Search Camp Episode 51: F*** Technical SEO – Die wirklichen Probleme (fast) aller Websites

12. Juni 2018 | Von in Search Camp, SEO

Wer seine Website in Bezug auf die organische Suche verbessern möchte, kann an vielen kleinen und großen Schrauben drehen. Viele technische Maßnahmen, auf die man sich dabei stürzen kann, bewirken allerdings nahezu nichts. In diesem Podcast geht es deswegen um „10x unwichtig“ und „10x wichtig“: Was hat geringe Auswirkungen? Und was sind die wirklich wichtigen Baustellen, auf denen der Fokus liegen sollte?

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Shownotes:

 

Transcript:

Moin und herzlich willkommen, hier ist wieder Search Camp: DER Online-Marketing-Podcast und mein Name ist immer noch Markus Hövener. Das Thema des Tages heißt heute: Forget Technical SEO – die wirklichen Probleme fast aller Websites. Genau darum geht es. Dass man sich nicht mit Kleinkram aufhält, mit technischem Gedöns, sondern guckt, was Google wirklich braucht und was das alles ist und was ihr getrost vergessen könnt, erkläre ich euch jetzt in wenigen Sekunden. Bis gleich!

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Technical SEO, da komme ich eigentlich so her aus dem ganzen Gebiet. Jetzt sage ich eigentlich in diesem Podcast, müsst ihr euch nicht drum kümmern. Hm, das müssen wir ein bisschen mit Leben füllen glaube ich. Worum geht’s? Ich mache viele Workshops, ich gebe viele Seminare und da kommen viele Fragen von Leuten, die nicht die klassischen Hardcore SEOs sind. Da ist viel „Wissen“, in Anführungsstrichen, was man so aus Internet World, Website Boosting, von Konferenzen und sonst wo eingesammelt hat, oft aus dem Zusammenhang gerissen. Manche Sachen sind wichtig, manche sind aber vielleicht nur für große Websites wichtig, nicht für kleine. Ich glaube nach wie vor, da draußen beschäftigen sich viele Leute mit den falschen Sachen. Ich glaube auch, dass viele immer noch die Hoffnung haben, dass es da irgendwie so diese kleine technische Maßnahme bringt, die dann schon irgendwie den großen Schub bringt. Das glaube ich eben nicht. So langsam muss ich sagen, verstehe ich die Antworten von John Mueller von Google immer besser. Wer John kennt, kennt vielleicht seine legendären mittlerweile Google Hangouts, wo immer relativ obskure Fragen kommen. Sollte ich dies machen? Stört Google das und das? John Müller muss eigentlich sehr oft sagen so, nein, kümmere dich um was anderes und Google kommt da schon mit ganz vielen Sachen sehr gut zurecht. Insgesamt muss man natürlich sagen, man sollte alles machen, was irgendwie möglich ist, aber der Hebel ist manchmal auch extrem kurz. Eine Analogie aus der Medizin. Es gibt diesen Tipp, dass man 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag essen sollte. Das ist natürlich ein super Tipp. Trotzdem muss man sagen, wer jetzt nur 4 Portionen Obst isst, der hat deswegen natürlich trotzdem eine Chance auf ein langes Leben. Man kann grundsätzlich sagen, 5 ist besser, aber auch das reicht noch nicht. Es ist immer die Frage, wenn ich nebenbei da 3 Stangen Zigaretten den ganzen Tag wegquarze, dann ist das mit den 5 Portionen Obst oder 4 auch vollkommen egal. Man sollte einfach an allen Baustellen optimal immer unterwegs sein, aber manche Sachen, ob ich jetzt 4 oder 5 esse oder 4 1/2 oder 5 oder 6, ist dann am Ende des Tages auch egal. Da gibt‘s manche Sachen, das ist ein kleiner Hebel und es gibt manche Sachen, die sind halt ein großer Hebel, wie die 3 Stangen Zigaretten den ganzen Tag wegzulassen. Nicht alles ist für alle gleich wichtig und auch ganz ehrlich, Google ist in den letzten Jahren immer besser darin geworden Probleme, die es da draußen zuhauf gibt, auch auf algorithmischer Ebene zu lösen. Natürlich ist es immer besser, wenn man das selber löst, aber bei vielen Sachen ist es so und das werden wir gleich ein paar Mal sehen, wenn ihr das Problem nicht löst, dann löst es Google für euch häufig ganz gut. Das muss nicht immer perfekt sein, aber wie gesagt häufig passt das schon. Auch das muss man sagen, jetzt mache ich SEO seit 17 Jahren, Suchmaschinen seit 20 Jahren, mittlerweile ist es wirklich so, dass, was ihr an Website kriegt, ob es ein Content Management System ist oder ein Shopsystem, das, was man so off the shelf nennt, also das, was ihr standardmäßig heutzutage kriegen könnt, das ist einfach ziemlich genial geworden. Die sind alle so SEO-freundlich, da hast du sprechende URLs, Canonical Tags eingebaut und und und. Man muss sich mittlerweile schon relativ gut anstrengen, um eine Webseite zu bekommen, die jetzt nicht Suchmaschinen-tauglich ist. Deswegen meine steile These für heute: 98 Prozent aller Websites da draußen haben überhaupt keine technischen Probleme oder zumindest keine technischen Probleme, die in irgendeiner Weise Rankings verhindern würden. Deswegen muss man mal ein bisschen gucken, womit sollte man sich eigentlich nicht beschäftigen? Wobei nochmal, es ist immer so gemeint, man sollte das natürlich schon tun, man darf dann aber einfach nichts davon erwarten. Das ist halt gut, wenn man das macht, das ist wie die 4 und die 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag, man sollte das alles machen, aber erwartet bitte nichts davon. Deswegen nie auf die Prioritätenliste setzen. Wenn ihr mal einen Relaunch macht, dann würde ich natürlich immer alles optimal fordern von dem Web-Designer oder wer auch immer die Website macht, aber trotzdem viele dieser Umstellung bringen einfach nichts mehr.

 

Ich sage mal 10 Beispiele dafür, für Sachen, die ich wirklich für relativ effektlos halte.

H1, H2, H3, H4 Überschriften und so weiter und so fort ist so der Klassiker. Der SEO wird immer sagen, die Hauptüberschrift sollte die H1 Überschrift sein. Sehe ich ganz genauso. Trotzdem, wenn es mal so ist, dass es nicht so ist, angenommen du hast ein <span class=“headline“> und ersetzt das jetzt durch ein H1 und du wirst sehen, das hat überhaupt keinen spürbaren Effekt.

2. Beispiel: Das URL-Schema verändern. Manche haben Sorgen, dass ihre URLs zu lang sind und auch das Jahr kann man kürzen, wird aber in Regel nichts bringen.

Das 3.: Crawl-Budget-Optimierung. Crawl-Budget heißt, Google holt nur so und so viele Seiten von dir am Tag ab. Man sollte das optimieren, für große Websites absolut eine sinnvolle Sache. Aber in der Regel, wenn du eine kleine Website hast, du hast einen Shop mit 100 Kategorien und 5.000 Produkten da drin, dann ist Crawl-Budget-Optimierung für dich einfach gar kein Thema. Das schafft Google auch an einem schlechten Vormittag deine Website zu crawlen und ein anderes Problem existiert dann da auch nicht.

Punkt 4: Canonical Tag. Ist eine super Sache, um die negativen Effekte von Duplicate Content aufzuheben. Die Seiten werden zusammengezogen und die Signale werden addiert. Perfekt! Sollte man immer drin haben. Trotzdem, wenn du es nicht drin hast, hast du dann einen Nachteil? Na ja, erstmal nur, wenn du wirklich Duplicate Content hast, dann ja und ansonsten ist es auch oft so, dass Google die Kanonisierung auch ohne Canonical Tag gut schafft. Sollte man natürlich trotzdem einbauen, aber wie gesagt Vorteil in der Regel nicht.

Https ist mittlerweile natürlich Standard und trotzdem ist es nach wie vor so, dass alle sagen, ja, Google will https. Ja, vollkommen richtig, aber trotzdem, wenn du jetzt umsteigst von http auf https, wirst du keinen Schub feststellen.

Nummer 6: Duplicate Content. Das Thema hatten wir gerade schon mal beim Canonical Tag. Ja, Duplicate Content ist nicht schön. Google straft aber dafür auch nicht ab. Es gibt ein paar negative Effekte, kann man auch lange drüber reden. Ich halte auch noch ein Webinar in diesem Jahr dazu, wer sich mal wirklich für das Thema interessiert. Trotzdem, Duplicate Content handelt Google auch perfekt ohne dein Zutun.

Numero 7: So Fragen wie, wenn eine Seite nicht mehr existiert, liefere ich einen 410 Fehler aus oder einen 404? Okay, vollkommen egal, die Seite geht so oder so irgendwann aus dem Index heraus, ob sie das jetzt einen Tag vorher oder später macht, vollkommen egal.

Thema 8: Mobile First. Ist jetzt fast schon ein bisschen zu spät. Der Übergang ist eigentlich fast schon geschafft. Betrifft auch nur die wenigsten, muss man ganz ehrlich sagen. Wenn du responsive Website Design hast und das haben die meisten, dann ist Mobile First wirklich auch in der Regel überhaupt gar kein Thema.

Numero 9: WordPress Plugins Ja, ist auch so ein Ding, wo manche glauben, es gibt dieses magische WordPress Plugin. Die helfen auch nix. Die können dir helfen, ein Ziel zu erreichen, aber dann ist es halt die Frage, was du mit diesem Werkzeug machst. Die alleinige Installation von so einem WordPress Plugin bringt dir wirklich überhaupt nichts.

Numero 10: Auch so ein Super-Mythos, valider HTML-Code. Oh, meine Güte, vollkommen egal. Nicht drüber nachdenken.

 

Wichtiger ist es viel mehr und jetzt schon wieder 10 Punkte, wo ich sage, das sind wirklich die 10 Sachen, auf die ich mich fokussieren würde.

Punkt 1: Inhalte optimieren, Search Intent treffen, also herausfinden, was sucht jemand eigentlich wirklich, der das eintippt? Mein Lieblingsbeispiel ist immer Hörgeräte Kosten als Suchbegriff. Jemand, der das eintippt, der will auch wirklich Kosten sehen, der will wirklich einen Euro-Betrag da sehen, der will ganz bestimmte Preiskategorien sehen, der will erfahren, welche Optionen habe ich alles? Was zahlt die Kasse? Was zahlt vielleicht die Rentenversicherung oder oder oder? Ist zum Glück noch nicht mein Thema, aber genau da ist so ein Thema, gucke dir ganz genau an, was jemand wirklich haben will. Schreibe nicht nur 250 Wörter Text mit einer Keyword-Dichte von … Das ist echt so Old School, geht nicht mehr. Inhalte richtig optimieren, Search Intent treffen.

Numero 2: Alle Inhalte optimieren. Ist ganz wichtig. Machen ganz viele falsch, muss man ganz ehrlich sagen. Wenn du 100.000 Produktdetail-Seiten in deinem Shop hast, dann sollen alle 100.000 Produktdetail-Seiten auf irgendwas optimiert sein. Die sollen alle auf den Traffic einzahlen. Dafür musst du halt Prozesse aufbauen. Du musst von den Suchbegriffen her Strukturen aufbauen. Du musst, wenn du ein Produkt einpflegst, entscheiden, soll das generisch gefunden werden oder über seinen Eigennamen? Dann musst du das Ganze auch noch möglichst überschneidungsfrei hinbekommen, dass nicht 90.000 der 100.000 Produkte für den gleichen Suchbegriff optimiert sind. Macht natürlich auch keinen Sinn. Ich weiß, das ist Aufwand, ja, aber genau da liegt das starke Potenzial von vielen Websites drin.

Numero 3: Ladezeit. Schneller ist besser. Da reden wir jetzt gar nicht über SEO, weil auch da muss man ganz offen und ehrlich sagen, wenn die Ladezeit nicht ganz optimal ist, wirst du dafür auch nicht abgestraft oder abgewertet. Das passiert einfach nicht. Wenn du richtig schlecht bist, ja, dann wirst du von den Rankings herabgestuft, aber sonst ist das okay. Aber trotzdem, du willst, dass deine Werkstatt schnell da ist, du willst das auch für die Conversions, denn die Conversion-Rate sinkt wirklich, je lahmer deine Website ist.

Punkt Nummer 4 von den wichtigen Sachen: Die optimale Darstellung in den Suchergebnissen. Denn an einem Ranking kannst du vielleicht nichts rütteln, aber du willst eine optimale Klickrate haben. Was brauchst du dafür? Du brauchst einen starken Seitentitel, eine abgestimmte Meta Description, auch ein Markup hilft, um zum Beispiel die Sternchen zu kriegen und auch inhaltlich machst du wirklich Leute neugierig. Hilfst du ihnen den Vorteil von dem zu vermitteln, was du da eigentlich auf der Seite hast. Das ist wichtig. Denn, muss man ganz ehrlich sagen, SEO das ist immer irgendwie darwinistisch, also du hast immer deine Seite, dein Suchergebnis und neun andere drumherum und zum Teil noch mehr. Deswegen ist es extrem wichtig sich optimal darzustellen, alle Möglichkeiten auszunutzen über Markup, über diese eben genannten Tags und so weiter und so fort.

Punkt Nummer 5 der wichtigen Sachen: Interne Verlinkung optimieren, vollkommen wichtig. Jeder Seitentyp sollte auf möglichst viele relevante Seiten verlinken. Die irrelevanten Seiten sollten insgesamt möglichst wenig interne Verlinkung abbekommen. Na ja, was machen wir da bei einem Shop zum Beispiel? Die Startseite sollte zum Beispiel auf die wichtigsten 10 Marken-Seiten verlinken oder auf die wichtigsten zehn Produkte. Die Kategorie 1. Ordnung sollte auch da wieder direkt auf die 10 wichtigsten Produkte verlinken und so weiter und so fort. Nicht Prinzip Gießkanne, auch in mein Mega-Menü, da packe ich nicht alle Links rein, alle Rubriken. Wir haben mal einen Case gemacht, wo wir verschiedene Websites gecrawlt haben und geguckt, wer packt eigentlich die meisten Links in so ein Mega-Menü rein und einer hatte wirklich 1.250 Links. Das ist Prinzip Gießkanne. Da ist dann für Google wirklich jede Seite genau gleich wichtig und das macht natürlich keinen Sinn. Gerade bei den Marken. Du hast immer so eine 90/10-Regelung, du hast immer ein paar Marken, die machen den großen Umsatz und der Rest der Marken, der läuft halt irgendwie unter ferner liefen. Das muss deine interne Verlinkung auch widerspiegeln.

Numero 6: Nicht für alle relevant, zugegeben, aber dass ihr die Möglichkeiten zur Internationalisierung optimal nutzt. Wir haben viele Kunden, die international unterwegs sind und deswegen, du siehst jedes Mal die gleichen Fehler. Im letzten Jahr haben wir uns da sehr auf das Thema B2B gestürzt und ich habe mir Hunderte von Websites angeguckt in dieser Zeit. Ich finde es immer wieder erschreckend. Perfekte Domain-Strategie zum Beispiel. Nicht für jedes Land eine eigene Domain aufmachen, in der Regel ist das eine falsche Strategie. Das href lang Tag optimal nutzen. Die Google Search Console nutzen, um einzelne Ordner oder Subdomains auf die Länder auszurichten. Absolut wichtig. Überhaupt so Domain-Strategie ist natürlich ein großes Thema. Keine eigenen Domains für bestimmte Projekte. Ich habe ein paarmal gesehen, dass ein Mittelständler für verschiedene Unternehmensbereiche verschiedene Domains aufgebaut hat. Alle waren miserabel verlinkt. Wenn man das auf einer kombiniert hätte, viel besser. Also gerade solche Sachen bitte nicht machen.

Punkt Nummer 7: Mobile Tauglichkeit und Mobil-Freundlichkeit. Mobile Tauglichkeit heißt erstmal nur, 0 oder 1. Also die Website funktioniert auf einem Mobilgerät oder nicht. Mobil-Freundlichkeit geht noch ein bisschen weiter und sagt, okay, die Seite wird zwar ordentlich dargestellt, aber sie ist auch gut bedienbar. Da gibt‘s in der Google Search Console verschiedene Reports oder einen wichtigen Report, der mir dann da Tipps für gibt. Ich halte das für extrem wichtig. Ich glaube, dass Google da die Daumenschrauben noch sehr anziehen wird und dass es dann vielleicht auch ein direkter Rankingfaktor wird wie mobil-freundlich meine Website eigentlich ist. Plus, es ist natürlich nach wie vor ein Thema für Conversions. Wenn meine Website nicht bedienbar ist, dann bin ich da weg, dann gehe ich zu dem nächsten Ding.

Numero 8: Alle anderen Google Tools und Verticals optimal nutzen. Zum Beispiel Google MyBusiness. Google MyBusiness ist für viele lokale Unternehmen extrem wichtig. Das Sammeln von Bewertungen, das Hinterlegen von optimalem Bildmaterial, Beschreibung hinterlegen, die Kategorien optimal auswählen, alle Standorte da unterbringen, all das extrem wichtig. Da gibt’s noch andere Verticals, vor allem Google News. Das heißt, wenn man ein redaktionelles Medium ist, dass man auch das alles optimal darstellt.

Nummer 9: Markup nutzen. Markup nutzen vor allem, um ganz bestimmte Search Features zu kriegen und natürlich auch, um die Klickrate zu bekommen. Aktueller Fall ist natürlich Google for Jobs, wird bald auch in Deutschland kommen. Dafür braucht man ein ganz bestimmtes Markup, und zwar Job Posting, sonst finde ich da drin einfach nicht statt. Deswegen das auf jeden Fall nutzen.

Numero 10: Jetzt haben wir 1 bis 9 war Onpage. Ich muss einfach noch drauf hinweisen, Nummer 10 ist natürlich Offpage, also Linkstrategie haben. Welche Inhalte brauche ich eigentlich, um welche Links zu bekommen? Bitte nein, nein, nein, nein, nein, nein, es gibt da keine Abkürzung. Nein, nein, nein, man kauft nichts oder man tauscht nicht Hunderte von Links oder trägt sich in Hunderte Verzeichnisse ein. Natürlich kann man mal so ein paar Sachen machen, aber grundsätzlich gilt schon und ich glaube da sind hinreichend viele hinreichend gut verbrannt worden durch Penguin, dass man einfach keine Tricks macht. Das macht das Ganze sehr schwierig. Gebe ich zu. Das liegt auch nicht jedem, weil man auf einmal wirklich Richtung PR denken muss, dass man wirklich denken muss, welche Inhalte brauche ich jetzt, um einen Link von Bloggern wirklich zu bekommen ohne, dass ich da jetzt wirklich Geld auf den Tisch lege.

Das waren so meine 10 Punkte. Die 10 wichtigen und die 10 unwichtigen. Wie gesagt, sasst euch nicht ablenken. Es gibt viele technische Sachen, die man verbessern kann, wenn man mal so ein SEO-Tool drüber laufen lässt, ob es ein Screaming Frog ist oder ein Sistrix Optimizer oder ein Sitebulb oder was auch immer. Das wird 100.000 Sachen anmerken und sagen, das müsst ihr eigentlich alles fixen. Aber nicht alles davon ist gleich wichtig. Ganz ehrlich muss man auch sagen, die meisten Sachen, die wichtig sind, können diese Tools gar nicht anmerken. Wenn ihr mal wirklich euch die 10 Punkte nochmal anguckt, die ich eben erzählt habe, keines dieser Tools wird euch sagen, wenn ihr ein ganz bestimmtes Markup nicht drin habt. Es kann euch vielleicht sagen, wenn es falsch implementiert wurde, aber wenn es einfach nur fehlt, sagt es euch auch das nicht. href lang Tags, ja, können die Tools finden, wenn die mal unpassend sind, aber trotzdem, ob ihr eure Googles Search Console Properties auf die Länder ausgerichtet habt, können euch die Tools auch nicht sagen. Deswegen diese Tools sind ein schönes Beiwerk, sind ein schönes inspiratives Element, aber auch davon lasst euch nicht ablenken. Glaubt nicht alles, wo da irgendwie 5.300 Fehler gemeldet werden oder Warnings oder sowas. Aber wichtig ist immer da zu gucken, was bringt mich voran. Wenn irgendwo ein Canonical Tag fehlt und ich brauche 2 Stunden oder meine IT braucht 2 Stunden, um das Ding da einzubauen, meine Güte, dann kann ich vielleicht mal in einem Einzelfall auch damit leben. Oder wenn ein Seitentitel zu lang oder zu kurz ist, meine Güte, manchmal ist das auch vollkommen okay. Guckt euch immer an, was ist wichtig, was unwichtig. Fokussiert euch, lasst euch nicht ablenken. Das wars für heute. Schreibt mir gerne mal oder wenn wir uns auf einer Konferenz sehen, sagt mir mal Bescheid. Überhaupt, wenn ihr mal einen Themenwunsch habt, ich meine, ich habe schon eine relativ lange Liste, gebe ich zu, wenn ihr mal einen Themenwunsch habt, dann schreibt mir einfach kurz eine Mail und dann kommen wir auf jeden Fall zusammen. Das war es für heute, in diesem Sinne. Viel Erfolg euch allen und bis bald. Tschüss!

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

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