ich ganz gut; er lautete man solle versuchen Links von Verbänden zu bekommen, in denen man sich organisiert hat oder denen man nahesteht. Verbände betreiben in der Regel ein sehr gutes natürliches Networking und verfügen über einen hohen Pagerank und erfüllen die i.d.R. die Kriterien, die Andreas im Artikel nannte. Wer ist denn Max Liebling?

    Viele Grüße

    Christian Geng

  6. Klaus

    Frage
    Welcher Einsteiger hat hier Text unterstrichen, der kein Link ist?
    Das Zeitalter der Schreibmaschine ist längst vorbei!

  7. Andreas Schülke

    Hallo Klaus,
    danke für den Hinweis. Ich hoffe doch für die meisten Leser ist schnell ersichtlich, dass es sich um eine Überschrift handelt, denn es ist ja ein Doppelpunkt dahinter. Außerdem sind unsere Links hier ja auch noch farblich hervorgehoben.
    VG, Andreas

  8. Max Liebling

    @Christian Geng

    Ich bin ein Leser, der diesen Blog regelmäßig besucht.

    Nachdem Frau Greim sehr energisch betonte, für das Projekt LISA! Sprachreisen würde kein Linkaufbau betrieben werden, habe ich mir natürlich voller Neugier das Linkprofil angesehen. Da ich dort aber zahlreiche Links finden konnte, die definitiv durch “Linkaufbau” und nicht durch “Link-earning” entstanden sind, wollte ich lediglich darauf hinweisen, dass Frau Greims Aussage “die LISA! Sprachreisen Gruppe betreibt kein Linkbuilding” nicht korrekt ist.

    Grüße Max Liebling

  9. Susannna Künzl

    Dieser Artikel fasst zusammen, was beim Linkbuilding beachtet werden sollte. Die Zeiten von Linklisten und Artikelportalen sind definitiv vorbei.
    Den Hinweis auf die WaybackMachine finde ich besonders wichtig. Die Geschichte einer Domain kann auch zeigen, ob sie einmal für unliebsame Inhalte stand.

  10. hannes

    mh. die liste ist okay. ich vermisse hier aber in der aufzaehlung punkte wie “socials” (also gezieltes tracking von likes, shares, comments etc. via deeplinks der anvisierten linkspender), publishfrequenzen der linkspender (nachpruefbar via index => uebliche tools) und bei blogkonstruktionen o. kommentierbares die qualitaet und haeufigkeit von entsprechenden “meinungsaeusserungen”.

    die zeiten von linklisten, artikelportale, pr-portale, socialbookmarks sind ganz sicher nicht vorbei. ich bekomme staendig anfragen von “verbrannten” mit eben solchen “maßnahmen”. die akteure sind voellig verschieden … kleine seo-freelancer bis hin zu großen agenturen …

    lg

  11. Karolin Bierbrauer

    Die richtigen Linkquellen zu finden, kann sich als sehr schwierig erweisen. ich habe mich lange davor gesträubt, Link Building zu betreiben. Jetzt habe ich mich getraut, und sehr gute Links gefunden. Und zwar gehe ich in folgender Reihenfolge vor: potenzielle URLs finden, Alexa Rank kleiner als 300000 filtern, Outbound Links alles unter 100 herausfiltern. dann noch zum Schluss den MozRank bestimmen und alle Links die > 2 haben, verwenden.

  12. Andreas Schülke

    Vielen Dank für die Ergänzung und Beschreibung des eigenen Vorgehens. Als ganz grobe Daumenregel kann man sich sicher an solchen Kennzahlen orientieren, allerdings
    1.) Der Alexa Rank ist grundsätzlich immer mit Vorsicht zu genießen (s. https://blog.seibert-media.net/blog/2010/03/05/alexa-rank-ein-wertloses-aushaengeschild/).
    2.) Outbound Links (also ausgehende Links auf der betrachteten Seite) müssen kein schlechtes Zeichen sein, solange sie themenrelevant, passend und dadurch nützlich für Leserinnen und Leser sind.
    Der wichtigste Schritt ist daher der allererste: potenzielle URLs finden. Wenn hier sinnvolle Suchbegriffe gewählt wurden und danach beim aussortieren die oben beschriebenen Kriterien im Auge behalten werden, steht dem Aufbau nachhaltiger und sicherer Links nichts im Wege.

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