Recap: OMKB 2021

8. April 2021 | Von in Agenturleben

Letzte Woche Donnerstag und Freitag (25./26. März) fand die virtuelle OMKB „Frühling“ statt. Zum ersten Mal allerdings als zweitägiges Event. Für alle Teilnehmer bedeutete dies Folgendes: 2 Tage Online-Marketing-Highlights auf jeweils 2 Bühnen mit 55+ Speakern in mehr als 41 Sessions. Und was hieß das für mich als Online-Redakteurin und absoluten Konferenz-Neuling?

Tag 1

Zur Sache, Schätzchen: Der Kopf wird heiß und heißer

„Without data, you are just a person with a personal opinion.“

Maximilian Steudel

Da hatte ich mir aber auch den passenden Einstieg in die OMKB 2021 ausgesucht: „Eis.de | Test, Measure, Learn. Warum Experimente erfolgskritisch im (digitalen) Marketing sind.“
Maximilian Steudel plädierte in seinem Vortrag für eine datenbasierte Entscheidungsfindung und für Learning und Growing by Testing.

Man könnte sagen, seine Präsentation war vollgepackt mit tollen Sachen, die das Leben schöner machen, aber – zumindest für mich – nicht in so kurzer Zeit. Am Ende stand mir, trotz der anschaulichen Eis.de-Beispiele, der Schweiß auf der Stirn und ich ging ziemlich geknickt aus meiner allerersten Session auf einer Konferenz.

Eine kleine Zusammenfassung gibt es trotzdem:

  • Die drei Schritte zum Erfolg: Testen – Messen – Lernen
  • Schritt 1 – Testen: Was soll getestet werden? Alles Wichtige sammeln und priorisieren. Wichtig: Jede verrückte Idee hat ihre Berechtigung! Entwicklung einer Testing-Roadmap. Formulierung von Hypothesen („Wenn, dann …“), die dann durch Tests entweder bestätigt oder widerlegt werden. Testmöglichkeiten: A/B-Tests, Fake Tests oder MVP-Tests.
  • Schritt 2 – Messen: Daten werden gemessen und nach vorgegebener Testdauer bewertet. Wichtig: Die Ergebnisse weniger im Tool checken, sich lieber an der Testzeit orientieren, um eine Signifikanz zu erreichen.
  • Schritt 3 – Lernen: Wird die Hypothese bestätigt, folgt eine Implementation, wird sie widerlegt, wird sie komplett verworfen oder sie wird in abgewandelter Form nochmals getestet. Wichtig: Kein Stress, Misserfolge sind ganz normal und gehören zum Lernprozess dazu. Nutzer reagieren nicht immer so, wie man es erwartet.

Ein super Tipp am Ende

Screenshot aus der Präsentation „Test, Measure, Learn. Warum Experimente erfolgskritisch im (digitalen) Marketing sind.“

Auf Regen folgt Sonnenschein

Die Headline klingt gemein, ist aber so gar nicht gemeint. Nachdem ich dann etwas desillusioniert gegen 10 Uhr den Session-Bereich betreten hatte, erwarteten mich dort Kathrin Ridder (die Kaddi) von everdrop und Eugen Knippel von Storyclash, um mir etwas aus dem datengetriebenen Influencer-Marketing von everdrop zu erzählen. Und da konnte ich wieder lachen: eine Präsentation, die auf den Punkt, locker, entspannt, authentisch und vor allem verständlich gehalten wurde. Danke dafür!

3 Key-Learnings:

  1. Überlege ganz genau, mit wem du zusammenarbeiten möchtest, und dann achte unbedingt auf Authentizität. Brand fit ist wichtiger als die Reichweite und liefert nachhaltigere Ergebnisse.
  2. Know-how & Brand Love: Im Unternehmen müssen die Leute vom Produkt überzeugt sein. Ein gutes Gefühl für die Zielgruppe und ein richtiges Gespür für Influencer sind entscheidend.
  3. Technology Support: Finde unbedingt das passende Tool genau für Deine Anforderungen.

Tag 2

„Gib den Leuten, was sie wollen!“

Das war nicht nur eine Weisheit aus der Präsentation „Engage! Kugelsichere Tipps und Tricks für hohe Interaktionsraten bei Facebook“ von Björn Tantau, sondern beschreibt auch seinen Vortrag ganz gut. Schnell, kurzweilig und spannend zeigte er, was notwendig ist, um Interaktion auf Facebook zu steigern und dauerhaft auf einem hohen Niveau zu halten.

Die zweite Weisheit

„Mach mehr von dem, was wirklich funktioniert.“

Björn Tantau

Aber was funktioniert und was gilt es zu beachten?

  • Es spielt keine Rolle, welchen Content du selber gut findest.
  • Frage Deine Zielgruppe, was sie beschäftigt.
  • Sieh die Dinge immer mit den Augen deiner Zielgruppe.
  • Experimentiere mit Content und schaue, was passiert.
  • Ganz wichtig: Keine Angst vor Feedback!
  • Und: Poste guten Content, der Interaktionen provoziert, regelmäßig!
Screenshot aus der Präsentation „Engage! Kugelsichere Tipps und Tricks für hohe Interaktionsraten bei Facebook“

Doppelt gemoppelt hält besser

Ein anderer Titel, ein bisschen was verändert und dennoch fast identisch: Dem Vortrag von Tao Bauer „Geringe Klickkosten, perfekt fürs B2B: E-Mail-Signaturen als Marketingkanal“ hatte ich in ähnlicher Form bereits beim Digital Bash im November 2020 gelauscht. Nichts desto trotz war die Präsentation für mich erneut hörenswert. Die Potenziale von E-Mail-Signaturen wurden anhand anschaulicher Anwendungs- und Fallbeispiele aufgezeigt.

Warum E-Mails zum Träger der eigenen aktuellen Bostschaft machen?

  • Vorteil der E-Mail Signaturen als Marketingkanal: Kommunikation fast ausschließlich mit relevanten Kontakten, also wenig Streuverlust! Wichtig hierbei: einheitliches Design, sauber formatiert.
  • E-Mail-Signaturen gekoppelt mit Kampagnen-Banner: Mehr Aufmerksamkeit für eigene Angebote (Events, Jobs, neues E-Book, Whitepaper etc., wird nicht als aufdringliche Werbung wahrgenommen

Mein Fazit

Was soll ich sagen: Meine erste große Konferenz war anders, als ich sie mir ursprünglich vorgestellt hatte. Aber das war in einer anderen Welt, noch vor Corona, als ich damals freudestrahlend das Ticket für die OMKB 2020 ausgedruckt und nach passenden Zugverbindungen für mich und meine Kollegin gesucht habe.
Im März 2021 ist eben weiterhin nur online angesagt. Die neue Event-Plattform der OMKB (Balloon) funktionierte wirklich einwandfrei, die Interaktion auf den verschiedenen Ebenen verlief ebenso problemlos. Kein Ärger mit der Technik bedeutet mehr Zeit für Vorträge: Da ich nur vormittags an der OMKB 2021 teilnehmen konnte, hatte ich mir selbst ein straffes Zwei-Tage-Programm zusammengestellt, rauchender Kopf inklusive. Danke dafür, danke für das ganze Drumherum und danke für mehr Wissen. Gerne wieder!

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Katrin Twardon

Katrin Twardon ist Online-Redakteurin bei der Online-Performance-Agentur Bloofusion.

Wenn sie in der Agentur nicht vor dem Rechner sitzt, dann fotografiert sie für den Fotoclub Creativ, geht ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, nach oder ist im Garten, beim Häusleverschönern, auf der Herr-Rossi-Spaziergang-Route oder bei der Kinderbelustigung anzutreffen. Ach ja: Auch Musik, Bücher und Hiking sind ihr wichtig.

Katrin ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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