Local Inventory Ads – Jetzt lokale Produkte online bewerben

24. November 2021 | Von in SEA

Da neun von zehn Nutzern regelmäßig online nach lokalen Produkten suchen, bietet Google Ads Werbetreibenden die Möglichkeit, Anzeigen zu lokalem Inventar zu schalten. Mithilfe dieser Anzeigen sind Händler in der Lage, Produkte, welche sie in ihrem lokalen Geschäft verkaufen, über Google Ads zu bewerben. Das ist nur einer von vielen Vorteilen von Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit.

Wie funktionieren Anzeigen mit lokalem Inventar?

Mithilfe von Local Inventory Ads (auch als LIAs bezeichnet) sind Händler in der Lage, ihr lokal verfügbares Sortiment in der Google Suche bzw. in Google Shopping Anzeigen zu bewerben. Klickt ein Nutzer auf eine dieser Anzeigen, wird er auf eine von Google erstellte Verkäuferseite geleitet (Google Local Storefront). Hier erhält er relevante Informationen zu Händler und Produkt.

Ein Beispiel hierzu:
Max ist auf der Suche nach einem neuen paar Sneaker. Um sich inspirieren zu lassen, führt er auf Google eine Suche „rote Sneaker“ aus. Während Max die Suchergebnisse durchforstet, stößt er auf ein Modell, welches ihm auf Anhieb gefällt. Zu seinem Glück wird ihm angezeigt, dass ein lokaler Schuhhändler in seiner Stadt dieses Modell in der richtigen Farbe und Größe auf Lager hat.

Max bekommt nun nach dem Klick auf die Anzeige alle wichtigen Informationen zu dem Schuhhändler, wie zum Beispiel die Adresse und die Ladenöffnungszeiten, angezeigt. Max kann sich mithilfe der Navigationsfunktion direkt auf den Weg zum Händler machen. Der Vorteil für Max ist, dass er seine neuen Schuhe direkt anprobieren und in der richtigen Größe kaufen kann.

Die Vorteile für den Händler

Werbetreibende können ihre lokal erhältlichen Produkte online bewerben

Durch das Veröffentlichen der Produktdaten des lokal verfügbaren Sortiments besteht für Händler die Möglichkeit, den Käufern Informationen über Produkte bereitzustellen. Dazu zählen auch Informationen zu Varianten des Produktes, wie beispielweise verschiedene Größen, Ausführungen oder Farben.

Ladenbesuche im lokalen Einzelhandel werden gesteigert

Durch die Informationen zur lokalen Produktverfügbarkeit werden Nutzer angeregt, lokale Geschäfte aufzusuchen. Dies steigert die Besuche im Einzelhandel und stärkt die Kundenbindung.

Durch Omnichannel Marketing die Gesamt-Performance steigern

Durch das Zusammenspiel von Online-Marketing, Verkäufen im Onlineshop und Offline-Ladenbesuchen lässt sich sehr gut kanalübergreifendes Marketing betreiben. Kunden können im Geschäft lokal verfügbare Produkte entweder während oder außerhalb der Öffnungszeiten im Onlineshop bestellen. Somit lassen sich relevante Zielgruppen ganzheitlicher ansprechen.

Retourenquoten können minimiert werden

Die oftmals hohen Retourenquoten, welche im E-Commerce entstehen, können durch die Verkäufe im lokalen Einzelhandel minimiert werden. Kunden sind dazu in der Lage, das Produkt noch vor dem Kauf im Geschäft aus- bzw. anzuprobieren. Zudem lassen sich aufkommende Fragen durch eine persönliche Beratung vom Verkaufspersonal direkt klären. Somit kommt es zu weniger Retouren und mehr zufriedenen Kunden.

Warenabholung im lokalen Einzelhandel auch während eines Lockdowns möglich

Lokal verfügbare Produkte können mithilfe von LIAs online reserviert bzw. gekauft und dann lokal im Geschäft abgeholt werden. Diese Abholung ist auch zu Zeiten eines Lockdowns möglich.

Die Anzeigenformate

Anzeigen zur lokalen Produktverfügbarkeit sind in der Google Suche (als Shoppinganzeigen) und im Google Shopping Tab zu finden. Die Anzeigen werden mit Tag: „Im Geschäft“ versehen, wie in der folgenden Abbildung zu sehen ist:

Quelle: Google Suche

Klickt der Nutzer dann auf eine dieser Anzeigen, gelangt er entweder zu einer von Google gehosteten „Local Storefront“ oder auf die Landingpage des Händlers, wenn diese alle Anforderungen von Google erfüllt.


Lokal Storefront Google (Quelle: https://support.google.com/merchants/answer/3057972?hl=de)

Messung von lokalen Ladenbesuchen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Erfolg von LIAs zu messen. Die wohl einfachste Möglichkeit ist hierbei die Messung der lokalen Ladenbesuche sowie das Anfordern einer Wegbeschreibung zum Ladengeschäft. Bei der Messung der Ladebesuche greift Google auf anonymisierte Standortdaten der Nutzer zurück und nutzt diese, um Conversions zu erfassen. Hierbei muss zur Messung der Conversion eine Mindestzahl an Klicks vorliegen, um den Werbetreibenden die Daten anonymisiert bereitstellen zu können. Eine weitere, etwas komplexere Möglichkeit besteht darin, lokale Verkäufe mit den entsprechenden Umsatzdaten zu tracken und diese dann in Google Ads zu exportieren. Hierbei besteht allerdings die Hürde der Zuordnung, welche Verkäufe also durch einen Klick auf eine LIA forciert wurden. Zudem müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um Verkaufszahlen automatisiert mithilfe des Warenwirtschaftssystems bei Google Ads hochzuladen.

Die Abrechnung bei Google

Die Abrechnung der Anzeigenschaltung geschieht, wie bei Google üblich, über Klicks. Das heißt: Es entstehen den Werbetreibenden erst Kosten, wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt. Die Höhe der Kosten richtet sich nach dem jeweiligen Anzeigenrang und dem Wettbewerb.

Voraussetzungen für Werbetreibende

Um als Werbetreibender LIAs nutzen zu können, müssen mindestens 3 Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Lokale Einzelhändler müssen über ein Google my Business-Konto verfügen. In diesem Konto müssen alle Informationen wie Adresse, Öffnungszeiten und weitere wichtige Informationen zum lokalen Geschäft gepflegt sein.
  2. Es muss ein Google Merchant Center Account vorhanden sein. In diesem muss ein Datenfeed mit Produktdaten der lokal verfügbaren Produkte erstellt und hochgeladen sein.
  3. Werbetreibende müssen über ein aktives Google Ads-Konto verfügen.

Fazit

Local Inventory Ads bieten Onlinehändlern, welche auch lokale Ladengeschäfte betreiben, ein großes Potenzial, im Omnichannel-Bereich aktiv zu werden und Onlineverkäufe mit lokalen Ladenbesuchen zu verknüpfen. Viele Vorteile für die Händler selbst sprechen für den Einsatz von LIAs. Auch wenn die Messung des Offlineumsatzes nur mit etwas Aufwand möglich ist, lassen sich lokale Ladenbesuche und Navigationsanfragen messen. Die Implementierung von LIAs ist mit Aufwand verbunden, sollte sich aber von jedem gut aufgestellten Händler leicht bewältigen lassen. Die Abrechnung der Klicks über die Google Ads-Kosten bedeuten keinen Mehraufwand für die Werbetreibenden.

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Mario Hochmuth

Online Marketing Manager bei Bloofusion Germany GmbH

Mario Hochmuth ist Online-Marketing-Manager bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Im Bloofusion-Blog berichtet er über Google Ads sowie Facebook Ads und andere Themen.

Er liebt Medien und verbringt viel Zeit auf Reisen und beim Schrauben an seinem Bus & Co.

Mario ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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