Buzzword Bingo: Welche SEO-Themen sind wichtig? [Search Camp 174]

11. Mai 2021 | Von in Search Camp + Alles auf Start, SEO

Zusammen mit Sebastian Erlhofer geht es in dieser Episode um ganz viele SEO-Buzzwords: Entitäten, Voice Search, E-A-T, AMP, PWA & Co. Was steckt hinter diesen Themen? Für wen sind diese Themen wirklich relevant? Was ist „overrated“, was „underrated“?

 

Keine Ausgabe unserer Podcasts mehr verpassen?
Dann melde Dich jetzt mit Deiner E-Mail-Adresse für unseren wöchentlichen SEO-Alert-Newsletter an:

Mit der Registrierung erklären Sie Ihr Einverständnis zum Erhalt der Update mit Revue sowie zur Analyse der Öffnungs- und Klickraten. Zu Ihrer Sicherheit erhalten Sie vorab eine Mail einem Bestätigungs-Link (Double-Opt-In). Sie können sich jederzeit mit dem Abmeldelink in einer Mail vom Newsletter abmelden.

 

Die wichtigsten Podcast-Links:

 

Buzzword Bingo: Welche SEO-Themen sind wichtig?

Markus Hövener: Moin, herzlich willkommen wie immer zu Search Camp. Ich habe heute etwas mitgebracht, also jedes Thema hat bei mir so einen Arbeitstitel und heute ist der Titel „Buzzword-Bingo“. Das möchte ich auf keinen Fall alleine spielen, ich habe mir den Sebastian Erlhofer dazu geholt. Moin Sebastian!

Sebastian Erlhofer: Hallo!

Markus Hövener: Für den einen auf dem Planeten, der dich nicht kennt, ich versuche, dich kurz vorzustellen. Ich habe nämlich eben in deinen Wikipedia-Eintrag reingeguckt und neidvoll festgestellt, erstmal, dass du überhaupt einen hast. Also man kennt ihn vor allem aus zwei Sachen, das eine ist wirklich, dass es auch den Erlhofer gibt, also das Fachbuch „Suchmaschinenoptimierung“ im Rheinwerk Verlag.

Sebastian Erlhofer: Mhm (bejahend).

Markus Hövener: Jetzt, glaube ich, schon in der 117. Auflage mittlerweile?

Sebastian Erlhofer: Die zehnte.

Markus Hövener: Die zehnte, okay. Also wird quasi alle zwei Jahre aktualisiert und dann kann man, wenn man mal was nachlesen möchte, zum Thema Suchmaschinenoptimierung, kann man das sehr bequem 1000 Seiten noch mal eben nachgucken. Und du hast natürlich eine Agentur in Köln, die heißen mindshape. Da gibt’s auch SEO, da gibt’s auch Online-Marketing insgesamt, Website-Entwicklung und all das ganze Zeugs. Und überhaupt noch ein paar andere Bücher, die hier alle meinen Schrank zieren. Zum Beispiel das Buch „Website-Konzeption und Relaunch“, ebenfalls aus dem Rheinwerk Verlag.

Sebastian Erlhofer: Yes!

Markus Hövener: Also SEO ist schon ein Thema. Wann war so der erste Tag, an dem du SEO gemacht hast?

Sebastian Erlhofer: Tatsächlich irgendwann 2000, ich weiß nicht mehr genau das Datum. Es war warm und Sommer irgendwann. Mir mal überlegt hatte, mal eine Webseite zum Thema SEO zu machen. Das war ja ganz heißer Scheiß damals. Google war relativ frisch, Altavista und Co. waren noch da. Weil das Buch sollte eigentlich mal eine Webseite werden, aber weil Webseiten bauen damals noch so kompliziert war, war Buch schreiben einfacher. Und das war so mein Einstieg in das Thema SEO.

Markus Hövener: Sehr stark. Sprich, wir beide machen jetzt eigentlich seit 20 Jahren SEO, so zusammengefasst.

Sebastian Erlhofer: Ach krass!

Markus Hövener: Scheiße, sind wir … Das heißt dann immer Urgestein, ist jetzt auch nicht so schön.

Sebastian Erlhofer: Nein.

Markus Hövener: Okay. Wir haben uns was vorgenommen heute, nämlich ich finde, es gibt immer so Begriffe, die die SEOs immer ganz fleißig und so selbstverständlich nutzen. Und Leute, die jetzt vielleicht gerade mit SEO anfangen oder eben, ich sag mal, das nebenberuflich machen, können mit vielen von diesen Begriffen nichts anfangen, verheddern sich dann ein bisschen darin, fragen sich: Ist das wichtig für mich, brauche ich das? Was kann das? Oder sind das vielleicht nur Nebelkerzen? Deswegen haben wir erst mal 12 Themen aufgeschrieben, plus, wenn wir gleich dazu noch kommen, haben wir noch einen kleinen Bonustrack, Thema Nummer 13. Und die wollen wir jetzt mal alle durchgehen. Und jeweils, dass wir erst mal gucken: Was ist das eigentlich? Und dann natürlich die Frage beantworten: Brauche ich das? Kann das weg? Taugt das was? Ich bin sehr gespannt. Lass uns mal anfangen.

Sebastian Erlhofer: Ja. Auf geht’s!

Markus Hövener: Thema Nummer 1, genau, lets go team, also: Crawl-Budget-Optimierung. Was ist das?

Sebastian Erlhofer: Was ist das? Oder kann das weg? Boah! Das ist jetzt die Kunst irgendwie, dass so komplexe Themen, zu denen man ja jeweils irgendwie zwei Stunden reden könnte, kurz zu fassen. Also Crawl-Budget-Optimierung, was ist das? Es geht darum, dass Google halt nicht unendlich viele Ressourcen hat, würde ich sagen, also Crawl-Ressourcen. Die speichern das ja auch irgendwo alles und auch die Bandbreite ist zwar riesig, aber begrenzt. Und es geht der Glaube herum im SEO-Dorf, dass man überlegen muss, dass man nur ein gewisses Budget abbekommt und dass man da entsprechend eben dafür sorgt, dass möglichst die ganze Seite optimiert wird. So war zumindest lange Zeit die Meinung. Dann hat Google da angefangen vor ein paar Jahren aufzuräumen, sich mehrfach widersprochen, und ich glaube, auch kürzlich einen neuen Artikel wieder rausgebracht, wo auch unterschieden wird. Und letztendlich ist das, meiner Meinung nach, zum Thema, wer braucht das eigentlich, sagt Google: Ja, okay. Nur für große Webseiten. Wenn man mal guckt, was sind denn eigentlich große Webseiten, je nach Doku-Seite, die man da findet, sind das also über 1 Million URLs mit auch einmal pro Woche Änderungen, mittelgroße Webseiten, wenn wir schon dabei sind, sind eher über 10.000 URLs, also alles drunter ist quasi klein. Das ist, soweit ich das eben auch weiß und mittlerweile immer noch mitverfolge, braucht überhaupt jemand überhaupt eine Crawl-Budget-Optimierung, wenn man denn ganz viele URLs hat? Wir haben da praktisch ein paar andere Erfahrungen, können wir vielleicht auch noch kurz darüber sprechen, habt ihr ja auch in der Agentur bestimmt. Aber das ist so der Bereich. Häufig verwechselt auch mit Themen wie Index-Budget oder Crawl-Bedarf, jeweils auch in ihren englischen, je nachdem, welchen Blog oder welches Portal man da liest. Das heißt, es geht dann nicht nur darum, dass alle URLs theoretisch auch indexiert werden, sondern es geht ja auch darum, wie viel möchte Google eigentlich indexieren. Und das liegt an so Dingen wie Aktualisierungshäufigkeit des Contents, an der Qualität des Contents, an der Relevanz der Seite, also gemessen in Domain Authority, Trust oder anderen Metriken. Das ist also auch haarscharf zu unterscheiden. Ganz genaue Unterscheidungen, bin ich mir sicher, Markus, packst du vielleicht in die Shownotes, weil da gibt’s diesen Artikel jetzt im Augenblick dazu, den würde ich jedem empfehlen, der sich mit dem Thema ein bisschen beschäftigen möchte.

Markus Hövener: Ja genau. Und natürlich, wer mal wissen möchte, wo sein eigenes Crawl Budget so ungefähr steht, weil das ist jetzt nicht unbedingt irgendwie die eine harte Zahl, sondern eher, ich sag mal, so eine Art Korridor, in der Google Search Console in den Einstellungen. Da gibt’s was zu den Crawling-Statistiken und da kann man das Ganze einsehen quasi, was Google so pro Tag, pro Woche, pro Monat alles runterlädt in Bytes, in Anzahl. Da kann man es sich angucken.

Sebastian Erlhofer: Ja. Aber wichtig, weil das ist ja auch, zum Thema mitgeben und wie du sagtest, 20 Jahre Erfahrung, bei uns in der Agentur fragen relativ viele Kunden nach Crawl-Budget-Optimierung, weil das halt einfach so ein Thema ist, einmal irgendwie auf einer Konferenz und dann, ich meine, macht ja auch Sinn, dass man überhaupt erst mal sagt, okay, wir wollen alles optimieren, aber Crawl Budget auch. Das muss nicht unbedingt sein, aber was schon sein muss für jede Seite, ist, dass man halt den Index irgendwo sauber hat. Weil wenn man den nicht hat, dann kann es auch sein, dass man sehr, sehr viel unnötige URLs im Index hat. Und dann ist das irgendwann mit dem Crawl Budget vielleicht auch ein Thema, gar nicht, weil Google sagt, ich möchte nicht so viel, aber ich möchte nicht diesen Content quasi indexieren oder auch überhaupt crawlen. Das heißt, da sind so Stichwörter wie Soft 404, technischer Duplicate Content, XML-Sitemap Fehler. Oder auch so lustige interne Suchen, die man dann baut und die sich rekursiv auf sich selbst verlinken, wo man dann tatsächlich 1 Million URLs generiert. Dann ist man nämlich relativ schnell mit so einem Meerschweinchen-Blog, was normalerweise vielleicht nur 40 URLs hat, auch bei 2 Millionen URLs, alles schon gesehen. Also insofern, ich glaube, bevor jemand Crawl-Budget-Optimierung macht, gerade so typisch mittelständisches Unternehmen oder wie auch immer, die alle irgendwo zwischen, weiß ich nicht, 500 und 5.000 URLs vielleicht im Index haben im Schnitt, eher Index-Hygiene, weniger Crawl-Budget-Optimierung. Wobei das Spaß macht, also definitiv, mit allen Tools da noch mal reinzugehen und so weiter. Aber anderes Thema.

Markus Hövener: Aber sehe ich auch so. Also eigentlich fast alle, die das bei uns anfragen, brauchen es nicht. Aber ja, man hat es mal gehört. Ich finde die Kernfrage ist immer: Was passiert eigentlich, wenn ich Crawl Budget verschwende? Also Google crawlt jetzt irgendwie Sachen, die es jetzt gar nicht crawlen müsste. Also irgendwie, weiß nicht, irgendwelche PDF-Dateien, die es seit 500.000 Jahren nicht mehr gibt, wird immer noch alles brav gecrawlt. Ja, ich verschwende zwar Crawl Budget, aber dadurch muss mir ja erst mal kein Nachteil entstehen. Den Index zu fluten, das ist ein Problem.

Sebastian Erlhofer: Ja. Das ist ein Thema. Es ist selten wirklich so, dass Google irgendwie nicht oder nicht häufig genug die Sachen crawlt. Das habe ich echt selten gesehen. Aber es ist häufig so, dass du einfach deinen Content entweder durch, wie du sagst, viele PDFs oder durch massivsten oder Duplicate Content, dass du den eigentlichen Content, den du ja auch teuer und mit Mühe optimierst in allen möglichen anderen Varianten, dass du den komplett verwässerst. Und deswegen ist da wieder auch eher das Index-Hygiene-Problem eigentlich das Problem und nicht dieses Problem, dass deine Seite so groß ist, dass da Google in wichtigen Seiten nur einmal im Jahr vorbeikommt und deswegen Änderungen nicht mitbekommt.

Markus Hövener: Gut. Zweites Thema: Entitäten.

Sebastian Erlhofer: Ja, das ist lustig. Entitäten für mich persönlich ist hauptsächlich ein, wie kann ein SEO eine Marke für sich treiben, nämlich der gute Olaf Kopp, schöne Grüße, der da ja ganz viel und ganz häufig viel macht, also meine persönliche Meinung, ich würde dem Thema einen Overrated-Stempel tatsächlich geben für die tägliche Optimierung. Was sind das überhaupt? Also Entitäten sind irgendwelche Dinge, Gegenstände, Menschen, Personen, Begrifflichkeiten, irgendwas Manifestierbares, sowas wie Haus, Baum, Kind, Auto, auch Marken wie mindshape oder Bloofusion oder ähnliches. Und das Tolle an den Entitäten ist, dass sie eben in Verbindung stehen können. Also quasi, weiß ich nicht, Papa ist ein Vater von Kind, oder Sebastian ist Gründer von mindshape. Das heißt, da baut man so ein Netzwerk auf. Das nennt sich, glaube ich, weiß ich gar nicht jetzt, ehrlich gesagt, ob das nur bei Google Knowledge Graph oder auch sonst wo. Da sind also Milliarden von Entitäten drin. Und wie du vorhin gesagt hast, Google und auch alle anderen, auch Bing und Co. benutzen da eben bestimmte Datenquellen für, soweit ich das weiß. Immer unterschiedlich über die Jahre, aber so Wikidata oder ehemals die Freebase oder sowas sind also so strukturierte Datenquellen, die herangezogen werden, die man dann sozusagen eher befüllen muss. Ich glaube tatsächlich: Wer braucht das? Ja, deswegen overrated. Ich glaube, gar nicht am Ende so viele. Weil den eigenen Markennamen von der eigenen Firma hast du dann relativ schnell über den My-Business-Eintrag drin. Wenn du, wie du vorhin gesagt hast, in die Wikipedia reinkommen willst, gibt’s da ganz harte Kriterien, die werden auch sehr, sehr streng überwacht. Also insofern, ich bin da zum Beispiel, in Anführungszeichen, auch „nur“ deswegen drin, weil ich ein bekanntes Fachbuch geschrieben habe. Also ein normales Buch würde zum Beispiel auch nicht reichen. Ich glaube, man muss mindestens drei sonst schreiben. Und das ist sozusagen auch dann die Grundlage, weswegen man in Wikidata, was also eher die strukturierte Form ist, dann auch aufgenommen wird. Und Wikidata zum Beispiel wird dann genutzt, um, wenn man jetzt in dem Falle meinen Namen eingibt, Sebastian Erlhofer, dann rechts eben diese Infobox auszuspielen. Im Übrigen lustiger Fun Fact, mein permanenter Test mit meinem falschen Geburtsdatum. Aber da kann ich immer gucken, wo es hernimmt. Ich glaube, dass man das tatsächlich in der Optimierungspraxis irgendwo ganz, ganz, ganz, ganz weit hinten im Prozess braucht. Es sei denn, man hat jetzt irgendwie einen Super-Spezialfall. Aber ansonsten, auch da würde mir Olaf Kopp wahrscheinlich jetzt widersprechen, aber das ist ein anderes Thema, glaube ich, ist es jetzt erst mal gar nicht so wichtig, und / oder so einfach, dass man entweder sich in Wikidata und die anderen drei, vier, fünf Quellen reintragen kann oder man eben nicht reinkommt. Und ansonsten sind wir, glaube ich, eher im Bereich PR als im Bereich SEO, weil man ja erst mal gucken muss, dass man quasi drei Bücher schreibt, um dann quasi wieder in Wikidata reinzukommen. Also das ist so das Thema. Und overrated Teil 2: Ich glaube, dass sich das überleben wird, dass Menschen irgendwelche strukturierten Datenquellen füllen. Ich glaube, wenn nicht sogar jetzt schon teilweise, spätestens in ein paar Jahren wird Google oder auch alle anderen Suchmaschinenbetreiber so schlau sein mittels AI, dass da einfach aus natürlich-sprachigen Dokumenten, sprich Webseiten, die Informationen rausgezogen werden und dann ist das quasi nichts anderes mehr, auf Entitäten zu optimieren als das, was wir jetzt gerade auch schon tun.

Markus Hövener: Dann lass uns zu Thema Nummer 3 übergehen. Man sagt ja, also das Thema ist Search Intent. Und Search Intent, sagt man ja immer, der Content, den du hast, muss optimal zum Search Intent passen. Was ist damit gemeint? Brauche ich das?

Sebastian Erlhofer: Ob du das brauchst, weiß ich gar nicht. Nein. Ich glaube tatsächlich, wir haben jetzt auch sehr viele Bewerbungsgespräche geführt, alle remote, wir machen das immer mit so Kennenlernen für SEOs und SEO-Trainees. Und was uns superwichtig ist, weil so ein SEO-Trainee weiß ja noch nichts, der kriegt das ja alles beigebracht, ist, ob diese Person, die dann irgendwann mal SEO werden möchte, ein Gespür dafür mitbringt, was denn der oder die Suchende quasi möchte, wenn da Waschmaschine eingegeben wird oder Anflanschmuffe oder Sofa oder sonst irgendwas. Und ich glaube, deswegen ist Search Intent, das Mindset eigentlich viel mehr als das, was es letztendlich ist, weil ja eigentlich ist es die Suchabsicht. Also irgendjemand gibt was an und was will er denn? Will er eine Frage beantwortet haben, was kaufen? Da kommen so Begriffe wie transaktional, informatorisch oder sowas dazu. Also was ist die Suchabsicht hinter irgendwie einer natürlich-sprachigen oder direkten Sucheingabe? Ich glaube aber tatsächlich, dass dieses Mindset des Search Intents für einen SEO ganz, ganz, ganz essenziel ist, weil das verhilft, dass man quasi in diesen Dimensionen überhaupt denkt. Ganz früher haben wir in Keywords gedacht, jetzt denken wir irgendwie in Search Intent, in Suchanfragen, die jetzt auch größer sind. Aber letztendlich steht immer dahinter: Was sucht eigentlich jemand? Was für eine Dissonanz hat ein Mensch? Irgendein Problem hat er ja, wenn er Waschmaschine eingibt. Entweder will er gucken, wo der Wettbewerb rankt oder er sucht tatsächlich eine, oder will wissen, welche er kaufen möchte. Deswegen glaube ich, ist das mit eines der spannendsten, aber auch wie ich finde, weichsten Konstrukte, die wir im SEO haben. Das ist für mich Search Intent.

Markus Hövener: Ich meine, die Search Intents kann man ja grundsätzlich erst mal nachlesen, wenn man so die Quality Rater Guidelines liest oder andere Dokumente. Früher war das, hattest du schon gesagt, transactional, informational, navigational, jetzt heute heißen die einfach anders. Glaubst du, dass es ein ultrakomplexes Thema ist oder gibt’s einfach wirklich nur so drei, vier, fünf, ich sag mal, Search Intent Kategorien und that’s it?

Sebastian Erlhofer: Ach, ich glaube, also es gibt ja auch je nachdem Patente oder Paper auch jetzt generell zum Information Retrieval, das ist ja jetzt kein typisches Google-Thema, da gibt es gefühlt, weiß ich nicht, Phantastillionen verschiedene Untergruppen zu verschiedenen Sachen. Also ich glaube, nein, ich glaube nicht, dass es nur fünf, sechs, sieben sind, ich glaube auch nicht, dass es die großen zwei sind, so von wegen trans…, also es gibt ja eigentlich große drei, navigatorisch, informational und transaktional. Ich glaube aber ganz ehrlich, dass das zumindest in der Beratungspraxis, da weiß ich es, und ich glaube auch, dass es sonst quasi, wenn man so fragt, für wen ist das wichtig, in welcher Tiefe, dass, glaube ich, diese drei Obergruppen in der Regel reichen. Weil alles drunter ist dann eher automatisch quasi abgegriffen und dient dann wirklich eher dazu, im Prinzip eigentlich relativ einfach programmierten Maschinen in irgendeiner Weise Unter-Unter-Unterkategorien quasi eine Zuordnung zu ermöglichen. Ich glaube tatsächlich, so in der Beratungspraxis oder auch in der SEO-Praxis würde ich sagen, macht man es sich einfacher, wenn man komplizierte Dinge nicht noch komplizierter macht, sondern einfach vielleicht ein bisschen einfacher. Und da würde ich sagen, die drei reichen. Aber sicherlich, wenn man sich da jetzt damit beschäftigt und man hat ein Thema, dass irgendwie der Search Intent auf eine Domain nicht passt, warum auch immer, also ich habe, keine Ahnung, einen Online-Shop, wo ich noch, weiß ich nicht, einen Riesen-Magazin-Bereich dabei habe und gleichzeitig habe ich da noch irgendwie noch 24 Software drin, die alle übers Web bedient werden und wo dann also der Search Intent quasi komplett durchfliegt, da kann man sich wahrscheinlich auch mal angucken, was da Google irgendwie dann genauer sag in den Quality Rater Guidelines, aber ansonsten würde ich sagen, reichen die drei. Zumindest für mich die letzten 20 Jahre. Ich bin auch guter Dinge, dass es die nächsten 20 reichen.

Markus Hövener: Wahrscheinlich. Thema Nummer 4 ist: Voice Search. Was fällt dir dazu ein?

Sebastian Erlhofer: Ja, ist auch ein Overrated Thema für mich persönlich. Ich weiß, es gibt Menschen, die lieben Voice Search. Ich hatte schon immer ein Problem damit, das ist aber eher, also was ist das, vielleicht eher mal. Das ist, wer des Englischen mächtig ist, es ist relativ simpel, die Sprach-Suche. Also sprich, jetzt nicht nur unbedingt in der Google Suche, wenn ich da bin, dann hinten auf das Mikrofon klicken, sondern eben auch die ganzen intelligenten Sprachassistenten, wie sie heißen. Ich glaube, da sind wir persönlich gerade in so einer Entwicklung drin, also so intelligent würde ich dann immer mal entsprechend in Frage stellen, aber auch die entwickeln sich natürlich. Und letztendlich für uns SEOs ist ja dann Voice Search dann spannend, wenn wir sagen, okay, wir haben da jetzt Inhalte, meist ja in textlicher Form, wie können wir die denn irgendwo in einer Voice Search bringen? Und häufig wird das auch als Vorlesen dann gleich, also dass sozusagen die Suche auch in Voice Ergebnisse bringen muss. Aber das muss ja nicht unbedingt sein. Also es gibt ja auch Menschen, die, warum auch immer, können nicht tippen oder wollen vielleicht auch nicht tippen und suchen dann quasi. Und da geht’s dann auch um so Themen wie natürlich-sprachige Anfragen. Also es sucht dann nicht jemand nach, weiß ich nicht, günstige Kaffeemaschine, sondern fragt vielleicht natürlicher maßen in das Handy oder in Alexa oder Siri oder wie sie alle heißen: Was ist denn die günstigste Kaffeemaschine? Oder wo und Co.? Ich glaube, dass die Optimierung für Voice Search schon relevant ist für bestimmte Bereiche. Also man könnte ja auch sagen, ist so eine Lokal-Optimierung, dass man sagt, irgendwie vielleicht zu Nicht-Corona-Zeiten einen Friseurladen und dann steht neben jemand dran und sagt: Wo ist denn der nächste gute Friseurladen? Und das gehört ja alles mit in dieses Voice Search Feld um. Ich glaube deswegen aber overrated, weil es eben Konstrukte gibt von Google und von anderen, namentlich BERT, ALBERT oder GPT-3 oder alles, was sozusagen natürlich-sprachige Formulierungen umübersetzt quasi wieder in letztendlich Maschinencode oder eben auch andersrum. Und ich glaube, dass wir irgendwann gar nicht mehr unterscheiden müssen, wenn nicht sogar jetzt schon, zwischen Voice Search und Text Search, sondern dass es im Prinzip das Gleiche ist. Und das ist so meine Beobachtung der letzten Jahre, dass das immer wieder aufpoppt das Thema, aber so richtig Fahrt aufnehmen tut es nicht. Aber da kannst du gerne auch mal sagen, was da deine Meinung ist. Weil ich glaube tatsächlich, dass das so ein bisschen eine persönlich gefärbte Meinung ist, die jeder da so unterschiedlich hat.

Markus Hövener: Ich habe das unlängst sogar schon hier in dem podcast gesagt, dass ich Voice Search an sich erst mal ein spannendes Thema finde, weil es natürlich oft passiert, aber auf der anderen Seite auch total unspannend finde. Erst mal, weil du es einfach nicht segmentieren kannst. Also du kannst nicht herausfinden, wie viele Besucher auf meiner, oder wie viel Google Klicks, wenn überhaupt, habe ich bekommen, weil jemand eine Sprachsuche durchgeführt hat. Und deswegen finde ich so, die Implikation ist natürlich oft ein bisschen gering bei der ganzen Sache. Ich meine, ja, es geht, deswegen kommen wir gleich auch noch mal auf das Thema Featured Snippets, das hat ja eine gewisse Verbindung damit, aber ansonsten sehe ich die Implikationen jetzt für den laufenden Betrieb oder gerade für das, was wir so strategisch machen, eigentlich nicht wirklich. Punkt.

Sebastian Erlhofer: Ja, ich glaube, Aufwand und Nutzen muss man da halt sehr stark abwägen. Und jetzt von den vielen Themen, die wir da hatten oder haben jetzt gleich, ist das definitiv nicht das, wo ich sagen würde, die Allgemeinheit sollte das als erstes angehen. Also da sind andere Themen definitiv wichtiger. Und zumal, also wenn jetzt irgendjemand wirklich in Richtung Voice Search und auch Voice Answer geht, dann würde ich mich, glaube ich, eher mit so Themen wie Skill-Programmierung jetzt für Alexa oder Co. irgendwie beschäftigen. Also das sind ja auch noch mal ganz andere Felder, wo es dann gar nicht um pure SEO geht oder um Webseiten-SEO, sondern um viele andere Dinge. Und letztendlich, ja, du hast es schon gesagt, mit einem Featured Snippet kriegst du das ja auch schon gut mitoptimiert. Also ich glaube, das ist so ein gutes „Kann man nebenbei mitmachen“-Thema. Und wenn man sich da super spezialisiert, aber das kommt, glaube ich, selten vor, ist es ohne Frage spannend. Das ist ja häufig so, wenn man sich spezialisiert. Aber ich glaube nicht, dass, also, wenn jetzt der deutsche Mittelstand kommen würde und würde sagen, wir wollen nichts anderes außer Voice Search Optimierung, würde ich glaube ich irgendwie das Handtuch schmeißen und würde sagen: Okay, Leute, dann macht was anderes ohne mich.

Markus Hövener: Genau. Wer macht Crawl-Budget-Optimierung?

Sebastian Erlhofer: Ja genau. Selbst das wäre sinnvoller.

Markus Hövener: Vielleicht ist das Thema 5 ja dann spannender, nämlich: E-A-T. Was ist das?

Sebastian Erlhofer: Ja, Essen. Nein. E-A-T, Expertise, Autorität und T wie Trust, das lässt sich dann nicht so gut übersetzen. Ja, was ist das? Ich finde ehrlich gesagt, das ist ein sehr, sehr, sehr stark, du hast vorhin Buzzword-Bingo gesagt, das ist ein Wabbel-Begriff, würde ich sagen. Also viele verwenden es, die wenigsten wissen genau, was dahintersteckt. Ich würde fast schon sogar behaupten, die wenigsten bei Google wissen, was dahintersteckt. Zumindest, was genau dahintersteckt, algorithmisch. Das ist so zumindest mein Eindruck. Man liest ja dann, also das ist ja auch das, was der gute John Mueller dann auch häufig sagt so, es gibt jetzt irgendwie keinen E-A-T Rankingfaktor. Wobei das ja schon wieder das nächste Buzzword ist. Also das beeinflusst nicht direkt irgendwelche Rankings, aber es ist quasi so eine Art Bewertungsmatrix. Und da soll man sich mal brav die Search Quality Rater Guidelines angucken und daraus quasi lernen, wie man gute Webseiten baut. Und dann würde man sozusagen so eine expertise-volle Webseite bauen, die auch geschätzt wird von außen mit einer Autorität, wird eine Themen-Autorität, wobei das häufig über Backlinks dann im Augenblick noch immer funktioniert, und dann eben viel Trust hat. Wobei für Trust, wenn man jetzt mal so ganz algorithmisch reingeht, gibt’s verschiedene, also Hilltop-Algorithmus und andere Dinge. Da muss man halt gucken. Also ich habe wirklich versucht, das ist ja das Schöne daran, wenn man alle zwei Jahre so ein Buch updaten darf und muss, ich habe da so ein bisschen eine moralische Verpflichtung mittlerweile, weil es ganz viele Bachelor-Studenten gibt oder Studentinnen auch, Studierende, glaube ich, heißt das neuerdings, die ja dann irgendwie da auch was Sinnvolles schreiben wollen. Und deswegen gucke ich da irgendwie dreimal genau. Und das ist so ein Begriff, wo ich sage so: Boah ey! Also wenn du mich nachts wachmachst, ich kann dir sagen, was es ist, wofür es gut ist und wofür nicht, aber ich könnte es jetzt nicht runterbeten, das und das und das musst du tun, damit es macht. Und das ist, glaube ich, auch gar nicht so wichtig. Ich bin um jeden dankbar, schreibt mir gerne, ruft mich an, wenn mir das jemand wirklich super erklären kann und diesen Wabbel-Begriff an die Wand nageln kann. Aber letztendlich kann man es zusammenfassen, finde ich, unter: Lese die Search Quality Rater Guidelines, da steht im Prinzip drin kurzgefasst, mach geile Webseiten. Und letztendlich ist das ja auch das, was schon John Mueller und Co. immer sagen, macht guten Content, guckt ein bisschen auf die Backlinks, aber bitte nicht kaufen. Das sollte man ja auch nicht tun, alles klar. Aber es geht einfach darum, dass man eine coole Webseite hat, die gute Inhalte hat, die eine Expertise zu bestimmten Themen hat. Und das ist für mich aber auch der Inbegriff von guter Webseite. Also wenn man irgendwie was publiziert im Internet, was wirklich jeder Mensch da draußen lesen kann, dann sollte es irgendwie Hand und Fuß haben. Und dann ist man automatisch irgendwann vielleicht ein Experte oder kann es dann eben durch bestimmte Strategien wie Backlinkaufbau oder auch so Dinge wie, man macht ein Autorenprofil, zum Beispiel bei Wikipedia, und verlinkt dann da drauf und so weiter, entsprechend befördern. Aber ich weiß nicht, wie siehst du das? Es gibt bestimmt irgendwie E-A-T Optimierungsstrategien, aber ist jetzt zumindest in meiner Optimierungspraxis oder das, was wir so beraten in der Agentur, jetzt nicht so das, wo wir sagen so: Macht das! Und dann braucht ihr euch um nichts zu kümmern.

Markus Hövener: Nein, ich glaube, es ist vor allem eben überhaupt kein technisches Thema für mich. Es ist nicht eins, wo man sagt, jetzt machst du ein bisschen Markup drumherum und passt schon. Sondern ich finde, es ist eigentlich ein Thema, was sehr, sehr tief geht. Was für mich auch schon zum Beispiel wirklich was damit zu tun hat wie: Haben wir Autoren, die wir nach außen exponieren? Damit meine ich jetzt nicht, dass wir unten einfach nur eine Bio-Box drunter packen und sagen: Der Peter hat den Artikel geschrieben. Sondern ist dieser Peter wirklich nach außen wirksam? Ist der wirklich anerkannt als Experte? Und da hört‘s dann leider bei vielen schon auf. Und leider ist es dann auch so in der Beratungspraxis, du kannst aus Peter Unbekannt relativ schlecht Peter Bekannt machen.

Sebastian Erlhofer: Ja, zumindest nicht in dem engeren SEO-Begriff. Und das finde ich hier halt spannend und deswegen liebe ich diesen Bereich ja auch so, weil der sich, ich meine, man könnte auch sagen so: Boah ey! 20 Jahre das Gleiche machen ist irgendwie auch langweilig. Aber es ist nie das Gleiche. Ich meine, klar, SEO von vor fünf oder zehn oder 15 Jahren war ein ganz anderes SEO, ist ja auch gut so. Aber heute ist es nicht mehr so, dass man sagt so, das ist SEO, jetzt machst du ein bisschen hier Keyword 3,5 Density oder sonst irgendwas und dann läuft der Laden. Aber wenn du quasi, weiß ich nicht, null Experte Peter quasi optimieren möchtest, dann musst du eigentlich mittlerweile hingehen und sagen: Ja gut, Peter, bevor wir über SEO sprechen und in dem Fall über E-A-T, dann gehen wir erst mal hin und überlegen, was sind denn eigentlich eure USPs, womit könnt ihr denn irgendwie eine Autorität insgesamt, eine Marke aufbauen? Es geht ja dann quasi um Marketing, um Brand Building und sowas. Da würde jeder sagen: Was hat denn das mit SEO zu tun? Tatsächlich tun das ja auch viele Unternehmen. Und das ist so irgendwie auch Teil meiner Mission oder Vision, die ich so für mich habe, dass ich sage: Ich will dieses SEO raus aus dieser Technikecke bringen, aus dieser Voodoo-Ecke. Ich glaube, da sind auf einem guten Weg. Aber deswegen würde ich gar nicht sagen, dass man da keine Chance hat, aber es verlässt den SEO-Teil, den eigentlichen. Und letztendlich musst du hingehen und irgendwie ähnlich wie bei der Entität auch, weil die Entität hilft dir, wenn du eine hast, Entität ist ja quasi ein technisches Manifest von irgendwas, was wichtig genug ist, überhaupt da irgendwo verentitätet zu werden. Und wenn du dazu bringst, quasi überlegst, wie kriegen wir denn E-A-T, indem wir Peter quasi als Entität machen, wie kriegen wir denn Peter in Wikipedia? Okay! Peter muss Bücher schreiben. Jetzt ist es ja nicht einfach nur schnell und hektisch irgendwelche Bücher zu schreiben, sondern wir sagen: Hey! Peter ist voll der Experte, weiß nur keiner, für Anflanschmuffen. Dann machen wir doch ein paar Whitepaper dazu und machen ein paar Publikationen. Wo machen wir die denn? Ja, in einer Fachzeitschrift so. Und dann bist du ganz schnell an dem Punkt, wo es nicht mehr um SEO geht, sondern im Prinzip eigentlich um Markenaufbau, um Reputationsaufbau, klassisch PR. Und dann ist man wieder auch beim E-A-T-Thema, aber da hast du quasi im SEO angefangen. Und da habe ich voll Bock drauf, die nächsten 20 oder von mir aus auch 30 Jahre da in diese Richtung mehr zu gehen mit den ganzen Unternehmen und mit den ganzen SEOs. Aber das ist noch eine Reise, die wir vor uns haben. Also insofern, E-A-T ist cool, aber ich glaube, wie du sagst, es ist eher ein Konstrukt, eine Matrix, nichts Technisches, wo man sagt, ich gehe jetzt dahin, benutze zweieinhalb Begriffe mehr und dann passt das irgendwie.

Markus Hövener: Hier noch mal kurz die Kreuz-Verlinkung. Ich habe mich in Search Camp Episode 151 mit dem Alexander Rus lange über das Thema E-A-T unterhalten. Also da gerne noch mal reinhören. Lass uns das 6. Thema relativ kurzmachen, das heißt: Your Money or Your Life, was ich immer mit YMYL („jamil“ ausgesprochen) ausspreche. Ich weiß nicht, ob die Amerikaner das so tun. Aber was ist gemeint mit Your Money or Your Life?

Sebastian Erlhofer: Ja, bei YMYL musst du vorsichtig sein, weil das ist auch ein Abkürzungsformat, was bei Techies auch genutzt wird, um Sachen auszuzeichnen. Das ist bei YMYL wirklich, aber egal. Your Money Your Life ist, ich würde sagen, eine bestimmte Kategorie von Themen und / oder Webseiten dann damit verbunden, die bei Google unter besonderer Beobachtung stehen. Nämlich alles, was mit Geld zu tun hat, Versicherung, Finanzen und Co.. Und Your Life, also Gesundheit, irgendwelche energetischen Zustände oder ähnliches, was sozusagen direkt oder indirekt auf die, im schlimmsten Fall, Gesundheit eingehen kann. Sicherlich Corona auch, wobei ich denke, dass Corona ein besonderes Thema ist gerade, das auch bei Google anders getriggert wird. In Kurz, weil wir haben da nämlich lustigerweise auch mit Powerful Me so ein Portal aufgebaut, was wirklich auch Your Life ist, also da geht’s um Persönlichkeitsentwicklung. Und da merken wir, das, was ich jetzt gleich sage, nämlich, bei Your Money Your Life Seiten ist es wie bei einem Computerspiel, wo man quasi den Härtegrad oder den Schwierigkeitsgrad nach oben stellt. Also das heißt, es gilt, meiner Meinung nach, Ähnliches bis das Gleiche wie bei allen anderen Seiten auch, bei allen anderen Themen, aber es ist schwieriger, man darf weniger Fehler machen. Weil Google eben sagt: Wenn wir euch da weit oben zeigen wollen und ihr theoretisch das Leben, die Gesundheit oder was auch immer, den Geldbeutel unserer Suchenden dann gefährdet, dann müsst ihr euch schon beweisen. Und das wäre so meine Übersetzung in ganz kurz, du hast mich gezwungen zu sagen, im Prinzip das Gleiche, stimmt nicht ganz, aber vereinfacht gesagt, nur deutlich schwieriger, man darf weniger Fehler machen.

Markus Hövener: Quasi E-A-T on steroids, wenn man so möchte?

Sebastian Erlhofer: Ja.

Markus Hövener: Okay. Gut.

Sebastian Erlhofer: Ja, schön.

Markus Hövener: Thema Nummer 7: Featured Snippets. Nicht ganz unumstritten. Früher gab‘s die sogenannte Position Zero, also man konnte quasi, man war quasi doppelt auf der ersten Suchergebnisseite, nämlich einmal mit dem nullten Ergebnis und dann zum Beispiel mit dem ersten. Das war natürlich irgendwie ganz spannend. Das gibt’s jetzt nicht mehr. Jetzt gibt’s quasi nur noch Position 1 und man wird ganz besonders hervorgehoben. Ist ein bisschen umstritten, ob das jetzt gut ist oder schlecht ist, und warum eigentlich?

Sebastian Erlhofer: Ja, also was es ist, hast du sehr gut formuliert. Dazu habe ich auch immer ganz viele Diskussionen, was sind eigentlich jetzt Featured Snippets oder wie auch immer, ist Position Zero oder Direct Answers oder Featured Answers. Da gibt’s ja auch verschiedenste Begriffe, die mal stimmen, mal nicht. Google ändert da auch regelmäßig dann irgendwie die Begrifflichkeiten. Ja, ich glaube, da gibt’s nicht die Richtig- oder Falsch-Geschichte. Wie du sagtest, früher war es cooler, da hatte man quasi doppelte Rankings, heute hat man nur eins, was hervorgehoben ist, was aber leider dann auch eben durch die Hervorhebung paradoxerweise auch übersehen wird oder werden kann, weil die Leute denken, es ist irgendwie Werbung oder irgendein anderes Vertical. Ich würde da eigentlich dazu tendieren zu sagen, es ist schon cool, wenn man es hat, weil man es dann eben ausprobieren kann. Letztendlich geht’s im Wesentlichen um, dass man eben guckt, also nicht jede Suchanfrage spielt das automatisch auch aus. Da gibt’s ja auch hin und wieder, aber da gibt’s jetzt nicht die Antwort auf, da geht’s da nicht, sondern man muss wirklich gucken letztendlich, das können ja mittlerweile auch die gängigen SEO Tools alle dann auch anzeigen. Und dann würde ich einfach jedem empfehlen, das ist auch das, was wir tun, es einfach mal auszuprobieren und zu gucken, wie das für die Nische, für das Thema oder für das Keyword entsprechend dann funktioniert. Allerdings kleiner Haken, die De-Optimierung ist dann schon wieder ein bisschen schwieriger, wenn man mal gefangen ist. Also sollte man es vielleicht nicht gerade für das Haupt-Keyword irgendwie machen. Aber wir haben tatsächlich, in den Daten bei unseren Domains sehen wir beides. Also wo es deutlich besser funktioniert, weil du halt ganz oben bist, oder dass es halt quasi deutlich schlechter funktioniert, also quasi äquivalent zu Platz 7 oder Platz 8 im Prinzip in den SERPs. Und ansonsten, wie du vorhin sagtest, also Voice Search relevant ist es halt im Augenblick noch, aber ich glaube, das haben wir auch die längste Zeit gesehen. Also das wird sich irgendwann von alleine lösen.

Markus Hövener: Und relevant in dem Sinne, wenn ich da so ein Google Home rumstehen habe und ich frag das Ding was „Ab wann ist Fieber schlecht?“, dann platt ausgedrückt, tippt Google das in seine Google Ergebnisse ein, guckt sich an, was habe ich als Featured Snippet und genau das wird es dann vorlesen. Das heißt, es gibt auch nur ein Suchergebnis, und entweder hast du das Featured Snippet und wirst vorgelesen oder du hast es nicht und du findest nicht statt. Deswegen ist es halt in gewisser Weise erstrebenswert, in gewisser Weise aber auch hier wieder nicht reporting-fähig, weil ob du vorgelesen wurdest, sagt dir halt, zumindest nach aktuellem Stand, kein Tool, vor allem die Google Search Console hält sich da relativ und schön bedeckt. Du hattest eben schon das Wort SERP erwähnt, das ist natürlich auch nicht für alle da draußen immer so im gängigen Sprachgebrauch. Als Thema Nummer 8 haben wir uns aber auf jeden Fall SERP Featues herausgesucht. Sag mal kurz, was das ist. #00:33:28.0#

Sebastian Erlhofer: Ja, auch so ein Begriff, der sehr unscharf ist und wo es kein Richtig und Falsch gibt, meiner Meinung nach, aber bei Google dann schon vorhanden ist. SERP Features sind im Prinzip diese verschiedenen Ausprägungen, die so eine Suchergebnisseite, eine SERP, haben kann bei Google. Das mögen irgendwie Karussells sein oder auch ein Featured Snippet oben ist ja, die Position Zero ist ein SERP Feature. Oder wenn man nach Gemälden sucht, dann gibt’s oben dann entsprechend die Gemälde, oder wildeste Geschichten, YouTube-Videos oder auch andere. Also im Prinzip, wenn man das so formulieren möchte allgemein, quasi Ausprägungen auf der SERP, die nicht ein normales Standard Snippet sind. Nicht zu verwechseln, meiner Meinung nach, aber häufig verwechselt mit den, wie soll man sagen jetzt letztendlich, also den Features, die ein einzelner SERP-Eintrag haben kann, also Sterne oder Datum oder so irgendwas. Also das wird häufig auch, finde ich, miteinander verwechselt. Was aber auch ziemlich nah zusammenliegt, weil das eine halt das andere bedingt dann teilweise auch.

Markus Hövener: Also früher gab es eben vor allem, ich meine, früher, haben wir eben drüber gesprochen, wann wir mal so angefangen haben, früher gab‘s wirklich die 10 Blue Links, das heißt, eine Suchergebnisseite bestand wirklich exakt aus 10 Suchergebnissen, und die sahen auch noch alle gleich aus. Da war nichts Buntes drin und kein Karussell und nichts. Und heute muss man halt vor allem erst mal reingucken, um, finde ich, erst mal zu gucken, wo ist denn eigentlich ein Hebel? Also wenn da auf Platz 1 eine Bildersuche ausgespielt wird, dann weiß ich halt, ja, da könnte ich stehen, und warum stehe ich da eigentlich nicht. Ein Featured Snippet als erstes, und dass ich zum Beispiel gucke, kann ich das dem anderen vielleicht wegnehmen, indem ich eine noch bessere Antwort darauf liefere. Also eben vor allem, Suchergebnisse lesen, sich angucken, was findet ihr da, um dann idealerweise damit auch einen Hebel zu finden.

Sebastian Erlhofer: Ja, das ist ganz wichtig, was du sagst, weil das, finde ich, ist eine relativ, was heißt relativ, neue, aber eine neue Disziplin, die es so früher nicht gab oder die jetzt auch viel mehr an Bedeutung gewonnen hat, nämlich im Prinzip die SERP-Analyse. Also das heißt, dass du wirklich nicht mehr hingehst und sagst, naja gut, wir optimieren jetzt einfach mal blind irgendein Keyword, was uns wichtig ist, was hohes Suchvolumen hat und vielleicht nicht so viel Wettbewerb, und dann landen wir dann irgendwo. Sondern du musst ja genau hingehen und, wie du sagst, also du guckst dir im Prinzip die SERP an und sagst: Was sind denn das für Typen? Und da spielt ja der Begriff Vertical auch eine wichtige Geschichte. Also zum Beispiel die Bilder, die dann häufig auch je nach Mondstand mal im Karussell oder nicht angezeigt werden bei Google, die kommen ja jetzt nicht aus der eigentlichen Textsuche, sondern aus der Bildersuche. Und die, weiß ich nicht, wenn du Ads zwischendrin hast oder dann hast du noch Produkte drin, also da gibt’s ja auch bestimmte Bewegungen, die dann passieren, und neue Tests oder auch alte Test, die dann wieder gemacht werden, und auch Google News kommt mit rein. Also das sind so verschiedene Verticals, also im Prinzip nicht die originale Textsuche sozusagen, sondern dann eben andere Suchtypen. Und das ist super-wichtig, a) das überhaupt mal zu verstehen, wo kommt denn da was her? Und das ist schon eine Herausforderung, finde ich, das irgendwie zum Beispiel so Trainees oder auch dann teilweise Kunden zu vermitteln, weil du da halt sehr viel Drumherum-Wissen brauchst, jetzt nicht nur zur Textsuche sozusagen. Und das zweite ist dann eben auch, dass sich das ja natürlich dann auch täglich ändert. Also Stichworte wie Personalisierung, Lokalisierung, Mobile- versus Desktop-Ergebnisse. Also das ist jetzt auch nicht so, dass man hingeht und sagt so, ich gucke mir die einmal an und dann ist die so. Aber ein super-spannendes und definitiv, meiner Meinung nach, Underrated-Thema, diese SERP-Feature-Analyse oder generell die SERP-Analyse, um wirklich, wie du sagst, strategisch zu überlegen, was für eine Art von Inhalt, Text, Bild, Video, wie auch immer, brauche ich, und wie muss der oder das dann entsprechend gestaltet sein, damit ich dann dahinkomme. Das ist super-wichtig. Ja.

Markus Hövener: Thema Nummer 9: AMP. Das sind die Accelerated Mobile Pages. Ist nicht jeder ein Freund von, finde ich. Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht, oder mein Eindruck ist, es ist auf dem absteigenden Ast und in zwei Jahren haben wir das Ding vielleicht nicht mehr. Aber trotzdem noch mal so: Wer braucht das Zeug?

Sebastian Erlhofer: Ist das Kunst oder kann das weg? Ursprünglich war das mal von Google, glaube ich, ganz gut gedacht, dass sie mal gesagt haben, boah, irgendwie die Webseiten werden immer größer und vom Quellcode her und von JavaScript und Co. immer schwerer, also sprich, langsamer zu laden dann auch. Und lass uns doch irgendwie quasi so eine Art Mini-HTML bauen und das nennen wir AMP, was dann ausschließlich für mobile Endgeräte quasi die Inhalte ganz schnell anzeigt. Letztendlich ist es das immer noch. Ich glaube, dass es nach wie vor sehr wichtig ist für, und da kommt wieder die SERP-Analyse mit rein, alles, was News-Themen sind. Da sieht man es auch, das können aber auch so Magazin-Themen sein. Man sieht es ja immer noch in den SERPs dann auch, das ist ausgezeichnet, also sozusagen bei der SERP-Analyse immer gucken, wo sind AMP-Inhalte. Weil das sind halt die Plätze, wo Google das halt auch möchte. Es gab da so in der Vergangenheit ganz viele Themen und Problematiken, angefangen von, man konnte da irgendwie kein Google Adsense irgendwie rein platzieren. Oder dann konnte man nur das, aber keine anderen Werbeformate. Dann war die Frage, man musste die Inhalte quasi auf Google Server packen, dann wieder nicht. Also da hat eine Menge Bewegung drin stattgefunden in der Technologie. Das hat immer für sehr viel Arbeit gesorgt auf allen Seiten. Ich meine, uns als SEOs hat es dann irgendwie vielleicht irgendwann mal genervt, wie du sagst. Da gibt’s halt auch wirklich Leute, die hassen das Thema, weil das halt einfach nicht stabil ist. Und ich meine, wer so Zyklen kennt bei Unternehmen, du als SEO, du schaffst ja in der Regel sozusagen nichts weg, sondern du verursachst ja immer noch weitere Kosten quasi. Da muss man sich auch der Verantwortung sehr bewusst sein. Aber du berätst dann quasi ein Unternehmen und sagst, wir setzen das jetzt, ihr solltet das umsetzen in AMP, die brauchen ein halbes Jahr, und bis dann quasi das durch ist in dem Sprint, ist quasi AMP schon wieder anders. Und das ist halt häufig und viel passiert. Und lustigerweise geht’s ja jetzt darum schon seit einem guten Jahr, dass die Google-Kommunikation in Richtung Pagespeed geht, also Web Vitals ist jetzt eigentlich das Thema. Und deswegen, ich glaube tatsächlich, das Thema ist im Augenblick noch relevant für vor allen Dingen News-Content, aber für die normalen üblichen Lead-Generation-Websites kann man das eigentlich ignorieren. Wir haben da tatsächlich auch ein paar Test-Domains laufen nebenbei und gucken immer, ob da irgendwie was passiert oder nicht. Es passiert nichts. Also meiner Meinung nach, als Otto-Normal-Unternehmen oder Meerschweinchen-Blogbetreiber kann man es ignorieren. Ist auch gar nicht so einfach letztendlich, in eine normale Webseite in AMP wirklich gut rüberzubringen. Also ist auch ein sehr teures Thema, finde ich. Deswegen, und in zwei Jahren wahrscheinlich tot, und spätestens in vier, also da bin ich mir auch relativ sicher.

Markus Hövener: Ich meine, der einzige Vorteil von AMP ist vielleicht, dass man nicht alle Seiten der Website übersetzen muss, sondern es reicht theoretisch, wenn man nur einen Seitentyp damit realisiert, zum Beispiel bei einem Blog ein Blogpost, aber die Kategorie könnte eben nicht AMP sein. Aber ansonsten stimme ich dir mehr als zu. Für Thema Nummer 10, ist natürlich toll, dass du dich mit Webentwicklungen auskennst, es geht nämlich um PWAs, die Progressive Web Apps, was ja eine Mischung ist, platt ausgedrückt, zwischen einer App und einer Website.

Sebastian Erlhofer: Mhm (bejahend).

Markus Hövener: Vielleicht können wir es ja kurz machen an dem Punkt. Ist das Thema SEO-relevant? Weil dann kann man es auch seinlassen.

Sebastian Erlhofer: Ja, es ist SEO-relevant, weil es eine Technologie von Google ist, und weil, glaube ich, viele sich fragen, wenn sie einen Relaunch machen, machen wir das als PWA? Das ist zumindest immer so die Anfrage. Letztendlich ist es ja auch „nur“, in Anführungszeichen, erst mal eine gewisse Art, wie man eine Webseite programmiert. Das ist ja das Spannende daran, weil Web App. Aber es hat eben technologische Komponenten, die mit SEO, daher wahrscheinlich deine Frage, überhaupt nichts zu tun haben. Also da gibt’s halt so coole Dinge wie, eine Offline-Synchronisation. Das heißt, wenn ich mit meinem Handy im Keller bin und irgendwie was abschicke, dann synchronisiert der das, wenn ich dann wieder weiter oben bin und einen LTE-Empfang habe. Push-Benachrichtigung und Co., wenn man irgendwie Blogbeiträge liest, zumindest früher war das so, dann wurde als Killer-Feature genannt, dass man irgendwie das Icon der App auf seinen Homescreen packen kann. Das fand ich jetzt irgendwie noch nie so wahnsinnig relevant.

Markus Hövener: Wow!

Sebastian Erlhofer: Aber es hat es zumindest in alle Top-10-Listen geschafft. Also es ist ein Thema, ich glaube aber tatsächlich, es ist schlecht zu optimieren, weil PWAs massiv eben auf JavaScript aufbauen. Und da könnten wir jetzt noch zwei Stunden reden, aber meine Meinung auch jetzt immer noch 2021, ist das, alle Suchmaschinen außer Google sowieso nicht so gut klarkommen mit JavaScript und auch Google immer noch struggelt, also die haben die letzten ein, zwei Jahre wahnsinnig Gas gegeben, ich meine, müssen sie auch. Aber es gab da ja auch schon ganz viele Themen, wo man sagt, also auch AngularJS, also das JavaScript-Framework ist ja auch von Google erschaffen worden und hatte lange Zeit SEO-Probleme. Und so ist es lustigerweise mit PWAs auch. Also das sind dann irgendwelche, weiß ich nicht, Rauten, oder für die neue Generation, Hashtag-Zeichen, die da irgendwie in den URLs mit rum friemeln und lauter solche lustigen Dinge, und inklusive halt, dass es alles JavaScript ist. Ich glaube, das ist kein Thema, mit dem man sich, wenn man jetzt nicht irgendwie gezwungen wird, sich aktiv beschäftigen muss, weil es auch nicht mehr lange so existiert. Also existieren wird es lange, aber es hat keine Anwendung, glaube ich, weil Apps mittlerweile auch viel cooler gebaut werden können. So Apache Cordova, Electron, oder jetzt auch lustigerweise von Google, Flutter nennt sich das. Da geht’s darum, dass man Apps quasi auch mittels unter anderem JavaScript oder anderen Programmiersprachen bauen kann und die dann nativ kompiliert werden auf die jeweiligen, meistens die zwei Betriebssysteme. Und dann kannst du eben auch, das ist dann aber eher so diese Headless CMS Geschichte, eben darüber normale Webseiten quasi wieder bespielen, die dann nicht an sich eine App sein müssen. Also sprich, dieser Vorteil, dass man beides hat, Webseite und App in einem, hat sich irgendwie so als sehr komplexes Konstrukt erwiesen. Und wenn man gezwungen wird, muss man dafür SEO machen, viel Spaß dabei, aber eigentlich hat es nicht so wirklich große praktische Bedeutung. Also ich würde auch jedem, und das tun wir auch tatsächlich, wenn da irgendwie mal irgendein ITler in irgendeinem Unternehmen sitzt und sagt, boah, ich habe gelesen, PWA wäre voll cool, wenn man das mal durchkalkuliert, das ist so mein Tipp an alle Agenturen oder Freelancer, einfach mal kurz durchkalkulieren, den Preis hintendran schreiben, dann werden die Leute von sich aus schon sagen, okay, das lassen wir einfach sein. Weil das ist so ein bisschen gefühlt, ich muss da in WordPress nur zwei Klicks machen und dann habe ich eine PWA, das ist auch das, was natürlich Google versucht zu suggerieren. Faktisch ist es aber so nicht.

Markus Hövener: Dann haben wir noch zwei Themen auf der Liste. Das vorletzte Thema ist hreflang. Das sind ja Codes, HTML-Codes, wobei die nicht nur im HTML stehen müssen, aber typischerweise tun sie es, die für eine ganz bestimmte Seite meiner Website abbilden, wenn es sie noch in anderen Sprachen und / oder für andere Regionen gibt. Also in meiner deutschsprachigen Seite steht zum Beispiel, diese Seite gibt’s noch mal auf Englisch, Spanisch, Italienisch. Mit dem Effekt, dass wenn jetzt jemand in Spanien sucht, kriegt der quasi auch garantiert in Google-Ergebnissen zumindest die spanische Seite, also die für ihn passende Seite. Das war so hoffentlich eine ganz halbwegs ordentliche, passable Zusammenfassung. Braucht man das, also wenn jetzt einer zu euch kommt und der hat eine internationale Website, ist das Pflichtprogramm oder ist das optional?

Sebastian Erlhofer: Also hättest du mein Vergangenheits-Ich gefragt vor drei, vier Jahren, hätte ich gesagt, ja, ist wahrscheinlich schon eher Pflicht. Mittlerweile ist es zumindest bei uns, und so wie ich das in der Praxis auch bei anderen kenne, ist es meistens keine Pflicht mehr, wenn nicht bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Also letztendlich geht’s ja darum, auch da wieder, Google ist da mittlerweile sehr gut darin, das gilt auch für alle anderen Sprachauszeichnungen auch auf der Webseite im HTML-Code, Google ist sehr gut darin, eigentlich mittlerweile die Sprachen selbstständig zu erkennen. Da braucht man auch gar nicht so ein AI-Kram, sondern da gibt’s mittlerweile ganz einfache Algorithmen, die auch, in Anführungsstrichen, „günstig“ sind, also gut und schnell ohne CPU-Kraft viel durchlaufen. Das heißt also, man muss sich jetzt nicht, wenn man jetzt eine deutschsprachige Webseite hat, dann sollte man das auf jeden Fall lassen, also einfach nicht tun. Und wir sind mittlerweile auch an dem Punkt, wo wir sagen, wenn jemand eine internationale Seite hat, also solche Sprachen wie Italienisch, Französisch und Deutsch, kriegt Google auch und alle anderen Suchmaschinen auch mittlerweile sehr gut auseinandergehalten. Auch da würde ich sagen, muss man nichts entsprechend auszeichnen. Es gibt so eben den Fall, wenn man im Englischsprachigen oder im Spanischen, weil da gibt’s ja, wie man so weiß, auf der Welt mehrere Kontinente, wo auch spanisch gesprochen wird, oder jetzt hier in dem Fall in Deutschland, in Österreich und in der Nordschweiz hauptsächlich, wenn es darum geht, dass ein österreichischer Sucher irgendwas sucht und dann wir sagen möchten, der muss aber unbedingt, weil, weiß ich nicht, vielleicht die Farbe in Österreich von der Schokolade anders ist oder sein muss aus gesetzlichen Gründen für Ostern oder der Weihnachtsbaum oder irgendwie andere ISO-Normen haben muss, keine Ahnung, dann kann man eben oder muss man im Prinzip sogar mit hreflang quasi hingehen und sagen: Liebes Google, wenn jemand aus Österreich sucht, dann zeige ihm bitte die AT-Seite, und wenn jemand aus Deutschland sucht, dann zeige ihm bitte die DE-Seite. Das klappt allerdings in der Praxis selten, muss ich sagen. Es gibt dann verschiedene Tricks und Hacks, man alle nachlesen in verschiedenen Blogs oder Konferenzen. Deswegen, wenn man es nicht unbedingt muss, und damit meine ich jetzt nicht irgendwie, dass in der Schweiz halt irgendwie ein Nasentuch Nastüchli heißt oder sowas, sondern wirklich, dass es wirklich betriebswirtschaftliche Gründe gibt, dass das unterschiedlich sein muss, dann würde ich das tun. Ansonsten würde ich es eher weglassen, weil Google mittlerweile ganz gut klar damit kommt. Und im Gegenteil, wenn man es tut, weil man vielleicht, weiß ich nicht, ein Beratungsbudget in der Agentur noch liegen hat und die müssen sich irgendwie beschäftigen, weil sie sonst nichts können, also nicht, weil sie es fachlich nicht können, sondern weil sie an die anderen Bereiche nicht rankommen, das ist der häufigere Fall, als dass irgendwie SEO-Agenturen nichts können, dann produziert man da irgendwie so ein Konzept und dann wird das irgendwie eingekippt und dann werden irgendwelche Dinge falsch gemacht oder bei irgendeinem Deployment drei Monate später, die ja gar nichts mehr damit zu tun haben, wird irgendwas falsch gemacht, und dann fragt man sich ein halbes Jahr später, warum der Traffic nicht mehr da ist. Und dann liegt das häufig eben an Hreflang-Geschichten. Also insofern, ganz, ganz, ganz vorsichtig sein. Ist auch das, glaube ich, was Google da regelmäßig immer wieder sagt, aber auf die hört ja auch keiner. Und wirklich nur benutzen, wenn man da wirklich ein Problem damit hat.

Markus Hövener: Dann lass uns das letzte Thema angehen: Markup, alias strukturierte Daten. Ich habe so den Eindruck, dass man den Begriff heutzutage nicht mehr so richtig erklären muss. Also das ist, glaube ich, schon jetzt bei vielen angekommen, was das Ganze soll. Braucht man das? Ist das wichtig? Underrated, overrated?

Sebastian Erlhofer: Rightrated, würde ich sagen. Also letztendlich geht’s ja darum, dass man irgendwie dieses semistrukturierte HTML, wie es ja heißt, in irgendeiner Weise semantisch auflädt. Also dass man sagt, bei Produkten, das ist der Produktpreis, das ist der Titel, oder bei Events oder Rezepten zu sagen, das sind die Zutaten oder so auch immer. Oder bei FAQs ganz beliebt gerade, das ist die Frage, das ist die Antwort. Also das steckt ja dahinter. Auch da, glaube ich, dass Google das irgendwann selber kann. Ich finde es aber ganz clever, dass sie quasi die ganze SEO-Branche und alle Webseiten dazu verdonnern, ihren Content so auszuzeichnen, weil das ist ein astreines Lernprojekt, wo Google halt sagen kann: Hier hat er es halt ausgezeichnet, der Webmaster, die FAW. Auf 25 andere URLs von anderen Webmastern da nicht, aber wir erkennen das Schema. Das ist ja relativ simpel, was eine Frage, was eine Antwort ist. Danach kommt noch mal eine Frage, eine Antwort. Also ich glaube, das werden wir irgendwie die längste Zeit gemacht haben tatsächlich, oder Google wird sich darauf nicht mehr so verlassen oder wird erkennen, wenn man das missbraucht, das ist ja dann immer der erste Schritt. Ich würde es auf jeden Fall machen, weil es relativ einfach ist. Es geht vor allen Dingen um sowas wie in einem Shop Produktauszeichnung oder wenn man Events hat oder Rezepte, oder früher waren es Bewertungen, und heute sind es FAQs vielmehr. Weil nämlich mehr oder weniger alle Schema-Auszeichnungen dazu führen, dass man irgendwas Nettes in der SERP dann irgendwo wieder sieht, also Sternchen oder Euro oder irgendwie eben dann Frage, Antwort. Und das Kernargument ist ja dann immer von uns SEOs, dann nimmt man mehr Platz ein quasi und mehr Platz ist dann mehr Klick-Chance sozusagen auf das SERP Treffer. Es ist allerdings immer so, und das finde ich dann auch ganz lustig zu beobachten, sobald Google irgendwas neu macht, also bei den FAWs war es ja so, dann stürzen sich quasi alle drauf. Jetzt ist es, glaube ich, neu auch mit den Quizzen, die ja eigentlich eher für den Schulbereich oder für den Unibereich da sind. Und da bin ich mir sicher, dass es da, ich habe noch nicht geguckt, aber die nächsten Tage, spätestens nach Ostern, da wird es ganz viel, ganz viel Themen geben, ganz viele SEOs geben, die sich darauf stürzen, es ausprobieren. Und es wird wieder irgendwelche Google-Algorithmen oder Google-Menschen geben, die dann sagen, oh, das ist uns zu viel, wir fahren es zurück. Also so wie es mit den Sternen passiert ist, so wie es mit den FAQs passiert ist, völlig normal. Also insofern auf jeden Fall: Machen! Ich habe da so eine Lieblingsseite auch, das ist bei Google immer, da kann man gucken, also ich würde nicht in schema.org gucken, sondern ich würde tatsächlich bei Google gucken, weil die da relativ ausführlich auf der linken Seite alle möglichen Schemata haben, auch mit Beispiel, wie das später aussieht. Und dann geht man einfach durch und überlegt sich, für welche das Geld reicht. Ich würde nur die wichtigsten machen, nicht alle. Man kann sich da tot-schematisieren. Und einfach mal gucken, auch da kommt wieder final die SERP-Analyse: Was gibt’s denn eigentlich da? Wo will ich rein und wo passt es dann?

Markus Hövener: Genau. Also da einfach auch zum Beispiel mal Search Gallery suchen, das ist so eine, auch eine Google Seite, wo sie quasi sagen, welche Markups haben wir eigentlich alle und welche führen zu irgendwas. Denn auf schema.org gibt’s irgendwie, ich weiß gar nicht, wie viele Markups es insgesamt sind, aber nur ein kleiner Bruchteil davon führt bei Google auch zu irgendwas. Also da habe ich leider auch schon überlegt, dass Leute Energie in Sachen reingesteckt haben, wo du einfach sagen musstest, ja, war jetzt total lustig, aber Google nutzt dieses Markup gar nicht. Und genau, also da muss man immer unterscheiden, nicht alles, was auf schema.org steht, führt auch in Google zu irgendwas.

Sebastian Erlhofer: Ja. Und nicht jede Webseite kriegt es auch. Also man braucht schon eine gewisse, da sind wir wieder bei diesem E-A-T oder bei dem schwammigen Begriff auch Trust oder Authority, du brauchst schon ein gewisses Vertrauen von Google, damit die sagen: Das, was die da machen, das passt. Und werden auch Sterne heute noch angezeigt und dann werden auch FAQs angezeigt. Also das funktioniert schon sehr gut, aber man muss halt schon auch, wie immer im SEO, wissen, was man tut.

Markus Hövener: Da wir die Stunde noch nicht komplett vollgemacht haben, hatten wir uns ja noch den oder hattest du noch das Bonus-Thema AI und NLP reingebracht. Sag mal!

Sebastian Erlhofer: Ja, was ist das? Also Künstliche Intelligenz und natürlich-sprachige oder Natural Language Processing, also Verarbeitung von natürlich-sprachigen Anfragen oder auch von Texten. Ich glaube tatsächlich, das ist das Thema für die nächsten 20 Jahre. Ich glaube, dass wir als SEOs damit tierisch überfordert sind, weil es sehr, sehr algorithmisch ist, sehr mathematisch ist, sehr komplex, aber ja, das wird schon irgendwie funktionieren. Man muss es ja auch nicht programmieren können. Die wenigsten SEOs können ja auch irgendwie jetzt JavaScript programmieren, aber sie können das verstehen, was sie brauchen, um was auch immer Web Vitals zu optimieren. Und so wird es mit NLP, AI auch sein, das heißt, man muss es verstehen. Aber es ist letztendlich so, und deswegen glaube ich, ist das ganz wichtig für alle und für jeden, der oder die irgendwo mit Google arbeitet, das gilt dann letztendlich für die SEAs genauso, weil Google gar nicht mehr selber eigentlich hingeht und sagt, so, wir haben einen Algorithmus, wir haben da, weiß ich nicht, 235.000 Faktoren, angeblich sind es ja immer noch 200, und der eine zählt mit Faktor 0,2, der andere mit 0,3, und wenn wir irgendwie Your Money Your Life Themen haben, dann machen wir das irgendwie alles noch ein bisschen schwerer. Ich glaube, so funktioniert das Spiel schon lange nicht mehr. Ich sage deswegen, ich glaube, weil ich es nicht weiß, aber ich glaube auch, es weiß bei Google keiner so richtig. Und das erklärt auch, warum dann unterschiedliche Google-Menschen unterschiedliche Aussagen treffen. Weil letztendlich geht’s darum, dass wir da so eine Maschine haben, die sehr komplex ist, die natürlich Faktoren reinbekommt, aber je nach Keyword, je nach Cluster, vielleicht sogar nach Mondstand unterschiedlich bewertet, wie dann die verschiedenen algorithmischen Themen zusammengreifen. Und das wird alles gesteuert quasi durch eine Künstliche Intelligenz. Und ein Kern dabei ist eben dieses NLP-Thema, was im Prinzip im Augenblick würde ich sagen dazu geführt hat, dass nicht Google, aber die Menschen, die bei Google arbeiten, das sind ja schon auch ganz clevere Köpfe, quasi den Google Algorithmen beigebracht haben wie so ein sieben- oder achtjähriges Kind quasi Texte zu lesen. Und das finde ich schon ziemlich krass, weil nämlich viele, viele, viele Themen, die wir immer noch vermitteln, die man auf Konferenzen hört oder in Podcasts hört, dass das eher quasi so ein Versuch ist kleine Modelle nachzubauen, damit eben das, in Anführungszeichen, „dumme“ Google das irgendwie verstehen kann. Also ganz ursprünglich war es Keyword-Dichte, jetzt ist TF*IDF, dann kommt der nächste Kram irgendwann um die Ecke, was allein schon den Content angeht. Aber ich glaube, das werden wir gar nicht mehr unheimlich lange brauchen, weil es einfach nur noch, und das ist ja das, was Google schon seit ein paar Jahren sagt, einfach nur um, in Anführungszeichen, „gute Inhalte“, die schnell laden, die gut aufbereitet sind, die schon natürlich maschinenlesbar sind. Aber wir werden uns, glaube ich, nicht mehr mit Schema, mit hreflang, mit Entitäten, die wir irgendwo eintippen müssen in irgendwelche Suchmasken, beschäftigen müssen, sondern das wird schon ein ziemlicher Gamechanger werden. Und ist es ja jetzt schon. Nur im Augenblick merkt man es noch nicht so, weil im Prinzip haben wir gerade zwei Google. Das alte und das neue, aber ich bin mir sicher, das neue wird die nächsten zwei, drei, vier Jahre deutlich das alte einfach ersetzen.

Markus Hövener: Also ich find es ja eh krass, gerade wir beide, die jetzt so seit 20 Jahren an dem Thema dran sind, was haben wir schon alles kommen und gehen sehen?

Sebastian Erlhofer: Ja.

Markus Hövener: Als wir angefangen sind, da gab’s wirklich noch so Optimierung für Flash oder auch für Framesets, oder auch, es gab ja nicht immer ein Canonical Tag, das muss einem ja auch klar sein, das kam erst relativ spät, um solche Sachen abzubilden. Ich versuche mir auch oft vorzustellen so, wo sind wir eigentlich so in fünf Jahren, in zehn Jahren? Braucht es uns dann eigentlich noch? Und ich muss sagen, es fällt mir schwer, das zu beantworten.

Sebastian Erlhofer: Wirklich?

Markus Hövener: Ja. Also ich glaube, so bei den SEAs kann ich mir wirklich irgendwann, irgendwann mal sehr entfernt am Horizont vorstellen, dass irgendwann vielleicht mal so ein Punkt kommt, wo du wirklich einfach nur noch deine Kreditkarte durch den virtuellen Schlitz ziehst, und er sagt: Ich habe deine Kampagne fertig. Willst du sie liveschalten? Und du sagst: Wow! Rein theoretisch könnte das irgendwann passieren.

Sebastian Erlhofer: Es ist aber, in SEA ist es ja jetzt schon ansatzweise so. Und das ist ja auch so von dem, was ich bei Google und bei der SEA-Branche so sehe, auch definitiv ein Wandel, der da gerade stattfindet in allen Richtungen. Aber deswegen wird man auch SEAs noch brauchen, die müssen halt andere Kompetenzen ausbilden, als im Prinzip CPCs in einem Google Webinterface hoch- und runterzuschalten. Und letztendlich SEO war schon immer, das sage ich natürlich jetzt aus meinem SEO-Herz, immer ein bisschen komplexer, weil es offener war, weil wir mit verschiedensten Systemen zu tun hatten schon. Also Webseite ist ja kein geschlossenes Interface, es ist immer anders. Aber natürlich wird man uns SEOs brauchen, weil es immer darum geht, dass wir irgendwie, und das ist doch der Job heute schon viel mehr als schon vor zehn Jahren, dass irgendwelche Menschen kommen und nicht genau definieren können, was sie denn eigentlich wollen. Du hast vorhin den Peter gesagt, der Experten-Peter, der vielleicht auch gar nicht weiß, dass er ein Experten-Peter ist. Und dann braucht der aber halt, und da sind wir halt in der SEO deutlich breiter ausgelegt als technisches SEO oder Content-SEO, sondern es geht darum, dass wir halt sagen, wir optimieren deine Webseite, und zwar nicht nur für Suchende und auch nicht nur für Leute, die direkt draufkommen oder über einen Newsletter, sondern wir gucken uns das ganzheitlich an und gucken einfach, was wollen die Leute und wo kommen die her. Und dann hast du gar nicht mehr so die Unterschiede. Also ich glaube, dass es schon auch Spezialisten gibt, weil natürlich brauchst so eine AI andere Signale als jetzt dann so ein Facebook Algorithmus, der ja auch eine AI hat. Und dafür brauchst du Experten, aber es wird viel mehr strategischer, es wird viel mehr Kommunikation, es wird viel mehr, das erleben wir ja heute schon, viel mehr Erklären, Mitnehmen. Und es ist, Gott sei Dank, muss ich sagen, nicht mehr die Voodoo-Kiste von noch vor ein paar Jahren oder von vor zehn, 15 Jahren, wo man sagt so: Boah! Das sind irgendwie langhaarige Leute, die da irgendwie, egal ob männlich oder weiblich, da irgendwo im dunklen Keller sitzen und irgendwelche Sachen programmieren. Aber das Bild haben wir immer noch, und das merke ich auch wirklich bei den Bewerbungen jetzt häufig, wenn die Leute schon fast entschuldigend sagen, aber ich kann nicht programmieren. Und dann sage ich, als SEO-Trainee musst du das auch nicht können, aber du musst verstehen, wie das Ganze funktioniert. Ich glaube, das ist wichtig und deswegen ist meine impulsive Antwort da eigentlich immer auf die Frage, SEO ist tot oder braucht man uns SEOs noch: Niemals! Weil es wird immer irgendwas geben, was irgendwas in diesen Internet-Weiten suchen muss. Und es muss immer irgendwelche Menschen geben wie uns, die da halt irgendwie helfen, Ordnung zu schaffen.

Markus Hövener: Tolles Schlusswort, ganz tolles Schlusswort. War noch nicht mal jetzt abgesprochen. Sebastian, es war mir ein Fest. Wir sollten auf jeden Fall noch mal eine Folge machen, vielleicht zum Thema so: Wie geht SEO eigentlich weiter? Also diese Frage, was ist in zwei, fünf, zehn Jahren? Und wie komplett anders könnte eine Suchmaschine eigentlich noch aussehen? Fände ich mal total spannend. Kriegen wir aber heute nicht mehr hin. Wir haben die Stunde voll.

Sebastian Erlhofer: Yeah!

Markus Hövener: Und ich hoffe, es ist euch da draußen nicht langweilig geworden. Ich kann es mir nicht vorstellen. Deswegen noch mal, Sebastian, vielen Dank für deine ganze Zeit, für dein Wissen, was du mit uns geteilt hast.

Sebastian Erlhofer: Gerne. Vielen Dank auch an dich und an alle, die draußen zuhören!

Markus Hövener: In diesem Sinne. Wie immer man in diesem Jahr wünscht: Bleibt gesund! Bis bald! Tschüss!

Sebastian Erlhofer: Tschö!

The following two tabs change content below.

Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor, Podcaster, Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und verantwortlich für das suchradar.

Markus hat vier Kinder, spielt in seiner Freizeit gerne Klavier (vor allem Jazz) und genießt das Leben.

Kommentieren