Die üblichen Verdächtigen beim Linkaufbau

30. Juni 2010 | Von in SEO

Wir haben ein neues Feature in unsere Link-Tools eingebaut, das “die üblichen Verdächtigen” herausfiltert. Wenn man sich mal Link-Auswertungen anschaut, findet man dort eigentlich immer wieder dieselben Sites (Verzeichnisse, Presseportale, …).

Für das neue Feature haben wir ca. 1.000 Link-Reports ausgewertet und mal geschaut, welche Domains eigentlich besonders oft in den Reports auftauchen. Hier die Auswertung der Top 20:

Bild

Die Prozentzahl gibt an, in wievielen Link-Reports wir die jeweiligen Domains gefunden haben. Wir haben übrigens Nofollow-Links herausgefilter (der Grund, warum Mister Wong nicht drin ist).

Was folgert für uns nun daraus?

  1. Ich glaube an das Konzept von “Stingy Linking”, d.h. dass Links von Websites wertvoller sind, wenn diese nicht auf zig tausend andere Websites verlinken. Das heißt jetzt nicht, dass man Links von diesen Websites meiden sollte. Ein gutes Beispiel ist www.presseportal.de (Platz 18 in der Liste), die ich nicht gerade auf die No-Go-Liste verbannen würde.
  2. Wir haben dank dieser Liste (die ca. 500 Einträge umfasst) eine neue Metrik. Wir haben also nicht mehr nur die Domain-Popularität (von wievielen Websites aus wird meine Website verlinkt?), sondern auch die Uniqueness (wieviele der Links kommen nicht von den Domains auf der Liste?). Dieser Wert ist sicherlich aussagekräftiger als die pure Domain-Popularität.
  3. In unseren Inhouse-Tools LinkReport und LinkTracker kann man die “üblichen Verdächtigen” nun einfach herausfiltern, um so die “wirklich guten/uniquen Links” zu finden. Das hilft enorm.

Etwas zwiegespalten sind wir noch bei den Hosting-Domains wie home.arcor.de und freenet-homepage.de, weil das ja eher Sammelbecken für ganz viele Websites sind. Es ist ganz normal, dass diese in den Listen oben auftauchen. Da Google diesen Sites aber auch nicht mehr das Gewicht wie in den guten alten Zeiten gibt, glauben wir, dass man die erstmalig ruhig auf unsere Sperrliste setzen darf.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor, Podcaster, Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und verantwortlich für das suchradar.

Markus hat vier Kinder, spielt in seiner Freizeit gerne Klavier (vor allem Jazz) und genießt das Leben.

3 Kommentare zu “Die üblichen Verdächtigen beim Linkaufbau”

  1. Norman

    Was ist mit Links von Twitter.com und facebook.com?

  2. Nedim Sabic

    Vielen Dank für die Informationen. Jedoch denke ich dass ihr bei den Schlussvolgerungen etwas vergessen habt – Anzahl der Links welche die jeweilige Website hat. Denn wenn eine Website Linkjuice hat, dann kann sie den Saft auch verteilen. Falls sie aber nur verlinkt und selber nicht gelinkt wird, dann ist jeder neue Link einfach nur weniger wert. Deswegen wäre es nett mal die Links der aufgelisteten Portale zu analysieren und zu gucken welches davon wirklich was zum abgeben hat.

    Tolles Gegenbeispiel wäre DMOZ. Da sind unheimlich viele externe Links drin, aber fast jeder SEO Artikel verinkt irgendwo auf DMOZ.

    Viel Erfolg und nochmals danke für die Daten,
    Nedim Sabic

  3. Markus

    Wie gesagt: Nofollow-Links sind nicht drin. Redirect-Links auch nicht drin. Es müssen direkte Dofollow-Links sein.

    Das mit dem Linkjuice haben wir natürlich nicht vergessen. Aber der spielt bei dieser Auswertung erstmal keine Rolle. Wir haben mehrere Filter für die Link-Reports. Man kann natürlich auch nach mozRank, etc. filtern.

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