Google-Abstrafungen: Kann Dich das treffen? [Alles auf Start Episode 13]

11. Juni 2020 | Von in Search Camp + Alles auf Start, SEO

Wer gegen Google-Richtlinien verstößt, wird sehr wahrscheinlich abgestraft. Aber was wird eigentlich alles abgestraft? Kann Dich der Bannstrahl Googles auch treffen, wenn Du nicht absichtlich gegen die Regeln der Suchmaschine verstößt?

 

 

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Transcript

Heute soll es ums Thema Google-Abstrafungen gehen und die Frage: Kann dich das treffen? Das Thema Abstrafung, muss ich sagen, habe ich in meiner SEO-Berater-Praxis gar nicht so wahnsinnig oft. Das ist mit Sicherheit zum Teil einfach auch unserer Klientel geschuldet und zum Teil auch der Tatsache, dass wir eigentlich immer schon recht sauber gearbeitet haben. Aber natürlich grad so in Seminaren oder auch Leuten, die mich mal kontaktieren, weil sie grad ein Problem haben, kommt das Thema dann natürlich deutlich häufiger auf den Tisch. Deswegen habe ich gedacht, ich mache heute mal eine Folge für dich daraus, gerade weil für viele da draußen ist das ein Thema, so Abstrafungen zu haben, Angst vor Abstrafungen. Da möchte ich mal kurz heute mit euch in, mal gucken, 10 bis 15 Minuten möchte ich mit euch darüber reden.

 

Was ist eine Abstrafung und was ist eine Abwertung?

Klingt so gleich, ist aber in der Konsequenz komplett anders. Also was ist eine Abstrafung? Es gibt verschiedenste Google-Richtlinien, das heißt, Google hat mal aufgeschrieben, was eigentlich alles so erlaubt ist. Und erlaubt meint jetzt nicht rechtlich, da gibt es mit Sicherheit auch Grenzen, die interessieren hier aber nicht, sondern hier geht es wirklich nur um die einzelne Frage: Was möchte Google eigentlich auf Websites vorfinden und was wollen sie nicht vorfinden?

Das heißt, es gibt Ranking-Algorithmen und natürlich haben immer Leute schon versucht gegen diese Algorithmen zu arbeiten. Und haben halt gesagt, okay, dann verstecke ich irgendwo Text, also der berühmte weiße Text auf weißem Grund, das ist ein Verstoß gegen Google-Richtlinien. Das hat Google eben auch mal aufgeschrieben, dass das nicht erlaubt ist.

Eine Abstrafung setzt voraus, dass jemand bei Google, also ein Mensch, wirklich eine Entscheidung trifft. Vielleicht in Teilen kann ich mir auch vorstellen, dass das eine Maschine macht, aber klassisch war das immer ein Mensch. Der hat etwas gesehen, dem ist etwas aufgefallen, und dann wirst du abgestraft. Dann kriegst du eine Benachrichtigung, die über die Google Search Console ausgeliefert wird. Da steht dann drin: Hallo, du hast folgendes Unrecht begangen. Du wirst jetzt nicht an den Pranger gestellt oder sonst wie ganz Schlimmes mit dir gemacht. Nein, du wirst halt abgestraft.

Und abgestraft kann verschiedene Sachen heißen. Kann heißen, dass die entsprechende Seite, auf der das passiert, aus dem Index entfernt wird, kann heißen, dass diese Seite in den Rankings herabgesenkt wird, dass sie gar nicht mehr gefunden werden kann, was auch immer. Auf jeden Fall etwas, was nicht gut ist.

Dann musst du diesen Verstoß beheben. Also angenommen, du hast weißen Text auf weißem Grund gemacht, dann musst du den weißen Text einfach ausbauen und dann kommt der sogenannte Reconsideration Request, das heißt, dann darfst du zu Kreuze kriechen. In der E-Mail, die du am Anfang über die Google Search Console bekommen hast, ist ein Link drin und darüber kannst du dann eben Google mitteilen, dass du den Verstoß behoben hast und dass du darum bittest, dass die Strafe jetzt aufgehoben wird. Es empfiehlt sich eigentlich immer dabei eine gewisse Demut an den Tag zu legen und einfach das zuzugeben und jetzt nicht, ja, ich weiß gar nicht, wie das da reingekommen ist. Das ist am Ende des Tages wirklich auch für Google nicht wirklich relevant, also gib es einfach zu und gut ist. Und sage, dass du es nie wieder tust. Also eigentlich so, als wenn du als Siebenjähriger mit der Hand im Bonbon-Glas erwischt wurdest.

Also das ist eine Abstrafung. Nochmal Vorbedingung: Du verstößt gegen Google-Richtlinien, der Effekt ist, du wirst abgestraft und du bekommst eine Benachrichtigung in der Google Search Console.

Das zweite Ding in klarer Abgrenzung dazu ist eine Abwertung. Eine Abwertung ist algorithmischer Natur, das heißt, irgendein Algorithmus hat gesagt, das, was bei dir auf der Website ist, das gefällt mir nicht so wahnsinnig gut. Das reicht nicht für eine Abstrafung, denn nicht alles, was schlecht ist, ist auch ein Verstoß gegen Google-Richtlinien, aber du wirst in irgendeiner Weise halt abgewertet. Das heißt, deine Rankings werden verringert. Das passiert einfach.

Das Blöde ist: Du kriegst darüber keine Benachrichtigung und auch keinerlei Einblicke, ob so etwas gerade für dich in Kraft ist oder nicht. Häufig sagen Menschen, oh, ich habe Angst, dass ich hier von Google abgestraft werde. Also wenn ich Duplicate Content habe zum Beispiel, dann werde ich von Google abgestraft. Da muss man ganz klar sagen: Nein, wirst du nicht. Du wirst vielleicht abgewertet, aber du wirst nicht abgestraft. Am Ende des Tages könnte es dir eigentlich egal sein, warum sich deine Rankings verschlechtern, aber ich finde diesen Unterschied wichtig, denn bei einer Abwertung, die du wahrscheinlich kriegen würdest, kriegst du gar nichts davon mit. Du weißt nicht, ob du eine solche Abwertung hast oder nicht, und das ist eigentlich immer schon eine sehr blöde Sache gewesen.

 

Welche Richtlinien gibt es denn eigentlich so?

Es gibt verschiedene Arten von Richtlinien, es gibt einmal die großen, die heißen „Richtlinien für Webmaster“. Da steht eine ganze Menge drin. Es empfiehlt sich schon, dass man das mal durchblättert. So wahnsinnig viele Seiten sind es jetzt nicht, aber man kann da schon eine gewisse Zeit mit verbringen. Plus, ich glaube, dass nicht alle unbedingt wissen, was da jetzt mit allen Sachen so gemeint ist. Also gerade, wenn du noch nie SEO gemacht hast, kannst du mit manchen Formulierungen vielleicht jetzt nicht so wahnsinnig viel anfangen. Aber das ist erst mal so das hauptsächliche Dokument. Ich werde dir gleich noch mal sagen, was da so grundsätzlich so ungefähr alles drinsteht.

Es gibt aber nicht nur diese einen Richtlinien, sondern für unterschiedliche Google Teile gibt es dann noch mal eigene Regeln. Es gibt zum Beispiel für Markup ein Regelwerk, für einzelne Markups gibt’s ein Regelwerk. Das heißt, es ist eine ganze Menge. Oder auch für einzelne Verticals wie Google My Business zum Beispiel gibt’s auch natürlich ein Regelwerk. Theoretisch musst du die alle auf dem Kasten haben, völlig klar.

In der Praxis, naja, es ist selten so, dass man abgestraft wird, ohne dass man proaktiv zu diesem Unheil beigetragen hat. Wenn man mit ein bisschen gesundem Menschenverstand unterwegs ist und es gewohnt ist, sich an normale Regeln des Miteinanders zu halten, dann so aus dem Nichts heraus kommt das jetzt nicht. Also das ist nicht irgendwo so eine rote Linie und keiner weiß, wo die rote Linie ist. Ich glaube, dass auch ohne diese Regeln auswendig zu kennen, ist den meisten Leuten klar, was jetzt geht und was nicht geht. Also ganz so schlimm ist das nicht, wenn du dieses ganze Regelwerk nicht kennst.

 

Was wird alles abgestraft? Was steht da so drin in diesen ganzen Richtlinien für Webmaster?

Es überschreitet jetzt natürlich ein bisschen die verfügbare Zeit, wenn ich dir das alles vorlesen wollen würde. Da gibt es durchaus auch sehr spezielle Klauseln und so. Ich habe mal versucht das ein bisschen zusammenzufassen. Einfach, weil als nächstes geht es ja auch um die Frage: Welche Gefahr gibt es für dich eigentlich?

Punkt 1: Was wird abgestraft? Automatisiert erstellte Texte oder automatisch übersetzte Texte, die nicht von Menschen gegengelesen werden. Also wann immer eben quasi kein Mensch einen Text erzeugt, sondern eine Maschine hat was erzeugt oder man nutzt vielleicht so Techniken wie Spinning, um Texte zu verändern. Spinning ist eine Technik, die einfach nur Wort A durch Synonym B zum Beispiel ersetzt. Das heißt, der Text ist natürlich jetzt nicht mehr exakt wortgleich, von der Semantik her ist es natürlich das Gleiche. Zwischendurch werden mal ein paar Wörter ausgetauscht oder Satzstellungen werden gedreht, aber am Ende des Tages ist es eigentlich immer noch exakt das Gleiche. Das fällt eben alles unter diesem großen Straftatbestand, quasi automatisiert erstellte Texte. Jetzt muss man natürlich ein bisschen zugeben, wenn man SEO jetzt ein paar Jahre gemacht hat, es werden durchaus viele Texte da draußen automatisiert erstellt oder zumindest in Teilen überarbeitet. Die Frage ist natürlich immer: Kann Google das alles so erkennen? Das glaube ich persönlich nicht, dass sie das können, aber das ist dann vielleicht so der Unterschied zwischen gut und schlechtgemacht.

Das Zweite, was abgestraft werden kann, auch das steht in den Richtlinien, ist alles, was so kopierte Inhalte angeht. Jetzt können bei einigen schon die Alarmglocken klingeln, so, hey, ich habe da Produktbeschreibungen vom Hersteller übernommen. Das ist hier nicht wirklich gemeint, sondern ich kopiere irgendwie eine ganze Website, ich kopiere einen ganzen Bereich irgendwo einfach stumpf rüber. Sollte man nicht machen. Das hatten wir eben schon bei den automatisiert erstellten Texten. Google ist halt wichtig, dass eure Texte gut sind und dass sie hochwertig erstellt sind, und kopierte Inhalte passen einfach nicht dazu.

Der 3. Bereich, um den es natürlich geht bei den Abstrafungen, ist alles, was das Thema Backlinks angeht = Linkaufbau. Das ist manchmal ein bisschen schwierig, weil in diesen Richtlinien stehen ein paar Sachen drin, die man nicht machen sollte, also nicht Links tauschen, nicht Gastbeiträge. Aber das steht da gar nicht so explizit immer drin, sondern da stehen immer so komische Erwähnungen, dass man das zum Beispiel nicht skaliert machen darf. Das heißt, Links zu tauschen ist natürlich vollkommen okay. Wieviel Websites gibt es, wo ich eine Partnerseite habe und verlinke auf meine Partner und andere Partner verlinken dann wieder auf mich zurück. Die können wir nicht alle abstrafen.

Das hat Google auch verstanden und sagt, okay, solange es alles in einem vernünftigen Rahmen ist, ist das auch vollkommen okay. Es ist normal, dass das gemacht wird, aber übertreibe es bitte nicht.

Das Gleiche ist mit Gastbeiträgen. Wenn du drei Gastbeiträge irgendwo schreibst und einen Link hast einbauen lassen, vollkommen okay. Wenn du es mit 100 Beiträgen machst, vielleicht nicht mehr so okay. Also alles, was eben skaliert, auf einer großen Skala passiert, automatisierter Linkaufbau, auch das sind so Themen, die man nutzen kann, die man natürlich auf keinen Fall nutzen sollte.

Oder auch so Klassiker, du nutzt irgendwie diese ganzen Presseverteiler-Dienste und generierst da hundertfach Links, all das kann eben zurückfeuern. Grundsätzlich hilft es da, entweder ein bisschen vorsichtig zu sein oder vielleicht mal einen SEO zu fragen, der sich damit auskennt. Das heißt, wenn du wirklich Linkaufbau machst und du hast wenig Ahnung davon, kann es relativ gut sein, dass du die Grenze überschreitest. Also diese rote Linie, die da auf den Boden gepinselt ist, die ist in diesem Fall wirklich nicht so trennscharf gezogen. Weil da steht halt nicht, du darfst drei Links tauschen, aber fünf darfst du nicht. Das steht da nicht. Das heißt, man muss immer ein klein bisschen gucken, was ist jetzt hier eigentlich vertretbar. Da ist es natürlich auch ein bisschen einfacher, wenn du eine große etablierte Domain vielleicht mit 1000 Backlinks hast und wenn du dann 20 tauschst, ist das okay, oder es fällt vielleicht nicht so schnell auf. Wenn du aber nur 20 Backlinks hast und davon sind 20 getauscht, könnte es schon eher auffallen.

Abstrafung Grund Nummer 4: Das ist Cloaking. Da muss man schon wirklich hinreichend viel schlechte Energie haben. Also beim Cloaken wird der Suchmaschine eine andere Seite ausgeliefert als dem Nutzer. Es gibt überhaupt nur so ein paar Möglichkeiten, die man nutzen kann, damit eine Suchmaschine etwas bekommt, was der Nutzer so nicht sieht. Zum Beispiel auch versteckter Text ist natürlich auch so ein Thema. Weißer Text auf weißem Grund haben wir schon genannt, aber es gibt auch so Tricks, mit denen man einen Textblock aus dem Bildschirm herausschieben kann. Das heißt, er ist sichtbar, es gibt ihn, es sieht ihn nur leider keiner, weil keiner einen negativen Bildschirmraum hat. Das ist so alles, wo man sagen muss, das geht natürlich auf gar keinen Fall. Das hat man früher mal sehr gerne gemacht, gibt es heute eigentlich nicht mehr wirklich.

Dann gibt noch den Aspekt Numero 5: Alles so, was schädliche Inhalte sind, also Phishing, Trojaner. Das kann natürlich vor allem auch eine Folge davon sein, dass deine Webseite gehackt wurde. Das heißt, auch darauf musst du aufpassen. Vor allem, wenn deine Website gehackt wurde, wird Google das relativ schnell feststellen und sie werden dir über die Google Search Console eine Benachrichtigung schicken und dann musst du das natürlich relativ schnell ausräumen. Das heißt, ich würde dir jetzt mal nicht unterstellen, dass du solche schädlichen Inhalte da jetzt selber reingebaut hast, das natürlich nicht.

Letzter Punkt, den ich noch nennen möchte, ist wirklich Markup. Also Markup heißt strukturierte Daten. Also ich habe in meinen HTML-Code Informationen eingebaut, die Suchmaschinen auslesen können. Auch da habe ich die Möglichkeit, Sachen einzubauen, die es auf der Website selber gar nicht zu sehen gibt. Also ich übertrage etwas an Google an Daten, was auf der Website nicht auftaucht. Auch das ist natürlich eine hervorragende Möglichkeit, um sich eine Abstrafung abzuholen.

Das waren so finde ich die wichtigsten Sachen. Wie gesagt, es gibt noch ein paar mehr, das Dokument ist durchaus umfangreicher, aber das meiste davon, also wenn ich gerade bei euch von einer guten Absicht ausgehe, kriegt ihr das nicht hin. Es gibt so Blackhat SEOs, die natürlich die Grenzen ziemlich grenzenlos austesten.

 

Was kann eigentlich im normalen Betrieb einer Website passieren? Was kann dich treffen?

Dann muss ich noch mal zusammenfassen, das Kritischste ist mit Sicherheit das Thema Linkaufbau. Keinen Schrott kaufen, also keine Schrott-Links zu kaufen ist wichtig. Und vor allem nichts auf einer skalierten Ebene zu machen. Gerade so 100 Gastbeiträge, 100 Links getauscht, macht heute kaum noch jemand, aber man ist sehr unerfahren am Anfang und vielleicht kommt man auf total blöde Ideen oder man hat irgendwo was gelesen und sagt so, oh ja, das hört sich aber gut an, ich brauche 100 Backlinks und da kriege ich 100 Backlinks her. Also Linkaufbau, Backlinks, ist ein sehr wichtiges Thema. Und das ist natürlich sehr wichtig, dass du da eine sehr hohe Qualität hinbekommst. Das ist eigentlich so das Einfachste, wie man sich selber in den Fuß schießen kann mit einer Abstrafung. In der Vergangenheit war das ein bisschen häufiger. In den letzten Jahren ist da wahnsinnig viel aufgeräumt worden und das ist auch gut so. Aber trotzdem noch mal, das ist sicherlich das Kritischste.

Ansonsten muss man natürlich sagen, wenn du all das nicht machst, was ich dir eben gesagt habe, also Texte automatisiert erstellen, Texte automatisiert übersetzen, Inhalte komplett rüber kopieren von anderen Websites, versteckten Text oder so, hast du relativ wenig Chancen.

Ich würde bei einer Sache aufpassen und das ist eben ohnehin immer ein guter Tipp, das Thema User Generated Content. Das heißt, andere Leute hinterlassen zum Beispiel auf deiner Website Kommentare. In vielen Fällen können sie da auch eine URL hinterlassen und die wird verlinkt. Also wenn du zum Beispiel WordPress hast und man kann Artikel, Blogbeiträge kann man kommentieren und dann kannst du in der Regel da einen Backlink hinterlassen oder nein, eine URL hinterlassen. Daraus wird natürlich im HTML-Code dann ein Link. Jetzt kann es natürlich schon sein, dass in dem Augenblick, wo das echte Links sind, werden natürlich die ganzen Porns-, Pills- und Casino-Leute zu dir rennen und einfach wie die Blöden bei dir kommentieren, nur um so einen Link abzubekommen. Deswegen sind klassisch diese ganzen User Generated Content Links auf nofollow gesetzt. Das heißt, im HTML-Code steht rel=nofollow, das heißt, Google ignoriert diesen Link. Grundsätzlich beim Thema User Generated Content muss man immer vorsichtig sein, sollte man immer das Ganze mindestens beobachten, idealerweise auch moderieren. Also dass Kommentare zum Beispiel erst freigeschaltet werden müssen, um eben keinen Schrott auf die Website zu lassen. Denn natürlich, das alles ist auf deiner Website und wenn da Schindluder getrieben wird, weil zum Beispiel auf Porns, Pills and Casino verlinkt wird, dann kann es eben negativ auf deine Website einzahlen. Deswegen musst du da eben vorsichtig sein.

Also Punkt 1: Alles beim Thema Links, bitte sehr kritisch sein, sich aufschlauen und aufpassen, dass man, wenn man schon Linkaufbau macht, dass es auch solide ist.

Und Punkt 2 natürlich: Alles, was User Generated Content ist, auch da sehr genau aufpassen, dass man Links auf nofollow setzt. Und natürlich, dass man überhaupt alles, was da an Content ist oder an User Generated Content ist, kritisch beäugt und idealerweise immer erst freischalten muss bevor es erscheint. Ansonsten muss ich sagen, wirst du sehr wahrscheinlich mit Abstrafungen nicht in Berührung kommen. Ich kann dir immer nur empfehlen, eher den sicheren und sauberen Weg zu gehen, weil es natürlich schon so ist, das wenn du dann damit ertappt wirst, also angenommen du hast 100 Backlinks aufgebaut, alles Schrott, und hast dafür vielleicht auch viel Geld ausgegeben, Google straft dich ab, dann musst du die 100 Backlinks wieder abbauen, das Geld kriegst du dafür aber nicht wieder. Plus, in der Zeit bis dahin hast du auch keinen ordentlichen Backlink aufgebaut. Das heißt, du warst eigentlich ein halbes Jahr oder vielleicht ein Jahr lang unterwegs, bist aber nicht einen Meter vorwärtsgekommen.

Deswegen bin ich immer eher ein Vertreter von Whitehat SEO, also von den Jungs, die sauber arbeiten, die nicht immer den Algorithmus bis hinter die Nachkommastelle herausfordern müssen, sondern die einfach hingehen und sauber arbeiten und wirklich sich überlegen zum Beispiel, warum sollte jemand auf mich verlinken. Und das ist eine sehr spannende Frage. Die werden wir aber heute nicht mehr klären können, denn für heute sind wir am Ende. Ich hoffe, ich habe dir ein bisschen die Sorge vor Abstrafungen nehmen können, vor Abwertungen vielleicht nicht unbedingt, aber auch das können wir gerne noch ein Andermal diskutieren, aber wie gesagt nicht heute. Ich wünsch euch was, macht euch einen schönen Sommer. Bleibt gesund! Und bis bald. Ciao!

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor, Podcaster, Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und verantwortlich für das suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und genießt das Leben.

2 Kommentare zu “Google-Abstrafungen: Kann Dich das treffen? [Alles auf Start Episode 13]”

  1. Piotr

    Danke für den tollen Beitrag. Meine Webseite wurde zum ersten Mal (Domain besteht seit 2013) im 7.November-Update abgewertet (taffic -40%). Im Jahr 2019 habe ich mich auf das Schreiben von Gasteiträgen konzentriert (in diesem Jahr sind ca. 50 Gastbeiträge entstanden) und es hat super bis November funktioniert. Das sind alles nicht gekaufte Gastbeiträge von Webseiten wie mittelbayerische.de, unternehmer.de, jobs.ch usw. Sollte ich die jetzt alle Gastbeiträge per disavowed tool abwerten und falls nicht, nach welchen Kriterien sollte man diese abwerten?

  2. Markus Hövener

    Sorry, aber ohne den realen Case zu kennen, kann ich hier wenig sagen. Grüße, Markus

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