Ist ein One-Pager schlecht in Bezug auf SEO? [SEO FAQ #4]

9. April 2018 | Von in SEO

In den letzten Jahren hat sich bei vielen Unternehmen der sogenannte One-Pager durchgesetzt: eine lange Seite, auf der sich viele Informationen rund um das Unternehmen befinden. In Bezug auf SEO kann das durchaus kritisch sein. Ist ein One-Pager also immer eine schlechte Wahl?

 

Monothematisch

Grundsätzlich gilt, dass Suchmaschinen schon eher monothematische Seiten mögen. Wenn es auf einer Seite ausschließlich um ein bestimmtes Thema gibt (und es dort auch viel textlichen Inhalt zum Thema gibt), ist das „klassisches Futter“ für Suchmaschinen.

Bei einem One-Pager ist das aber nicht der Fall: Es gibt eine Sektion „Über uns“, eine zu „Lösungen und Produkten“, eine zu „Karriere“ und dann noch eine mit „Aktuellen Terminen“. Wenn man nun nach einer bestimmten Lösung sucht, bietet der One-Pager zu dieser Suchanfrage relativ wenig Informationen. 5 % der Seite drehen sich um diese Lösung, 95 % um ganz andere Aspekte.

Deswegen ist ein One-Pager schlecht, um für spezifische – und manchmal auch konkurrenzstarke – Suchbegriffe zu ranken. Wenn die eigene Website eben nur die besagten 5 % liefert, ein Konkurrent aber eine ganze Seite mit Inhalten hat, wird dieser in der Regel klar die Nase vorn haben.

 

Die Lösung: Unterseiten

All das bedeutet nicht, dass Sie die Finger von One-Pagern lassen sollten. Als Startseite ist ein One-Pager oft ein sehr guter Einstieg, da er einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Themen gibt. Nur unter SEO-Aspekten kann man den One-Pager eben faktisch abschreiben. In der Regel rankt er dann eigentlich nur noch für den Unternehmensnamen und einige Kombinationen daraus.

Wer also in Bezug auf SEO keinen Schiffbruch erleiden möchte, muss zusätzlich zum One-Pager auf Unterseiten tiefergehende Inhalte anbieten. Der One-Pager ist also quasi nur ein Schaufenster für die Website.

Also:

  • Wenn die Website nur aus einem One-Pager besteht: schlecht.
  • Wenn die Website zusätzlich zum One-Pager Unterseiten hat, die auf relevante Suchbegriffe abzielen: gut.
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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

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