Hat Matt Cutts wirklich etwas gegen Gastbeiträge? Meine Meinung: Nicht grundsätzlich…

21. Januar 2014 | Von in SEO

Matt Cutts hat sich in seinem privaten Blog zum Thema „Linkaufbau durch Gastbeiträge“ geäußert. Seiner Meinung nach ist diese Taktik absolut tot. Das sehe ich grundsätzlich nicht ganz so – und so hat Matt das ja auch nicht wirklich gesagt.

Matt Cutts sagt in seinem Blog ganz klar:

So stick a fork in it: guest blogging is done; it’s just gotten too spammy.

Und:

I wouldn’t recommend relying on guest posting, guest blogging sites, or guest blogging SEO as a linkbuilding strategy.

Hier fallen aber Wörter wie „spammy“ und “how to automate guest blogging”. Und genau diese Abgrenzung muss man mittlerweile wohl auch machen.

Guest Blogging ist meiner Meinung nach noch gut, wenn…

  1. … es nur bei ausgewählten, thematisch passenden Blogs durchgeführt wird.
  2. … der Link nicht im Vordergrund steht.
  3. … der Link auch hätte entstehen können, wenn sich jemand nicht darum bemüht hätte.
  4. … es nur einen kleinen Teil im Gesamt-Link-Mix ausmacht.

Die Frage, die sich natürlich stellt, ist: Können mir meine Guest-Blogging-Links schaden, auch wenn ich mich an all diese Spielregeln halte?

Manche denken, dass das Publizieren von Gastbeiträgen in jedem Fall einen Verstoß gegen die Google-Richtlinien darstellt. Das sehe ich nicht so, wenn ich mal die Richtlinien zitiere:

link schemes which can negatively impact a site’s ranking in search results: […]

Large-scale article marketing or guest posting campaigns with keyword-rich anchor text links

Da steht etwas von „large-scale“ und „keyword-rich anchor text links“. Beides muss ja bei Gastbeiträgen nicht gegeben sein, wenn man sich an die genannten Spielregeln hält.

Trotzdem kann es natürlich passieren, dass Google irgendeinen Algorithmus laufen lässt, um derlei Links zu finden und zu entwerten. Dazu hat das Wordstream-Blog eine interessante Meinung:

Google can’t algorithmically differentiate between guest blogs and other kinds of articles.

Und so gibt es dort dann auch den Tipp, Google nicht auch noch mit der Nase darauf zu stoßen, dass es sich um einen Gastbeitrag handelt:

Don’t label them as guest posts. You can include an author bio without spelling out “This is a guest post.” And if the content is valuable to your readers, it shouldn’t really matter where it came from.

Das ist doch ein gutes Schlusswort zu diesem Thema…

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

2 Kommentare zu “Hat Matt Cutts wirklich etwas gegen Gastbeiträge? Meine Meinung: Nicht grundsätzlich…”

  1. Joachim

    Dem kann und will ich nur zustimmen, warum etwas dagegen sagen oder vorgehen, wenn der Content einen Mehrwert hat und der dafür gelieferte Link dem Wert des Inhalts sozusagen entspricht.

    Und die beste Aussage ist natürlich, dass man Google nicht auch noch darauf hinweißt…;)!

    Aber wer weiß…vill. wird ja die Ehrlichkeit belohnt ;)!

    Beste Grüße,
    Joachim

  2. Susanna Künzl

    Für mich ist die wichtigste Aussage: Gastbeiträge sollen nur ein weiteres Element eines gesunden Backlink-Profils darstellen. Alles, was automatisiertes Artikelmarketing im Stil Masse statt Klasse ist, bringt nichts mehr.
    Und man sollte sich durch Warnungen wie die von Matt Cutts nicht abhalten lassen. Es gibt schließlich gute andere Gründe als SEO, um gastzubloggen.

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