Wie kann Google eigentlich Paid Links identifizieren? Eigentlich gar nicht, wenn’s gut gemacht ist…

2. Dezember 2010 | Von in SEO

Ich möchte kurz auf einen interessanten Artikel von Rand Fishkin hinweisen: “A Recommendation for Google’s Webspam Team“. Ich glaube zwar nicht, dass er denen was empfehlen muss, aber der Artikel ist trotzdem interessant.

Denn er zeigt eine der großen Schwachstellen beim Linkaufbau auf, die Google sicherlich nutzen wird oder es bereits macht.

Wer Linkaufbau betreibt, wird derzeit hauptsächlich Keyword-Links aufbauen, also z. B.

<a href=”http://www.meinschuhshop.de/”>Herrenschuhe</a>

Und von derartigen Keyword-Links gibt es halt sehr viele. Man muss sich ja nur mal die Backlinks von bestimmten Websites angucken, die für konkurrenzstarke Begriffe ganz oben zu finden sind. Damit will ich nicht sagen, dass alle großen Unternehmen Links kaufen, aber in letzter Zeit sind mir da schon ein paar sehr krasse Fälle untergekommen, bei denen ich eine Abstrafung durch Google definitiv befürworten würde.

Der Artikel von Rand zielt jetzt darauf ab, zunächst konkurrenzstarke Phrasen zu identifizieren und dann nach Sites zu suchen, die mit genau diesem Ankertext verlinken. Denn: Es ist nicht wirklich sehr wahrscheinlich, dass es Links mit einem Ankertext wie “Immobilien Augsburg” gibt.

Das Problem besteht natürlich vor allem darin, dass man die Ergebnisse dann noch einmal manuell prüfen muss, weil es eben auch legitime Fälle solcher Links geben kann. Und: Rand schlägt erstmal nur vor, Seiten zu bestrafen, die zeitgleich 3+ derartige Links haben.

In der Praxis mag das dann in der Tat einige wenige treffen, aber die meisten erreiche ich damit trotzdem nicht. Denn man findet sehr viele Blog-Beiträge, bei denen es nur einen einzigen Link gibt. Und hier gibt es auch ein echtes Problem, denn so einem Link kann man nicht ansehen, ob er bezahlt wurde oder nicht. Als SEO hat man da natürlich ein sehr sehr starkes Gefühl, aber das reicht eben leider nicht. Und man darf natürlich auch die Dimensionen nicht vergessen. Das alles muss man ja für alle Sprachen und Länder machen. Viel Arbeit.

Dennoch: Ich denke, dass die Aufräumaktionen bewirken werden, dass die ganzen Billig-Links verschwinden werden. Das macht’s aber nicht besser, weil es immer noch gekaufte Links geben wird. Man wird halt nur etwas intelligenter dabei werden müssen und auch mal zwischendurch die Ankertexte sinnvoll variieren müssen. Aber solange man es richtig anstellt, wird man einen gekauften nicht von einem organischen Link unterscheiden können.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (International SEO), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

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