Die perfekte Anzeige – wie du für SEA, Display, YouTube und Social Media Ads die ideale Werbung schaltest

21. Juli 2022 | Von in SEA, Social Media

Im Juni 2022 haben meine Kollegin Helen und ich ein Webinar zum Thema „Die perfekte Anzeige für SEA, Display, YouTube und Social Media Ads“ gehalten. Ein wichtiges Thema also! Grund genug, die Thematik im Bloofusion-Blog noch einmal ausführlicher zu behandeln. Im Folgenden erfährst du, welche Punkte du unbedingt erfüllen solltest, damit deine Anzeigen Nutzer:innen in den genannten Netzwerken ins Auge stechen und sie natürlich zum Handeln auffordern.

Hole den Nutzer/die Nutzerin dort ab, wo er/sie sich gerade befindet

Bei der Anzeigengestaltung ist es wichtig, dass du die Funnel-Stufe beachtest, in der sich der Nutzer/die Nutzerin befindet, und somit alle Anzeigenelemente seinem/ihrem (Wissens-)Stand anpasst. Befindet sich der Nutzer/die Nutzerin z. B. im oberen Funnel-Bereich „SEE“, weiß er/sie noch gar nicht, dass er/sie ein Bedürfnis nach dem gezeigten Produkt oder der Dienstleistung hat. In dieser Phase muss mit der Anzeige Aufmerksamkeit generiert und ein Bedürfnis geweckt werden. Welches Netzwerk für welche Phase am besten geeignet ist, kannst du der folgenden Abbildung entnehmen.

Funnel-Stufen

Hast du identifiziert, wo sich deine Nutzer:innen befinden, folgt die Wahl des passenden Netzwerkes. Auf Basis dessen, kannst du nun deine Anzeigen gestalten.

Anzeigen für die Google-Suche

Mit Suchanzeigen kannst du Nutzer:innen erreichen, wenn sie bereit sind, etwas Neues zu entdecken, nämlich, wenn sie auf Google aktiv nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen. Die Suchanzeigen werden im Google-Suchnetzwerk ausgespielt und bestehen aus Überschriften, Textelementen und Anzeigenerweiterungen. Seit dem 30.06.2022 können wir nur noch responsive Suchanzeigen erstellen. Die im Konto vorhandenen erweiterten Textanzeigen können lediglich aktiviert oder pausiert werden.

Die responsiven Suchanzeigen sind durch die gegebenen Elemente wandelbar und geben Google so bei der Anzeigenerstellung viel Spielraum. Du fügst 15 Anzeigentitel, vier Beschreibungen und zwei Pfade hinzu. Aus diesen Bausteinen bastelt Google dann die passende Anzeige für die eingereichte Suchanfrage. Mein Tipp: Verzichte möglichst aufs Pinnen, um Google eben den maximalen Spielraum zu geben. Dies kann zu einer besseren Anzeigeneffektivität führen.

Des Weiteren solltest du deine Anzeige um Anzeigenerweiterungen ergänzen, damit du diese mit noch mehr Informationen „aufplustern“ kannst. Die Erweiterungen geben dir die Möglichkeit dem Nutzer/der Nutzerin noch mehr über dein Produkt zu erzählen, denn durch die begrenzte Zeichenanzahl der Anzeige sind dort die Kapazitäten schnell ausgeschöpft.
Diese Erweiterungen lege ich dir wärmstens ans Herz:

Die wichtigsten Anzeigenerweiterungen

Du kannst auch die von Google automatisch generierten Anzeigenerweiterungen nutzen. In diesem Blogbeitrag erfährst du, was du dort beachten solltest – denn nicht jede automatische Anzeigenerweiterung hält das, was sie verspricht. Eine weitere Erweiterung, die ich wirklich empfehle, ist die Bilderweiterung. Diese ist ein absoluter Eyecatcher und hebt deine Anzeige von denen der anderen ab. Ein Bild unterstützt die Werbebotschaft und führt zu einer potenziell höheren Klickrate. Achte bei der Bildauswahl nur darauf, dass du Bilder ohne Text-Overlay nutzt, ansonsten führt das zur Ablehnung der Bilder.

Tipps: Anzeigen für die Google-Suche

  • Varianz
  • Fokussiere dich auf die wichtigsten Informationen.
    • Verkaufsargumente
    • Besonderheiten/Vorteile
    • USP
  • Fordere zum Handeln auf.
  • Teste deine Anzeigen gegeneinander.
  • Nutze die Anzeigentitelvorschläge von Google die Sinn ergeben.
  • Entwickle deine Anzeigen stetig weiter.

Anzeigen für Discovery und Display

Discovery- und Display-Netzwerk sind sich sehr ähnlich. Bevor ich auf die Gemeinsamkeiten eingehe, mache ich einen kleinen Exkurs zu den Discovery-Anzeigen.

Das Discovery-Netzwerk nutzt du, wenn du Nutzer:innen erreichen möchtest, die bereit sind, etwas Neues zu entdecken. Die Anzeigen werden auf YouTube, Discover und Gmail ausgespielt. Die Anzeigen bestehen aus Überschriften, Textzeilen und Bildern. Zudem gibt es bei diesem Anzeigenformat die Möglichkeit, responsive und Karussell-Anzeigen aufzusetzen.

Werbung im Discovery-Netzwerk

Ähnlich wie bei Discovery dient Display-Werbung der Steigerung von Reichweite und Markenbekanntheit. Die Anzeigen werden im Google-Display-Netzwerk ausgespielt und sind auf den unterschiedlichsten Apps, Websites und auf YouTube zu sehen. Auch hier geben wir der Anzeige Überschriften, Textzeilen und Bilder, können aber auch Videos und GIFs hinterlegen. Die Besonderheit bei Display -Anzeigen ist, dass du hier klassische Bildanzeigen und responsive Display-Anzeigen schalten kannst.

Die responsive Display-Anzeige ist auch das Format, das von Google ganz klar bevorzugt wird. Dieser Anzeigentyp besteht aus den folgenden Elementen:

  • Fünf Anzeigentitel
  • Einem langen Anzeigentitel
  • Fünf Beschreibungen
  • CTA-Button

Du hast zudem die Möglichkeit, zwei Brand-Farben anzugeben, damit Google deine Anzeige noch besser platzieren kann. Die Anzeigen werden dann je nach Netzwerk in verschiedenen Formaten ausgespielt. Wenn du alle Bausteine hinterlegt hast, bewertet Google die Asset-Qualität, und je nachdem, wie gut diese ist, kannst du eine Anzeigenqualität von “sehr gut” erreichen.

Werbung im Display-Netzwerk

Als Bilder, egal ob für Bildanzeige oder responsive Display-Anzeige, eignen sich sehr gut Stock-Bilder, Produktbilder oder Kundenmeinungen.

Tipps: Anzeigen für Discovery und Display

  • Varianz bei Text und Bild
  • Hohe Auflösung der Bilder
  • Verdeutliche, ob deine Anzeige für den Bereich B2C oder B2B gedacht ist
  • CTAs
  • Zusammenspiel von Bild, Text und Landingpage

Anzeigen für YouTube

Bei Anzeigen auf YouTube geht es, ganz klar, um Videoanzeigen. Dieses Format bietet sehr viele Darstellungsmöglichkeiten, und du kannst mit Emotionen spielen. Videoanzeigen eignen sich sehr gut für die Reichweitensteigerung. Ausgespielt werden die Anzeigen auf YouTube und im Google Display-Netzwerk. Die Anzeigen können ganz einfach über Google Ads erstellt und gesteuert werden.

Da du bei Videoanzeigen sehr viel mehr Spielraum hast als bei Textanzeigen, kannst du hier sehr kreativ werden und auch mal „outside the box“ denken. Das Video muss auch nicht zwingend in einem professionellen Studio aufgenommen werden, persönlicher Video-Content kommt bei den Nutzer:innen auch sehr gut an.

Werbung auf YouTube

Tipps: Videoanzeigen

  • Lebe deine Kreativität aus.
    • Emotionalität, Humor
  • Schaffe eine Idealsituation, die das Produkt ermöglicht.
  • Wage dich an einen persönlichen Ansatz.
  • Baue dein Video nach dem ABCD Prinzip auf.
    • Attract: Erzeuge Aufmerksamkeit in den ersten Sekunden.
    • Brand: Schaffe eine Markenidentität.
    • Connect: Stelle eine Verbindung zu deiner Zielgruppe her.
    • Direct: Kommuniziere einen klaren Handlungsaufruf.

Anzeigen für Google Shopping

Shoppinganzeigen eignen sich sehr gut, wenn der Nutzer/die Nutzerin schon weiß, was er/sie sucht. Mit Anzeigen, die Details zu Produkten abbilden, kann man dem Nutzer/der Nutzerin den finalen Anstoß zum Kauf geben. Damit die Anzeige das erreicht, musst du alle wichtigen Informationen im Feed hinterlegen. Und da kommt es wirklich auf das Wording an!

Der Titel ist das, was neben dem Bild zuerst ins Auge sticht, bzw. worauf der Nutzer/die Nutzerin als Erstes schaut. Er/Sie erkennt in der ersten Sekunde, ob das Produkt für ihn/sie relevant ist. Daher hat der Titel direkten Einfluss auf die Klickrate und somit auch auf die Sichtbarkeit.

  • Das Wichtigste sollte immer vorne stehen.
  • Die Produktkategorie bestimmt die Reihenfolge der Attribute.
  • Bei unbekannten Marken sollte der Brandname anderen Attributen den Vortritt lassen.
Empfohlene Attributionsstruktur
Anzeigen bei Google Shopping

Neben dem Titel ist das Bild ebenfalls ein sehr wichtiges Attribut, dem du Aufmerksamkeit schenken solltest. Denn neben deinem Produktbild werden auch die Produktbilder deiner Konkurrenz ausgespielt. Das heißt, es muss dann doppelt ins Auge stechen – mit aussagekräftigem Titel und Bild.

  • Nutze eine hohe Auflösung.
  • Individuelle Bilder je Variante
  • Darstellung
    • Quadratisch
    • Vor weißem Hintergrund
    • Das Produkt sollte das Bild ausfüllen.
    • Nutze auffälligere oder von der Norm abweichende Bilder (siehe Sessel).

Anzeigen für Facebook und Instagram

Das Zitat „Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte“ stimmt aktuell mehr denn je. 56 % der Umsatzsteigerung sind auf die Qualität des Creatives zurückzuführen, und die richtige Platzierung kann die Conversions wirksam steigern. Die Herausforderung ist jedoch, dass du nur 400 Millisekunden Zeit hast mit deinem Creative zu überzeugen. Diese kurze Zeitspanne benötigt das Gehirn, um die Anzeige wahrzunehmen und emotional einzuordnen.

Facebook und Instagram Ads bieten viele verschiedene Formate, mit denen Nutzer:innen erreicht werden können. Um wirklich zu überzeugen, solltest du folgende Punkte beachten:

  1. Überzeuge in der ersten Millisekunde.
  2. Schaffe eine Markenidentität.
  3. Stelle dein Produkt oder deine Dienstleistung in den Fokus.
  4. Bring es auf den Punkt.
  5. CTA – Sag, was du willst.
Die etwas anderen Social Media Ads

Damit du ein Gefühl für die Welt der Social Media Ads bekommst, empfehle ich dir, mit deinem besten Image zu starten und daraus deine erste Anzeige zu gestalten. Mit der Zeit entwickelst du dich immer weiter. Du kannst dann dazu übergehen, auch animierte Elemente oder Videomaterial zu nutzen. Bediene dich auch ruhig an Text-Overlays, Symbolen und Emojis – denn vergiss nicht: Wir sind hier auf Social Media unterwegs, und da sind solche Elemente durchaus erwünscht! Ganz wichtig: Nimm dir fürs Erstellen deiner Creatives ein bisschen mehr Zeit und erstelle für jede Platzierung die passende Anzeige. Deine Nutzer:innen werden es dir danken (und deine Ziele auch).

Fazit

Das war eine schriftliche Kurzfassung des Webinars mit den wichtigsten Punkten. Falls du noch detailliertere Informationen haben möchtest, kannst du dir die Webinar-Aufzeichnung hier ansehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass du, egal für welche Netzwerke du Anzeigen aufsetzt, folgende Punkte im Hinterkopf behalten solltest:

  • Der Funnel ist die Basis für deine Kanal- und Anzeigenwahl.
  • Sprich die Nutzer:innen (je nach Funnelstufe) gezielt an.
  • Lass dich nicht entmutigen: Teste, teste, teste.
  • Bleib nicht stehen und optimiere und analysiere deine Anzeigen fortlaufend.
  • Hab den Mut für Neues.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß und Erfolg beim Erstellen deiner perfekten Anzeige!

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Gina Gilsing

Gina Gilsing ist Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Im Bloofusion-Blog berichtet sie über Google Ads und andere SEA-Themen.

Nach der Arbeit ist vor der Arbeit und dazwischen ist Gina immer bereit für spontane Unternehmungen, Schmusereien mit ihren zwei Fellbällen, Schmökereien & Schmausereien – gerne mit einem Aperol in der Hand.

Gina ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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