Warum werden meine Meta Descriptions nicht übernommen? [Alles auf Start 65]

14. Juli 2022 | Von in SEO, Social Media

In dieser Episode geht es nur um Meta Descriptions – und um die beliebte Frage, warum diese nicht immer von Google in die Suchergebnisse übernommen werden. Welche 6 wichtigen Empfehlungen gibt es für Meta Descriptions, damit Ihr maximale Kontrolle über Eure Darstellung in Suchergebnissen habt?

 

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Warum werden meine Meta Descriptions nicht übernommen?

Ich gebe ja viele Seminare und Sachen wie SEO-Sprechstunde, Workshops und so und die Frage kam so oft in letzter Zeit, dass ich denke, ich muss heute mal eine Episode dazu machen, nämlich: “Warum wird meine Meta Description von Google nicht übernommen?”

 

Wofür braucht man die Meta Description?

So, fangen wir erst mal vorne an. Wofür gibt es überhaupt diese Meta Description oder was kann man damit in Bezug auf SEO machen? Also die Meta Description ist etwas, das steht im HTML-Code drin. Das sieht man so im Browser normalerweise nicht und ist halt die Beschreibung der Seite. Und wenn die da drin ist und wenn viele Sachen gut beieinander laufen, dann nimmt Google genau diese Meta Description und stellt sie im Suchergebnis in der dritten und vierten Zeile dar.

Wenn ihr euch so ein Suchergebnis anguckt, in der ersten Zeile steht die – ja, URL, hätte ich fast gesagt – die Domain und ein bisschen Pfad. In der zweiten, das ist der sogenannte Title Link, da steht der Seitentitel drin. Meistens jedenfalls. Könnten wir auch mal eine Episode zu machen. Und dann gibt es eben die Zeilen drei und vier mit diesem Textausschnitt – oder typischerweise sind es Zeilen drei und vier. Na ja, und die kann halt, wenn ich eine Meta Description mitliefere, dann wird sie halt oft übernommen.

Ich habe eben schon gesagt, also typischerweise auf Desktop kriegt man zwei Zeilen Textausschnitt. Wenn meine Meta Description zu kurz ist, dann kriege ich nur eine Zeile. Sieht ziemlich blöd aus, ich habe dann einfach den maximalen Raum nicht eingenommen. Wenn sie zu lang ist, wird sie hinten abgeschnitten, dann hängt Google einfach nur noch drei Punkte dran.

Typischerweise sagt man, so 150 Zeichen wäre optimal. Dann sind wir nicht zu kurz, nicht zu lang, dann passt das schon. Vielleicht eine Sache nochmal kurz: Dieser Textausschnitt, der im Suchergebnis angezeigt wird, der ist nicht pro Seite immer gleich, sondern er kann sogar von der Suchanfrage abhängen. Das heißt, angenommen, ich suche jetzt etwas – weiß nicht – blaue Bohnen und die Wörter “blaue” und “Bohnen” kommen in der Meta Description drin vor, dann wird diese in der Regel auch übernommen. Wenn die Wörter nicht drin vorkommen, dann wird Google sich eben in der Regel einen Textausschnitt aus der Seite selbst holen, wo die Wörter “blaue” und “Bohnen” drin vorkommen.

 

Was kann passieren?

So, soweit erst mal der Stand der Dinge. Und ich bin eigentlich immer ein Freund davon, dass man eine Meta Description mitliefert, damit man eben maximalen Einfluss auf das Suchergebnis ausübt. Jetzt gab es im letzten Jahr eine sehr schöne Studie zu Meta Descriptions vom Anbieter Ahrefs. Die haben paar Zahlen zusammengetragen, die eigentlich ja, ich fand sie eigentlich ganz interessant. Fakt eins, was sie herausgefunden haben: circa 25% der top gerankten Websites haben gar keine Meta Beschreibung. Na ja, nochmal, wenn du keine hast, dann holt Google sich einfach einen Textausschnitt aus der Seite und das muss ja nicht schlecht sein, weil auf deiner Seite steht ja nicht irgendwie nur ein kurzer Text, sondern da steht ja was Sinnvolles.

Und das zweite, was sie gefunden haben, das war nämlich die Frage quasi, wie oft wird diese Meta Description, so wie ich sie mitgeliefert habe, eigentlich verwendet? Und da kam man zu dem Ergebnis 37,2%, was wirklich nicht viel ist. Das kann natürlich verschiedene Gründe haben. Aber ja, viel ist es erst mal nicht. Das heißt, es ist gar nicht mal ungewöhnlich, dass Google die Meta Description nicht übernimmt. Man kann natürlich maximal viel dafür tun, damit das doch passiert. Und dazu komme ich gleich, zu den konkreten Empfehlungen für euch. Aber nochmal: Ungewöhnlich ist es erst mal nicht.

 

Welchen Einfluss habt Ihr?

Ich habe ja eben schon gesagt, wenn Google diese Meta Description irgendwie nicht gefällt, dann wird sie nicht übernommen und Google holt sich einen Textausschnitt aus der Seite. Da habt ihr natürlich keinen Einfluss drauf, aber ihr könnt eine Sache machen. Und zwar gibt es das sogenannte Attribut data-nosnippet. Und damit kann man ganz bestimmte Bereiche ausklammern, aus denen heraus Google sich bedient für den Textausschnitt.

Du kannst zum Beispiel dein Menü oben oder dein Footer oder deinen Cookie Banner oder Werbeblöcke kannst du ausklammern, sodass wenn Google jetzt versucht, einen Textausschnitt aus der Seite zu kopieren, dass sie sich primär am Content bedienen und nicht zum Beispiel an sinnlosen Navigationselementen. Das passiert sowieso sehr selten. Aber damit kann man doch erst mal quasi das Inventar gerade ziehen, aus dem Google sich dann bedient.

Da kann man zum Beispiel, wenn es einen Bereich gibt mit einem div im HTML-Code kann man dann da eben reinschreiben div – Leerzeichen – data-nosnippet. Und dann bedient Google sich dort eben nicht. Ich würde das eigentlich grundsätzlich empfehlen, wenn man die Webseite neu macht und sowieso jemand das Template anpackt, dass man einmal alle diese Navigationselemente damit auf jeden Fall versieht.

Jetzt haben wir ja eben schon gesagt, Meta Descriptions sollte man nutzen. Und vielleicht müsste man wirklich nochmal fragen, warum eigentlich? Ne, weil offensichtlich ist es ja so, zum Beispiel wenn ich keine Meta Description habe, dann holt Google sich einen Textausschnitt, okay, und der muss auch nicht immer schlecht sein. Aber warum ist dieser Textausschnitt eigentlich so wichtig?

Dieser Text, der da steht. Naja, typischerweise ist es so, auf einer Suchergebnisseite sind zehn Suchergebnisse und der Nutzer klickt nur auf eins drauf. Das heißt, das, was da an Text steht, das ist eben wirklich wichtig, um den Nutzer zu erreichen, um ihn vielleicht dazu zu bringen, auf dein Suchergebnis drauf zu klicken und nicht auf ein anderes. Ne, also deswegen sollte man eben genau maximalen Einfluss auf diesen Textausschnitt nehmen. So, das hatte ich eben noch vergessen. Vielleicht auch, weil es für mich so komplett selbstverständlich ist. Aber das ist es eben nicht unbedingt für alle.

 

Konkrete Empfehlungen: Die optimal Meta Description

So, jetzt möchte ich gerne zu den Empfehlungen kommen. Empfehlung Nummer eins: die Länge einhalten. Ich habe schon gesagt, wenn es zu lang ist, schneidet Google hinten einfach ab. Dann kommen drei Punkte dran. Ja. Muss nicht unbedingt schlimm sein. Gut, dann wird halt einfach weniger dargestellt. Das Einzige, wo ich es natürlich als Problem sehe ist, wenn du sowas schreibst, zum Beispiel – also hinten, deine Meta Description endet auf “versandkostenfrei in Deutschland ab 100.000 €” und Google schneidet hinter “versandkostenfrei” ab, dann wird der Nutzer erstmal sehen, Oh, versandkostenfrei. Aber ist ja gar nicht so. Das heißt, das kann natürlich einmal eine rechtliche Komponente haben. Aber noch viel wichtiger: Du hast vielleicht den Nutzer verärgert. Und deswegen einmal die Länge einzuhalten, dass nicht gekürzt wird. Und natürlich das, was die wichtigsten Argumente sind, solltest du möglichst weit nach vorne packen, damit es eben am unwahrscheinlichsten abgeschnitten wird. Google kann sich immer entscheiden, irgendwas umzubauen, abzuschneiden. Klar, kann passieren. Aber wie gesagt, Länge einhalten, damit nicht gekürzt wird. Und wenn doch, sollte das Wichtigste vorne stehen.

Empfehlung Nummer zwei: Bring deine Keywords unter. Das heißt, wenn ich nach sowas suche wie “blaue Bohnen”, muss da auch “blaue Bohnen” drinstehen. Ansonsten wird Google in der Regel die Meta Description für diese Suchanfrage verwerfen und sich einen Textausschnitt aus der Seite besorgen.

Empfehlung Nummer drei. Wir haben jetzt schon gesagt, du brauchst so 150 Zeichen. Bitte mach nicht einen langen, schwer zu lesenden Satz. Also so einen typischen deutschen, schweren, monolithischen, in Stein gehauenen Satz. Sowas wie “Wir sind der führende Hersteller für blaue Bohnen und freuen uns auf dich als Kunden!” Ne, machst du nicht. Mach so lieber Satzbausteine, Halbsätze, trenn die am besten ab. Also gerade so was wie eine “große Auswahl an blauen Bohnen” und dann vielleicht ein Pluszeichen oder so was – komme ich gleich noch mal dazu – “versandkostenfrei ab 39 € in Deutschland” – Pluszeichen – “TÜV-zertifiziert”, und dann musst du mal gucken, wo du so rauskommst.

Empfehlung Nummer vier. Ich habe ja gerade gesagt, nimm ein Pluszeichen. Kann man nehmen, also irgendein Trennzeichen, ein optisches Trennzeichen braucht man. Es gibt aber auch Sonderzeichen, die man in die Meta Description einbauen kann. Viele kennen dieses Check-Zeichen, diesen Haken. Gibt noch einen ganzen Stapel mehr. Google ist da allerdings in den letzten Jahren immer restriktiver geworden. Das heißt, vor allem Sachen, die optisch sehr stark auffallen, die werden dann in der Regel nicht übernommen. Das heißt, Google ersetzt sie durch ein Leerzeichen, so als hätte es dieses Sonderzeichen niemals gegeben. Also von daher, nutzt bitte Sonderzeichen, guckt einfach mal nach, was andere so nutzen und versucht nicht, überkreativ zu sein. Also wenn es optisch zu sehr rausstrahlt, wird Google das ganze einfach rausstreichen.

Empfehlung Nummer fünf: What’s in it for me? Das ist die zentrale Frage, die eure Meta Description beantworten muss, nämlich warum soll ich da draufklicken und nicht auf die neun anderen Suchergebnisse? Warum auf dich? Welchen Vorteil habe ich? Und dafür ist es eben immer wichtig, in die Außensicht zu wechseln. What’s in it for me? Nicht, was ist dir als Firma wichtig? Das ist alles sicherlich legitim. Und (unv., 10:22). Aber wichtig ist, dass du mir Argumente lieferst, warum du der Beste bist für mich, für meine Suchanfrage. Da tun sich sehr viele schwer. Vor allem so der deutsche Mittelstand hat da immer so seine Probleme, in die Außensicht zu wechseln. Der ist immer sehr gerne bei sich. Also denkt da ein bisschen drüber nach, guckt euch zur Not auch mal Suchergebnisse an, was schreiben denn andere so? Lasst euch ein bisschen inspirieren.

Und dann komme ich zu Empfehlung Nummer sechs. Wichtig ist auch, dass eine Meta Description unique ist, das heißt, es sollte keine zwei exakt gleichen Meta Descriptions auf verschiedenen Seiten geben. Was ihr sehr wohl machen dürft ist, dass die Meta Descriptions gewisse Überschneidungen haben. Du musst natürlich nicht bei jeder Seite alles neu erfinden, sondern du kannst eben Bausteine nutzen, du kannst Schablonen benutzen. Wichtig ist eben, dass sie nicht eins zu eins identisch sind. Und das heißt natürlich auch, du darfst auch mit Automatisierungen arbeiten. Also an manchen Stellen ist das ja gegen Google Richtlinien. Hier ist das aber vollkommen okay. Also gerade, wenn du 100.000 Produkte teilst oder 10.000 Newsseiten, dann bitte schreib die nicht per Hand, sondern lass dir helfen. Nutz ein Template, gibt da manchmal Plugins, die so was können. Meistens geht das.

 

Tool-Tipp

Das waren so meine sechs Empfehlungen für Meta Descriptions. Vielleicht noch ein Tool-Tipp: Viele von euch kennen das vielleicht, den SERP Snippet Generator von Sistrix. Der Name klingt vielleicht ein bisschen hochgegriffen für das, was es ist. Nämlich es ist eigentlich kein Generator. Also der nimmt euch natürlich nicht die Arbeit ab, aber ihr habt da eben zwei Felder für Seitentitel und Meta Description. Und da könnt ihr jetzt quasi, ja einfach mal beide Felder ausfüllen, um euch in diesem Fall die optimale Meta Description zusammenzubasteln hinsichtlich der Länge. Und das Tool wird euch auch mit Sonderzeichen versorgen und kann für euch auch prüfen, ob das Keyword drin vorkommt oder nicht. Also, ich nutze das nach wie vor auch gerne, wenn ich mal händisch irgendwas zusammenklöppeln muss. Damit kann man gut arbeiten. Das zeigt mir auch immer ein Preview an natürlich, für Desktop und für Mobile.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und SEO Advocate der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor, Podcaster, Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und verantwortlich für das suchradar.

Markus hat vier Kinder, spielt in seiner Freizeit gerne Klavier (vor allem Jazz) und genießt das Leben.

2 Kommentare zu “Warum werden meine Meta Descriptions nicht übernommen? [Alles auf Start 65]”

  1. Hollie

    Unique meta description – ok. Aber was ist, wenn ich ein und dieselbe Seite für DE, für CH und für AT habe, mit nur geringen Unterschieden, was z. B. die Kontaktadresse betrifft? Hreflangs sind implementiert – dann ist ein und dieselbe meta description für alle 3 Seiten ok oder muss ich da auch variieren?

  2. Markus Hövener

    Das ist kein Problem. Sie darf halt nur nicht 1:1 identisch sein …

    Grüße, Markus

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