Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen in Google Ads – Unser Zwischenfazit

27. Juli 2018 | Von in SEA

Seit knapp drei Monaten gibt es in Google Ads einen neuen Anzeigentyp – die responsiven Suchnetzwerk-Anzeigen. Nachdem in den Auswertungen nun erste Ergebnisse zu sehen sind, ist es Zeit für ein Zwischenfazit.

Als die responsiven Suchnetzwerk-Anzeigen herausgekommen sind, hat Martin schon ausführlich über alle Features des neuen Anzeigentyps berichtet. Mit ihnen ist es Werbetreibenden möglich, bis zu 15 Überschriften und vier Beschreibungstexte zu hinterlegen. Google testet diese Elemente in verschiedenen Reihenfolgen und Kombinationen, um die jeweils optimale Anzeige auszuspielen. Die Google-Ads-Hilfe hierzu gibt es nun auch in deutscher Sprache.

Die Einrichtung verlief sehr einfach: Nachdem die Anzeigentexte und Überschriften verfasst waren, konnten sie ohne Probleme im Bulk im AdWords Editor hochgeladen und einzelne Überschriften, wenn gewünscht, auf bestimmten Positionen fixiert werden. Erste Ergebnisse, bzw. die Ausspielung der Anzeigen, ließen jedoch lange auf sich warten. Wir testeten die responsiven Suchanzeigen in mehreren Konten. Bis zum 13. Juli, also fünf Wochen lang, belief sich der Anteil der Impressionen des neuen Anzeigentyps allerdings auf unter 0,5% im Vergleich zu den erweiterten Textanzeigen. Seit dem 14. Juli scheint sich aber etwas geändert zu haben und der Anteil responsiver Suchanzeigen ist in allen getesteten Kampagnen auf ca. 10-14% gestiegen. Da sich die responsiven Suchanzeigen noch in der Beta-Phase befinden, kann hier auch in Zukunft noch mit Änderungen gerechnet werden.

Außerdem können die responsiven Suchanzeigen nun auch tiefergehend ausgewertet werden, was zuvor nicht möglich war. Mit einem Klick auf die jeweilige Anzeige und auf „Assetdetails aufrufen“ werden die Überschriften und Anzeigentexte ausgeklappt und die Anzahl der Impressionen angezeigt. Zudem lässt sich mit einem Klick auf „Kombinationen“ einsehen, in welchen Variationen die Anzeigen wie oft ausgespielt wurden. Hierbei lässt sich ein guter Überblick darüber bekommen, wie oft einzelne Anzeigenelemente ausgespielt wurden und wie die Anzeigen am Ende aussehen. Auffällig ist jedoch, dass Google scheinbar nur einzelne Kombinationen testet. Viele Überschriften und Beschreibungstexte weisen keine Impressionen auf, während andere schon mehrere tausend Impressionen vorweisen können.

Des Weiteren können in dieser Übersicht nur die Impressionen eingesehen werden. Die Auswertung der einzelnen Bestandteile nach Conversion, Klick etc. ist hier bisher noch nicht möglich. Diese Werte können nur per Filterfunktion auf Anzeigenebene eingesehen werden. Aktuell lassen sich jedoch noch keine signifikanten Unterschiede zwischen responsiven und erweiterten Suchanzeigen erkennen: Die durchschnittlichen Kosten pro Klick, Kosten pro Conversion und auch die durchschnittliche Position unterscheiden sich kaum; lediglich die Click-Through-Rate fällt bei den responsiven Suchanzeigen leicht besser aus als bei den erweiterten Textanzeigen.

Fazit

Die Ausspielung der responsiven Suchnetzwerk-Anzeigen kommt langsam ins Rollen. Die Assets und Kombinationen bieten einen guten Überblick darüber, wie oft welches Element ausgespielt wird. Dadurch, dass einzelne Textbausteine jedoch bisher keine Impressionen aufweisen, ist der Test nicht wirklich aussagekräftig. Auch für einen Vergleich von responsiven und erweiterten Textanzeigen bedarf es noch einiger Zeit, sodass mehr Daten gesammelt werden können.

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Miriam Eilers

Miriam Eilers ist Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Im Bloofusion-Blog berichtet sie über Google AdWords und andere SEA-Themen.

Privat ist Miriam eher offline unterwegs: Sie liest Bücher und spielt Gesellschaftsspiele. Außerdem ist sie Fan von Werder Bremen und geht gerne campen.

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1 response about “Responsive Suchnetzwerk-Anzeigen in Google Ads – Unser Zwischenfazit”

  1. Thomas said:

    Ein sehr gut geschriebener Artikel zu dem Thema Responsiv Suchnetzwerke. Danke dafür.
    Gruß Thomas

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