Die Top 3 AdWords-News des letzten Quartals: Q1 2017

3. April 2017 | Von in SEA

Zum Thema AdWords gab es im ersten Quartal des Jahres wieder einmal eine Menge News. Dabei hat Google auch einige Spielregeln der Werbeplattform geändert, beispielsweise bei der Ausrichtung von Anzeigen oder der Wahl der Telefonnummern in Anzeigenerweiterungen. Was genau passiert ist, erfahrt ihr hier:

Ausrichtung von AdWords

Seit Anfang des Jahres können Anzeigen von Anzeigengruppen ohne Ausrichtung automatisch überall ausgespielt werden. Zuvor wurden solche Anzeigen überhaupt nicht geschaltet. Google hat dies allerdings geändert, um AdWords-Nutzern den Umgang mit dem Display-Netzwerk zu erleichtern. Werbetreibende brauchten sich laut Google außerdem erst einmal keine Sorgen zu machen. Denn betroffene Anzeigengruppen ohne Ausrichtung wurden zunächst automatisch pausiert, bevor die Änderung durchgeführt wurde.

Wir sehen diese Neuheit im Gegensatz zu Google eher als potenzielles Risiko denn als Chance. Schließlich bedeutet Googles neuer Umgang mit der Ausrichtung für die meisten Werbetreibenden, dass man jetzt stärker aufpassen muss, nicht in eine solche Situation zu geraten. Eine explizite Einstellungsmöglichkeit wäre vermutlich sinnvoller gewesen. Immerhin wird man im AdWords Editor stets gewarnt, wenn eine Anzeigengruppe keine Ausrichtung enthält:

Telefonnummern in Anzeigen

Bei der Wahl der angezeigten Telefonnummer in AdWords-Anzeigen nimmt sich Google seit Januar mehr Freiheiten heraus. Bei gleichzeitiger Verwendung von Standort- und Anruferweiterung wird jetzt nämlich die Telefonnummer der Standorterweiterung eingeblendet. Zuvor wurde noch der Telefonnummer der Anruferweiterung Vorrang gegeben. Außerdem wird eine Anruferweiterung automatisch erstellt – selbst wenn man diese zuvor nicht aktiviert hatte. Die zugehörige Telefonnummer holt sich Google von der Webseite des Werbetreibenden.

Betroffene AdWords-Nutzer wurden über die Neuigkeiten Anfang Januar per E-Mail informiert. Sie hatten dann bis zum 19. Januar Zeit, zu widersprechen. In der E-Mail stand auch die Telefonnummer, die Google für den jeweiligen Werbetreibenden verwenden möchte. So hatte man Gelegenheit, diese zu überprüfen. Dennoch war die Vorlaufzeit relativ gering, um entsprechend handeln zu können.

Auflockerung der Keyword-Option „genau passend“

Erst letzten Monat gab es eine spannende Ankündigung: Google möchte die restriktivste AdWords-Keyword-Option „genau passend“ (Engl. „exact match“) in Zukunft lockerer handhaben. Zunächst sind davon wohl nur englische und spanische Keywords betroffen, das soll jedoch im Laufe des Jahres auch auf alle anderen Sprachen ausgeweitet werden.

Konkret bedeutet dies, dass Google zukünftig Funktionswörter im Zusammenhang mit der Keyword-Option „genau passend“ ignorieren will. Gemeint sind damit generell solche Wörter, die die Bedeutung der Suchanfrage nicht verändern, wie z. B. das Wort „in“ im Beispiel „zoo in münster“. Sowohl in der Suchanfrage, als auch im Keyword sollen die Funktionswörter ignoriert werden.

Martin Röttgerding hat sich diese Änderung für die Internetkapitäne schon jetzt etwas genauer angesehen und einen kleinen Ausblick auf das potenzielle Ausmaß dieser Neuigkeiten gegeben. Er konnte in seiner Untersuchung zwar einige falsch zugeordnete Keywords zu Suchanfragen finden, hält die Zahl jedoch eher für gering:

Dennoch bleibt natürlich abzuwarten, wie das System die Änderung letztendlich umsetzen wird.

Auch neben diesen drei einschneidenden Änderungen gab es im vergangenen Quartal natürlich noch viele weitere in AdWords. Wir dürfen nun erst einmal gespannt sein, was sich Google wohl alles für das neue Quartal einfallen lassen wird – im Rückblick bei den Internetkapitänen halte ich euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

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Cora Rothenbächer

Cora Rothenbächer war bis 2018 Senior Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schrieb schwerpunktmäßig über Google AdWords und Bing Ads im Bloofusion-Blog und war Redakteurin des suchradars, dem Magazin für SEO, SEA und E-Commerce.

Cora ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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