Die Marke im Seitentitel: Wie Google Seitentitel umbaut!

21. August 2019 | Von in SEO

Seitentitel sind ein wichtiges SEO-Element, weil das Element in den Ranking-Faktoren immer noch recht hoch gewichtet wird. Außerdem ist es für die Klickrate wichtig, da Nutzer in den Suchergebnissen meistens zuerst auf den Seitentitel blicken. Gerade beim Seitentitel gibt es aber oft Probleme mit der Nennung von Marken.

Grundsätzlich scheint Google es zu mögen, wenn an die Seitentitel von Seiten eine Brand angehängt wird – so wie hier:

Eine offizielle Dokumentation in diese Richtung scheint es nicht zu geben. Auf der Google-Hilfe-Seite „Aussagekräftige Titel und Snippets für Suchergebnisse erstellen“ wird das Thema jedenfalls nicht erwähnt. Und doch führt die fehlende oder falsche Markennennung nicht selten dazu, dass Google die Seitentitel umbaut – und das passiert nicht immer zwangsweise optimal.

Brand im Seitentitel

Was Google macht, kann man gut an diesem Beispiel zeigen. Im Seitentitel steht nur „Kontakt – Kontakt“, aber Google hängt im Suchergebnis noch automatisiert die Brand („Frei.Wild Shop“) an:

Also: Wenn keine Brand angehängt ist, ergänzt Google diese Information sehr oft. John Mueller sagt dazu:

For the most part, we do this automatically, because we find that it helps users to better understand the context of the individual pages that we show in the search results.

https://youtu.be/zm7mn2sGuyw?t=2515

Google ist übrigens recht gut darin, den Brand zu ermitteln und diesen auch noch hinreichend kurz zu wählen (also nicht „Müller & Schmidt Schraubenhandel International GmbH & Co. KG“).

Es gibt auch einige Fälle, bei denen die Brand im Titel vorkommt – aber an der falschen Stelle. Bei dieser Stelle lautet der Seitentitel eigentlich „BUDERSAND | Hotel – Golf & Spa – Sylt | Kontakt – Kontakt“. Google verschiebt die Brand dann aber einfach von vorne nach hinten:

Insgesamt ist die Empfehlung für Websites also einfach: An alle Seitentitel sollte eine Brand angehängt werden. Und diese sollte auch einheitlich sein.

International: nicht einfach

Bei internationalen Websites verschärft sich das Problem leider nochmal – wie man hier sehen kann:

Im Seitentitel der Seite steht „Germany Executive Board | HP® Deutschland“. Geliefert wird die Website also schon mit einer angehängten Brand. Da diese aber nicht auf allen Seiten identisch ist (manche haben „HP® Deutschland“, manche „HP® Österreich“, und so weiter), hat Google anscheinend Probleme, „HP® Deutschland“ als Brand zu erkennen und hängt dann nochmal „HP.com“ an. Angesichts des Platzmangels im Seitentitel ist das grundsätzlich schon problematisch.

Um derartige Dopplungen zu vermeiden, sollte also auch bei internationalen Websites eine einheitliche Brand angehängt werden, was dann aber zu neuen Problemen führen kann. Angenommen, es gibt drei Seiten auf einer internationalen Website:

  • www.unternehmen.com/de/produkt-a.html
  • www.unternehmen.com/at/produkt-a.html
  • www.unternehmen.com/ch/produkt-a.html

Dadurch, dass die Brand einheitlich ist, werden die Seitentitel der drei Seiten dann z. B. „Produkt A | BRAND“ lauten. Es gibt also drei Seiten mit identischem Seitentitel, was auch zu Problemen führen kann. Mindestens werden alle gängigen SEO-Tools Warnungen generieren, da identische Seitentitel gegen alle Best Practices verstoßen.

Bei internationalen Websites sollte man also darauf achten, dass die Sprache/das Land trotzdem auch in den Seitentitel aufgenommen wird, also z. B. „Produkt A – LAND | BRAND“. So wird sichergestellt, dass es zu keinen Dubletten beim Seitentitel kommt.

Unsere Empfehlung

  • An alle Seitentitel sollte – per Bindestrich oder senkrechtem Strich („Pipe“) – eine einheitliche Brand angehängt werden.
  • Die Brand sollte möglichst kurz sein. Es muss nicht die Firmierung wiedergegeben werden!
  • Auch bei internationalen Unternehmen sollte eine einheitliche Brand angehängt werden. Zusätzlich sollte dann aber auch noch Sprache/Land hinzugefügt werden, damit die Seitentitel unique werden.
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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (International SEO), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

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