Wie kann man den Wert eines Links berechnen? [SEO FAQ #21]

30. Januar 2019 | Von in SEO

Viele Unternehmen investieren in Linkaufbau, um die externe Verlinkung und damit die Rankings ihrer Website zu verbessern. Wer allerdings einen Link kauft, stellt sich oft die Frage: Lohnt sich das? Gibt es einen fairen, einen „richtigen“ Preis für einen Link?

 

Metriken

Ein externer Link ist ja aus Googles Sicht ein Votum – von der verlinkenden Seite auf die verlinkte Seite. Je mehr eingehende Links eine Seite hat, desto besser. Und je stärker die Quelle ist, desto mehr bringt das für das Ziel des Links. Und die Kosten für den Link bemessen sich primär an der Stärke der Website.

Leider gibt es für die Stärke jedoch keine eindeutigen Metriken. In den Anfangszeiten des Linkkaufs wurde oftmals nur der „PageRank“ angegeben – eine von Google vergebene Metrik zwischen 0 und 10. Die war allerdings auch damals schon viel zu ungenau, um eine wirklich gute Website von einer schlechten zu unterscheiden.

 

Wie kann man Stärke definieren?

Für die Bewertung eines Links gibt es sehr unterschiedliche Ansätze:

  1. Verlinkt die Website auf so ziemlich jede Website? Das gilt vor allem für Web-Verzeichnisse, sodass die Links vieler Verzeichnisse faktisch keinen Wert haben.
  2. Wie hoch ist die thematische Nähe der verlinkenden Website und der Seite? Ein Mode-Blogger, der auf einen Mode-Shop verlinkt, hat bei dieser Metrik natürlich bessere Karten als ein Presseportal, das sehr multithematisch aufgestellt ist.
  3. Kommen auch potenziell Besucher über den Link? Es gibt viele Web-Verzeichnisse, bei denen sofort klar ist, dass wohl niemals auch nur ein einziger Besucher auf den Link klicken wird – anders als bei einem Blog, das z. B. auch gut in sozialen Medien für die Inhalte trommelt.
  4. Wie hoch ist die Sichtbarkeit der Website? Dieses Kriterium kann ein wichtiger Branchenverband viel leichter als ein noch junges Modeblog erfüllen.
  5. Ist die Website eine Autorität (bezogen auf das jeweilige Thema)? Hat sie hohen Trust? Oder mit anderen Worten: Ist die Website eine anerkannte Marke in ihrer Branche? Kennt man diese Website, wenn man sich in dem Thema auskennt?

 

Platte Metriken

Angesichts dieser vielen Fragen und Aspekte ist es wohl klar, dass man das kaum auf eine simple Metrik verdichten kann. Es gibt zwar von einigen Link-Datenbanken wie Majestic, Moz und Ahrefs jeweils einzelne Metriken, die versuchen, einzelne dieser Aspekte zu bewerten:

Aber faktisch ist es am Ende des Tages nicht möglich, einen Link eindeutig und unstrittig zu bewerten. Und damit ist es dann auch nicht wirklich möglich, einen fairen Preis zu definieren.

Das liegt auch daran, dass der Preis natürlich eigentlich widerspiegeln sollte, welchen Effekt dieser einzelne Link für die jeweilige Website hat. Das wird man allerdings niemals wirklich isolieren können, weil bei Suchmaschinen viele Prozesse gleichzeitig laufen. Man wird niemals sagen können, dass dieser eine Link, den man sich teuer erkauft hat, eindeutig zu einer klar messbaren Verbesserung im Ranking geführt. Und in der Folge kann man dem Link auch kein Umsatzwachstum zuordnen.

Linkkauf ist also eine Frage der Erfahrung. Und damit ist Linkkauf eigentlich auch nichts anders als klassischer Media-Einkauf: Wer Werbeflächen (z. B. in einer Zeitschrift) einkauft, wird später auch nur selten klar ermitteln können, welchen Effekt diese eine Werbefläche auf die Markenbekanntheit gehabt hat.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (International SEO), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

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