3 Google-Ads-Tipps für eine erfolgreiche Weihnachtszeit

16. August 2018 | Von in SEA

Die Tage sind gezählt, bis nach der großen Hitzewelle die ersten Weihnachtskekse in den Supermärkten auftauchen. Für einige Einzelhändler sind die Vorweihnachtszeit und Aktionstage wie der Black Friday die wichtigste Zeit des Jahres. Gerade ist noch ausreichend Zeit, den Google-Ads-Account auf Vordermann zu bringen.

Tipp 1: Aufräumen und auswerten

Je wertvoller die Klicks rund um Weihnachten usw. werden, umso wichtiger ist eine gründliche Account-Hygiene. Daher sollte man frühzeitig ehrliche Selbstkritik am Google-Ads-Account üben und insbesondere die folgenden Punkte im Hinterkopf behalten:

  • Abdeckung: Sind alle Bereiche, die beworben werden sollen, in Google Ads berücksichtigt?
  • Struktur: Ist alles übersichtlich und sinnvoll aufgebaut?
  • Finale URLs: Funktionieren die Zielseiten? Sind die Zielseiten relevant für die eingekauften Klicks?
  • Anzeigeninhalte: Sind die Texte noch aktuell? Sollten spezielle Anzeigen zu Weihnachten und Black Friday hinterlegt werden?

Empfehlenswert: Noch mehr Tipps und Tricks gibt es hier von meiner ehemaligen Kollegin Cora Rothenbächer.

Den Kontoanalysen sollte man im selben Zuge genauso viel Aufmerksamkeit schenken. Wie sind wir im letzten Jahr zur Weihnachtszeit vorgegangen? Wo sind die Kosten explodiert? Was waren z. B. in Google Shopping Hidden Champions, die wir dieses Jahr frühzeitig pushen können?

Auch lohnt sich ein kritischer Blick in Google Analytics. Wer das nicht sowieso schon regelmäßig tut, der sollte von den eigenen Fehlern der vergangenen Weihnachtssaison lernen.

  • Welche mit Google Ads beworbene Bereiche hatten eine hohe Absprungrate? (Bitte keine Durchschnittswerte betrachten, immer Segmente oder sekundäre Dimensionen nutzen.)
  • Gab es lukrative Verweisquellen, die ich noch nicht auf dem Schirm hatte? Hier könnte man über eine Kooperation nachdenken.
  • Sind die Kaufprozesse zu Black Friday und Weihnachten anders abgelaufen als davor? Welche Kenntnisse kann man sich für die eigene Werbestrategie zunutze machen?

Tipp 2: Remarketing renovieren

Große Massen an neuen Nutzern, die meine Marke/Website vorher noch nicht kannten, bieten großes Potenzial. Umso wichtiger ist eine zielgerichtete Herangehensweise. Beispielsweise sollte man sich frühzeitig überlegen, welches Verhalten Websitebesucher an den Tag legen sollten, damit man sie als interessante Noch-nicht-aber-hoffentlich-bald-Käufer einstuft.

Auch sollte einem bewusst sein, wen man nicht mit seinen Remarketing-Anzeigen rund um Weihnachten usw. ansprechen möchte. Gerade am Black Friday oder Cyber Monday reiben sich Schnäppchenfüchse ihre Pfoten. Da wird so lange gesucht, bis das günstigste Angebot gefunden wird. Daher ist mein Tipp, sich in Google Ads und Analytics im Detail anzusehen, welche Charakteristika diese negative Zielgruppe hat. Anschließend kann man mit wenigen Handgriffen Remarketing-Listen bzw. Zielgruppen in Analytics erstellen, welche von meinen Remarketing-Kampagnen bzw. RLSA ausgeschlossen werden können.

Eher langfristig für 2019 gedacht, ist die Erstellung einer Liste für Käufer bzw. interessante Besucher innerhalb der „heißen Phase“ vor Weihnachten oder rund um Black Friday. In Google Ads besteht die Möglichkeit, die Besuchsdaten der Listenmitglieder zu beschränken. Die Gültigkeitsdauer muss entsprechend auf über 365 Tage gestellt werden. Anschließend können diesen Nutzern besondere Angebote per Remarketing angezeigt werden, sofern diese ihre Cookies nicht gelöscht haben.

Tipp 3: Dynamische Suchanzeigen und spezielle Keywords verwenden

Ich empfehle keineswegs, generische Begriffe wie „Black Friday“ mit hohen Klickkosten und großen Streuverlusten einzupflegen. Was nach meiner Erfahrung aber immer einen Blick wert ist, ist ein intensiver Check der DSA-Ausspielungen rund um Weihnachten und Black Friday.

Wenn z. B. ein Tierhaarallergiker einem Pferdeliebhaber ein schönes Geschenk machen möchte, krankheitsbedingt aber leider keine Ahnung hat, so kann das die Chance für den Shop von Pferdezubehör sein. (Ich spreche da aus Erfahrung.) Mit der passenden Zielseite ist der schenkenden, unwissenden Person geholfen, die beispielsweise mit einem Geschenke-Finder als Allergiker zum Käufer wird. Gerade ist noch ausreichend Zeit, um solche Zielseiten zu planen und zu bauen.

Wonach sollte man die Suchanfragen der dynamischen Suchanzeigen durchleuchten? Diese Begriffe könnten interessant sein:

  • Angebot/e
  • Black Friday
  • Geschenk/e
  • Geschenkidee
  • Gutschein
  • Idee
  • Inspiration
  • Weihnacht/s/en
  • Wunsch/Wünsche

Ergänzungen mit feiertagsbezogenen Keywords können nach der Analyse erfolgen. Eventuell ist es sinnvoll, eine gesonderte Feiertagskampagne einzurichten. Hier behält man kostenriskante Begriffe wie „Geschenkidee für Autoliebhaber“ gut im Auge. Die Besucher der Kampagne können beispielsweise auf einer Analytics-Remarketing-Liste gesammelt werden und anderweitig erneut angesprochen werden.

Zusammenfassung

Es gibt weit mehr Möglichkeiten, sich die Weihnachtszeit und Black Friday zunutze zu machen, als schlichtweg die Gebote zu erhöhen. Mit gründlicher Vorarbeit und strategischer Herangehensweise kann man aus den Vorjahren lernen, sofern die Daten vorliegen. Ein selbstkritischer Blick ins Konto ist als erste, frühzeitige Maßnahme der richtige Weg in Richtung Potenzialnutzung.

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Helen Ramm

Helen Ramm ist Teamleiterin des SEA-Teams in der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Ihr Steckenpferd ist außerdem die Datenanalyse mit Google Analytics.

Helen Ramm ist unter anderem in den folgenden sozialen Netzwerken zu finden:

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