Die neuen Google Content Guidelines: Keine Test-Blogs mehr + viele weitere Änderungen

4. Oktober 2012 | Von in SEO

Vor einigen Tagen hat Google die Google Content Guidelines aktualisiert. So ganz scheint die Aktualisierung noch nicht durch zu sein, weil einige Guidelines derzeit nur in englischer Sprache existieren.

Weil es kaum jemandem zuzumuten ist, das alles zu lesen, haben wir uns daran gesetzt und alle Guidelines durchgearbeitet.

Interessant finde ich einige Änderungen und Ergänzungen, z. B.

“Kauf oder Verkauf von Links, die PageRank weitergeben. Dazu gehören der Austausch von Geld für Links oder Posts, die Links enthalten, sowie der Austausch von Waren oder Dienstleistungen für Links. Darüber hinaus zählt dazu auch das Senden “kostenloser” Produkte, wenn Nutzer im Gegenzug etwas darüber schreiben und einen Link einfügen.”
http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=66356

Das richtet sich wohl primär gegen die wachsende Schar an Test-Blogs, die Links gegen zu testende Produkte anbieten.

Gut und sinnvoll finde ich auch den expliziten Hinweis auf Offtopic-Links:

„Links, die in Artikeln ohne richtigen Zusammenhang eingefügt werden, z. B.: Die meisten Menschen schlafen nachts. Sie können günstige Decken im Geschäft kaufen.“
http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=66356

Von derartigen Links gibt es ja nun mal mehr als genug – wobei ohnehin fraglich ist, ob Google die zum großen Teil nicht ohnehin schon entwertet hat.

Wir haben alle unserer Meinung nach relevanten Stellen herausgesucht und mit einer Empfehlung versehen – für alle, die sich immer an die Richtlinien halten möchten. Oder auch für Unternehmen, die die Arbeit ihrer Agentur überprüfen möchten.

Hier kommen die “Google Content Guidelines”:

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (International SEO), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

10 Kommentare zu “Die neuen Google Content Guidelines: Keine Test-Blogs mehr + viele weitere Änderungen”

  1. Sanguinius

    Also ich kann die Änderung zwar nachvollziehen, finde aber den Teil mit “Link gegen Produkt” schwierig. Firmen verteilen doch auch unabhängig von Links Testprodukte, wie Google da unterscheiden will ist mir nicht klar oder sollen in Zukunft alle Links aus Testergebnisse ohne Kraft sein.

    Das kann ich mir einfach nicht vorstellen, da man so auch Seiten vom ADAC, Spielemagazine oder sonstige Seiten entwerten müsste.

  2. Marco Rick

    Hat noch gar keiner Danke für diese sehr gute Aufstellunge gesagt? also: DANKE!
    Einiges finde ich auch für sauber arbeitende Unternehmen schwierig – anderes macht bei mir sofort die “Negativ-SEO” Warn-Lampe an. Oder täusche ich mich darin, das damit Negatives SEO populärer werden könnte?

  3. Markus

    @Marco: Populär, weiß ich nicht. Aber einfacher vielleicht 🙂

  4. Markus

    @Sanguinius: Google geht es meiner Meinung nach hier um sehr direkte Fälle, also Beitrag im Test-Blog gegen Produkte. Beim ADAC gibt es ja auch einige Inhalte, die nicht aus einem kostenlose bereitgestellten Produkt resultieren.

  5. Steve

    Danke für die Hinweise. Bin selbst die neuen Richtlinien noch nicht komplett durchgegangen.

    Ich kann es mir aus Entwicklersicht nicht vorstellen, wie das automatisiert überprüft werden soll.
    Google hat ja riesige Datenbanken, in denen solche Wörter für ein Signal herangezogen werden können. Dennoch schätze ich diesen Qualitätsfaktor als eher gering ein, der nur in Kombinationen mit vielen anderen Signalen die Abstrafung ausmachen.

    Matt Cutts meinte bei einem Interview, dass dieses Update in den USA ca. 0,6 % englischsprachige Seiten betrifft. Der geringe Anteil zeigt auch, wie stark diese im Artikel erwähnten Sachen als Signal erhangezogen werden.

    Wer sauber arbeitet, sollte sich keine Gedanken über eine eventuelle Penalty machen müssen.

  6. Stefan

    Vielen Dank für die informative Feierabendlektüre (bin gerade über einen Artikel in der Internetworld darauf aufmerksam geworden).

  7. Manfred Gottschling

    hmm…

    nun wenn Google schon gegen Kauflinks vorgeht und sich seiten sucht die eben Links verkaufen so war ja abzusehen, wann Google auch gegen eindeutige Blogtester-Seiten vorgeht die sich eben einen Artikel schicken lassen und im Gegenzug eben einen Link setzen. Ist ja in dieser Konsequenz Recht und billig …

    Das Google die bezahlte Werbung lieber selbst verkaufen möchte sollte uns ja auch allen klar sein 😉 … Ich denke das die Blogwerbung eher in eine Art sponsored Story wandeln wird was aber die kleinen Linkschleudern nicht so ohne weiteres schaffen werden da zukünftig ein gewisses Portfolio an Webseiten notwendig ist.
    mal sehen was noch so alles kommen wird …

  8. Simone

    In 5 Minuten alle wichtigen Infos. Super! Vielen Dank!

  9. Stefan

    Sehr schöne Zusammenfassung und Aufbereitung. Ich denke Google hat jetzt halt alles mal zusammengetragen, was die bösen SEOs so ausgetestet haben 😉

  10. Teaser

    Danke für die ausgezeichnete, knappe und präzise Zusammenfassung. Klar, das Gerangel bei der SEO gibt es, seit es Webauftritte gibt. Dass Google da kräftig mitmischt, natürlich möglichst profitabel, ist nicht neu, sondern Geschäftsmodell. Vieles aber ist eine Frage der Dosierung…

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