hreflang-FAQ: 22 wichtige Detailfragen rund um hreflang-Tags

16. Juli 2018 | Von in SEO

Für die internationale Umsetzung von Websites sind hreflang-Tags sehr wichtig. In der Praxis gibt es dazu aber oft sehr spezielle Fragen. In den letzten Monaten habe ich in verschiedenen SEO-Seminaren und -Workshops (vor allem bei B2B-Unternehmen) viele Detailfragen zu diesem Thema geklärt. Da sich viele Fragen wiederholen, möchte ich diese in Form eines hreflang-FAQ mal öffentlich beantworten.

Übrigens: Wer am Thema „International SEO“ Interesse hat und sich über hreflang & Co. informieren möchte, sei auch auf mein Buch zum Thema verwiesen.

 

Kurz vorab: Was ist das hreflang-Tag überhaupt?

Hreflang-Tags sind für Unternehmen sinnvoll, die Inhalte für mehrere Sprachen oder Länder einsetzen. Am besten lässt sich das an einem konkreten Beispiel erklären:

Ein Unternehmen hat die beiden Websites www.website.de und www.website.at mit Inhalten für Deutschland und Österreich. Eigentlich sollte es dann so sein, dass jemand, der die deutsche Google-Suche nutzt, in den Suchergebnissen auf www.website.de stößt – und jemand, der in Google Österreich sucht, analog www.website.at sieht.

In der Praxis passiert das aber nicht immer so, da Google viele Signale für die Rankings heranzieht. Wenn die .de-Website deutlich besser als die .at-Website verlinkt ist, kann es durchaus passieren, dass auch in Österreich die .de-Seite in den Suchergebnissen erscheint. Für den Nutzer könnte das jedoch suboptimal sein.

Mit den folgenden hreflang-Tags könnte man nun für die beiden Startseiten festlegen, dass diese von Google für die richtigen Länder ausgespielt werden:

<link rel=”alternate” href=”https://www.website.de/” hreflang=”de-de” />
<link rel=”alternate” href=”https://www.website.at/” hreflang=”de-at” />

Der oben genannte „Fehler“ sollte nun nicht mehr auftreten. Ein in Deutschland Suchender sollte nun www.website.de in den Suchergebnissen vorfinden, der in Österreich auf www.website.at verwiesen werden.

Wer sich mit hreflang beschäftigen möchte, sei zunächst auf die Hilfeseite von Google verwiesen:

https://support.google.com/webmasters/answer/189077?hl=de

Alle Fragen auf einen Blick:

  1. In welchen Fällen sind hreflang-Tags wichtig?
  2. Müssen die hreflang-Tags auf jeder Seite eingebaut werden?
  3. Wie passen hreflang-Tags und Canonical Tags zusammen?
  4. Gibt es hreflang-Code-Generatoren?
  5. Kann man hreflang-Tags für verschiedene Domains/Subdomains nutzen?
  6. Was ist mit den hreflang-Tags in der XML-Sitemap?
  7. Was ist mit den hreflang-Tags im HTTP-Header?
  8. Brauche ich hreflang-Tags, wenn ich nur Inhalte für eine Sprache anbiete?
  9. Können im hreflang-Tag auch relative URLs angegeben werden?
  10. Was ist der Unterschied zwischen hreflang und HTML-lang?
  11. Was macht man mit dem hreflang x-default?
  12. Was sind hreflang Return Tags?
  13. Was muss bei hreflang auf mobilen Websites beachtet werden?
  14. Wie kann ich hreflang-Tags mit dem Screaming Frog SEO Spider prüfen?
  15. Mit welchen anderen Tools kann man die hreflang-Tags prüfen?
  16. Ist die Reihenfolge der hreflang-Tags wichtig?
  17. Stellen IP Redirects eine Alternative zu hreflang-Tags dar?
  18. Wie spielen hreflang-Tags und die „Internationale Ausrichtung“ in der Google Search Console zusammen?
  19. Brauche ich den Report „Internationale Ausrichtung“ in der Google Search Console?
  20. Verbessern hreflang-Tags das Ranking?
  21. Gibt es hreflang-Tags auch für Regionen wie EU?
  22. Muss das hreflang-Tag zur Domain passen?

Dann kann’s losgehen …

In welchen Fällen sind hreflang-Tags wichtig?

Hreflang-Tags sind vor allem dann wichtig, wenn es unterschiedliche Länder mit derselben Sprache gibt – also z. B. Deutschland/Österreich oder Kanada/USA. Es kann aber auch wichtig sein, wenn es für ein Land mehrere Sprachen gibt (z. B. Belgien oder Schweiz).

Wer z. B. auf einer Website deutsch- und englischsprachige Inhalte hat, wird hreflang eher nicht brauchen, da ein in deutscher Sprache Suchender in der Regel auf den deutschsprachigen Inhalten landet.

Auch in anderen Fällen können hreflang-Tags helfen, aber eigentlich nur in seltenen Grenzfällen.

Müssen die hreflang-Tags auf jeder Seite eingebaut werden?

Es ist nicht unsinnig, die hreflang-Tags auf jeder Seite einzubauen, da sie immer pro Seite funktionieren (nicht für die gesamte Website). Wenn die hreflang-Tags auf einer Seite A fehlen, dann fehlen Google für A Informationen. Auf alle Seiten (mit hreflang-Tags) hat das aber keine negativen Auswirkungen.

Falls es also gewünscht ist, dass alle internationalen Nutzer alle Inhalte optimal erreichen, dann müssen auf jeder Seite hreflang-Tags zu finden sein.

Wie passen hreflang-Tags und Canonical Tags zusammen?

Beide passen sehr gut zusammen. Grundsätzlich gilt: Im hreflang-Tag sollten immer URLs angegeben werden, die auch mit dem jeweiligen Canonical Tag übereinstimmen.

Bei einem hreflang-Code wie

<link rel=”alternate” href=”https://www.website.com/de/” hreflang=”de” />
<link rel=”alternate” href=”https://www.website.com/en/” hreflang=”en” />

müssen also die beiden Seiten /de/ und /en/ als Canonical Tag jeweils exakt auf sich selber zeigen.

Canonical Tag in der Seite https://www.website.com/de/:

<link rel=”canonical” href=”https://www.website.com/de/”>

Canonical Tag in der Seite https://www.website.com/en/:

<link rel=”canonical” href=”https://www.website.com/en/”>

Übrigens: Auf Seiten, die per Canonical Tag auf eine andere Seite verweisen, muss es keine hreflang-Tags geben. Sie schaden aber auch nicht (siehe Kommentar von John Mueller).

Gibt es Hreflang-Code-Generatoren?

Ja, z. B. die folgenden:

Diese SEO-Tools können dabei helfen, den Code für eine bestimmte Seite zu erstellen. Für eine gesamte Website wäre dieser Aufwand natürlich vollkommen überflüssig.

Kann man hreflang-Tags für verschiedene Domains/Subdomains nutzen?

Ja. Die hreflang-Tags können auch „cross-domain“ genutzt werden, also über unterschiedliche Domains oder Subdomains hinweg. Wer also z. B. zwei Websites mit unterschiedlichen Domains (www.website.de und www.website.at) hat, kann dafür auch hreflang nutzen. Analog gilt das für Subdomains (de.website.com und at.website.com).

Was ist mit den hreflang-Tags in der XML-Sitemap?

In einigen wenigen Fällen gelingt es nicht, die hreflang-Tags in den HTML-Code der Seiten einzubauen. Dann ist es auch möglich, diese Informationen über eine entsprechende XML-Sitemap bereitzustellen. Ein Beispiel:

<?xml version=”1.0″ encoding=”UTF-8″?>
<urlset xmlns=”http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9″ xmlns:xhtml=”http://www.w3.org/1999/xhtml”>

<url>
<loc>https://www.website.com/de/</loc>
<xhtml:link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”https://www.website.com/de/” />
<xhtml:link rel=”alternate” hreflang=”en” href=”https://www.website.com/en/>
</url>

</urlset>

Dabei ist aber zu beachten, dass einige externe SEO-Tools diese hreflang-Informationen leider nur im HTML-Code prüfen können. Das bedeutet dann natürlich nicht, dass Google diese Informationen nicht entsprechend honoriert. Ob die hreflang-Informationen über HTML-Code oder XML-Sitemaps bereitgestellt werden, ist für Google übrigens nicht erheblich (siehe https://www.seroundtable.com/google-hreflang-attributes-sitemaps-html-25884.html).

Übrigens: Diese Methode bietet sich auch an, wenn es um Nicht-HTML-Dokumente geht. Wer also z. B. hreflang-Informationen für eine PDF-Datei bereitstellen möchte, kann das über eine XML-Sitemap machen.

Was ist mit den hreflang-Tags im HTTP-Header?

Die hreflang-Informationen können auch im HTTP-Header übermittelt werden, z. B.

Link: <https://www.website.com/de/>; rel=”alternate”; hreflang=”de”,<https://www.website.com/en/>; rel=”alternate”; hreflang=”en”

Das ist allerdings sehr aufwendig – kann aber sinnvoll sein, wenn die beiden anderen Wege (HTML-Code oder XML-Sitemap) nicht funktionieren.

Übrigens: Die drei Quellen (im HTML-Code, im HTTP-Header, in der XML-Sitemap) können auch gemischt verwendet werden (siehe https://www.seo-suedwest.de/4149-google-hreflang-verweise-koennen-auf-sitemap-und-html-verteilt-werden.html):

Brauche ich hreflang-Tags, wenn ich nur Inhalte für eine Sprache anbiete?

Kurze Antwort: Jein. Wenn es nur eine Website in einer Sprache gibt, ist die Bereitstellung von hreflang-Tags sinnfrei. Denn: Hreflang-Tags sollen Nutzer ja auf die richtigen Seiten schicken. Wenn es aber nur eine Sprachversion gibt, können Suchmaschinen mit den Informationen auch nichts anfangen.

Aber: Es könnte den (seltenen) Fall geben, dass eine Website Inhalte derselben Sprache für mehrere Regionen anbietet (z. B. /en/uk/ für Großbritannien und /en/usa/ für die USA). In diesen Fällen könnte hreflang helfen, die Besucher auf die richtigen Seiten zu leiten. Ein solches Setup ist allerdings dann nicht zu empfehlen, wenn die unterschiedlichen Länder-Versionen (hier: UK und USA) auch hinreichend unterschiedlich sind. Ansonsten kann es durchaus besser sein, nur einen einzigen Seitenbaum aufzubauen.

Können im hreflang-Tag auch relative URLs angegeben werden?

Vielleicht funktioniert es, aber es ist definitiv nicht empfehlenswert.

Zur Sicherheit ist es immer besser, absolute URLs anzugeben, da es bei relativen URLs zu unerwünschten Nebeneffekten kommen kann.

Was ist der Unterschied zwischen hreflang und HTML-lang?

HTML-lang definiert nur die Sprache einer bestimmten HTML-Seite. Im Header steht dann z. B.

<html xmlns=”http://www.w3.org/1999/xhtml” lang=”en” xml:lang=”en”>

Google selbst liest diese Informationen nicht aus, sondern ermittelt die Sprache durch die Analyse der Inhalte, sodass sie theoretisch auch entfallen können (wenn nur Google interessant ist).

Hreflang bietet mehr Möglichkeiten – und zwar z. B. die Kennzeichnung von Sprache UND Land. Gerade wenn es also z. B. zwei deutschsprachige Bereiche für Deutschland und Österreich gibt, hilft HTML-lang nicht weiter, da dann beide Bereiche als deutschsprachig gekennzeichnet werden. Erst durch hreflang ist es einer Suchmaschine möglich, die Nutzer aus Deutschland oder Österreich in die richtige Richtung zu schicken.

Was macht man mit dem hreflang x-default?

Das x-default-hreflang-Tag kann am besten anhand eines Beispiels gezeigt werden:

<link rel=”alternate” href=”https://www.website.com/de/” hreflang=”de-de” />
<link rel=”alternate” href=”https://www.website.com/at/” hreflang=”de-at” />
<link rel=”alternate” href=”https://www.website.com/de/” hreflang=”x-default” />

Die Besucher aus Deutschland landen auf Seite /de/, die Besucher aus Österreich werden auf Seite /at/ geschickt. Aber was passiert mit Nutzern aus der Schweiz oder Portugal?

Um diesen Fall zu klären, gibt es x-default. Dieses Tag greift dann, wenn alle anderen Tags nicht passen. Also: Der Besucher kommt nicht aus Deutschland und nicht aus Österreich. Also wird er zu der Seite mit dem x-default geschickt. Das kann z. B. die englischsprachige Seite sein, die dann eben für den Rest der Welt gilt.

Was sind hreflang-Return-Tags?

Bei hreflang-Tags gibt es innerhalb einer Seite Verweise auf andere Versionen dieser Seite. Dabei gilt, dass sich in allen Versionen dieselben Tags befinden müssen. Beispiel: In Seite /de/ befindet sich der Code:

<link rel=”alternate” href=”https://www.website.com/de/” hreflang=”de” />
<link rel=”alternate” href=”https://www.website.com/en/” hreflang=”en” />

Dieser muss sich auch in /en/ befinden, also:

<link rel=”alternate” href=”https://www.website.com/de/” hreflang=”de” />
<link rel=”alternate” href=”https://www.website.com/en/” hreflang=”en” />

Die Tags in /en/ heißen nun Return-Tags. Falls diese fehlen, funktionieren die hreflang-Tags leider nicht. Das sind dann „hreflang Return Tag Errors“. Ob das vorliegt, kann man über gängige hreflang-Tools prüfen (siehe unten).

Was muss bei hreflang auf mobilen Websites beachtet werden?

Solange die mobile Website auf Responsive Webdesign (der Standard) oder Dynamic Serving basiert, muss dabei nichts beachtet werden, da es in diesen Fällen „One URL“ gibt. Also: Es gibt nur eine einzige URL für die Desktop- und die Mobil-Seite.

Falls man aber eine separate mobile Website (www.website.de und m.website.de) hat, muss man dabei einiges beachten. Für diesen speziellen Fall hat Google auf der Seite https://webmasters.googleblog.com/2017/12/getting-your-site-ready-for-mobile.html weitere Informationen bereitgestellt.

Wie kann ich hreflang-Tags mit dem Screaming Frog SEO Spider prüfen?

Das beliebte SEO-Tool „Screaming Frog SEO Spider“ kann auch die hreflang-Tags prüfen. Dafür müssen in der Konfiguration nur die beiden Optionen „Extract Hreflang“ und „Crawl Hreflang“ angehakt werden.

Nach dem Crawl der entsprechenden Website kann man dann über die Filter im Tab/Report „Hreflang“ auf Fehlersuche gehen.

Mit welchen anderen Tools kann man die hreflang-Tags prüfen?

Zum Überprüfen einzelner Seiten bieten sich die folgenden kostenlosen Tools an:

Ist die Reihenfolge der hreflang-Tags wichtig?

Kurze Antwort: Nein (siehe https://twitter.com/JohnMu/status/872382470007783426).

Stellen IP Redirects eine Alternative zu hreflang-Tags dar?

Mit IP Redirects bezeichnet man das automatische Umleiten eines Nutzers aus Land X auf die für ihn passenden Seiten. Anhand der IP-Adresse erkennt der Server das Land und leitet den Nutzer um.

Das ist in Bezug auf SEO nicht zu empfehlen, da auch Suchmaschinen-Crawler auf die Websites zugreifen – und das in der Regel mit einer IP aus den USA. Im schlimmsten Fall kann es dann also passieren, dass der Googlebot nur auf die für die USA relevanten Inhalte zugreifen kann – und gar nicht auf die deutschsprachigen Bereiche. In der Praxis sollte man darauf also unbedingt verzichten.

Wie spielen hreflang-Tags und die „Internationale Ausrichtung“ in der Google Search Console zusammen?

In der Google Search Console kann man im Report „Internationale Ausrichtung“ eine Property auf ein bestimmtes Land ausrichten. Das funktioniert nur auf nicht länderspezifischen Domains. Eine .de-Domain ist also automatisch auf Deutschland ausgerichtet. Generische Domains wie .com, .info oder .net sind aber erstmal keinem Land zugeordnet.

Man kann also z. B. eine Property für https://www.website.com/ oder auch https://www.website.com/fr/ auf Frankreich ausrichten, was dann dazu führt, dass die Inhalte in Frankreich besonders gut ranken.

Idealerweise passen diese „Ausrichtungen“ dann auch zu den hreflang-Tags. Also: Die Inhalte in www.website.com/fr/ sollten nicht per hreflang auf etwas anderes als „fr“ oder „fr-fr“ abgebildet werden.

Brauche ich den Report „Internationale Ausrichtung“ in der Google Search Console?

Im Report „Internationale Ausrichtung“ führt Google Fehler der hreflang-Tags auf – z. B. solche URLs, bei denen die Return-Tags fehlen (siehe oben). Relativ häufig ist dieser Report aber fehlerhaft und zeigt Fehler an, die nicht mehr aktuell sind oder die es auch nie wirklich gab.

Es ist also wichtig, die dort aufgeführten „fehlerhaften“ URLs manuell durchzuprüfen. Dazu können die oben genannten hreflang-Prüftools verwendet werden.

Verbessern hreflang-Tags das organische Ranking?

Hreflang-Informationen werden ja während der Suche erst ausgewertet. Also: Jemand sucht und würde eigentlich URL A in den Suchergebnissen erhalten. In dem Augenblick, in dem Google URL A in den Suchergebnissen ausgeben würde, wird dann in den hreflang-Daten nachgeschaut, ob es nicht eine für die Sprache/das Land besser passende URL B geben könnte. A wird dann ggf. in den Suchergebnissen durch B ersetzt – aber nur für den einen Nutzer. (Eine Garantie gibt es dafür übrigens nicht, da es sich bei hreflang-Tags nicht um eine Direktive handelt – also um etwas, an das sich Google unbedingt halten muss.)

Entscheidend für das Ranking ist also Seite A. Dass hreflang-Informationen vorliegen, kann nur dafür sorgen, dass A durch B oder andere Versionen ersetzt wird. Auf das Ranking hat das aber keinen direkten Einfluss (siehe dazu auch: https://www.seroundtable.com/google-explains-hreflang-doesnt-help-with-rankings-22195.html).

Gibt es hreflang-Tags auch für Regionen (z. B. EU)?

Kurze Antwort: nein. In hreflang-Tags können derzeit nur konkrete Länder angegeben werden, nicht Regionen, die mehrere Länder umfassen oder Regionen, die einen Teil eines Landes darstellen. Siehe auch: https://www.seroundtable.com/google-doesnt-understand-regions-26131.html.

Anscheinend ist dieses Feature auch nicht geplant (siehe https://www.seo-suedwest.de/4207-google-kein-regionales-markup-zu-erwarten.html):

Muss das hreflang-Tag zur Domain passen?

Klassisch wird man es ja so machen, dass ein hreflang-Tag für „de-de“ auf einen Ordner /de/ oder eine .de-Domain verweist. Aber was passiert, wenn man ein hreflang-Tag für „de-de“ auf einen Ordner oder auf eine Domain zeigen lässt, die absolut nichts mit Deutschland zu hat – also z. B. eine .ru-Domain oder einen Ordner /sprache/?

Laut Google (siehe https://www.seo-suedwest.de/3960-google-laenderdomain-per-hreflang-muss-nicht-zu-sprache-und-land-passen.html) ist das grundsätzlich gar kein Problem – wenn es für den Nutzer vielleicht auch verwirrend sein könnte.

Noch mehr Fragen?

Gerne. Fragen können einfach hier als Kommentar unter den Beitrag geschrieben werden. Ich werde mich dann bemühen, diese möglichst schnell zu beantworten.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (International SEO), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

11 Kommentare zu “hreflang-FAQ: 22 wichtige Detailfragen rund um hreflang-Tags”

  1. Wolfram Bartke

    Gute Zusammenfassung von häufigen Fragen rund um das hreflang-Thema. Nur die Verwendung des x-default-Tags habe ich bisher anders verstanden. Dieser sollte für eine Sprachauswahl-Seite verwendet werden und nicht auf eine “default/fallback” Sprachvariante verweisen.

  2. Markus Hövener

    Das muss ja auch kein Widerspruch sein. Die x-default-Seite KANN eine Sprachauswahl-Seite sein. Oder die Inhalte auf Englisch. Was immer Du meinst…

  3. Wolfram Bartke

    Ok, verstehe. Habe in der Zwischenzeit einige offizielle Statements von Google mit der gleichen Aussage gefunden. Man lernt nie aus, danke!

  4. Yolanda

    Hallo Markus,

    Danke für die vielen nützlichen Infos. Ich habe deinen Internationale SEO-Ratgeber gelesen und höre deine Podcasts auch regelmäßig und finde deine Tipps und Inhalte sehr hilfreich. Danke!

    Konkrete Frage zum cross-domain Einsatz von hreflang über die Sitemap:

    Beispiel Sitemap:
    http://www.meinewebsite.de/seite-abc/
    mit allen rel alternate Sprachvarianten inkl. Selbstreferenz
    http://www.meinewebsite.com/page-abc/
    mit allen rel alternate Sprachvarianten inkl. Selbstreferenz
    http://www.meinewebsite.es/pagina-abc/
    mit allen rel alternate Sprachvarianten inkl. Selbstreferenz

    – Reicht es dann, wenn ich eine (also nur 1) Sitemap für alle drei Domains einreiche, oder soll ich die Sitemap bei allen Domains online stellen und über die Search Console einreichen? Weil in der Sitemap alle URLs als enthalten sind, sind die drei Sitemaps identisch. Wenn ich bei mehreren Domains die gleiche Sitemap einreiche, würde das Google verwirren?

    – Über welche Domain sollte ich die Sitemap in der Search Console einreichen, oder ist das egal?
    Google meint in den allgemeinen Richtlinien (https://support.google.com/webmasters/answer/75712?hl=de) , dass alle Domains in einem Search Console Konto bestätigt sein sollten. Das ist der Fall.

    Vielen Dank im Voraus für die Antwort!

    Herzlichen Gruß,

    Yolanda

  5. Markus Hövener

    Moin Yolanda,

    danke für die Frage!

    Also: Die drei Sitemaps sind ja gerade NICHT identisch. In der de-sitemap steht ja z. B.
    <url>
    <loc>http://www.meinewebsite.de/seite-abc/</loc >
    <xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“de“ href=“http://www.meinewebsite.com/seite/“ />
    <xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“en“ href=“http://www.meinewebsite.com/page-abc/“ />
    <xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“es“ href=“http://www.meinewebsite.es/pagina-abc/“ />
    </url>

    In der en-Sitemap steht dann aber:
    <url>
    <loc>href=“http://www.meinewebsite.com/page-abc/</loc>
    <xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“de“ href=“http://www.meinewebsite.com/seite/“ />
    <xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“en“ href=“http://www.meinewebsite.com/page-abc/“ />
    <xhtml:link rel=“alternate“ hreflang=“es“ href=“http://www.meinewebsite.es/pagina-abc/“ />
    </url>

    Das <loc> ist ja jeweils anders. So würde ich es jedenfalls aufbauen.

    Und wenn Du drei solcher Sitemaps hast, trägst Du die jeweils passende in der jeweiligen Property ein (de-sitemap in de-Property, en in en, es in es).

    Ich hoffe, das macht so Sinn…

    Grüße,

    Markus

  6. Yolanda

    Moin Markus,

    Danke für die schnelle und ausführliche Antwort! Super!

    Dein Vorschlag in der jeweiligen Sitemap nur die URLs als auszuzeichnen, die auch auf der jeweiligen Domain sind, macht Sinn. Das werde ich so umsetzen.

    Ich habe ein paar hreflang Generatoren getestet, aber die haben alle URLs als in einer XML-Sitemap gepackt, weil ich vorher alle reingepackt habe und ich hierzu keine Info gefunden hatte.

    Eine Frage noch: bei einer Webseite haben wir ein anderes CMS, da wäre es einfacher, die hreflang Tags im Head-bereich statt in der Sitemap umzusetzen.

    Kommt Google bei cross-domain Verlinkung damit klar, wenn auf der einen Webseite das hreflang-Tag über die sitemap.xml und auf der anderen Webseite als HTML-Tag auf jeder URL eingebunden ist?

    Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße,

    Yolanda

  7. Markus Hövener

    Den Fall hatte ich noch nie. Ich gehe aber stark davon aus, dass man das auch problemlos mischen kann.

  8. Yolanda

    Ja, ich hatte das auch noch nie. Wir werden es versuchen mit dem mischen und beobachten, was Google damit macht.

    Wenn es dich interessiert, kann ich dir gerne Feedback dazu geben, wenn es umgesetzt worden ist.

    Danke für den Austausch 🙂

    Schöne Grüße nach Emsdetten,
    Yolanda

  9. Markus Hövener

    Ja, keep me posted!

  10. Frank

    Hallo Markus,
    Danke für den Artikel – informativ und gut aufbereitet!

    Ich habe noch eine Frage zum Thema: Angenommen ein deutscher Shop möchte nach Österreich expandieren – für den AT-Markt gibt es eine eigene TLD (.at). Die einzelnen Seiten unterscheiden sich nur an einigen Stellen – sind also im Großteil sogar gleich. Kann man hier nur für die sich unterscheidenden Seiten das jeweilige hreflang setzen oder ist es deiner Meinung nach besser, beide Domains vollständig mit hreflang auszustatten?

    Du schreibst, dass IP-Redirects gefährlich sein können. Was hälst du als best Practice um den User auf die jeweils für ihn richtige Seite zu navigieren (deutsche Nutzer = de-de | österreichische Nutzer = de-at) – wenn dieser direkt über die Adresszeile auf die Seite einsteigen will? Ich hoff’ das ist verständlich formuliert!?

    Würde mich freuen, wenn du hierzu noch ein paar Gedanken hast!

    Danke schon mal im Voraus & Lg,
    Frank

  11. Markus Hövener

    Zu der Österreich-Frage: Wenn die beiden Shops (DE und AT) nahezu identisch sind, würde ich in der Regel gar keinen .at-Shop aufbauen, sondern alles auf der .de lassen.

    Falls Du aber doch einen AT-Shop aufbauen willst, dann würde ich auch dafür sorgen, dass ALLE Seiten ein hreflang bekommen.

    Und zu den IP-Redirects: Die einzig relevante Frage dabei ist immer: Was sieht Google? Du kannst so einen IP-Redirect schon machen, aber dann musst Du auch sicher sein, dass Du Crawler nicht auch umleitest. Und da es genau daran in der Praxis oft hapert, gibt es die klare Empfehlung, keine IP-Redirects zu machen.

    Die beste Implementierung ist für mich aber immer ein Banner, das im HTML-Bereich angezeigt wird, z. B. “Du bist auf DE, solltest aber eigentlich auf AT. Jetzt wechseln?”.

    Grüße,

    Markus

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