Die Responsive-Anzeigen im GDN sind da

25. August 2016 | Von in SEA

Seit kurzem sind die Responsive-Anzeigen in Googles Display-Netzwerk (GDN) in AdWords verfügbar. Diese passen sich dem jeweiligen Anzeigenformat auf der Webseite an. Damit ist auch ein weiterer Schritt in Richtung native Anzeigen getan.

Hintergrund

Im Mai wurden die Responsive-Anzeigen bereits angekündigt, jetzt sind sie endlich verfügbar – wenn auch noch nicht in allen AdWords-Konten. Aber keine Panik: Die Funktion wird wie üblich erst schrittweise in den Konten eingeführt.

Bei dem neuen Anzeigen-Typen sollen sich die Größe und das Format den freien Werbeflächen in Googles Display-Netzwerk automatisch anpassen. Das soll den Werbetreibenden möglichst die Arbeit abnehmen, indem sie keine zahlreichen Anzeigen mehr erstellen müssen, um alle Anzeigengrößen abzudecken. Zudem hat man dadurch Text- und Bild-Anzeige in einem.

Zusätzlich können die Responsive-Anzeigen auch als native Anzeigen erscheinen. Das Format der entsprechenden Seite wird einfach von der Anzeige aufgenommen. Die Werbung wird dadurch unauffälliger und als weniger störend wahrgenommen. Schließlich kann so auch der Eindruck erweckt werden, es handle sich um normale Seiteninhalte. Ein Beispiel dafür findet sich hier:

Die Responsive-Anzeigen in AdWords sind da 1

Einrichtung

Die Responsive-Anzeige lässt sich in der AdWords-Oberfläche auf Anzeigenebene erstellen, wie rechts zu sehen. Die Responsive-Anzeigen in AdWords sind da 2Es müssen ein Bild, ein Anzeigentitel (entweder kurz mit 25 Zeichen oder lang mit 90 Zeichen), eine Beschreibung mit max. 90 Zeichen, der Unternehmensname und die finale URL hinzugefügt werden. Zusätzlich kann noch ein Logo hochgeladen werden. Anschließend generiert Google daraus automatisch Text-, Bild- oder native Anzeigen und spielt diese entsprechend aus.

Wie die Anzeigen aussehen könnten, wird automatisch neben dem Eingabe-Feld angezeigt. Bei den Layout-Möglichkeiten handelt es sich allerdings nur um Beispiele, sodass viele weitere Formate und Anzeigentypen möglich sind. Das Beispiel zu einer nativen Anzeige wird leider nicht gegeben.

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Die Erstellung der Responsive-Anzeige funktioniert sehr schnell und ist intuitiv bedienbar. Zusätzlich zum regulären Bilder-Upload kann man Ideen abrufen, indem man die Ziel-Webseite eingibt. Diese Funktion kennen wir bereits vom Erstellen anderer Display-Anzeigen; auf diese Weise sucht sich Google automatisch mögliche Bilder oder Logos zusammen und schlägt sie vor. Die Auswahl kann dann individuell getroffen werden.

Fazit

Ich halte die neuen Responsive-Anzeigen für absolut sinnvoll und kann jedem AdWords-Betreiber nur empfehlen, sie zu testen. Der Einbau geht sehr schnell und unkompliziert. Außerdem hat man damit Bild und Text-Format in nur einer Anzeige. Das spart einiges an Zeit. Besonders schön ist, dass die Textanzeigen mit einer Beschreibung von 90 Zeichen sogar noch umfangreicher als die neuen erweiterten Textanzeigen sind.

Die Vorschau darüber, wie die Anzeigen aussehen können, ist zwar hilfreich, allerdings leider auch unvollständig. Ich hätte mich über das Beispiel einer nativen Anzeige gefreut. Denn so kann ich als Nutzer lediglich vermuten, dass meine Anzeige auch nativ angezeigt wird, weiß aber weder, wie oft und ob dies tatsächlich der Fall ist oder wie sie letztendlich wo aussehen. Die Anzeigenausspielung kommt mir daher noch etwas unkontrolliert vor.

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Cora Rothenbächer

Cora Rothenbächer war bis 2018 Senior Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schrieb schwerpunktmäßig über Google AdWords und Bing Ads im Bloofusion-Blog und war Redakteurin des suchradars, dem Magazin für SEO, SEA und E-Commerce.

Cora ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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