Keyword-Recherche für Einsteiger: Tools + Strategien [Alles auf Start Episode 18]

20. August 2020 | Von in Agenturleben, Search Camp + Alles auf Start, SEO

SEO ohne Keyword-Recherche ist wie ein Boot ohne Segel. Die richtigen Tools sind wichtig – aber man muss auch wissen, wie man diese nutzt. Welche Tools gibt es überhaupt? Geht es nicht vielleicht auch ohne Keyword-Datenbanken? Und wie aussagekräftig ist eigentlich das Suchvolumen?

 

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Shownotes

 

Transcript

Ich möchte dir heute mal etwas über Keyword Tools und Keyword Recherche erzählen. Dazu gab es in letzter Zeit auch wieder viele Fragen und da möchte ich dir heute einen Überblick geben:

  • Welche Tools gibt es eigentlich?
  • Warum brauchst du die eigentlich unbedingt?
  • Und ist Suchvolumen eigentlich ein sicheres Kriterium für deine Entscheidung?

 

Typ 1: Klassische Keyword-Datenbanken

Ich fang mal an mit den Tools. Es gibt wirklich sehr, sehr, sehr, sehr viele Tools, aber viele davon ähneln sich auch sehr stark. Ich möchte mit einer Art von Tools anfangen und das sind klassische Keyword Datenbanken. Das heißt, ich stecke ein Keyword rein und ich bekomme sogenannte Phrasen raus und sogenannte Synonyme. Das heißt, ich stecke zum Beispiel das Wort „Blumenstrauß“ rein und kriege dann Phrasen raus, also Suchkombinationen wie „Blumenstrauß gelb“, „Blumenstrauß blau“, „Blumenstrauß Mutti“, „Blumenstrauß Vati“, also Suchanfragen, die das vollständige Wort enthalten.

Und ich kriege natürlich auch Synonyme, sowas wie „Strauß“, „Sträußchen“, „Blumengesteck“ oder solche Sachen. Also Wörter, die eben nicht exakt mit dem übereinstimmen, was ich da reingesteckt habe.

Und vor allem, was spannend ist, ich kriege eben auch das sogenannte Suchvolumen, also: Wie oft wird das im Monat im Schnitt gesucht. Das Top-Tool ist der Google Ads Keyword Planner in dieser Kategorie. Das ist erst mal gut, denn der ist kostenlos. Das ist leider gleichzeitig auch schlecht, denn das Tool ist natürlich dafür gemacht worden, dass Leute damit mit Google Ads arbeiten und die SEOs missbrauchen dieses Tool eigentlich immer nur für ihre Zwecke. Das heißt, wenn du bei Google Ads kein Geld ausgibst oder zu wenig Geld ausgibst, dann kriegst du minderwertige Daten. Das heißt, dieses Suchvolumen kriegst du nicht quasi in einer ordentlichen Auflösung, sondern nur in so ganz groben Bereichen, und das hilft dir nicht wirklich weiter. Also heißt im Endeffekt, wenn du dieses Tool kostenlos und sinnvoll nutzen willst, musst du auch Geld bei Google Ads ausgeben oder du kennst jemanden, der Geld bei Google Ads ausgibt, kann natürlich auch sein.

Das Tool ist natürlich die Referenz, denn wenn man sich anguckt, welchen Marktanteil Google in Deutschland hat, dann haben die natürlich einfach Zugriff auf die Daten, und nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Da Google eigentlich in fast jedem Land die stärkste Suchmaschine ist, kriegst du natürlich auch die stärksten und relevantesten Daten.

Es gibt auch von Bing zum Beispiel eine Keyword Datenbank, die ist allerdings wirklich nur halb so gut, weil sie haben einfach zu wenig Daten. Punkt! Und dann kannst du damit wenig anfangen. Insgesamt muss man sagen, das Tool hat sehr viele Vorteile, es sieht gut aus, lässt sich gut bedienen.

Es hat aber eine grundsätzliche Problematik, nämlich sehr seltene Suchanfragen werden von dem Tool nicht geliefert. Das heißt, typischerweise Suchanfragen, die weniger als zehnmal im Monat gesucht werden, werden dort nicht ausgegeben. Du kannst jetzt sagen, interessiert mich das? Hängt davon ab. Wenn du Blumensträuße verkaufst, wahrscheinlich nicht, weil es einfach ein Massenprodukt ist, oder Sneaker oder sonst irgendwas, aber wenn du in einem sehr, sehr speziellen Bereich unterwegs bist, so B2B vom Schlimmsten, wo es vielleicht auch nur 50 Kunden auf der ganzen Welt gibt, die das auch noch sehr selten eintippen, dann stößt du da halt relativ schnell an Probleme.

Also nochmal kurz zusammengefasst: Eine allgemeine Keyword Datenbank ist super. Der Google Ads Keyword Planner ist da sicherlich der Platzhirsch, aber du brauchst halt ein Login, respektive musst auch das nötige Geld bei Google Ads ausgeben, um da drauf zu kommen.

In vielen SEO Tools, die man so kostenpflichtig erwirbt, sind übrigens auch wieder Keyword Datenbanken mit drin. Das heißt, je nachdem welches Tool-Set du so besitzt, kann es sein, dass du schon eine Keyword Datenbank hast, ohne es vielleicht zu wissen, also gucke da auf jeden Fall erst mal nach.

 

Typ 2: Suggestion Tools

Die zweite Klasse an Tools, die man nutzen kann, das sind die, ich nenne sie immer Suggestion Tools, auch weil es so schwierig auszusprechen ist. Das sind Tools, die sammeln die Suchvorhersagen von Google ein. Es ist ja so, dass wenn du ein Wort eingibst wie „Blumenstrauß“, dann poppt ein kleines Fensterchen auf und gibt dir zehn Suchvorhersagen. Früher waren das Suchvorschläge, jetzt sind es Suchvorhersagen, das heißt, diese zehn Vorschläge passen sich auch grundsätzlich erst mal an dich an, ist an dieser Stelle vollkommen egal.

Und die kann man ja eigentlich mal einsammeln, weil diese zehn Suchvorhersagen, die da geliefert werden, die basieren auf vorherigem Suchverhalten. Deswegen wäre es natürlich cool, die zu wissen, weil die zehn Suchvorhersagen, die da ausgegeben werden, sind wahrscheinlich die zehn wichtigsten, im Allgemeinen zumindest.

Und deswegen ist es natürlich sinnvoll sich das Ganze mal zusammen zu sammeln. Da kannst du jetzt natürlich einfach mal in Google reingehen, dein Keyword eingeben und dann die zehn Suchvorhersagen mitschneiden, mitschreiben. Würde ich nicht machen, denn da gibt es Tools für und die machen das sehr geschickt. Die nehmen nämlich dein Keyword so wie „Blumenstrauß“ und dann tippen die bei Google ein „Blumenstrauß a“ und gucken nach, welche zehn Suchvorhersagen kommen denn. Dann machen Sie dein „Keyword b“, gucken nach, welche zehn Suchvorhersagen kommen denn da? Und das Ganze machen sie halt noch für dein „Keyword c“, „Keyword d“, also für 26 Buchstaben. Das machen sie auch noch für zehn Ziffern, das machen sie auch noch für die vier Umlaute, die es im Deutschen gibt idealerweise.

Und da kommt eine ganze Menge zusammen, gerade wenn man das dann auch noch mal dreht. Also man kann ja auch „a Keyword“ eingeben und gucken, was dann so kommt. Wenn man das alles zusammenträgt, kommt eine ganze Liste zusammen. Und diese Tools sammeln das quasi einmal ein.

Der Platzhirsch, meiner Meinung nach, ist keywordtool.io, ein sehr schönes Tool. Damit kann ich interessanterweise übrigens auch nicht nur Google abfragen, sondern eigentlich auch fast alle anderen Tools, die eben auch solche Vorschläge liefern, zum Beispiel Amazon, zum Beispiel YouTube, und kann auch da mal in das Suchverhalten reingucken.

Das Gute an diesen Tools ist, ich kriege da zum Teil sehr spezielle Sachen. Ich hatte eben gesagt, beim Keyword Planner ist es leider so, dass der recht seltene Suchanfragen nicht mehr liefert, dieses Tool hingegen schon. Das heißt, wenn du wirklich im B2B unterwegs bist und du verkaufst Doppelschnecken Extruder, dann ist der Keyword Planner nicht so sehr dein Tool, sondern dann würde ich eher mit dem keywordtool.io arbeiten, oder auch davon gibt es natürlich noch hinreichend viele Konkurrenten. Die Frage, ob das Suchvolumen da angezeigt wird, hängt vom jeweiligen Tool ab. Aber grundsätzlich muss man auch noch mal sagen, wenn Sachen sehr selten gesucht werden, dann gibt es dafür einfach kein Suchvolumen, denn die meisten Tools klauen das Ganze einfach von Google. Und deswegen ist das manchmal etwas schwierig, weil man kriegt zwar eine sehr umfangreiche Liste an Keywords, allerdings ohne darin eine Priorität ausmachen zu können. Dann kann man ein bisschen mit der Anschauung arbeiten, was man selber glaubt, was oft und was selten gesucht wird, aber das ist eine grundsätzliche Einschränkung davon.

 

Typ 3: W-Fragen-Tools

Und dann gibt es noch die dritte Klasse an Keyword Tools, das sind die sogenannten W-Fragen-Tools. Und auch da gibt es einen Platzhirsch, der heißt answerthepublic.com. Da könnt ihr mal ein Keyword eingeben, was weiß ich, „Blumenstrauß“, und was macht das Tool? Es rennt auch wieder zu Google hin und guckt mal nach, angenommen dein Keyword ist „Blumenstrauß“, und dann nimmt es diese Suchanfrage und kombiniert sie mit Wörtern, mit W-Wörtern wie „Wer“, „Wie“, „Was“, „Warum“, „Weshalb“, „Wozu“, und guckt dann nach, also tippt quasi in Google ein, „Wozu Blumenstrauß“, „Wie Blumenstrauß“, „Wer Blumenstrauß“, „Was Blumenstrauß“, „Wo Blumenstrauß“, und dann liefert Google ja auch wieder diese Suchvorschläge.

Das ist ganz spannend, weil dann kriegt man hauptsächlich eben Fragen geliefert, die Menschen in Google eingetippt oder eingesprochen haben. Und das ist natürlich prima für eine Themenrecherche, gerade wenn du jetzt Blogbeiträge schreiben möchtest oder was auch immer, da steht es dann drin. Da stehen quasi die Fragen, die Menschen wirklich explizit an Google gestellt haben, und dann kannst du sagen, okay, da könnte ich mal was zu machen. Da sind natürlich manchmal Dubletten dabei, aber die muss man dann halt noch mal kurz rausfiltern.

 

Warum braucht man Keyword Tools?

Also drei große Klassen an Tools und die solltest du in deinem Werkzeuggürtel drin haben auf jeden Fall. Trotzdem die Frage natürlich immer, warum braucht man eigentlich unbedingt Keyword Tools? Weil eigentlich könnte ich ja sagen, ist doch egal, ich weiß doch, was die Leute eintippen.

Punkt Nummer 1: Du musst erst mal wissen, ob etwas überhaupt gesucht wird. Das hatten wir in „Alles auf Start“ Episode 12. Es kann nämlich passieren, wenn du ein ultrainnovatives Produkt hast, das vielleicht ein cooles Produkt ist, aber niemand sucht danach. Und es wäre schade, wenn nur dann quasi Zeit und Geld in SEO investiert, aber keiner sucht etwas. Dieses Suchverhalten kann sich in der Zukunft natürlich mal ändern, überhaupt keine Frage, aber Stand heute ist es dann eben manchmal so, dass ganz bestimmte Sachen nicht gesucht werden. Das ist Punkt 1.

Punkt 2, ganz ehrlich, ist das, was ich Glashauseffekt nenne. Das heißt, irgendwann, klar, jetzt wenn du ein Start-up bist, noch nicht, aber irgendwann kennt man sein Themengebiet, man macht vielleicht seit 20 Jahren das gleiche Ding. Und dann irgendwann entsteht auch in manchen Firmen einfach so eine eigene Nomenklatur. Man überlegt sich dann einfach, nein, das Ding heißt jetzt so, das hieß bei uns immer schon so. Bei uns ist das ein Schraubendreher. Schraubendreher ist mit Sicherheit die richtige Bezeichnung, was dir überhaupt nichts hilft, wenn deine Zielkunden nämlich Schraubenzieher in Google eintippen. Und deswegen ist es eben immer wichtig nicht so zu gucken, was glaube ich denn, was tippen Leute in Suchmaschinen ein, sondern was tippen Leute eigentlich wirklich ein. Und nochmal, je mehr Berufserfahrung du hast, desto schlimmer wird dieser Abstand manchmal zwischen diesen beiden Systemen. Und deswegen ist es eben immer wichtig quasi noch mal die Meinung von außen zu sehen und zu gucken, was tippen Menschen eigentlich wirklich ein, wie nennen die das eigentlich wirklich. Und nochmal, so aus meiner täglichen Beraterpraxis weiß ich, es gibt da draußen Unternehmen, die haben sich einfach, und das meine ich noch nicht mal böse, aber die haben sich von der Realität abgeschottet, denn die nennen das einfach so und so.

Und noch Grund Nummer 3, und dafür sehe ich Keyword Tools natürlich vor allem: Die wenigsten Menschen geben ein einzelnes Wort in eine Suchmaschine ein. Du würdest auch nicht das Wort Urlaub eingeben und dann hoffen, dass Google dir schon den richtigen Urlaub vorschlägt. Nein, du wirst irgendwie „Urlaub Spanien mit Familie und Hund“ oder sowas eintippen. Die meisten Menschen tippen zwei oder drei Wörter ein in Google, und es ist wichtig, dass du genau diese ganzen Kombinationen kennst. Denn wenn du eine maximale Abdeckung haben möchtest, also du willst möglichst viele Suchanfragen abdecken können, dann ist es eben wichtig, dass du diese ganzen Themen, diese ganzen Suchbegriffe kennst. Und dafür kannst du eben die vorgenannten Tools hervorragend nutzen.

 

Ist Suchvolumen ein gutes Kriterium?

Das waren so die drei Gründe und jetzt möchte ich noch zum Schluss zu der Frage kommen: Diese ganzen Tools liefern mir Suchvolumen und Suchvolumen ist für die SEOs immer ein wichtiges Thema. Aber SEO oder Suchvolumen ist auch immer ein sehr umstrittenes Thema, da ist nämlich die Frage, wenn ich etwas entscheide anhand des Suchvolumens, ist das eigentlich ein sicheres Kriterium, also darf ich meine Entscheidung auf Suchvolumen fußen? Und da gibt es ein paar Gründe, warum das eigentlich, eigentlich, eigentlich, eigentlich falsch ist.

Punkt 1 ist: Suchvolumen heißt ja erst mal nur, etwas wird soundso oft gesucht. Also etwas wird 1.000 Mal im Monat gesucht. Das hilft aber erst mal nichts, denn die Frage ist ja, wie viele von diesen 1.000 kriegst du denn eigentlich ab? Und es hängt natürlich vor allem von deiner Position ab und auch von deiner Optik des Suchergebnisses. Du weißt aber ja vorher nicht, auf welcher Position du landen wirst. Wenn du auf Platz 1 bist, dann ist natürlich deine Ausbeute deutlich höher, als wenn du auf Position 10 bist.

Es hängt übrigens auch von den umgebenden Websites ab. Also wenn, ich weiß nicht, du bist auf Platz 1 und auf Platz 2 ist Amazon, dann kann es sein, dass Amazon dir natürlich richtig Klicks abzieht. All das weiß ich aber vorher nicht unbedingt. Ich kann natürlich immer, es gibt so CTR-Verteilungen, also Klickratenverteilung, wo ich mir den Durchschnitt angucken kann. Also im Schnitt klicken soundso viele Leute auf Position Nummer 1. Aber nochmal, ich weiß schon gar nicht, ob ich auf Position 1 komme, und selbst wenn ich das zielgerichtet wüsste, wüsste ich vorab nicht, welche Klickrate ich da hinbekomme. Und dann ist die Klickrate auch noch abhängig davon, ob ich auf Mobile oder Desktop suche, also müsste ich da jetzt eigentlich auch schon wissen, wie meine Verteilung eigentlich in der Zukunft ist. Faktisch kann ich das nicht machen.

2. Grund, warum Suchvolumen eigentlich ein blödes Kriterium ist, ist, wenn ich eine Seite auf so einen Suchbegriff optimiere, ich habe mich für einen Suchbegriff A entschieden und der hat ein ganz bestimmtes Suchvolumen, sagen wir 1.000, dann ranke ich ja nicht nur für diesen einen Suchbegriff. Also angenommen, mein Suchbegriff ist „Ferienhaus Nordsee“, dann werde ich vielleicht auch ranken für „Ferienhaus an Nordsee“ oder die gedrehte Version, also „Nordsee Ferienhaus“ oder vielleicht „Ferien Haus Nordsee“ oder „Ferienhaus am Strand Nordsee“. Das heißt, dadurch dass ich so tollen Content anbiete auf meiner Website, wird Google halt auch verschiedene andere Suchbegriffe quasi zubuchen.

Mein Suchvolumen entscheidet sich aber nur an einem einzelnen Wort. Das heißt, welche Suchbegriffe Google später da noch mit reinnehmen wird, das weiß ich ja alles gar nicht. Das heißt, wenn ich jetzt eine Seite mache und ich sage, das Suchvolumen für diesen Suchbegriff ist 1.000, dann ist das eben immer nur bezogen auf diesen einen Suchbegriff, den ich mir angucke, und nicht auf die 100, die vielleicht Google für mich später dazubucht. Das weiß ich aber auch alles vorher nicht. Das heißt, ich sage vielleicht, wow, Suchvolumen 1000 ist vielleicht ein bisschen wenig, deswegen schreibe ich diese Seite nicht, aber weil Google so viele Suchbegriffe dazubucht, habe ich aber ein Suchvolumen von zusammengerechnet 100.000 und die Seite hätte sich vielleicht wieder gelohnt.

Und das 3. Problem beim Suchvolumen ist natürlich, es ist immer rückwärtsgewandt. Es ist in der Regel der Durchschnitt der letzten 12 Monate. Das sagt natürlich nichts über die Zukunft aus. In der Regel natürlich schon, aber es gibt natürlich auch Nachfrage, die sich verändert. Und ich glaube, in Corona-Zeiten haben wir das alle erlebt, dass sich natürlich Sachen deutlich verschieben können, also auf einmal alle Leute sich einen Pool und einen Strandkorb in den Garten stellen und dass die Fernreise jetzt gerade eben nicht mehr so ein hohes Suchvolumen hat. Das kann natürlich immer alles passieren.

 

Warum kann man trotzdem Suchvolumen nutzen?

Und dennoch muss man sagen, trotz dieser drei vorgenannten Gründe: Suchvolumen kann auf jeden Fall hilfreich sein, um eine Entscheidung zu treffen, gerade wenn du so zwischen zwei Suchbegriffen stehst. Angenommen, du überlegst dir, was weiß ich, „Karnevalskostüm Polizist“ oder „Karnevalskostüm Polizei“, was davon wird häufiger gesucht? Also wie nenne ich das zum Beispiel bei mir auf der Website, wenn ich jetzt Karnevalskostüme verkaufe. Dann kann ich beides eingeben in das Tool und das eine wird vielleicht 2.000 Mal gesucht, das andere 500 Mal, dann weiß ich a) das, was häufiger gesucht wird, ist wahrscheinlich besser, weil es eben der häufigeren Suchweise entspricht. Oder überhaupt, wie nenne ich eine Sache? Sage ich „Fernreise USA“ oder „Fernreise Vereinigte Staaten von Amerika“? Was wird häufiger gesucht? Wie sollte ich das eigentlich nennen?

Das sind natürlich alles Entscheidungen, wo mir eben Suchvolumen dann doch helfen kann. Und vor allem muss man eben sagen, ich habe abgesehen vom Suchvolumen eigentlich in der Regel keine Möglichkeit, was zu entscheiden. Das heißt, selbst wenn das Suchvolumen unperfekt ist, ist es besser, als nichts zu haben, um eine Entscheidung zu treffen. Und natürlich manchmal auch, ich habe es eben schon gesagt, wenn da steht, Suchvolumen gleich null, also keiner sucht das, dann ist das auch eine starke Aussage.

Auch das kann helfen, dass ich manche Fehlentscheidung in Content oder Fehlentscheidung in Produktlinien oder in Lösungen einfach erst gar nicht starte, sondern dass ich eben gleich weiß, okay, das hier wird nicht gesucht, da stecke ich jetzt auch keine Energie rein.

 

Fazit

Und aus all diesen vorgenannten Gründen ist es völlig klar: Du brauchst immer Zugang zu Keyword Tools. Das kostet auch alles nicht die Welt, gerade die Tools, die ich dir eben genannt habe wie keywordtool.io und Answer The Public, die sind kostenlos. Der Google Ads Keyword Planner ist auch kostenlos, habe ich gesagt, aber muss man Geld bei Google Ads ausgeben.

Aber auch da, man kommt oft drum herum, es gibt auch ein paar Tools wie Ubersuggest, die man nehmen kann, die, wenn man sie ganz selten benutzt, eben auch nichts kosten. Es gibt viele Möglichkeiten und deswegen ist es sehr wichtig, dass du dich damit auseinandersetzt, dass du solche Tools in deinem Köcher hast. Du brauchst nicht 20 Stück, überhaupt keine Notwendigkeit dafür, aber du brauchst natürlich die richtigen Tools in deinem Gürtel.

Und ich hoffe, dass ich dir da heute ein bisschen Tipps mitliefern konnte. Ich werde die wichtigsten Tools, die ich genannt habe, gleich auch noch mal in die Shownotes mit reinpacken, das heißt, wenn du das hier hörst, kannst du einfach draufklicken auf den Link in der Beschreibung, kommst in die Shownotes rein und da sind die ganzen Links auf die Tools. Und dann bitte ich dich, dass du damit rumspielst, wenn du dich noch nie vorher mit Keyword Recherche beschäftigt hast.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (International SEO), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

Ein Kommentar zu “Keyword-Recherche für Einsteiger: Tools + Strategien [Alles auf Start Episode 18]”

  1. Ebikes

    In meinen Bereichen in Blogs ist das ziemlich easy, da ich viele Besucher über Rand Keys beziehe. Als Beispiel Ebikes – Rand Key Ebikes Zubehör , Ebikes Gepäckträgertaschen usw

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