Sind Nofollow-Links eigentlich wertlos in Bezug auf SEO/Linkaufbau? [SEO FAQ #2]

13. März 2018 | Von in SEO

Externe Verlinkungen stellen noch immer einen wichtigen Teil des Ranking-Algorithmus dar. Aber nicht alle Links werden auch wirklich von Google gewertet. Wie ist das mit Nofollow-Links? Sind diese wertlos oder hilfreich?

 

Was sind Nofollow-Links?

Nofollow-Links sind Links, bei denen im HTML-Code das Attribute rel=“nofollow“ vorkommt, also z. B.

<a href=“http://www.andere-website.de/“ rel=“nofollow“>hier</a>

Alle Links, die kein solches Attribut haben, heißen Dofollow-Links. Die Bedeutung dieses Attributs ist relativ einfach:

  • Ein Nofollow-Link funktioniert zwar im Browser wie ein Dofollow-Link, wird von Google aber bei der Analyse der externen Verlinkungen ignoriert.
  • Nofollow-Links sollte man dann verwenden, wenn jemand für einen Link Geld gezahlt oder eine geldwerte Leistung erbracht hat. Also: Wenn jemand bei mir einen Blog-Beitrag kauft oder mir ein Produkt zum Testen zur Verfügung stellt, müsste der Link in dem Blog-Beitrag ein Nofollow-Link sein – ansonsten ist es ein Verstoß gegen die Google-Richtlinien.
  • Auch sollten Nofollow-Links verwendet werden, wenn man die Qualität eines Links nicht prüfen kann. Klassisch geht es dabei z. B. um Kommentare in Blogs und um Beiträge in Foren. Dort können auch Links untergebracht werden, aber der Website-Betreiber kann diese im Einzelfall nicht prüfen. Deshalb – und auch um SEOs davon abzuhalten, die eigene Website für den Linkaufbau zu missbrauchen – sollten derartige Links immer Nofollow-Links sein.

 

Haben diese einen Wert in Bezug auf SEO?

Die Frage kann man relativ einfach beantworten: Einen direkten Wert haben diese sehr wahrscheinlich nicht. Solche Links werden wie gesagt bei der Analyse ausgelassen, sodass diese hinsichtlich des Linkaufbaus wertlos sind.

 

Warum sind sie trotzdem wichtig?

Auch wenn es keinen direkten Wert gibt, können Nofollow-Links einen indirekten Wert haben. Beispiele:

  • Jemand sieht einen Link in einem sozialen Netzwerk (typischerweise sind das Nofollow-Links, weil Facebook & Co. die Qualität der einzelnen Links nicht garantieren können). Wenn dann jemand den Beitrag sieht und in seinem eigenen Blog einen Beitrag mit einem Dofollow-Link schreibt, hat der Nofollow-Link natürlich einen Wert gehabt – wenn auch nur als Auslöser.
  • Über Nofollow-Links können natürlich auch reale, zahlungskräftige Besucher kommen. Und das ist im Einzelfall vielleicht viel wertvoller als ein weiterer zusätzlicher Dofollow-Link.
  • Ein Link ist nur ein Signal unter vielen. Auch die Erwähnung auf einer anderen Website kann von Suchmaschinen als positives Signal gewertet werden – unabhängig davon, ob es dort keinen, einen Nofollow- oder einen Dofollow-Link gibt.

 

Und: Nofollow-Links sind normal

Unter SEOs gibt es seit Jahren Debatten darüber, wie hoch der Anteil an Nofollow-Links bei einer Website sein sollte. Denn: Es ist normal, dass man Nofollow-Links hat. Durch die Analyse von vielen Millionen Websites „weiß“ Google sicherlich, welcher Anteil normal ist.

Wenn also ein Website-Betreiber starken Linkaufbau betreibt und nur für Dofollow-Links sorgt, kann das dazu führen, dass Google in Bezug auf den Nofollow-Anteil misstrauisch wird, weil das Gesamtergebnis („Link-Mix“) einfach nicht mehr organisch aussieht.

Leider kann niemand sagen, wie hoch der ideale Anteil ist und ob Google das überhaupt auswertet bzw. bei Abweichungen für Abwertungen sorgt. Dennoch sollte man grundsätzlich vorsichtig sein und nicht sklavisch nach Dofollow-Links streben, weil das insgesamt dann doch eher nachteilig sein kann.

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Markus Hövener

Markus Hövener ist Gründer und Head of SEO der auf SEO und SEA spezialisierten Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Als geschäftsführender Gesellschafter von Bloofusion Germany ist er verantwortlich für alle Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Markus Hövener ist Buchautor (SEO - Die neuen Regeln), Autor vieler Artikel und Studien rund um SEO und SEA und Chefredakteur des Magazins suchradar.

In seiner Freizeit hat Markus vier Kinder, spielt gerne Klavier (vor allem Jazz) und hört auf langen Autofahrten „Die Drei Fragezeichen“.

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