Content Seeding: Was ist das und wie geht das?

11. April 2018 | Von in Content Marketing

Inhalte, die im Content-Marketing entstanden sind, sollten gezielt verbreitet werden, damit kein Potenzial verschwendet wird. Content-Marketing kommt im Online-Werbemix von immer mehr Unternehmen zum Einsatz. Daher wird die Content-Distribution, also das strategische Streuen der Inhalte noch wichtiger. Denn sonst werden die Menschen, die sich dafür interessieren könnten, nicht erreicht.

Doch wie genau geht das und was braucht man?

Was ist Content Seeding?

Definition

Als Teil der Content-Marketing-Strategie bezeichnet Content Seeding alle proaktiven Maßnahmen zur gezielten Verbreitung von Inhalten.

Warum Content Seeding?

Erst wenn es ein Verständnis dafür gibt, was überhaupt durch die Seeding-Maßnahmen erreicht werden soll, kann man konkrete Schritte entwerfen. Häufige Ziele von Content Seeding sind:

  • Reichweite (Traffic, Views)
  • Erreichen neuer Zielgruppen (Shares, Mentions)
  • SEO (Backlinks)

Letztendlich muss der Aufwand für die Distribution von Content sich dadurch rechtfertigen, dass irgendwo ganz am Ende der resultierenden Kennzahlen mehr Umsatz für das Unternehmen steht – genau wie bei jeder anderen Maßnahme im Marketing.

Wie geht Content Seeding?

Wer sich dabei nicht auf die Dienste einer Content-Seeding-Agentur verlassen möchte, kann jeden einzelnen Arbeitsschritt selbst in die Hand nehmen:

  1. Thema mit Potenzial finden und überzeugende Ressource schaffen
    Risikoarm sind alle Ressourcen, die bei Konkurrenten oder anderen relevanten Seiten rund um das Thema schon gut verlinkt sind oder in Social Media gut funktioniert haben. Diese findet man am besten mit Linkdatenbanken (Majestic, MOZ, ahrefs, SEOkicks) oder Social-Media-Tools wie BuzzSumo.
    Originellere Themenideen, zu denen es nachweislich Interesse gibt, lassen sich mittels Keyword-Recherche finden. Tooltipps: Google Adwords Keyword Planer, HyperSuggest, Answer The Public.
  2. Multiplikatoren recherchieren
    Das gelingt entweder über die Google-Suche (Tipp: Suchoperatoren verwenden) oder aber mithilfe von Tools. Linkdatenbanken (Majestic, MOZ, SEOkicks, ahrefs etc.) zeigen beispielsweise, welche Seiten bereits auf ähnliche Inhalte im Web verlinken.
  3. Websites bewerten
    Von vielen Seiten möchte man heutzutage wohl gar keinen Link haben, weil der Google-Algorithmus ihn möglicherweise als negativ bewertet. Qualitätskriterien helfen beim Aussortieren minderwertiger Websites. Andererseits mag es natürlich auch Websites geben, auf denen eine Erwähnung oder ein Backlink extrem wertvoll wäre und mehr Aufwand zur Überzeugung gerechtfertigt erscheint.
  4. Kontakt aufnehmen
    Am liebsten werden Pressevertreter, Journalisten, Blogger oder andere Website-Betreiber nach wie vor per E-Mail kontaktiert. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist der Entwurf einer überzeugenden E-Mail-Vorlage zur kalten Kontaktaufnahme. Auch die Follow-up-Mail erfüllt bei so vielen beschäftigten Empfängern eine wichtige Erinnerungsfunktion. Fortgeschrittene Content Seeder testen mehrere Versionen ihrer Outreach-E-Mails gegeneinander.
    Nicht verzagen bei negativen oder einfach komplett ausbleibenden Rückmeldungen. Auch wenn schlechte Rücklaufquoten analysiert und verbessert werden sollten, etwas Frustrationstoleranz muss hier immer vorausgesetzt werden.

Gibt es Tools dafür?

Tools können dabei eine nützliche Erleichterung der Arbeit sein, zwingend notwendig sind sie allerdings nicht – notfalls geht es auch mit der guten alten Excel-Liste oder einem Google Sheet. Zudem konzentrieren sich viele Content-Marketing-Tools auf redaktionelle Prozesse wie Themenfindung, Redaktionsplanung und Erstellung der Inhalte (z. B: ContentKing oder Scompler). Genau die Funktionen und Features, die für das Content Seeding gebraucht werden, fehlen also: Kontakte suchen, aussieben und anschreiben.

Alles in einem Tool bietet contentbird. Tatsächlich taugen für das reine Seeding aber auch Tools, die die redaktionelle Seite komplett ausblenden und sich auf die Kontaktaufnahme und das Kontaktmanagement konzentrieren, z. B. Pitchbox, OutreachPlus, AkquiseManager, Mailshake.

Allgemeine Empfehlungen sind hier ohnehin schwierig, da sich die Preisgestaltung bei diesen Tools an der Anzahl der gewünschten Nutzer und Projekte orientiert. Abhängig von Teamstruktur und Arbeitsweise wird die ideale Tool-Lösung also ohnehin in nahezu jedem Fall anders aussehen. Eine kostenlose Testversion gibt es aber von allen Anbietern, also am besten einfach durchklicken und selbst ausprobieren.

Fazit

Content Seeding ist kein Hexenwerk. Mit den hier gesammelten Tipps zum Streuen der eigenen Inhalte werden auch Einsteiger bald die ersten Erfolgserlebnisse mit Content-Marketing spüren. Man muss nur damit anfangen. Und: Übung macht den Meister.

Unser nächstes Webinar am 14. August 2018: 15-Minuten-Praxis-Webinar: XML-Sitemaps verstehen und richtig einsetzen

XML-Sitemaps können Suchmaschinen helfen, eine Website zu indexieren und zu „verstehen“. Gerade im Zusammenspiel mit der Google Search Console sind diese Dateien sehr hilfreich bei der Diagnostik von SEO-Problemen. Daher lohnt ein genauer Blick auf XML-Sitemaps – und deren Nutzung in der Search Console. Im Anschluss des Webinars folgt eine 15-minütige Q+A Session.

Jetzt kostenlos anmelden:
15-Minuten-Praxis-Webinar: Das bringt der „Abruf wie durch Googlebot“

Alle kommenden Webinare:
Bloofusion- und suchradar-Webinare im Überblick

The following two tabs change content below.

Andreas Schülke

Andreas Schülke ist Head of Content Marketing bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion und schreibt schwerpunktmäßig zu den Themen Content Marketing und Linkaufbau – im Bloofusion-Blog, im Magazin für SEO, SEA und E-Commerce suchradar sowie bei Twitter.

Privat treibt er viel Sport und spielt Fußball im Freizeitliga-Verein SC Münster United. Außerdem ist er Fan von Werder Bremen und musikbegeisterter Hobbykoch.

Andreas Schülke ist in den folgenden sozialen Netzwerken zu finden:

Leave a Reply