Neue Metrik in Google Ads: Click Share

15. Februar 2019 | Von in SEA

Anfang dieser Woche verkündete Google die Ergänzung der Metrik „Click Share“ – auf Deutsch „Anteil an möglichen Klicks“. In Kürze erhalten sämtliche Suchkampagnen diesen neuen Messwert.

Was ist neu?

Wer die Wettbewerbsmesswerte in Google Ads gut kennt, wird bestimmt zunächst sagen: „Aber den Messwert gibt es doch schon!“. Ja, das ist richtig, aber nur für Shopping-Kampagnen.

Ab sofort werden sukzessive alle Google Ads-Konten mit dem „Click Share“ für Suchkampagnen ausgestattet. Das bietet jedem Ads-Nutzer in Kombination mit anderen Metriken interessante Einblicke in die Performance der Textanzeigen im Vergleich zur Konkurrenz.

Worum geht es?

Der Anteil an möglichen Klicks ist der Quotientenwert der generierten Klicks aus dem Suchnetzwerk geteilt durch die geschätzte maximal mögliche Klick-Anzahl. Der Wert wird in Google Ads als Prozentzahl ausgegeben und soll für Kampagnen, Anzeigengruppen und Keywords einsehbar sein. Ergänzend dazu gibt es den Anteil an möglichen Impressionen, der auf die gleiche Weise berechnet wird.

Um die Schätzung zu möglichen Klicks geben zu können, vergleicht Google die Ergebnisse von anderen Werbenden mit dem gleichen Keyword bzw. Kampagneninhalt. Natürlich lässt sich Google nicht in die Karten schauen, wie es genau funktioniert. Aber wie bei allen Schätzwerten bei Google gilt: Es wird nur eine Zahl angegeben, wenn Google genügend Daten für eine verlässliche Schätzung vorliegen. Wie auch schon in Shopping-Kampagnen gibt es entsprechend nicht für alle Keywords oder Produkte einen Wert.

Bei unseren Kundenkonten zeigt sich der Wert bisher lediglich bei Kampagnen mit viel Traffic. Die anderen Kampagnen müssen sich also noch etwas gedulden.

Was bringt’s?

Im Grunde genommen reiht sich der Anteil an möglichen Klicks in die vorhandenen Wettbewerbsmesswerte in Google Ads ein. Im Zusammenspiel mit dem Anteil an möglichen Impressionen ergeben sich grob drei denkbare Szenarien, die Google Ads-Nutzer beobachten sollten.

  • Niedriger Click Share und hoher Impression Share: Die Anzeigen scheinen für die Nutzer wenig relevant zu sein, trotz eines hohen Budgets und eines hohen CPCs. Hier könnte man die Anzeigentexte oder -erweiterungen überarbeiten bzw. die Ausrichtung überdenken.
  • Hoher Click Share und niedriger Impression Share: Die Anzeigen sind sehr relevant, aber die Gebote und/oder das Budget scheinen zu niedrig. Da das mit Sicherheit Googles Lieblingskombination ist (= potenziell mehr Geld für Google), lohnt sich bei diesem Szenario trotzdem ein Blick in die Ausrichtungen. Oder vielleicht wirbt ein Wettbewerber momentan bei diesem Begriff besonders aggressiv?
  • Click Share und Impression Share auf gleichem Niveau: Hier besteht kein akuter Handlungsbedarf. Insgesamt sollte man aber einen hohen Click Share anstreben, um die Relevanz der eigenen Anzeigen auf einem hohen Niveau zu halten.

Das Wichtigste

Ein Blick in die neue Metrik „Anteil an möglichen Klicks“ (Click Share) in den Suchkampagnen ist lohnend. Das Wechselspiel mit dem Anteil an möglichen Impressionen ist dabei besonders interessant. Wie bei allen Schätzwerten in Google Ads sollte man die Werte aber nicht auf die Goldwaage legen.

Mein Tipp: Auf Anomalien in den Zahlen achten und Ausreißer genauer analysieren. Wichtige Keywords oder Kategorien sollten einem gesonderten Monitoring unterzogen werden.

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Helen Ramm

Helen Ramm ist Teamleiterin des SEA-Teams in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Ihr Steckenpferd ist außerdem die Datenanalyse mit Google Analytics.

Helen Ramm ist unter anderem in den folgenden sozialen Netzwerken zu finden:

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