Kosten sparen bei YouTube-Kampagnen

26. Juli 2019 | Von in SEA

Wer regelmäßig YouTube-Kampagnen in Google Ads aufsetzt, weiß, dass es unumgänglich ist, die Placements zu checken, auf denen die Videos ausgespielt werden. Denn ein Placement, das hohe Kosten verursacht, aber nur bedingt zur anvisierten Zielgruppe passt, sollte lieber ausgeschlossen werden.

Kids Channels als Kostenverursacher

Placements, die bei einem solchen Check häufig ins Auge stechen, sind Kids Channels. Man mag sich im ersten Moment wundern, wie es Kanäle mit Content für Kinder überhaupt in den Umfang der ausgewählten Ausrichtung geschafft haben. Bei näherer Betrachtung ist dies aber ganz logisch, nutzen Kinder doch häufig die Geräte ihrer Eltern und klicken dann ganz fröhlich auf das nächste vorgeschlagene Video.

Das Aussortieren dieser Kids Channels ist eine aufgrund der schieren Menge aufwendige Angelegenheit. Zum Glück gibt es Hilfe von Clix Marketing mit einer Sammlung an Kids Channels, die schon im Vorfeld von Kampagnen ausgeschlossen werden können. Natürlich ist die Sammlung mit über 1 300 Placements nicht vollständig und auch mit dieser Liste wird einem die Arbeit nicht ganz abgenommen, aber sie bietet immerhin einen Anfang. Auch handelt es sich hier vornehmlich um englischsprachige Placements, sodass das Erstellen einer eigenen Sammlung in jedem Fall empfehlenswert ist.

Tipp

Wenn in Konten Kids Channels auffallen, sollten diese nicht einfach ausgeschlossen, sondern ebenfalls in Listen gesammelt werden, um somit auf lange Sicht von einer eigenen Sammlung zu profitieren. Diese können dann neuen Kampagnen bereits bei Erstellung als auszuschließende Placements hinzugefügt werden.

Und so funktioniert’s

Die Liste kann unter Tools über die gemeinsam genutzte Bibliothek hochgeladen werden:

Dies kann entweder per CSV- oder Excel-Upload erfolgen. Wichtig ist dabei, die korrekten Überschriften zu integrieren, damit Google Ads den Upload erkennt.

Derzeit können folgende „Typen“ in Deutschland per Listen-Upload ausgeschlossen werden: Site, YouTube video, YouTube channel und Mobile application. Sobald die Liste im Konto hinterlegt ist, kann sie bequem angewählt und für die gewünschten Kampagnen übernommen werden.

In dem Beispiel von Clix Marketing wird auch einiger YouTube Content ausgeschlossen, der nicht von Channels, sondern von Usern kommt (erkennbar an der URL-Struktur, die anstelle des „channel“ „user“ enthält). Diese URLs müssen vor dem Listen-Upload herausgefiltert werden, da sie nicht von dem Format erkannt werden. Sollen sie dennoch ausgeschlossen werden, muss man hier direkt über die relevante Kampagne gehen (während des Vorgangs kann auch die Konto-Ebene ausgewählt werden), Placements und dann Ausschlüsse anwählen:

Auch hier gibt es leider wieder einen Haken, denn es können immer nur maximal 200 Placements gleichzeitig hinzugefügt bzw. ausgeschlossen werden. Nichtsdestotrotz ist der Aufwand zu Beginn besser als unnütze Kosten entstehen zu lassen und später mehr Zeit mit dem Screening der Placements zu verbringen.

Ich freue mich über Kommentare zu weiteren Placements, die großzügig mithilfe von Listen ausgeschlossen werden könnten oder über eine Liste mit deutschsprachigen Kids Channels.

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Stefanie Frühauf

Stefanie Frühauf ist Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Im Bloofusion-Blog berichtet sie über Google Ads und andere SEA-Themen.

Sie liebt Medien und verbringt viel Zeit mit Büchern, Serien, Filmen & Co. Ihre kreative Ader lässt sie beim Malen und Basteln aus.

Stefanie ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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