International SEO: Fünf Fragen für internationalen Erfolg! [Alles auf Start 27]

7. Januar 2021 | Von in SEO

Wer mit seiner Website international präsent sein möchte, stellt sich viele Fragen: Wie viele Domains brauche ich? Subdomains oder Ordner? Hreflang oder nicht? In dieser Episode von Alles auf Start: So baust Du Deine internationale Website in Bezug auf SEO optimal auf.

 

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Transcript

Ich habe eine Frage mitgebracht bekommen für diese Episode, und zwar von Dani oder Dany, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Da geht’s ums Thema Internationalisierung. Die Frage ist so:

Wenn ich bereits eine bestehende deutsche Website habe, hauptsächlich SEO-Traffic, und nun will ich den gleichen Themenbereich englischsprachig für Kunden, Produkte und entsprechende Keywords in den USA erweitern, wie gehe ich dann am besten vor?

Ich weiß nicht, ob ihr es schon wusstet, aber International SEO ist eines meiner Lieblingsthemen. Ich hatte dazu sehr lange auch ein gutes Buch, was man auf Amazon, glaube ich, immer noch finden kann unter Internationales SEO. Das werde ich auch im ersten Quartal noch mal neu rausbringen. Also wenn ihr da noch mehr Infos zu braucht, könnt ihr euch da natürlich immer durchlesen. Gleichwohl muss ich sagen, ich habe schon sehr oft was zu dem ganzen Thema gemacht und möchte euch da jetzt noch mal durch den Gedankenprozess durchleiten. Es gibt nämlich so ein paar zentrale Fragen, die man sich einfach stellen sollte, um dann eben zu gucken, wie mache ich das denn jetzt am besten? Ich fang einfach mal an.

 

Frage 1: Verschiedene Domains oder nicht?

Was heißt das? Du bist ja schon in einem Land aktiv, nämlich Deutschland oder im D-A-CH-Raum, wie auch immer, und jetzt willst du noch in ein zweites Land. Da ist jetzt die Frage: Wie mache ich das jetzt? Mache ich eine eigene Domain auf dafür oder nicht?

Angenommen ich habe schon unternehmen.de, mache ich jetzt noch unternehmen.us oder was auch immer auf? Die gleiche Frage stellt sich übrigens für viele deutsche Mittelständler, die in zehn oder 20 Ländern aktiv sind: Habe ich für jedes Land eine eigene Domain oder nicht?

Dabei geht’s eben primär erst mal um diese sogenannten Second Level Domains, also quasi wie viele produktive Domains habe ich eigentlich?

Grundsätzlich muss man erst mal wissen: Jede Domain ist eine Einheit in Bezug auf Offpage-Signale, vor allem Verlinkungen. Das heißt, Google bewertet eine Webseite danach, und das war ja eigentlich das große Novum, mit dem Google damals angetreten ist, wie oft sie extern verlinkt wird. Und es geht nicht nur um oft, sondern es geht auch noch um gut. Jetzt muss man natürlich sagen: Wenn du jetzt in ein neues Land gehst, also du baust unternehmen.us auf, dann fängst du mit deiner neuen Domain erst mal bei null an, deine Website hat null Verlinkungen. Das heißt, sie ist quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit, jetzt in Bezug auf SEO.

Wenn du allerdings alles auf eine Domain packen würdest, dann würde natürlich alles voneinander profitieren. Das heißt, nochmal: Wenn du für jedes Land eine eigene Domain machst oder auch aus welchen anderen Zwecken du eine eigene Domain machst, die laufen alle für sich selber. Du hast unternehmen.de, du hast vielleicht noch unternehmen-geschaeftsbereich2.de, das sind alles separate Einheiten und keiner profitiert vom anderen.

Das muss nicht schlimm sein. Wenn du sagst, boah, ich gebe so Vollgas in den USA, in sechs Monaten hat jeder von mir gehört, jeder hat da auf mich verlinkt, würde ich sagen: Prima! Super! Hol dir doch so eine Domain. Gar kein Thema. In der Praxis ist es nur leider nicht oft so, sondern dann ist es wirklich so: Ich sitze immer noch in Deutschland und ich habe diese Domain für die USA, aber irgendwie verlinkt auch kein Schwein da drauf. Oder es verlinkt mal einer oder vielleicht zwei, aber meine Konkurrenten haben 100 oder 200 Verlinkungen, und dann bin ich natürlich immer am Ende der Suchergebnisliste.

Also das ist eine sehr grundsätzliche Frage und damit einher geht für mich auch immer die Frage: Was habe ich denn so für Domains? Grundsätzlich ist die Welt unterteilt in nur zwei Lager. Es gibt einmal die sogenannten ccTLDs, also die Country-Code-Top-Level-Domains. Das sind länderspezifische Domains. Das kennt ihr alle: .de, .at, .ch und so weiter und so fort. Kennt ihr. Alles, was nicht länderspezifisch ist, ist eine sogenannte gTLD, also eine Generic TLD, eine generische Domain. Das ist natürlich vor allem: .com, .info, .net und so weiter und so fort.

Im Allgemeinen kann man sagen: Wenn du in verschiedene Länder gehst und du willst für jedes Land eine eigene Domain, dann brauchst du eine ccTLD, also für jedes Land eine länderspezifische Domain. Wenn du aber Sachen auf einer Domain bündeln möchtest, dann nimmst du bitte immer eine gTLD, also eine .com, .info, .net. Im Übrigen, auch das, was da alles an neuen Domains herumläuft, zum Beispiel eine .berlin ist auch eine gTLD, die ist auch generisch. Warum? Weil sie keine länderspezifische Domain ist. Das heißt, wer auch immer auf die Idee kommt, ich hole mir eine .berlin-Domain, weil die in Berlin so gut rankt: Absolut nicht! Punkt! Gibt’s nicht. Dieses Konzept gibt’s einfach nicht.

Also da jetzt erst noch mal zusammenfassend die 1. Frage: Wie viele Domains habe ich eigentlich? Ich muss ganz ehrlich sagen, nach wie vor, für viele ist es die beste Lösung, wenn sie eine einzige Domain haben und wenn das eine generische Domain ist.

 

Frage 2: Subdomains oder Ordner?

Es wird ja so sein, wenn du jetzt verschiedene Sprach- oder Länder-Versionen hast, dann wirst du die irgendwie ablegen müssen auf der Website. Und Frage Nummer 2 ist eben: Subdomains oder Ordner? Das heißt, angenommen du hast da ein Setup, was wir eben beschrieben haben, du hast deutschsprachige Inhalte und du hast englischsprachige Inhalte, dann kann man das klassisch als Ordner machen. Das heißt, du hast einen Ordner unternehmen.com/de/ und da drin sind dann deine ganzen deutschsprachigen Inhalte. Und du hast unternehmen.com/en/ oder /us/, je nachdem, ob du einen Sprach- oder Land-Ordner haben musst. Da kommen wir gleich bei der nächsten Frage noch dazu.

Ich kann nicht nur Ordner machen, ich könnte auch Subdomains machen. Also ich könnte de.unternehmen.com oder us.unternehmen.com machen. Die Frage, was jetzt besser ist, ob Ordner oder Subdomain, ist eine Frage, die ist für die SEOs so uralt und so kontrovers, dass ich mir nicht anmaße, hier eine klare Antwort zu liefern. Grundsätzlich, meine Richtschnur wäre immer Ordner zu nehmen. Es gibt aber auch hinreichend viele Beispiele, wo Unternehmen das über Subdomains gelöst haben und es auch vollkommen okay ist und gut rankt. Aber trotzdem, wenn ihr es irgendwie möglichmachen könnt, dann nehmt bitte Ordner auf einer generischen Domain.

 

Frage 3: Sprache, Land oder Sprache-Land?

Angenommen, ich nehme jetzt Ordner, ist auch egal, ob Ordner oder Subdomain, jetzt ist die Frage, was ist das für ein Ordner? Ist das ein Sprach-Ordner, ist es ein Land-Ordner oder ist es ein Sprache-Land-Ordner?

Was heißt das? Du kannst natürlich einmal Sprach-Ordner machen. Das heißt, du machst einen Ordner /de/ für die deutschsprachigen Inhalte und /en/ für alle englischsprachigen Inhalte. Du kannst es natürlich auch als Länder-Ordner machen, also /germany/ oder /usa/. Oder du kannst die Kombination aus beiden machen, das heißt, du kannst einen Sprache-Land-Ordner machen, also zum Beispiel /en-us/ und /de-de/. All das hat Vor- und Nachteile. Der Nachteil von diesen Sprache-Land-Ordnern ist, dass es oft sehr, sehr viele Dubletten erzeugt. Dann hat jemand zum Beispiel auf seiner Website einmal einen /en-uk/ Ordner und der hat einen /en-us/ Ordner. Das macht vom Targeting her vielleicht Sinn, aber in beiden Ordnern steht eigentlich das Gleiche drin. Und Dubletten sind für Google irgendwie immer ein bisschen schwierig.

Deswegen grundsätzlich meine ganz klare Empfehlung: Wenn es irgendwie geht, würde ich immer Sprach-Ordner nehmen, also wirklich nur für die Sprache, einfach, weil ich dann am wenigsten Dubletten habe. Es gibt Fälle, in denen ist das so nicht ganz möglich. Zum Beispiel, wenn ich einen Shop habe und ich habe meinen ganzen Shop einmal für Deutschland und in Österreich habe ich vielleicht ganz andere Preise, dann ist es oft so, je nach Shop-System und so, dann kann ich das gar nicht anders machen als jetzt wirklich, und auch aus SEO-Sicht ist es dann manchmal sinnvoll, einfach /de-de/ Ordner zu haben und einen /de-at/ Ordner.

Aber das ist hauptsächlich wirklich dann zum Beispiel, wenn auf den Seiten wirklich was signifikant Unterschiedliches ist wie eben, dass die Preise komplett unterschiedlich sind. Aber für die meisten Mittelständler, die jetzt nicht preisbezogene Inhalte haben, würde ich sagen, dass ein Sprach-Ordner immer die beste Wahl ist.

 

Frage 4: Hreflang oder nicht?

Worum geht es dabei? Wenn wir uns noch mal unsere Website nehmen, unsere fiktive Website, angenommen wir haben auf unserer deutschen Sektion eine „Über uns“-Seite, dann haben wir korrespondierend auf der englischen Sektion eine „About us“ Page. Und diese beiden Seiten, da weiß Google eigentlich nicht, dass das eine die Übersetzung von dem anderen ist, oder dass quasi eigentlich das Gleiche draufsteht, nur eben für eine andere Sprache und, oder Land. Das kann ich über das sogenannte hreflang-Tag einmal abbilden. Ich kann also in beide Seiten das gleiche Tag einbauen, und das sagt einmal, okay, die URL von der deutschen Seite ist das, die URL von der englischen ist das. Mehr mache ich dabei nicht.

Warum sollte ich das machen? Was passieren kann? Angenommen, ich habe meinen fiktiven Online-Shop, den ich eben erwähnt habe, ich habe meine ganzen Inhalte einmal für Deutschland und meine ganzen Inhalte nochmal für Österreich kopiert. Jetzt kann es ja sein, wenn jemand jetzt aus Deutschland heraus sucht und der sucht irgendwie ein Produkt, dann könnte es sein, dass er trotzdem in Google eine österreichische Seite ausgeliefert bekommt. Warum? Aus Gründen. Also Google würfelt manchmal auch einfach, denn schlussendlich ist das für Google ja alles das Gleiche. Dann hilft aber das hreflang.

Also das hreflang, was da passiert, ist, dass Google in dem Augenblick, wo es das Suchergebnis anzeigen würde, noch mal kurz guckt: Steht da ein hreflang-Tag drin? Und dann wird eben noch die Seite richtig ausgetauscht. Das heißt, eigentlich wollte ich dir die Seite für Österreich ausliefern, aber ich habe entdeckt, du hast basierend auf deiner Position, nämlich Deutschland, gibt es für dich eigentlich eine passende Seite, nämlich die deutsche Seite. Dann wird das eben nur schnell ausgetauscht, mehr passiert da aber gar nicht.

Das heißt, zurück zu unserem Beispiel, ich habe meinen deutschen Ordner mit meinen deutschsprachigen Inhalten und ich habe meinen Ordner mit den englischsprachigen Inhalten, dann wird Google das prima auseinanderhalten können. Es wird selten passieren oder eigentlich faktisch nie, dass jemand zum Beispiel in den USA etwas Englischsprachiges sucht und er würde auf einen deutschsprachigen Inhalt von mir stoßen. Das wird einfach nicht passieren. Das hängt natürlich immer von der Suchanfrage ab, aber klassisch, wenn ich jetzt etwas Generisches suche, dann würde nie eine unpassende Seite kommen.

Deswegen: hreflang brauche ich vor allem dann, wenn ich für eine Sprache mehrere Versionen habe, also gerade im D-A-CH-Raum. Es gibt meine Seite einmal für Deutschland, dann gibt’s sie nochmal für Österreich und nochmal für die Schweiz. Welche dieser drei Seiten ist jetzt eigentlich die richtige? Da ist hreflang prima.

Das Gleiche auch mit so Ländern wie Niederlande, Belgien, Frankreich, die auch gewisse sprachliche Überschneidungen haben. Auch da ist immer die Frage: Welche Seite liefere ich jetzt aus? Und dann kann ich von hreflang profitieren.

Aber ganz wichtig: hreflang verbessert keine Rankings. Das Einzige, was hreflang macht, ist, es tauscht ein Ergebnis gegen ein anderes aus, und dass der Nutzer das für ihn optimale Ergebnis sieht. Mehr passiert da nicht.

Das heißt, nochmal, zurück zu unserem Beispiel: Angenommen, ich habe eine total erfolgreiche deutsche Website und jetzt fange ich an, eine total, in Bezug auf Google jetzt, erfolglose englische Seite aufzubauen. Das hreflang-Tag wird mir in keiner Weise helfen, dass das eine vom anderen jetzt profitiert. Ganz am Anfang war das mal die Hoffnung. Das hat Google ganz am Anfang mal gesagt, dass da so Signale über diese hreflang-Tags fließen können. Ist nicht so. Sondern es wird wirklich nur ausgetauscht. Und von daher: hreflang muss man sagen, viele Websites, die das einbauen, bräuchten das gar nicht. Es schadet auch nicht, aber es hilft eben oft auch nicht, sondern nur wirklich primär dann, wenn ich, wie gesagt, für eine Sprache verschiedene Seitenversionen ausliefern kann.

 

Frage 5: Hosting?

Sollte ich zum Beispiel meine englischen Inhalte jetzt auch in den USA hosten? Grundsätzlich muss man sagen, wo das Ding gehostet wird, ist so ziemlich egal.

Es gibt eine Ausnahme, die man wirklich sehen muss, und das ist der Page Speed. Also die Seitenladegeschwindigkeit ist natürlich entscheidend. In diesem Mai wird‘s das große Page Speed Update geben, ab dann ist der Page Speed sehr wahrscheinlich ein bisschen entscheidender. Wenn das jetzt so ist und, ich weiß nicht, meine Nutzer sitzen alle in den USA, aber der Server sitzt eigentlich in Australien und es ist eine total miserable Leitung angebunden und muss einmal um den halben Globus, dann ist das natürlich nicht so optimal.

Deswegen muss man grundsätzlich sagen, kann es Vorteile bringen, wenn ich mir beim Hosting ein paar Gedanken mache. Das kann ich allerdings auch durch die Nutzung von einem CDN umgehen, ein CDN ist ja ein Content Delivery Network. Das heißt, ich gliedere meine Seite quasi aus, also ich hoste sie sonst wo, aber ich übergebe sie dann ein Content Delivery Network und das sorgt dann quasi auf verschiedenen Kontinenten für lokale Kopien. Sehr vereinfacht ausgedrückt, steinigt mich dafür nicht, aber im Großen und Ganzen kann man sich das so vorstellen. Deswegen nochmal: Wo das Ding gehostet wird, ist vollkommen egal, solange ihr natürlich die Geschwindigkeit hinbekommt. Was allerdings in der Praxis jetzt nicht immer wirklich das allergrößte Problem ist, muss man ganz ehrlich sagen.

Ich hoffe, damit habe ich die Frage im Großen und Ganzen beantwortet, wie das jetzt so ist, wenn ich jetzt auf einmal international werde. International klingt immer so wahnsinnig groß, ist es natürlich nicht. Also viele, die in Deutschland, Österreich, Schweiz unterwegs sind, haben schon International-SEO Probleme oder Potenziale, ohne dass sie irgendwie großartig darüber nachdenken.

 

Bonus-Frage 1: Sind Rankings gefährdet?

Vielleicht noch eine ganz interessante Frage, die mir der Dani auch noch mitgeschickt hatte: Ist das bestehende Ranking gefährdet, wenn plötzlich sprachlich gemischter Content nebeneinander besteht?

Ich hatte jetzt fünf Jahre lang nur eine deutschsprachige Sektion und jetzt entsteht auf einmal die englische. Und da muss man sagen: Nein. Grundsätzlich nicht. Könnte natürlich passieren, aber ich kenne keinen einzigen Fall, wo das jemals passiert wäre. Zumal es ja auch normal ist, das zu haben. Also da bitte keine Sorgen machen. Natürlich muss man immer darauf gucken, was hat man alles so an Inhalten im Index und den Index will man nicht mit irrelevanten Inhalten fluten, aber grundsätzlich, gerade wenn man das Ganze durch Ordner getrennt hat, ist es für Google, glaube ich, mehr als verständlich, was da eigentlich aus welchen Gründen passiert.

 

Bonus-Frage 2: Schnellere Platzierung?

Und natürlich, vielleicht noch eine Frage von Dani, fand ich auch ganz cool: Könnte der englische Content sich schneller platzieren, wenn ich deutschsprachig im selben Themenbereich bereits relevant bin?

Ist eine gute Frage. Glaube ich ehrlich gesagt auch nicht. Also auch da würde ich denken, da ist jeder Content quasi für sich selber Einzelkämpfer. Natürlich vor allem, wenn ich es auf eine separate Domain packe, dann ist sie sowieso schon mal Einzelkämpfer. Natürlich kann es sein, dass meine Website schon verschiedene Trust-Signale hat, aber das liegt dann in meinen Augen eher an der Verlinkung als jetzt wirklich an dem Content. Also ich würde erwarten, dass es nicht so ist. Ich kenne allerdings da jetzt auch auswendig keinen einzigen Fall, wo das passiert wäre, sondern die meisten Websites hatten einfach schon immer alle Sprachen, die sie hatten und haben jetzt nicht sukzessive noch mal Sprachen hinzugefügt. Das würde mich jetzt ehrlich gesagt verwundern.

 

Finale

Das war, glaube ich, alles, was ich hier bei mir so auf dem Zettel stehen hatte. Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen die Angst vor International SEO nehmen. Und wie gesagt, die wichtigste Frage für mich ist: Eine Domain oder mehrere? Und ich bin in der Regel für eine Domain, eine generische Domain, auf der sich eben alles befindet und alles zahlt auf das gleiche Konto ein. Wie gesagt, in der Regel ist das in meinen Augen das Beste, was man machen kann. Es mag Einzelfälle geben, wo es anders ist, aber nochmal: Im Durchschnitt ist das die beste und sauberste Lösung.

Was ich jetzt natürlich außer Acht gelassen habe, muss ich sagen, ist so dieses ganze juristische Thema. Also so wie wir jetzt eine Datenschutzerklärung und sowas alles draufhaben, müsste man das vielleicht für andere Regionen auch noch machen. Aus dem Thema halte ich mich heute komplett heraus. Also das soll nicht mein Thema sein. Es kann sein, dass du das machen musst, je nachdem, in welchen Ländern und Sprachen du so aktiv bist, aber das sollen dann bitte die Rechtsanwälte klären und nicht ich.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor, Podcaster, Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und verantwortlich für das suchradar.

Markus hat vier Kinder, spielt in seiner Freizeit gerne Klavier (vor allem Jazz) und genießt das Leben.

2 Kommentare zu “International SEO: Fünf Fragen für internationalen Erfolg! [Alles auf Start 27]”

  1. Sebastian

    Danke für den tollen Podcast. Mich würde hier noch deine Meinung zu automatischen Übersetzungen interessieren.

  2. Markus Hövener

    Ich folge da Googles Empfehlung: automatisiert übersetzen lassen, dann aber noch einen Menschen drüberschauen lassen.

    Die Qualität der Übersetzungen ist zwar im Allgemeinen sehr gut, es gibt aber immer wieder Konzepte, die man nicht einfach übersetzen kann. “Gelber Sack” macht im Deutschen total Sinn, aber was wäre dafür eine korrekte Übersetzung für ein Land, in dem es keine Mülltrennung gibt? Nur ein Beispiel …

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