Siri benutzt ab sofort Google statt Bing – und jetzt?

27. September 2017 | Von in SEA

Apple verzichtet ab sofort auf die Bing-Suchergebnisse und nutzt stattdessen Google für Siri und Spotlight-Anfragen. Bislang wurden hier immer Bing-Resultate hinzugezogen. Was bedeutet das nun für Microsoft/Bing und für Bing-Ads-Werbende?

Hintergrund

Als Grund für den Seitenwechsel nennt Apple schlichtweg „Einheitlichkeit“. Schließlich wird schon die ganze Zeit die Google als voreingestellte Browser-Suche für Safari auf Mac and iOS verwendet. Somit werden Siri und Spotlight, die Desktopsuche von macOS, dem ganzen nun bloß noch angepasst.

Dass Google Expertenvermutungen zufolge ca. 3 Millionen Dollar gezahlt hat, um in der Apple-Suche auch weiterhin eingesetzt zu werden, hat damit sicherlich auch etwas zu tun…

Was ändert sich?

Nun ja, dass nun auch Siri und Spotlight Google- statt Bing-Ergebnisse anzeigen, ist mit der obigen Aussage sicherlich klar. Allerdings soll (zumindest noch) für die Siri-Bildersuche weiterhin auf das Bing-Netzwerk zurückgegriffen werden. Vermutlich ist es allerdings nur eine Frage der Zeit, bis auch hier Google hinzugezogen wird.

Auch die weltweiten Marktanteile des Bing-Netzwerks werden sich durch diese Änderung wohl zukünftig etwas verschlechtern. Weltweit liegen diese laut Microsoft zurzeit bei 9 % – in Deutschland bei 12 %. Übrigens: Diese Zahlen beziehen sich nicht nur auf die direkte Bing-Suche (auf bing.de, bing.com etc.), sondern auf den Einsatz von Bing im gesamten Netzwerk (bspw. Suchen auf Twitter):

Bing-Ads-Werbetreibende brauchen sich deswegen vermutlich wenig Sorgen zu machen. Vor allem da bei uns in Deutschland die Sprachsuche am Smartphone noch eher wenig verbreitet ist – besonders im Vergleich zu den USA. Wahrscheinlich ist deswegen nur mit einem leichten Abfall der mobilen Suche zu rechnen für deutsche Bing-Ads-Konten und bei internationalen Werbekonten ggf. mit einem etwas stärkeren Rückgang. Das sollte aber kein Grund zur Beunruhigung sein. Werbende sollten in den nächsten Wochen und Monaten die Geräte-spezifischen Anpassungen einfach stärker im Auge haben, um im Falle des Falles schnell eingreifen zu können.

Für Bing und Microsoft jedoch fällt damit ein großer Einsatzbereich weg. Hier wird man über die Änderung bestimmt weniger glücklich und gelassen reagieren.

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Cora Rothenbächer

Cora Rothenbächer war bis 2018 Senior Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schrieb schwerpunktmäßig über Google AdWords und Bing Ads im Bloofusion-Blog und war Redakteurin des suchradars, dem Magazin für SEO, SEA und E-Commerce.

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