Die Top 3 AdWords-News des letzten Quartals: Q4 2017

21. Dezember 2017 | Von in SEA

Im letzten Quartal des Jahres hat Google noch einmal einige Neuheiten rausgehauen. Die interessantesten darunter waren die geänderten Tagesbudget-Regelungen und etliche neue Ausrichtungsmöglichkeiten. Aber Achtung: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Hier erfahrt ihr, was es mit den Top drei AdWords-Neuerungen dieses Quartals auf sich hat.

Budgets sind jetzt noch flexibler

Im Oktober gab es eine Änderung, die zu Beginn eher im Stillen umgesetzt wurde. Google änderte nämlich die flexible Erhöhung des Tagesbudgets von Kampagnen von 20 % auf 100 %. Das bedeutet, dass Kampagnen mit einem Budget von bspw. 100 € jetzt im Zweifelsfall (bzw. bei zu hohen Geboten) nicht mehr „nur“ 120 €, sondern 200 € ausgeben werden. Die Änderung wurde von einem auf den anderen Tag und ohne Vorankündigung in sämtlichen AdWords-Konten umgesetzt – nicht gerade die feine Art, wie ich finde.
Nach dieser Änderung solltet ihr eure Kampagnen jetzt erst einmal wachsam beobachten – vor allem bei oft eingeschränkten Budgets. Natürlich solltet ihr nach wie vor im Hinterkopf behalten, dass das monatliche Abrechnungslimit – also das Tagesbudget x 30,4 – weiterhin nicht überschritten wird. Eine Kostenbremse existiert also nach wie vor. Problematisch wird es allerdings für Werbetreibende, die mit schwankenden Budgets arbeiten und häufigen Erhöhungen oder Senkungen. Auch beim oft eintretenden Nachjustieren von Budgets oder Budgetänderungen wird es kritisch. Denn durch die großzügige Änderung der Budgetgrenze läuft man jetzt Gefahr, schlichtweg die Kontrolle über seine Ausgaben zu verlieren.

Neue Ausrichtungsmöglichkeiten in AdWords

Im Mai wurde es das erste mal angekündigt, und jetzt ist es endlich so weit: YouTube- und Gmail-Anzeigen lassen sich nun auch auf Lebensereignisse (Life Events) ausrichten. Die neue Targeting-Möglichkeit ist auch schon in allen Konten und natürlich in der neuen Version des AdWords-Editors verfügbar. Aber um die Freude leider schon jetzt ein wenig zu bremsen: Bisher steht nur eine festgelegte Auswahl an Lebensereignissen zur Verfügung (jeweils mit den Optionen „vor Kurzem erworben“ oder aber „steht bevor“:

Bisher war diese Art von Ausrichtung nur bei Facebook Ads möglich. Jetzt dürfen auch wir von der AdWords-Front uns freuen. Denn die Ausrichtung auf Lebensereignisse ist vor allem für Werbetreibende interessant, die Kunden genau in diesen bestimmten Momenten ansprechen wollen (wie z. B. Anbieter von Hochzeitskarten, Umzugsservices u. v. m.). Dadurch können potenzielle Kunden zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft erreicht werden und die Conversionwahrscheinlichkeit steigt. Schön wäre natürlich die Ausweitung der neuen Ausrichtungsmöglichkeiten für das gesamte Displaynetzwerk – hier müssen wir uns wohl noch ein Bisschen gedulden.

Ausrichtung auf Telefonnummern und Adressen

Erst seit letztem Monat gibt es neben den Lebensereignissen noch eine weitere neue Ausrichtungsmethode. Und zwar können Werbetreibende neben einer Liste von E-Mail-Adressen jetzt auch noch Telefonnummern und/oder Adressen in AdWords hochladen, damit die Anzeigen auf gezielte Nutzer ausgerichtet werden. Einmal hochgeladen, werden die betroffenen Nutzer dann mit spezifischen Anzeigen in der Google-Suche, Shopping, YouTube oder Gmail angesprochen. Die Voraussetzung ist dabei, dass sie eindeutig identifizierbar mit ihrem Google-Account eingeloggt sind.

Das ganze mag zwar erst recht interessant klingen, doch auch hier muss ich die Freude leider direkt bremsen. Denn angesichts der bevorstehenden Neuerung der EU-Datenschutz-Grundverordnung könnte die Ausrichtung auf Telefonnummern und Adressen in AdWords bald schon Geschichte sein (zumindest in Europa).

Ausblick auf 2018

Wie schon in unserem letzten Bloofusion-Webinar – dem Online-Marketing-Jahresrückblick 2017 – angesprochen, vermute ich, dass es im kommenden Jahr in AdWords immer stärker um die Online-Offline-Verknüpfungen gehen wird. Einige Ankündigungen dazu hatte uns ja schon Kishore Kanakamedala von Google auf der SMX East in New York verraten. Wir dürfen auf jeden Fall schon gespannt sein, ob das denn alles war oder 2018 noch mehr kommt.

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Anzeigentests kann man nicht Google überlassen, da ist sich die Branche einig. Deshalb werden Anzeigen im Wechsel geschaltet, um statistisch signifikante Gewinner zu ermitteln. Was seit einem Jahrzehnt allgemein als Königsweg akzeptiert wird, ist durchaus fundiert und klingt eindrucksvoll, ist in Wahrheit aber Unsinn.

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Cora Rothenbächer

Cora Rothenbächer ist Senior Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords und Bing Ads im Bloofusion-Blog und ist Redakteurin des suchradars, dem Magazin für SEO, SEA und E-Commerce. Zudem ist sie Gastbloggerin des offiziellen Bing-Ads-Blogs und beim GrowthUp-Magazin.

Hobbymäßig spielt sie Ukulele und Gitarre und geht privat gerne auf Konzerte.

Cora ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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