Mehr Spender erreichen mit Google Ad Grants

12. August 2019 | Von in SEA

Werben ohne Google Ads-Kosten zu generieren. Das ist für ausgewählte Non-Profit-Organisationen möglich. Google engagiert sich für soziale Projekte und arbeitet bereits mit mehr als 20.000 gemeinnützigen Organisationen in über 50 Ländern zusammen. Zur Qualifizierung für das Google Ad Grants-Progamm müssen einige Rahmenbedingungen erfüllt werden. Wie Non-Profit-Organisationen mehr Interessenten erreichen und ihre Mission teilen können, stellen wir hier vor.

Was ist Google Ad Grants?

Das Google Ad Grants-Programm ermöglicht einen kostenlosen Zugriff auf Premiumprodukte von Google. Monatlich werden 10.000 US-Dollar in Form von kostenloser Google Ads-Werbung zur Verfügung gestellt. Ziele des Programms sind eine höhere Sichtbarkeit, Steigerung von Spenden, Anwerbung von freiwilligen Mitarbeitern und die Sensibilisierung von Menschen für das jeweilige Projekt.

Vor der Teilnahme

Zur Qualifizierung für das Google Ad Grants-Programm sind vorab einige Schritte notwendig. Voraussetzung ist in Deutschland ein Token von stifter-helfen.de. Token bestätigen die Gemeinnützigkeit der Organisation und können auf der Website von Stifter-Helfen beantragt werden. Nicht zur Teilnahme berechtigt sind staatliche Einrichtungen und Organisationen, Krankenhäuser und Gesundheitsorganisationen, Schulen, akademische Einrichtungen und Universitäten. Nach Bestätigung des gemeinnützigen Zwecks ist die Bewerbung für das Non-Profit-Programm möglich.

Quelle: Google

Bei Registrierung ist es erforderlich die Zertifizierungen im Hinblick auf die Gleichbehandlung und korrekte Spendenverwendung zu akzeptieren. Vorausgesetzt ist ebenfalls die Bereitschaft zur Teilnahme an einer jährlichen Programmumfrage. Des Weiteren ist die Verfügbarkeit einer Live-Website mit relevantem Inhalt Basis des Programms.

Richtlinien für die Google Ads-Werbung

Um mit Google Ads kostenfrei werben zu können, sind einige Richtlinien einzuhalten. Die Einhaltung dieser wird jeden Monat erneut geprüft und ist daher essential, um eine Kontosperre zu vermeiden und eine langfristige Unterstützung seitens Google zu gewährleisten. Die folgenden Rahmenbedingungen sind gesetzt:

  • Anzeigen müssen vollständig textbasiert sein
  • Anzeigen erscheinen nur auf Google-Suchergebnisseiten unterhalb von Anzeigen zahlender Werbetreibender
  • Ausschließlich keywordbezogene Kampagnen sind gestattet
  • Der maximale Cost-per-Click (CPC) beträgt 2.00 US-Dollar
  • Das Tagesbudget beträgt 329 US-Dollar
  • Jeden Monat muss eine kontoübergreifende Klickrate (CTR) von 5 % erreicht werden
  • Mindestens zwei aktive Anzeigengruppen, zwei aktive Anzeigen und zwei Sitelink-Anzeigenerweiterungen pro Kampagne müssen geschaltet werden
  • Ein vollständig eingerichtetes Conversion-Tracking ist vorausgesetzt

Um relevante Nutzer zu erreichen, ist ein spezifisches geografisches Targeting vorgesehen. Wenn das Einzugsgebiet der Organisationen auf einen Ortsbereich, eine Stadt oder Region beschränkt ist, so ist es sinnvoll Anzeigen hauptsächlich am entsprechenden Standort auszuliefern.

Keyword-Richtlinien

Hinsichtlich der zu verwendenden Keywords liegen einige Beschränkungen vor. So ist der Verzicht auf Ein-Wort-Keywords, außer der eigenen Marken und anerkannten Erkrankungen wichtig. Ebenfalls sind zu allgemeine Keywords nicht gestattet. Die Nutzung von fremden Markennamen und Organisationen ist verboten, so dass bei der Teilnahme am Google Ad Grants-Programm keine Wettbewerber-Kampagnen geschaltet werden können. Alle Keywords benötigen einen Qualitätsfaktor, der höher ist als zwei, um die Qualität der Anzeigen zu garantieren. Die automatisierte Pausierung von Keywords mit niedrigem Qualitätsfaktor ist empfehlenswert, um die Teilnahme am Programm nicht zu gefährden.

Website-Richtlinien

Auch die Website der Organisation muss einigen Richtlinien entsprechen. Verwendet werden dürfen nur Websitedomains, die im Rahmen des Google Ad Grants-Anmeldeprozesses oder über das Antragsformular auf zusätzliche Websitedomains genehmigt wurden. Kriterien zur Genehmigung sind die Verfügbarkeit von einer eigenen und selbst verwalteten Website. Des Weiteren muss die Website als hochwertig klassifiziert werden, indem diese eine aussagekräftige und klare Beschreibung der Organisation und des Anliegens enthält sowie eine einwandfreie Funktionalität der Website gewährleistet ist. Ebenso darf die Website nicht hauptsächlich zu kommerziellen Aktivitäten betrieben werden, wie zum Beispiel zum Verkauf von Produkten und Dienstleistungen. Google AdSense-Anzeigen und Affiliate Advertising-Links sind nicht gestattet.

Im Fall einer Kontosperre

Sind all die oben genannten Kriterien erfüllt, steht dem Start einer erfolgreichen Google Ad Grants-Kampagne nichts mehr im Weg. Doch was passiert, wenn das Konto einmal gesperrt ist? Bevor dieser Fall eintritt, erhält jede Organisation eine detaillierte Warnung per E-Mail. Der zugesandte Bericht gibt an, in welcher Kategorie der Richtlinienverstoß vorliegt. So können zum Beispiel zu wenig Conversions eingetroffen, ein Keyword falsch verwendet oder die Klickrate nicht eingehalten worden sein. Um die Behebung des Problems vorzunehmen, wird eine Frist von zwei Wochen gewährt. Auch wenn eine Behebung des Verstoßes nicht schnell genug eingeleitet und das Konto gesperrt wurde, bedeutet dies nicht das Ende der Teilnahme am Programm. Eine Reaktivierung des Kontos ist in der Regel einfach und schnell möglich. Um jedoch Sperrungen zu vermeiden und Probleme frühzeitig zu erkennen, sollte das Google Ads-Konto mindestens einmal pro Woche geprüft werden.

Unser Fazit

Auch wenn der Betreuungsaufwand hoch ist, lohnt sich für Non-Profit-Organisationen die kostenlose Werbung über Google Ads im Wert von 10.000 US-Dollar pro Monat. Denn je häufiger Anzeigen neben relevanten Suchergebnissen erscheinen, desto mehr Nutzer erfahren vom Projekt. Lebenswichtige Spenden können erzielt, mehr Freiwillige gefunden und die Ziele der Organisation erreicht werden.

Da wir wissen, wie wichtig Ihre Arbeit ist, und uns gemeinnützige Organisationen sehr am Herzen liegen, unterstützen wir Sie gerne! Profitieren Sie von unseren Erfahrungen. Gerne übernehmen wir für Sie die Einrichtung und Betreuung des Google Ads-Kontos sowie die Bewerbung zur Teilnahme für das Programm. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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Christina Ansmann

Christina Ansmann ist Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Im Bloofusion-Blog berichtet sie über Google Ads und andere SEA-Themen.

Wenn Christina nicht gerade ihre Katzen dressiert, ist sie auf den Weltmeeren unterwegs oder verbringt ihre Zeit mit Retrogames.

Christina ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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