Das neue Werbeformat MSAN: Spannende Möglichkeiten, interessante Reichweite?

23. Oktober 2020 | Von in SEA

Microsoft überraschte uns in den letzten Wochen nicht nur mit einem überarbeiteten User Interface, einem optischen Wechsel des Logos und der Namensänderung von Bing zu Microsoft Bing, sondern vor allem mit der Einführung des Microsoft Audience Networks (kurz: MSAN) in Deutschland. Doch was ist das MSAN genau? Was lässt sich damit machen? Und wie sieht es überhaupt aus? In diesem Beitrag zum MSAN soll das Feature daher vorgestellt und die Basics erläutert werden.

Allgemeine Infos zum MSAN

Das Microsoft Audience Network kann nun seit circa sechs Wochen auch in Deutschland genutzt werden.  Als Werbeform erlaubt sind Text-, Bild- und Produktanzeigen. Dabei handelt es sich zum einen um

  • Zielgruppenanzeigen, die als Erweiterungen in bestehenden Kampagnen genutzt werden können und zum anderen um die neue Form der
  • Zielgruppenkampagnen, die Teil des Audience Networks sind.

Für die Zielgruppenanzeigen müssen Bilder im Konto von Microsoft Advertising hinterlegt werden. Wenn man bereits mit Bildern auf anderen Kanälen wirbt, wie etwa auf Google oder Facebook, können diese auch hier verwendet werden.

Möchte man ganze Zielgruppenkampagnen verwenden (die den Display-Kampagnen bei Google Ads ähneln), gibt es dazu eine Vielzahl von Targeting-Optionen im gesamten Netzwerk. Diese Targeting-Optionen können auch miteinander kombiniert werden.

Neben dem Targeting nach Keywords im Rahmen der Zielgruppenanzeigen können diese spezifischen Kampagnen z. B. strukturiert und ausgerichtet werden auf den

  • Ort und das Gerät oder auf
  • Benutzerprofile,zu denen das LinkedIn-Profile-Targeting sowie das Targeting nach Geschlecht und Alter gehören, oder ebenso auf die
  • Benutzerabsicht (z. B. Remarketing, benutzerdefinierte Zielgruppen, usw.).

Ausgespielt werden Anzeigen über alle Geräte hinweg und im separaten Netzwerk des MSAN – also auf Websites wie MSN, Microsoft Outlook und Microsoft Edge. Die folgenden Bilder zeigen, wie das Werbeformat auf den jeweiligen Seiten aussieht.

MSN:

Microsoft Outlook:

Quelle: https://about.ads.microsoft.com/de-de/resources/training/microsoft-audience-network-search-campaign-workflow.

Microsoft Edge:

Good To Know

Für die Nutzung des MSAN spricht, dass potenzielle Kunden außerhalb der Suchergebnisseite erreicht werden können. Denn die Anzeigen (Audience-Ads) werden in einem neuen Suchnetzwerk (MSAN) geschaltet, das explizit auf die Suchabsicht der Nutzer*innen ausgerichtet ist und Websites wie MSN beinhaltet.

Kosten-pro-Klick-Basis

Abgerechnet werden die Anzeigen per Klick. Es ist also unerheblich, wie oft eine Anzeige ausgespielt wird. Denn nicht die Anzahl der Impressionen, sondern die Anzahl der Klicks auf eine Anzeige ist für die Abrechnung entscheidend.

Viele und qualitativ hochwertige Bilder

Generell gilt: Je mehr Bilder, desto besser. Das heißt: Je häufiger dem Nutzer/-der Nutzerin unterschiedliche Bilder angezeigt werden, desto attraktiver wird es für ihn oder sie. Jedes Mal denselben Content zu sehen, erhöht die Performance der Erweiterungen bzw.  -Kampagnen also nicht. Vielfalt und hohe Qualität des Bildmaterials sind gefragt.

Wenn man hingegen die Zielgruppenanzeigen nutzt, aber keine Bilder hinterlegt, werden Bilder von Microsoft ausgespielt. Die Idee dahinter ist sicherlich gut gemeint. Aber mit fremden Bildern für die eigene Marke zu werben (und das ohne jegliche Kontrolle) ist nicht wirklich zu empfehlen.

Außerdem haben wir endlich die Möglichkeit, auch die ersten Schritte im Funnel abzudecken. Das war vorher nicht möglich.

MSAN erst am Anfang

Das MSAN steht gerade noch in den Startlöchern – ausgereift ist es natürlich noch nicht. Bis jetzt können nur die Zielgruppenanzeigen genutzt werden.

Auf Zielgruppenkampagnen muss man in Deutschland leider noch warten. Dann werden ganze Kampagnen für Suche und Shopping sowie dynamisches Remarketing Teil des MSAN sein.

Wenn sich das Microsoft Audience Network aber weiter gut entwickelt, könnte sich hieraus eine tolle Chance ergeben.

Ausblick

Wenn wir uns die Leistung der Zielgruppenanzeigen der letzten sechs Wochen in unseren Microsoft-Advertising-Konten anschauen, sind die Zahlen noch relativ klein. Selten wurden in diesem Zeitraum mehr als 3.000 Impressionen oder mehr als 20 Klicks generiert. Dementsprechend waren die Ausgaben auch minimal. Mit den Display-Anzeigen, die wir aus Google Ads kennen, können diese Erweiterungen demnach (noch) nicht mithalten.

Wenn uns jedoch neben den Zielgruppenanzeigen bald auch die Zielgruppenkampagnen und dynamisches Remarketing zu Verfügung stehen, werden wir ein zuverlässiges Update darüber geben können, wie die Performance mit dem MSAN zu bewerten ist. Denn der tatsächliche Werbezeitraum in Deutschland für dieses neue Feature ist bisher viel zu kurz, um eine aussagekräftige Einschätzung geben zu können.

In ein paar Monaten wird daher ein weiterer Blogbeitrag von uns zum MSAN mit einer Auswertung erscheinen. Bis dahin heißt es warten, testen und beobachten.

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Sarah Wulf

Sarah Wulf ist Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Im Bloofusion-Blog berichtet sie über Google Ads und andere SEA-Themen.

Sie hat eine Vorliebe für das Backen von aufwendigen Rezepten und das Lesen dicker Fantasy-Schmöker. Zum Glück lassen sich Torten und Bücher wunderbar mit einer großen Tasse Kaffee kombinieren.

Sarah ist in den folgenden sozialen Netzwerken vertreten:

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