Mit Video-Ads Kunden gewinnen: 5 Tipps für Ihre YouTube-Kampagne!

27. August 2021 | Von in SEA

Mit rund 2,3 Milliarden Nutzern ist YouTube die zweitbeliebteste Social-Media-Plattform der Welt. YouTube hat ein riesiges Publikum und bietet Unternehmen somit die Möglichkeit, zahlreiche potenzielle Kunden im B2B- und B2C-Bereich anzusprechen. Doch wie gelingt das am besten?

Mit ihrer großen Nutzeranzahl liegt die Social-Media-Plattform noch vor Social-Media-Riesen wie Instagram und WhatsApp. In Deutschland nutzen ganze 77 % regelmäßig YouTube und finden hier Unterhaltung, Nachrichten, Musik und vieles mehr.

Quelle: Statista

Diese Zahlen zeigen eines ganz deutlich: YouTube spricht ein riesiges Publikum an und bietet Unternehmen die Möglichkeit, zahlreiche potenzielle Kunden im B2B- und B2C-Bereich zu erreichen. Doch wie gelingt das am besten? Wir stellen Ihnen heute fünf Tipps und Tricks vor, mit denen Ihre Video-Kampagne den gewünschten Erfolg erzielt.

1. Zielgruppen kennen und einstellen

Bevor Sie Video-Anzeigen produzieren, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wen genau diese Anzeigen ansprechen sollen. Wie setzt sich Ihre Zielgruppe zusammen? In welcher Stufe der Customer Journey befindet sich der Nutzer und welche Reaktion möchten Sie bei ihm hervorrufen? Je nachdem, wie Sie diese Fragen beantworten, sollten auch Ihre Zielgruppen eingestellt werden. Sind Werbeanzeigen für Zuschauer relevant, schauen diese sie deutlich aufmerksamer, als wenn sie eine generische Werbeanzeige sehen. Das heißt: Je relevanter und genauer die Anzeige auf den Nutzer zugeschnitten ist, desto besser.

Doch welche verschiedenen Zielgruppen können Sie überhaupt nutzen? Für Video-Anzeigen stehen Ihnen die folgenden zur Verfügung:

  • Zielgruppen nach Interessen
  • Zielgruppen nach demografischen Merkmalen
  • Zielgruppen nach Lebensereignissen
  • kaufbereite Zielgruppen
  • benutzerdefinierte Zielgruppen
  • ähnliche Zielgruppen
  • Remarketing-Zielgruppen
  • Zielgruppen nach Kundenabgleich

Mithilfe dieser Optionen können Sie Zielgruppen von breitgefächert bis granular einstellen und behalten somit die Kontrolle darüber, für wen genau Ihre Werbeanzeigen ausgespielt werden.

2. Behalten Sie die Placements im Blick

Auf YouTube gibt es unzählige Channel, die sich in ihren Themen, Inhalten und Zielgruppen stark unterscheiden können. Die Bandbreite ist riesig. Das bedeutet natürlich auch, dass Ihre Anzeigen potenziell auf zahlreichen verschiedenen Kanälen erscheinen können. Doch wie stellen Sie sicher, dass Ihre Anzeigen auf den richtigen Kanälen ausgespielt werden? Wie können Sie zum Beispiel vermeiden, dass eine Anzeige für ein Steakhouse bei einem YouTube-Kanal für vegane Ernährungstipps landet?

Dabei spielen die Placements eine entscheidende Rolle. Hier sollte man verschiedene Punkte im Hinterkopf behalten: Welche Sprache wird auf diesen Kanälen gesprochen? Passt der Kanal zu meiner Zielgruppe? Welche Kanäle sprechen generell eher B2B- oder eher B2C-Kunden an?
Um dies besser steuern zu können, sollten Sie regelmäßig Ihre Placements kontrollieren beziehungsweise von vorneherein Placements hinzufügen oder ausschließen. Bereits bevor Sie die Anzeige schalten, sollten Sie sich also überlegen, auf welchen Placements Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen können.

3. Das richtige Format finden

Wer regelmäßig YouTube nutzt, dem sind die verschiedenen Ads-Formate bestimmt schon einmal begegnet. Kurz, lang, vor oder nach dem Video – Möglichkeiten gibt es viele. Doch welches Format eignet sich am besten?

Das kommt besonders darauf an, in welcher Stufe der Customer Journey sich Ihre potenziellen Kunden befinden und welches Ziel Ihre Anzeige hat. Möchten Sie zum Beispiel Ihre Markenbekanntheit erhöhen oder lieber Leads generieren? Je nachdem, in welcher Stufe der Customer Journey Sie Ihre potenziellen Kunden ansprechen möchten, eignen sich unterschiedliche Formate besonders gut. Diese stellen wir Ihnen nun genauer vor:

Quelle: Google
  • Überspringbare In-Stream-Anzeigen: Diese Anzeigen werden vor, während oder nach einem Video ausgespielt. Nach fünf Sekunden können sie übersprungen werden. Mit diesen Anzeigen können Sie Ihre Markenbekanntheit und Reichweite steigern, sie eignen sich allerdings auch zur Leadgenerierung und Steigerung Ihrer Umsätze.
Quelle: Google
  • Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen: Diese Anzeigen dauern maximal 15 Sekunden. In dieser Zeit können Sie Ihre gesamte Werbebotschaft an den Nutzer vermitteln. Dieses Format eignet sich besonders dafür, Ihre Markenbekanntheit und Reichweite zu steigern.
Quelle: Google
  • Bumper-Anzeigen: Diese Anzeigen dauern maximal sechs Sekunden und werden vor YouTube-Videos und auf Websites und Apps von Google-Videopartnern geschaltet. Sie eignen sich in erster Linie zur Steigerung der Markenbekanntheit und Reichweite.
Quelle: Google
  • Video-Discovery-Anzeigen: Discovery-Anzeigen begegnen Nutzern zum Beispiel auf der Startseite von YouTube Mobile, neben ähnlichen YouTube Videos oder in den Suchergebnissen von YouTube. Diese Videos sollten dann genutzt werden, wenn die Produkt- und Markenkaufbereitschaft des Nutzers verstärkt werden soll.
Quelle: Google
  • Out-Stream-Anzeigen: Diese Anzeigen werden nur auf Mobilgeräten geschaltet. Sie erscheinen zunächst stumm auf Websites und Apps von Google Videopartnern, der Nutzer kann den Ton jedoch aktivieren, wenn er auf die Anzeige tippt. Sie erhöhen in erster Linie Ihre Reichweite.
Quelle: Google

4. Die ersten Sekunden zählen!

Die Dauer der meisten YouTube-Werbeanzeigen variiert zwischen fünf Sekunden und ca. drei Minuten. Doch wie nutzt man diese Zeit am besten? Egal, welche Dauer gewählt wird, generell gilt: Die ersten Sekunden zählen! Und das nicht nur bei überspringbaren Anzeigen. Die Aufmerksamkeitsspanne von Nutzern wird immer kürzer, mittlerweile beträgt sie durchschnittlich rund 8 Sekunden (Quelle: Medical Daily). Um also die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu gewinnen und beizubehalten, sollten Werbende einen besonderen Fokus auf die ersten Sekunden der Video-Anzeige legen. Doch wie überzeugt man den Nutzer in kürzester Zeit?

  • Achten Sie auf die Qualität des Videos: Egal welches Publikum und welches Ziel Sie erreichen möchten, die Qualität Ihrer Aufnahmen sollte immer hochwertig und ansprechend sein. Ihre Anzeigen sollten deshalb unbedingt professionell gedreht und bearbeitet werden.
  • Zeigen Sie Personen: Laut Google performen Videoanzeigen besonders dann gut, wenn zu Beginn der Anzeige Personen gezeigt werden. Vor allem wenn durch diese Personen eine direkte Ansprache an den Zuschauer erfolgt, wird die Aufmerksamkeit des Nutzers erzeugt und beibehalten.
Quelle: YouTube
  • Nahaufnahmen und schnelle Abläufe: Auch in Bezug auf die optimale Kameraführung eines Werbe-Videos gibt es Best Practices. Generell gilt: Objekte und Personen sollten nah aufgenommen werden, außerdem wird eine schnelle Geschwindigkeit der Aufnahmen empfohlen.
Quelle: YouTube

5. Leiten Sie den Zuschauer

Natürlich möchten Sie, dass Ihre Zuschauer auch nach den ersten Sekunden weiterhin aufmerksam Ihre Anzeige ansehen und Ihre Werbebotschaft bewusst aufnehmen können. Um dies sicherzustellen, sollten Sie den Zuschauer mit Ihrer Anzeige durch verschiedene Phasen leiten. Google empfiehlt, dabei nach dem sogenannten „ABCD“-Prinzip vorzugehen:

  • Attract: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Anzeige die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe erregt. Werden Sie kreativ und stechen Sie heraus!
  • Brand: Präsentieren Sie Ihre Marke. Zeigen Sie sie zum Beispiel in Form Ihres Logos und erwähnen Sie sie in der Audiosequenz der Anzeige.
  • Connect. Stellen Sie sicher, dass sich Ihre Zielgruppe angesprochen fühlt. Je besser Sie eine Verbindung zu Ihren Zuschauern herstellen können, desto aufmerksamer werden diese Ihre Anzeige ansehen. Überlegen Sie sich, mit welchen Szenarien und Charakteren Ihre Zielgruppe sich am besten identifizieren kann, und beziehen Sie diese in Ihre Anzeige mit ein. Sprechen Sie die Zuschauer zum Beispiel an, indem Sie ein ihnen bekanntes Problem darstellen, und präsentieren Sie Ihr Unternehmen als Problemlöser.
  • Direct. Sie wollen es Ihrem Publikum einfach machen: Leiten Sie die Zuschauer, zeigen Sie ihnen klar, welche Aktion sie tätigen sollen. Nutzen Sie dafür zum Beispiel Call-to-Actions.

Fazit

Mit YouTube-Anzeigen können Sie Ihre Zielgruppe in verschiedenen Stufen des Kaufprozesses erreichen. Somit können Sie nicht nur Ihre Markenbekanntheit und Reichweite entscheidend vergrößern, sondern beispielsweise auch die Leadgenerierung vorantreiben und Ihre Umsätze steigern. Was dabei besonders wichtig ist: Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen! Je besser Sie sich in Ihre Zielgruppe hineinversetzen können, desto besser können Sie auch Formate, Placements und die Ausrichtung Ihrer Anzeigen einstellen.

Auch wenn die Erstellung von Videoanzeigen mit einem gewissen Aufwand einhergeht, können Sie mithilfe verschiedener Tricks das volle Potenzial der beliebten Social-Media-Plattform nutzen und so Ihre Zielgruppe genau im passenden Moment erreichen.

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Helen Gietmann

Helen Gietmann ist Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion.

Wenn sie nicht gerade arbeitet, beschäftigt sie sich am liebsten mit Musik. Besonders gerne hört sie Rockklassiker aus den 60ern, 70ern und 80ern. Hin und wieder versucht sie sogar, diese Songs auf Gitarre nachzuspielen und dazu zu singen. Ansonsten verbringt sie gerne Zeit mit Sport, dem kreativen Schreiben und Netflix. Immer, wenn es möglich ist, versucht sie außerdem zu verreisen. Ihr Lieblingsziel: Der grüne, raue Norden Spaniens.

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