Content Marketing Monatsrückblick Juni 2015

30. Juni 2015 | Von in Content Marketing

Es ist heiß. Welche heißen Tipps rund um Content Marketing und Linkbuilding wurden in diesem Monat publik gemacht? Eine coole Zusammenfassung.
Die Themen: +++ richtig fürs Web schreiben +++ Schluss mit S#!t Posting +++ Begriffsklärung: Schleichwerbung oder Native Ad? +++ Linkquellen recherchieren mit Ethnographie +++

Ja, das Format heißt jetzt Content Marketing Monatsrückblick. Die Neuigkeiten und Nachrichten rund um das Kernthema Linkaufbau haben in Anzahl und Qualität nachgelassen. Natürlich wird hier Content Marketing immer mit dem Fokus auf Links und SEO betrachtet werden und relevante Beiträge aus SEO und Linkaufbau weiterhin ihren Platz haben. Es sollte dabei allerdings bedacht werden, dass Content Marketing eben ganz andere Zielsetzungen haben kann (Image, Conversion Optimierung, Kundenbindung und viele, viele mehr).

Auf die Inhalte kommt es an.

Content Marketing

Im Netz wird sehr anders gelesen als geschrieben. Ein Beitrag von DEJAN SEO erklärt, dass die Mehrheit aller Leser im Web Texte eher scannen und schnell überfliegen, um eine schnelle Antwort zu finden. Lösungen wie Hypotext (der Beitrag selbst nutzt dieses Format), ausklappbare Menüs oder komplett dynamischer Content helfen Nutzern , schnell zu der richtigen Stelle zu gelangen und dort auf Wunsch tiefergehende Informationen zu finden. Für Suchmaschinen kann solch eine Lösung problematisch sein, denn heute verstehen Google und Co sehr gut, welche Inhalte auf einer Website sichtbar sind und welche nicht. Möglicherweise werden für das Ranking in den Suchergebnissen also die Textstellen nicht berücksichtigt, die anfangs auf der Website “versteckt” sind.
Zum Artikel: http://dejanseo.com.au/web-content/

Einen sehr emotionalen und nicht ganz jugendfreien Appell für Qualität über Quantität (“S#!t Posting”) liefert Jason Camps auf Medium. Besonders gut gefällt mir die Analogie zu Skinners Ratte im Käfig, die natürlich das Verhalten wiederholt, dass funktioniert, also zu Futter führt. So ist es eben auch mit schlechten Posts, die reißerische Titel tragen. Einer davon geht möglicherweise durch die Decke und der Autor wird alles dafür geben, diesen Erfolg zu wiederholen. Noch schlimmer: Andere versuchen das dann auch noch zu kopieren. So landen immer mehr flache, schnell geschriebene Beiträge in den großen Weiten des Web. Um sich hier abzuheben, müssen Inhalte richtig gut sein.
Hier geht’s zum Post: https://medium.com/business-startup-development-and-more/content-is-for-pussies-255951672ef1

Im Blog von linkbird geht es um ein Thema, dass ich besonders wichtig finde, weil es da noch sehr viele Grauzonen gibt (moralisch und rechtlich), die Content Marketer kennen sollten. Schleichwerbung, Anzeigen, Advertorials, Native Advertising. Was ist was? Und was bringt die Zukunft?
Automatisierte Native Ads werden skalierbar und im Format der redaktionellen Beiträge der jeweiligen Publikation ausgespielt – und als Werbung gekennzeichnet! Diese Werbeform hält Autor Coskun Tuna für besonders zukunftsweisend.
Der ganze Beitrag: http://blog.linkbird.com/de/online-marketing/native-advertising-heute-und-morgen/

Starke, themenrelevante Seiten können gute Links liefern. Doch wie findet man diese Seiten und ihre Betreiber? Dafür muss man zunächst auch die richtigen Suchbegriffe erkennen. Eine schöne Anleitung, wie man hier ethnografisch in die Zielgruppe eintauchen kann, gibt es im Blog von Citation Labs. Wie nennen sich die Angehörigen der Gruppe? Welche Begriffe benutzen sie? Das findet lässt sich am besten dort herausfinden, wo die Zielgruppe kommuniziert. Zum Beispiel online in Foren, Blogs und Social Media. Eine weitere Möglichkeit ist eine gezielte Befragung oder ein Gespräch mit Kundenberatern und Außendienstlern, die täglich im Kontakt mit Kunden stehen. Die ermittelten Begriffe lassen sich dann zur Recherche von potenziellen Linkquellen nutzen, beispielsweise über Suchmuster wie “[SUCHBEGRIFF] + Nachrichten” oder ähnlich.
Details: http://citationlabs.com/meeting-customers-where-they-live-building-brand-authority-links-via-qualitative-research/

Inspiration

Die Grand Prix Gewinner der Cannes Lions regen mit ihrer Kreativität sicher an, auch wenn die begehrte Auszeichnung für Werber dafür kritisiert wird, dass die Schwelle für einen Preis inzwischen zu niedrig sei. Alle Preisträger der Löwen 2015: http://www.canneslionsarchive.com/winners/categories/cannes-lions
Hier sind drei der Gewinnervideos:

Nächste Events

SMX Advanced Europe: Sind Sie dabei?

Auch auf der neuen SMX Advanced Europe ist Bloofusion natürlich vertreten. Unser Head of SEA Martin Röttgerding hält einen spannenden Vortrag mit dem Titel “Customized Ads = Greater Ads“. Haben Sie noch kein Ticket? Hier geht’s zur Anmeldung…

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Andreas Schülke

Andreas Schülke ist Head of Content Marketing bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion und schreibt schwerpunktmäßig zu den Themen Content Marketing und Linkaufbau – im Bloofusion-Blog, im Magazin für SEO, SEA und E-Commerce suchradar sowie bei Twitter.

Privat treibt er viel Sport und spielt Fußball im Freizeitliga-Verein SC Münster United. Außerdem ist er Fan von Werder Bremen und musikbegeisterter Hobbykoch.

Andreas Schülke ist in den folgenden sozialen Netzwerken zu finden:

3 Kommentare zu “Content Marketing Monatsrückblick Juni 2015”

  1. Florian

    Zum letzten Absatz: Da arbeite ich gerne mit 2 Tools – zum einen der Content-Explorer von Ahrefs (zeigt eben noch ein paar weitere, interessante SEO Metriken) und Buzzsumo, wobei hier Ahrefs hier für mich die bessere Lösung ist, auch aufgrund der vielen Filtermöglichkeiten. Kann man jedem SEO und “Content-Seeder” nur empfehlen.

  2. SalihDaglar

    was bedeutet das alles jetzt?? soll ich nun ab jetzt Texte mit über 2000 Wörter generieren oder klappt es auch wenn ich etwas mehr hab als der 1. platzierte??

  3. Andreas Schülke

    Texte “generieren” hört sich für mich schon nach dem falschen Ansatz an 😉
    Es geht darum, die Intention (die Absicht des Suchenden) durch den Inhalt zu erfüllen.
    Wenn meine Seite für die Suchanfrage “Welche SIM-Karte für iPhone 4” gefunden werden soll, muss ich sicher nicht MEHR zu diesem Thema schreiben als die aktuell erstplatzierte Seite. Möglicherweise kann die Antwort durch kürzeren Text besser geliefert werden, evtl. mit einer Grafik oder einem Video dazu.
    Zu anderen Suchanfragen kann andererseits viel Inhalt – auch in reiner Textform – gewünscht sein und die Absicht des Suchenden besser erfüllen, beispielsweise Vergleiche, Rezensionen, Anleitungen etc.

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