Google Search Console: Mein erstes Mal [Alles auf Start Episode 3]

23. Januar 2020 | Von in Search Camp + Alles auf Start, SEO

Für Einsteiger ist die Google Search Console oft ein Buch mit sieben Siegeln: Brauche ist das von Google kostenlos bereitgestellte Tool? Wie kann ich meine Website validieren? Und welche Reports sind für mich wichtig?

Transcript

Moin, herzlich willkommen zu „Alles auf Start“ – dem SEO-Einsteiger-Podcast für Startups und KMU. Mein Name ist Markus Hövener und mein Thema ist heute:

Mein erstes Mal mit der Google Search Console.

Die Google Search Console ist erstmal für SEOs ein total wichtiges Tool. Das heißt, wenn du ein Hardcore-SEO bist und du machst den ganzen Tag nichts anderes als SEO, dann hast du Zugang zu diesem Tool, du kannst es blind bedienen. Ich merke nur leider auch oft, ich gebe gerade viele Einsteigerseminare und sowas, und da merke ich, die meisten haben gar keinen Zugang zu dem Tool.

Und deswegen diese Folge, damit gerade für Einsteiger, für SEO-Einsteiger die Google Search Console nicht mehr so ein Buch mit sieben Siegeln ist. Dabei möchte ich euch heute unterstützen. Vielleicht am Anfang eine ganz wichtige Frage, nämlich:

Brauche ich unbedingt die Google Search Console?

Muss man ganz klar sagen: Nein, die brauchst du nicht. Du wirst über die Google Search Console in der Regel keine besseren Rankings erzielen können, respektive, wenn du keinen Zugang hast, wirst du keine schlechteren Rankings erzielen. So funktioniert das Tool einfach nicht.

Das, was du in dem Tool einstellen kannst für deine Website, das ist sowieso arg limitiert und das ist auch gleichzeitig die gute Nachricht. Heißt nämlich eigentlich auf Deutsch: Du kannst eigentlich auch nichts großartig falschmachen. Stimmt nicht ganz, man kann schon ein bisschen was kaputtmachen, aber da muss man sich auch schon wirklich anstrengen. Deswegen erstmal keine Sorge. Das ist zwar vielleicht für Einsteiger gerade jetzt ein Buch mit sieben Siegeln, aber da muss man sich einfach mal kurz drantrauen. Die andere Frage:

Solltest du dir einen Zugang besorgen?

Ja, auf jeden Fall. Denn du kriegst dort viele Daten. Du kriegst du da Daten zum Suchverhalten, zur Indexierung, also hat Google deine Website auch komplett indexiert, bist du im Google-Index vertreten und auch Reporting für diverse technische Fehler. Und zum Beispiel auch zum Thema Backlinks, also wer verlinkt eigentlich auf dich.

Vielleicht noch ein anderes Thema, was dir hoffentlich niemals passiert, aber wenn Google irgendwas missfällt an deiner Website, zum Beispiel, weil du gegen Google-Richtlinien verstößt, dann bekommst du eine Abstrafung und dann wird Google dir das auch mitteilen per Nachricht, und die kannst du eben nur über die Google Search Console abrufen. Es gibt auch noch so ein paar andere Spezialfälle, wenn sich auf einmal dramatisch was ändert bei dir an der Website, dann schickt Google auch manchmal Nachrichten rum. Also es ist absolut immer sinnvoll einen Zugang zur Google Search Console zu haben.

Wie besorge ich mir einen Zugang?

Also erstmal, du brauchst ein Google-Konto, das kannst du dir immer kostenlos einrichten. Dann suchst du in Google nach Google Search Console und dann loggst zu dich da ein. Und jetzt musst du noch deine Webseite hinzufügen und das nennt man auch validieren. Denn du kannst natürlich nur auf deine Website zugreifen, nicht auf irgendwelche Websites. Das wäre zwar schön, wenn man das könnte, aber das geht eben nicht. Das heißt, du musst einmal beweisen, dass das deine Webseite ist.

Wie prüft Google das? Die gucken jetzt nicht nach, wer steht im Impressum oder so, oder wem gehört die Domain. Das interessiert die gar nicht, das wäre auch viel zu aufwendig, sondern du musst etwas an der Website verändern und das kann Google dann prüfen. Da gibt’s verschiedene Möglichkeiten für. Du kannst eine ganz bestimmte Datei, die Google dir vorgibt, auf deiner Website ablegen. Du kannst so einen Metatag in den HTML-Code deiner Website einbauen. Oder, was in meinen Augen der bevorzugte Weg ist, du kannst einen DNS-Eintrag machen, also einen Eintrag im Nameserver. Klingt erstmal kompliziert, aber Google führt dich da durch. Die sagen dir genau, was wohin muss. Und solange du Zugang hast zum DNS bei deinem Hoster, kannst du das eben ganz einfach machen. Nochmal, es gibt verschiedene Möglichkeiten, suche einfach das raus, was für dich am besten funktioniert. Und trotzdem, der Eintrag per DNS oder per Nameserver ist in meinen Augen der sicherste.

Wichtig ist, dass du das einmal machen musst und dann muss es auch so bleiben. Also du kannst nicht dir einen DNS-Eintrag hinzufügen, dann überprüft Google das, sagt, hey, das ist ja deine Website und du bist validiert und danach nimmst du diesen Eintrag wieder weg. Das funktioniert nicht, weil eben Google prüft regelmäßig, ob diese Zugangsvoraussetzungen noch da sind. Nicht immer in jeder Minute, aber grundsätzlich das, was immer du da angelegt hast, es muss dableiben, wo es ist.

Wenn ich sage, eine Website, dann heißt es im Google-Sprech: Property. Das heißt, am Anfang musst du einmal eine Property anlegen und die Google Search Console wird dich fragen, welche Art von Property du denn gerne haben möchtest. Und bietet dir zwei Möglichkeiten an, nämlich eine Domain Property und eine sogenannte URL Prefix Property.

Fangen wir mal mit der Domain Property an. Bei der Domain Property gibst du einfach nur deine Domain an. Also zum Beispiel meinewebsite.de. Das sorgt dafür, dass quasi alles, was jetzt unter dieser Domain läuft, als solche zum Beispiel www.meinewebsite.de oder blog.meinewebsite.de, vollkommen egal, alles das läuft in dieser Property zusammen. Du willst ja später, und das erkläre ich dir gleich, was du eigentlich sehen kannst in der Google Search Console, und da ist eben die Frage: Was siehst du denn da jetzt eigentlich alles, also für welche konkreten Domain? Und nochmal, die Domain Property bündelt quasi alles, was irgendwie unter dieser Domain stattfindet.

Dann gibt es noch eine URL Prefix Property, das ist quasi die zweite Möglichkeit, und da musst du die genaue Domain angeben und das genaue Protokoll. Das heißt, sowas wie https://www.meinewebsite.de. Das wäre eine URL Prefix Property. Das ist ganz genau definiert. Hat aber dann den Nachteil, wenn du die angelegt hast für www., dann wird blog.meinewebsite.de dann nicht drunter laufen.

Deswegen ist in der Regel die Domain Property die beste Möglichkeit. Das gibt’s auch noch nicht so wahnsinnig lange, erst seit 2019. Muss man aber auch sagen, wenn du die Domain Property wählst, dann geht die Validierung nur über den DNS-Eintrag, aber das ist sowieso die von mir bevorzugte Methode, deswegen. In der Regel nochmal, du nimmst Domain Property und dann die Validierung über den DNS-Eintrag.

Wenn du das jetzt validiert hast, dann taucht diese Website quasi in deinen Properties auf. Du kannst relativ beliebig viele, ich weiß gar nicht, wo die Grenze ist, ich habe sie noch nie erreicht, obwohl ich hunderte Websites bei mir in der Google Search Console drin habe. Wenn du 20 Websites hast, kannst du die da alle validieren. Die meisten haben halt nur eine und deswegen vollkommen ausreichend, wenn da auch nur jetzt eine erscheint.

Wenn du das gemacht hast, wirst du eine Navigation erleben, wo du verschiedene Reports hast so in der linken Navigation. Da möchte ich jetzt mal die wichtigsten Reports mit dir durchgehen.

Report Nummer 1: Leistung

Bei Leistung geht es wirklich darum, um reale Suchanfragen. Und maximal kannst du damit 16 Monate in der Zeit zurückblicken. Früher waren das nur 90 Tage, das war sicherlich nicht ausreichend, gerade wenn du zum Beispiel so ein Jahresverhalten ausgleichen möchtest. Also zum Beispiel: Wie ist mein Traffic heute im Vergleich zum letzten Jahr? Das konnte man früher nicht. Bei 16 Monaten gar kein Problem. Und nochmal, alles, was du siehst, sind reale Suchanfragen. Also du siehst wirklich: Was haben die Leute gesucht? Wie oft haben sie auf meiner Webseite draufgeklickt? Und noch ein paar Daten mehr.

Du wirst leider nicht alle Suchanfragen sehen, sondern nur Suchanfragen, die einigermaßen oft gesucht werden. Das heißt das, was man Longtail-Suchanfragen nennt, das heißt, einer im letzten Monat hat vielleicht diese eine Suchanfrage gestellt, die taucht da gar nicht auf. Das ist in der Regel kein Problem, außer natürlich, wenn du in extremen Nischen unterwegs bist, dann kann es im schlimmsten Fall, hatte ich aber auch noch nie, sein, dass du überhaupt keine Suchanfragen siehst, weil das eben alles viel zu selten gesucht wird.

Im Großen und Ganzen siehst du in der Google Search Console im Leistung-Report vier Sachen. Das sind einmal die Impressionen, das heißt, du wurdest in Suchergebnissen angezeigt. Dann gibt es die Klicks, das sollte selbsterklärend sein, also du wurdest nicht nur angezeigt, sondern jemand hat draufgeklickt. Und dann hast du noch Daten zur CTR, also zur Klickrate. Also 10 Leute haben mich gesehen, einer hat geklickt, Klickrate von 10 Prozent. Und du siehst die durchschnittliche Position, auf der du aufgetaucht bist. Fuchst euch da mal rein!

Was kann man mit diesen Daten eigentlich machen? Da werde ich mit Sicherheit nochmal eine eigene Folge zu machen. Aber du kannst zum Beispiel herausfinden, wie wird eigentlich konkret nach deiner Brand gesucht, nach deiner Marke? Zum Beispiel wirst du sehen, dass jemand zum Beispiel nach deiner Marke + Öffnungszeiten sucht. Und dann kannst du dich halt fragen: Okay, wenn das jemand sucht, also jemand sucht „Meine Marke Öffnungszeiten“, habe ich dafür eigentlich eine gute Seite? Habe ich gute Infos? Werden diese Öffnungszeiten wirklich bei mir auf der Website angegeben? Gibt es da eine Seite für? Falls nicht, bau sie.

Oder du kannst zum Beispiel gucken, welche Suchanfragen habe ich oder wo habe ich Klicks bekommen. Aber die Position ist größer als 10, das heißt, du warst nicht auch der 1. Suchergebnisseite. Und dass du dir anguckst: Warum eigentlich nicht? Sind das vielleicht Suchanfragen, auf die ich einfach nicht gut optimiert bin? Gibt’s dafür eine schwache Seite mit wenig Text und ich muss vielleicht einfach mehr Text schreiben oder besseren Text? Dafür ist dieser Leistungs-Report gut.

Man muss sagen, die Daten sind ganz leicht verzögert. Seit 2019 oder seit Ende 2019 kriegt man in der Regel aber schon die Daten vom Vortag. Aber es ist nicht real time, das muss einem auch klar sein.

Report Nummer 2 heißt: URL-Prüfung

URL-Prüfung macht genau das, was es eigentlich sagt, du kannst eine URL prüfen. Das heißt, wenn du dich zum Beispiel fragst, hey, ich habe hier eine ganz konkrete Seite, ist die eigentlich im Index drin, gibt es damit vielleicht Probleme, dann kannst du das eben eingeben, dann wählst du deine URL aus, gibst sie in den Schlitz ein, und dann guckt der kurz im Index nach, ach ja, alles gut mit der Seite oder nee, es gab damit vielleicht ein Problem. Das Tool ist relativ selbsterklärend, also es ist wirklich auch für Einsteiger gemacht. Das heißt, in der Regel ist das, was dir das Tool dann ausgibt, selbsterklärend und du solltest damit klarkommen. Wie gesagt, das braucht man manchmal, wenn man so sagt, hey, ist eigentlich eine gute Seite hier, aber warum ist sie nicht im Index? Das wird das Tool dir sagen. Und auch, wenn die Seite nicht im Index ist, dann kannst du eben auch sagen, dann hole sie doch bitte jetzt ab und packe sie in den Index. Dafür kann man das Tool sicherlich auch mal nutzen.

Report Nummer 3: Abdeckung

Und Abdeckungen heißt, da kannst du in das Crawling und die Indexierung reingucken. Also Google lädt ja die Inhalte deiner Website herunter, das sogenannte Crawling, und speichert sie danach im Index ab. Dabei können natürlich Fehler passieren. Und was da so passiert, das könnt ihr eben dort in diesem Abdeckungs-Report angucken. Vor allem seht ihr auch quasi, wie viele Seiten habt ihr eigentlich im Index und wie viele nicht. Spannend wird das Ganze vor allem, wenn ihr eine sogenannte XML-Sitemap hinterlegt habt, dann könnt ihr nämlich oben links auswählen „alle eingereichten Seiten“. Das heißt, okay, in dieser XML-Sitemap stehen alle wichtigen URLs eurer Website, und dann könnt ihr halt nachgucken, wie viele dieser Seiten, die mir wichtig sind, sind jetzt eigentlich im Index? Und vor allem, welche sind eigentlich nicht im Index und warum sind sie nicht im Index?

Dafür gibt’s so ein paar Fehlermeldungen und da muss man darauf hinweisen, dass deren Interpretation nicht immer so ganz so einfach ist. Es gibt zwar eine Hilfe dazu, gerade für Einsteiger ist es aber, und ich habe es leider schon erlebt, dass das falsch interpretiert wurde. Also nicht ausrasten, nur weil da jetzt steht irgendwie, dass, weiß nicht, 20 URLs nicht geladen werden konnten. Es ist vollkommen normal, dass es Fehler gibt auf einer Website. Also selbst die ganz großen Websites, selbst die mit gewaltiger Reichweite, haben da massig Fehler oder Potentiale. Es geht halt immer mal was schief. Deswegen muss man das schon mit ein bisschen Augenmaß sich angucken und mal gucken, wie schlimm ist das Ganze eigentlich? Da muss man sich wirklich ein bisschen reinfuchsen, aber dann ist es eine sehr geniale Funktion.

Report Nummer 4: Verbesserungen

Streng genommen ist es nicht ein Report, sondern in diesem Abschnitt „Verbesserungen“ gibt es ganz verschiedene Reports.

Der eine heißt im Moment: Geschwindigkeit (experimentell). Das ist ein ganz neuer Report, so seit November 2019 gibt’s den und da seht ihr halt quasi, wie schätzt Google eigentlich eure Website ein? Die Ladegeschwindigkeit von Inhalten ist ja ein wichtiges Rankingkriterium in der mobilen Suche und grundsätzlich werden eure Seiten quasi immer eingeteilt in langsam, moderat und schnell. Und solange ihr moderat und schnell seid, ist alles gut. Sobald ihr langsam seid, könnt ihr eben Nachteile in der mobilen Suche haben. Das heißt, auf jeden Fall da reingucken, ob es ein Problem gibt. Eine Sache muss man wissen. Diese Daten, das sind reale Nutzerdaten, das heißt, sie kommen aus dem Chrome User Experience Report, so heißt diese Datenquelle, das heißt, da werden wirklich Nutzerdaten gemessen. Das Blöde ist nur, es liegen nicht immer flächendeckend Daten vor. Gerade, wenn ihr auch da wieder in einer Nische unterwegs seid und ihr habt vielleicht nur 5 Besucher auf einer Seite im Monat, dann hat Google vielleicht überhaupt keine Daten für diese konkrete Seite, also ob sie langsam, mittel oder schnell ist. Das ist leider einfach so, da kommt man zumindest an dieser Stelle nicht wirklich dran vorbei. Aber trotzdem, guckt euch das Ganze an, gerade nochmal, wenn ihr langsam seid, dann ist das nicht akzeptabel. Google wird euch da drunter schreiben, warum ihr langsam seid oder respektive, was ihr tun könnt. Aber Pagespeed-Optimierung ist ein ganz eigenes Thema, das kriegen wir hier heute nicht durch.

Das zweite Ding in „Verbesserungen“ heißt „Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“. Erstmal grundsätzlich sollte eure Website ja mobiltauglich sein. Google guckt sich aber auch noch an, ob sie mobilfreundlich ist, also ob die Nutzer sie auch gut bedienen können. Ein typischer Fehler ist zum Beispiel, man hat zwei Links auf der Website und diese Links sind einfach sehr klein und sehr nah beieinander, und das moniert Google und der typische Fehler heißt dann „Anklickbare Elemente liegen zu dicht beieinander“. Dann muss man sich das Ganze eben angucken und sagen, wo ist denn das. Erstmal grundsätzlich, im Moment ist das sehr wahrscheinlich nicht rankingrelevant. Das heißt, selbst wenn ihr da Fehler habt, habt ihr jetzt wahrscheinlich keinen Nachteil im Ranking. Trotzdem guckt euch das an, weil das ist natürlich auch für eure Nutzer total frustrierend, wenn sie irgendwelche Links nicht anklicken klicken können. Das sollte nicht passieren.

Dann gibt es, drittens, noch mehr Reports in „Verbesserungen“, die alle sogenanntes Markup, also strukturierte Daten betreffen. Hat eure Webseite sehr wahrscheinlich und da gibt es ganz verschiedene Reports, zum Beispiel für Produkte oder für Navigationspfade. Müsst ihr einfach mal gucken. Grundsätzlich wird da immer zwischen Warnungen und Fehler unterschieden. Fehler heißt eben wirklich das, was es heißt. Das heißt, ihr habt strukturierte Daten auf der Website, aber Google kann die im Moment nicht lesen. Also da fehlt irgendein Attribut oder so etwas. Auch das hat jetzt erstmal keinen Malus, aber eben auch keinen Bonus. Also ihr habt vielleicht strukturierte Daten, aber Google schmeißt sie in dem Augenblick einfach weg. Und damit sollte man sich beschäftigen. Es gibt auch Warnungen, Warnungen sind in der Regel okay. Das heißt, da fehlt vielleicht eine Information, die Google eigentlich gerne hätte, aber Google kann auch ohne diese Sache leben. Guckt euch einfach nur an, was dann da ausgegeben wird, und vielleicht könnt ihr dieses Attribut ja trotzdem mitliefern. Das ist in der Regel alles ein bisschen technisches Gedöns, aber es lohnt sich manchmal, sich damit zu beschäftigen.

Verlassen wir den Report „Verbesserungen“, gehen wir in den Bereich:

„Sicherheit und manuelle Maßnahmen“

Da gibt es auch zwei Sachen. Einmal gibt es eben den Report für manuelle Maßnahmen. Manuelle Maßnahme heißt wirklich: Ihr habt gegen Google-Richtlinien verstoßen. Gibt es eine ganze Menge Richtlinien. Heutzutage ist es nicht mehr so üblich, dass man dagegen verstößt. Eine Zeitlang gehörte das eher zum guten Ton und viele Leute haben es da ein bisschen übertrieben. Also, wenn ihr zum Beispiel weißen Text auf weißem Grund habt, das war früher mal eine große Sache. Das heißt, man hat für eine Suchmaschine einfach einen total unsinnigen Text geschrieben, der eben auch wirklich für Nutzer gar nicht sichtbar sein sollte. Und wenn Google so etwas entdeckt, dann bekommt ihr eine manuelle Maßnahme oder eine Abstrafung.

Wenn ihr das habt, dann müsst ihr das quasi beheben und dann könnt ihr quasi gegen die manuelle Maßnahme vorgehen. Da wird das Tool euch dann durchleiten. Ich hoffe, dass ihr sowas nicht habt, aber trotzdem lohnt es sich da rein zu gucken. Und nochmal, wenn ihr eine manuelle Maßnahme habt, dann würdet ihr auch eine Nachricht über die Google Search Console bekommen. Also nicht mitkriegen ist wirklich schwierig.

Und es gibt noch einen Report in „Sicherheit und manuelle Maßnahmen“, der heißt „Sicherheitsprobleme“. Es könnte nämlich sein, dass jemand eure Website gehackt hat und da irgendwelchen Schadcode eingeschleust hat, und das wir dann dort reported. Wenn das passiert, da sollte man sich wirklich sofort darum kümmern, denn dann, sobald Google quasi erkannt hat, dass eure Website ein Sicherheitsproblem hat, können Nutzer von den Suchergebnissen quasi nicht mehr wirklich zu euch gelangen, weil Google dazwischen eine sehr dicke Warnung schaltet und die meisten Leute diese Warnung natürlich sehr ernstnehmen. Auch hier, wenn ihr ein Sicherheitsproblem habt, wenn Google erkennt, dass die Website gehackt wurde, kriegt ihr eine Nachricht. Und nochmal, bitte sofort reagieren, das Ganze abstellen und die Website bitte wieder heile machen. Und dann gibt es noch den Bereich 6, der heißt:

Links

Da könnt ihr herausfinden: Wer verlinkt eigentlich auf meine Website, also welche externen Backlinks habe ich eigentlich? Das ist hilfreich für alle, die keinen Zugriff auf eine Linkdatenbank haben und deswegen ist es nicht unspannend sich das Ganze anzugucken. Und vor allem, gerade wenn ihr jetzt am Anfang seid, es wird noch demnächst eine Folge geben zum Thema Linkaufbau, dass man sich einfach anguckt: Was habe ich denn eigentlich schon für Links? Und kann ich mehr solcher Links aufbauen?

Es verlinkt zum Beispiel irgendein Partner auf mich und dann kommst du auf die Idee: Hey, ich habe ja noch 100 Partner mehr, können die nicht auch auf mich verlinken? Das ist die Idee, die dahintersteckt. Also guckt euch das Ganze an, wer da auf euch verlinkt. Seid bitte nicht überkritisch, es kann natürlich auch sein, dass da absolute Schrottlinks dabei sind. Manchmal haben Leute dann Angst, weil natürlich dieses Thema Backlinks ist ein bisschen kritisch und theoretisch kann man auch dafür abgestraft werden. Ist allerdings wirklich sehr, sehr theoretisch. In der Regel wird Google einfach Links, die minderwertig sind, einfach aussortieren, dass die euch nicht schaden können. Ja, das war‘s so, wo ich euch durchleiten wollte.

Noch zwei Sachen. Erstmal insgesamt nochmal der Hinweis, wann immer ein großes Problem bei euch auf der Website auftritt, wann immer Google meint, ah, irgendwas läuft da nicht gut, ihr seid gehackt, ihr habt eine manuelle Maßnahme oder irgendwas, dann bekommt ihr eine Nachricht. Also stellt bitte sicher, dass die E-Mail-Adresse, die hinter dem Google-Konto steht, dass ihr diese E-Mail auch wirklich lest. Also nicht an papierkorb@meinewebsite.de, sondern wirklich an dich vorname.nachname@meinewebsite.de, damit du das auch mitbekommst. Total wichtig! Ich mache jetzt SEO seit 2001, ich habe das alles schon gesehen. Deswegen nehmt das Ganze bitte ernst. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass bei euch was passiert, aber trotzdem, wenn es passiert, wollt ihr es mitbekommen.

Und die zweite Empfehlung: Macht euch einen Strich im Kalender, macht einen monatlichen Check aller Reports. Das habt ihr in einer Viertelstunde durch, überhaupt keine Frage. Ihr klickt einmal alle Reports durch, guckt: Hat sich was verändert, tauchen auf einmal Sachen auf? Wie gesagt, wenn was Großes passiert, kriegt ihr dafür eine Nachricht. Wenn aber sowas Kleines passiert, irgendwie so ein schleichender Fehler, der auf einmal auftaucht, dann würdet ihr dafür keine Nachricht kriegen. Deswegen guckt bitte auf jeden Fall jeden Monat alle Reports durch: Ist irgendwo was Neues aufgetaucht? Hat sich was geändert? Und dann bitte immer mit Augenmaß reagieren und niemals überhastet irgendeinen Krempel machen. Wie gesagt, für die schlimmen Sachen kriegt ihr eine Nachricht, darauf müsst ihr reagieren. Alles andere ist quasi eine Sache, die jetzt nicht megadringend ist oder wo euch jetzt irgendwas um die Ohren fliegen kann.

Okay. Ich hoffe, ich habe euch ein bisschen Lust gemacht auf die Google Search Console. Wie gesagt, gerade wenn ihr die noch nie genutzt habt, holt euch einen Zugang, es ist extrem spannend da rein zu gucken. Und vor allem nochmal, die letzte Empfehlung nochmal: Macht einen Prozess da draus, guckt regelmäßig rein. Ich erlebe es leider wirklich jeden Tag, dass Menschen das Potential, was da drinsteckt, einfach nicht nutzen. Und sich einfach regelmäßig damit zu beschäftigen, einmal im Monat ist vollkommen ausreichend, dann sollte alles gut werden.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (International SEO), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

Ein Kommentar zu “Google Search Console: Mein erstes Mal [Alles auf Start Episode 3]”

  1. Ronny

    Super Format den Ihr gewählt habt. Leider merke ich selbst auf meinen Blogs in den Kommentaren, dass viele Betreiber von Webseiten die Search Console nicht kennen oder zumindest nicht nutzen.

    Dabei ist es im kostenlosen Segment die einzige Möglichkeit mit vielen nützlichen Funktionen. Wer vorankommen will, sollte sich das nicht entgehen lassen. Klar ist es nicht vergleichbar wie mit einem kostenpflichtigen Tool wie Xovi, SEMrush und wie sie alle heißen. Aber für lau kann man Nichts falsch machen.

    LG
    Ronny

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