Mockups/Wireframes + SEO: Was musst Du prüfen? [Search Camp Episode 118]

17. März 2020 | Von in Search Camp + Alles auf Start, SEO

Im Rahmen eines Relaunch-Prozesses kommen am Anfang Mockups/Wireframes auf den Tisch, die das zukünftige Layout der Website zeigen. Was sollte man hier schon in Bezug auf SEO beachten? Wo sollte man kritisch hinschauen, um jetzt noch rechtzeitig Fehlentwicklungen zu beheben?

 

 

Transcript

Schön, dass ihr wieder einschaltet, heute zu einer Relaunch-Thematik. Und zwar geht es um Mockups und Wireframes und worauf man eigentlich in Bezug auf SEO achten sollte. Wo kommt das Thema her? Wir als Bloofusion und auch ich als Markus Hövener, wir betreuen viele Relaunch-Projekte und am Anfang eines Projektes gibt es häufig einen Schritt, wo eine Webagentur in der Regel Wireframes oder Mockups liefert, also eine Darstellung von dem, wie die Website später mal so aussehen soll und wir als SEOs dann da drüber gucken sollen.

Da will ich euch heute mal ein bisschen reingucken lassen: Was schaue ich mir denn da so an? Worauf achte ich eigentlich?

Vielleicht kurz vorher noch zu Begriffsdefinitionen. Wireframe und Mockup wird gerne so in eine Schüssel reingeworfen. Das ist nicht unbedingt so. Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied. Ein Wireframe ist eine vereinfachte Darstellung einer Seite und ein Mockup ist in der Regel detaillierter, basierend auf dem Wireframe. Je nachdem, wie die da jetzt arbeiten, kriegen wir mal ein Wireframe, mal ein Mockup. Ist auch vollkommen egal, die gleichen Fragen gelten eigentlich, man kann sie nur nicht immer zwangsweise erkennen. Also worauf achten wir so? Ich habe mir verschiedene Aspekte aufgeschrieben, verschiedene Sachen, die ich mir anschaue, und das gehe ich einfach mal von oben nach unten durch. Nicht übrigens unbedingt nach Relevanz sortiert.

 

Überschriften

Auch wenn es SEO-technisch nicht großartig relevant ist, gucke ich mir natürlich an erstmal, gibt es überhaupt eine Hauptüberschrift? Das haben wir SEOs natürlich immer gerne, also eine H1. Existiert die und wenn ja, wo? Weil auch die habe ich natürlich gerne oben im direkt sichtbaren Bereich. Das nicht nur unbedingt für SEO, sondern ich finde eben auch eine Hauptüberschrift sollte auch das sein, was der Nutzer als erstes wahrnimmt und die ihn eigentlich nochmals rückbestätigt: Du bist richtig hier. Leg jetzt los mit dem Besuch meiner Website.

Ich würde natürlich auch noch gucken, das Thema Zwischenüberschriften, also H2s, H3s, H4s, was wird da so auf der Seite benötigt? Das ist eigentlich in der Regel relativ stringent, da muss man halt einmal über jedes Mockup einzeln reden. Das ist auch in der Regel relativ unstrittig. Es wird dann trotzdem später manchmal anders gemacht, aber das ist ein ganz anderes Spiel.

 

Markups

Also man guckt sich ja verschiedene Seitentypen an und ich denke dann auch gleich: Okay, welche Markups kann ich denn da unterbringen? Im Zusammenhang damit auch zum Beispiel, welche Attribute eigentlich? Denn grundsätzlich ist es ja so, angenommen, ich habe jetzt einen Online-Shop und es gibt eine Produktdetailseite, dann wäre es mir wichtig, dass es auch Bewertungen dieser Produkte auf der Produktdetailseite gibt. Wenn es im Mockup aber nicht vorgesehen ist, dann frage ich natürlich schon mal nach quasi, ob das kommen wird, ob man das hier vergessen hat? Denn wissen wir alle, Sternchen-Bewertungen in den Suchergebnissen sind schön, bringen eine höhere Klickrate. Und ähnlich würde ich es auch bei ganz vielen anderen Markups mir angucken. Also alles das, was man so typischerweise braucht, liegt das vor?

 

User-Generated-Content

Also vor allem würde ich mir zum Beispiel auch angucken, angenommen, ich habe eine Artikelseite. Ist vorgesehen, dass es Kommentare gibt? Denn auch das muss man natürlich sagen, auch User-Generated-Content kann wertvoller Content sein. Da muss man natürlich immer sehr auf die Qualität achten. Also nicht quasi die Möglichkeit schafft das Potential, sondern die Möglichkeit, es richtig zu machen. Wenn alle einfach nur Kommentare drunter hauen wie „ja, total cool“, dann bringt mir das für meinen Keyword-Fokus der Seite sicherlich nichts. Wenn ich allerdings die Leute dazu bringe, hochwertige qualitative Kommentare zu hinterlassen, dann bringt das mir eben doch was.

 

Breadcrumbs-Navigation

Ich finde, das ist ein absoluter Standard, ist aber natürlich auch wichtig in Bezug auf Markup. Meine Idealvorstellung ist natürlich immer quasi: Es gibt eine Breadcrumbs und genau die wird auch verwendet, um sie dann per Markup strukturiert an Google zu übermitteln.

 

Content-Platzierung

Klar, total wichtig. Ich bin natürlich immer noch ein Freund von „Above The Fold“, also befindet sich der Text auch oben im sichtbaren Bereich? Das ist ein bisschen strittig, aber trotzdem schaue ich es mir gerne noch an. Auch das wieder auch in Richtung des Nutzers gedacht. Also was sieht der Nutzer eigentlich primär, wenn er erst mal auf die Seite drauf geht?

Theoretisch kann man auch noch drüber nachdenken, ob alle relevanten Textinhalte sichtbar sind. Das ist natürlich ein bisschen diskutabel. Also hier geht es um quasi eingeklappte Bereiche, Tabs, maximierbare Bereiche, also wo ich irgendwo draufklicken muss, und dann ist erst der Content sichtbar. In den Google-Richtlinien steht immer noch, dass solcher Content ein bisschen weniger wert ist. Google selber hat aber an verschiedenen Stellen gesagt, dass sie das jetzt dank Mobile First gar nicht mehr interessiert. Was machen wir jetzt mit der Information? Ich würde trotzdem immer darauf drängen, dass alles das, was mir primär wichtig ist, was auch hochwertiger Content auf einer Seite ist, dass der auch direkt sichtbar ist. Da muss man natürlich immer gucken, auch in Bezug auf mobile Endgeräte, wenn mein Content irgendwie 100.000 Wörter umfasst, dann ist so ein Einklappen gar nicht mal so schlecht. Aber wenn wir jetzt mal klassisch zum Beispiel noch mal einen Shop heranziehen, ist die Produktbeschreibung, die wertvolle Suchbegriffe nochmal enthält, ist die auch direkt sichtbar oder ist die eingeklappt? Und da wäre ich natürlich immer dafür, dass sie direkt sichtbar ist.

 

Bilder

Zum Beispiel angenommen, ich habe eine Artikelseite und ich kann Bilder einfügen, haben diese Bilder Bildunterschriften? Ich würde mir auch angucken jetzt je nach Seitenaufbau, aber wie ist eigentlich der Abstand zwischen Bild und Text? Es ist ja grundsätzlich so, dass der Text, der das Bild umgibt, quasi auf das Ranking des Bildes in der Bildersuche einzahlt. Das heißt, es ist schon wichtig, dass in der Nähe von dem Bild sich auch relevanter Text befindet. Auch da gibt es manche, zum Beispiel gerade Produktdetailseiten bei Shops, wo man sagen muss, oben ist das Bild, ganz unten ist der Text. Dass man dann zum Beispiel darüber nachdenkt: Kriegt man das vielleicht irgendwie ein bisschen näher zusammen?

Auch die Frage, die Platzierung der Bilder. Grundsätzlich hat Google gesagt, im letzten Jahr gab es ein Update, und Bilder, die sich oben auf einer Seite befinden, ranken besser als Bilder, die sich unten auf einer Seite befinden. Auch deswegen würde ich mir natürlich angucken, wo stehen denn die Bilder eigentlich so?

Das Thema Bildgrößen würde ich natürlich in diesem Rutsch auch noch mal anbringen. Wie groß muss so ein Bild eigentlich sein? Gerade diese Mega-Mood-Bilder, die man so manchmal oben hat, da muss man als SEO und als Ladezeiten-Freak vielleicht schon mal dann reintreten und sagen: Das würde ich eher nicht so machen. Also die eine Frage: Braucht es dieses Bild eigentlich für die konkrete Nutzererfahrung? Und dann die Frage: Wie groß oder klein soll es eigentlich sein?

Ich würde mir auch das Thema, wo wir schon bei Bildern sind, so Slider-Elemente, das ist oft problematisch in Bezug auf Ladezeit, ich finde es in Bezug auf die Nutzererfahrung nicht so besonders gut: Brauch ist es das eigentlich auch?

Und auch ein bisschen ein Thema, was ich mir bei Bildern angucke, auch das wieder in Bezug auf die Seitenladezeit, das Thema Lazy Loading. Man hat manchmal, gerade so bei Shops, man ist auf einer Produktdetailseite und unten steht so ein Bereich wie „Nutzer kauften auch …“ mit 20 Produkten. Nicht selten sind das eben dann einfach 20 Bilder, die zur Ladezeit dieser Produktdetailseite auch geladen werden. Und da dann eben zum Beispiel darauf hinzuweisen, dass alles das bitte als Lazy Loading vorbereitet sein sollte, also dass es die Ladezeit eben nicht betrifft. Ich muss mal gerade gucken, wo sind wir denn?

 

Paginierung

Ja, ich bin ein Freund von Paginierung, respektive bin ich ja ein Freund davon, dass Suchmaschinen über interne Links an alle Produktdetailseiten und an alle Detailseiten insgesamt drankommen. Das muss natürlich nicht nur bei einem Shop sein, das kann auch klassisch ein Bereich wie Pressemitteilungen sein, wo auf einer Seite /pressemitteilung.html, da werden mir 10 Pressemitteilungen angezeigt, es gibt aber mehr. Und jetzt ist die Frage: Wie ist dieses „Mehr“ denn implementiert? Gibt es dafür eine Paginierung, also Unterseiten 2, 3, 4, 5, 6 oder ist das Ganze über Endless Scrolling geregelt? Das heißt, ich bin am Ende der 10 Items und wenn ich unten bin, lädt er 10 weitere nach.

Grundsätzlich kann man das ja so machen, das Endless Scrolling hat nur in der Regel den Nachteil, dass Suchmaschinen eben einfach nicht scrollen und dann eben nicht an die ganzen Items drankommen. Deswegen wann immer ich sowas sehe wie so ein Nachladen oder 10 weitere oder sowas, dann frage ich natürlich schon sehr kritisch nach. Also was passiert da? Ist das ein Link? Wird da irgendwas nachgeladen? Das ist schon ein Punkt, den man auf den Tisch bringen kann.

 

Interne Verlinkung, Ankertexte

Also gerade, wenn du so Teaser-Elemente hast, also zum Beispiel du hast diese berühmte Pressemitteilungs-Seite und die verlinkt auf 10 Pressemitteilungen, wie sieht der Ankertext von diesem Link eigentlich aus? Wird da das Wort „hier“ verlinkt oder wird eben einfach der Name der Pressemitteilung verlinkt? Oder bei Shops: Was wird eigentlich verlinkt? Wir das Bild oder das Wort, also der Produktname verlinkt oder wird ein Wort wie „hier kaufen“ verlinkt, „hier klicken“?

Also wann immer man so quasi Teaser-Elemente hat, würde ich mir sehr genau angucken: Wie sieht denn da jetzt so die interne Verlinkung aus? Denn natürlich möchte ich, dass lieber ein Keyword verlinkt wird, um mehr Semantik mitzuliefern, als jetzt ein sehr generisches Wort wie „hier“ oder „klicken“.

 

Externe Links

Wenn ich schon sehe, dass es externe Links gibt und das sollte ich in diesem Mockup ja irgendwo erkennen können, auch da kann ich mir jetzt die Frage stellen: Wie gehe ich denn damit eigentlich um? Sind das alles Dofollow-Links, sind das Nofollow-Links oder muss ich sogar die neuen Linkattribute nutzen oder sollte ich die neuen Linkattribute nutzen wie UGC für User-Generated-Content? Da muss man eben einmal kurz drüber reden und dann eine Vorgabe dafür machen und dann muss das Ganze implementiert werden.

 

Irrelevante Funktionen

Also es gibt zum Beispiel irgendwo einen Link, der heißt „als PDF exportieren“. Und dann frage ich natürlich gerne schon mal nach: Was passiert denn, wenn ich da jetzt draufklicke? Komme ich auf eine neue URL, wird da für jede Seite ein PDF generiert? Natürlich würde ich das später beim Crawlen, also beim Pre-Go-Live-Check würde ich das natürlich auch noch sehen, aber ich kann da jetzt an dieser Stelle schon mal darauf hinweisen, dass man solche Seiten bitte für Suchmaschinen sperren sollte. Klassisch auch so Sachen wie „Produkte vergleichen“ oder „Druckversion“. Also was immer da existiert, was für Suchmaschinen nicht Relevantes oder viele Dubletten in den Index spülen könnte, kann ich mir jetzt eigentlich hier schon mal angucken. Und kann vielleicht sogar sagen: Dieses Mockup, was du mir hier geliefert hast, ist ganz lustig, aber diese Seite hier müssen wir sowieso für Suchmaschinen sperren. Das heißt, SEO-technisch können wir die jetzt aus der Gleichung eigentlich schon mal rausnehmen, außer dass ein Noindex drin sein sollte oder wir sie per Robots.txt sperren.

 

Interne Verlinkung

Ich würde mir natürlich erstmal das Menü angucken. Also viele Websites haben natürlich oben noch so ein Menü, ein Burger-Menü, und was ist da eigentlich alles drin an Links? Oft ist es so, dass einfach alle Links da drin sind. Also ich habe 150 Kategorien, also habe ich 150 Links im Menü. Das ist in Bezug auf die interne Verlinkung natürlich häufig „Prinzip Gießkanne“. Das heißt, dadurch, dass auf alle Seiten verlinkt wird, sage ich: Alle diese Seiten sind mir gleich wichtig. Stimmt natürlich überhaupt nicht, ist in der Praxis ja auch gar nicht so. Und dann muss man eben einmal darüber diskutieren, wie wollen wir es denn eigentlich haben? Also welche Seiten sind euch besonders wichtig und wie könnt ihr dieses Menü so gestalten, dass ihr vielleicht primär auf die 80 Prozent wichtigen Seiten verlinkt, die euch wirklich Umsatz bringen und die 20 Prozent irrelevanten Seiten, die verlinken wir vielleicht gar nicht.

Analog würde ich mir das Ganze, natürlich auch hier würde ich mal einen Blick in den Footer werfen: Was wird denn da so verlinkt? Oft ist es so, dass der Footer ein bisschen überfrachtet ist. Ohnehin ist es so, dass wenn etwas im Menü verlinkt wird und im Footer, zählt der Link jetzt nicht doppelt, sondern er zählt nur einmal. Das heißt, ich kann den Footer häufig auch ein bisschen aufräumen. So, was habe ich noch? Einen Punkt habe ich noch, genau, zwei habe ich strenggenommen.

Was ich mir auch angucken würde, ist gerade bei internationalen Websites: Wie funktionieren die denn so? Häufig in so Mockups sieht man dann oben einfach nur so eine Flagge, vielleicht sieht man zwei oder drei Flaggen eben für die einzelnen Sprachen. Da ist dann auch die Frage: Was passiert dann eigentlich, wenn ich auf diese Flaggen draufklicke? Ist das ein direkter Link auf die jeweilige Sprachen-Startseite? Ist das ein direkter Link auf die jeweilige Sprachen-Unterseite? Da sollte man natürlich auch darüber sprechen. Manchmal ist es eben leider auch so, da oben ist zwar irgendwie eine Flagge, aber sobald ich da draufgehe, dann öffnet sich irgendein JavaScript-Dings oder irgendein Layer oder sowas, der mich dann Sprache und Land auswählen lässt, aber es gibt eben keinen Link auf diese internationale Versionen-Seite. Da bin ich schon ein sehr klarer Freund davon, dass man eben schon dafür sorgt, wenn man jetzt nicht irgendwie 100 Länder und 100 Sprachen hat, aber angenommen, du hast drei Länder, dann will ich auch, dass jede Flagge da oben auf das jeweilige Land verlinkt, damit Google eben effizient über die interne Linkstruktur auch an alle internationalen Inhalte drankommt.

 

Weitere Content-Themen

Und das letzte, was ich mir auch noch mal angucken würde, wir hatten eben schon das Thema Content, ich würde aber da auch noch mal insbesondere jetzt den Bogen schlagen, mir den Content genauer anzugucken. Und vor allem so Übereinstimmungen mit den Quality Rater Guidelines, also überhaupt Lesbarkeit der Inhalte wäre für mich ein großes Thema, was ich mir hier angucke. Also habe ich zum Beispiel wirklich die Möglichkeit, was natürlich eigentlich fast immer so ist, aber trotzdem ist gut noch mal nachzufragen: Habe ich die Möglichkeit gezielt mit Fettungen zu arbeiten? Die Zwischenüberschriften, sehen die auch wirklich so aus, dass sie den Content strukturieren? Habe ich die Möglichkeit oben ein Inhaltsverzeichnis abzulegen, was dann Sprungmarken liefert auf die ganzen Zwischenüberschriften? Habe ich nummerierte und unnummerierte Listen zur Verfügung, um meinen Content zu strukturieren? Und eben auch, zum Beispiel habe ich Autorenprofile? Also das ist eine relativ strittige Sache. Es gibt ja in den Quality Rater Guidelines den Begriff der Form of Expertise. Das heißt, ein medizinischer Beitrag sollte eigentlich von jemandem Fachkundigen geschrieben sein. Deswegen bin ich persönlich schon ein Freund davon, ob es jetzt auf SEO einzahlt oder nicht, wenn jeder Artikel auch ein Autorenprofil hat, Foto und eine Kurz-Bio, wo dann eben drauf kurz erklärt wird: Was macht diese Person, die diesen Artikel geschrieben hat, jetzt eigentlich zum Experten? Und auch, dass wenn ich da draufklicke, ich auf eine Autoren-Profilseite komme, also für jeden Autor eine eigene Seite, und die noch mal sagt: Dieser Autor hat diese und jene Artikel geschrieben. Das kann noch mal die interne Verlinkung verbessern, aber es könnte eben auch dieses eine Quäntchen sein, was vielleicht meinen Content einfach höher wertet, weil ich eben belegt habe, dass das jetzt hier ein Experte geschrieben hat.

Das waren so die Punkte, die ich mir an einem Mockup oder einem Wireframe angucken würde. Grundsätzlich muss ich natürlich noch darauf hinweisen, ein ganz wichtiger Punkt: Mockups oder Wireframes werden relativ häufig in einer Desktop-Ansicht geliefert.

 

Mobile vs. Desktop

Das mag in gewissen Gründen sinnvoll sein, weil man natürlich einfach mehr sieht, aber man muss sagen, wir sind im Mobile First Zeitalter, und deswegen will ich mindestens die mobile Ansicht eben auch sehen. Ich will sie mindestens parallel sehen, wenn nicht sogar eben wirklich Mobile First. Also wenn wir Sachen primär auch von Mobilgeräten denken, dann ist es eben auch wichtig, dass wir das auch so darstellen und dass wir auch gedanklich dabei anfangen mit der mobilen Darstellung.

Das war alles, was mir einfällt zum Thema: So prüfe ich meine Mockups und Wireframes auf SEO-Tauglichkeit. Vieles davon haben wir natürlich trotzdem vorher schon in Vorgaben niedergefasst. Das heißt, wenn wir an so ein Relaunch-Projekt drangehen, analysieren wir natürlich erst die Website und dann gibt es in der Regel von uns SEO-Vorgaben, wo wir vieles davon noch mal sehr genau aufschreiben. Aber trotzdem muss ich sagen so, du kannst immer relativ viel fordern und kannst immer relativ viel aufschreiben, es gibt natürlich immer noch diesen Gap zwischen den SEOs und den Design-Leuten. Und deswegen würde ich mich natürlich nie darauf verlassen, dass das, was ich an Vorgaben gemacht habe, dann auch schon irgendwie passend umgesetzt wird, sondern in diesem Fall, gerade wenn ihr in einem Relaunch seid, lasst die Mockups und die Wireframes von einem SEO prüfen, ob das alles so passt.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (International SEO), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

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