„Maßnahme erforderlich: Änderungen an den AdWords-Nutzungsbedingungen“ – und nun?

18. Oktober 2017 | Von in SEA

AdWords-Werbetreibende haben heute eine E-Mail von Google erhalten. Darin wurden sie zum Handeln aufgefordert, da Google die Nutzungsbedingungen ändern möchte. Was genau soll sich nun ändern und wie sehen die Konsequenzen aus?

Zunächst haben alle Werbetreibende jetzt drei Möglichkeiten, auf diese Nachricht zu reagieren: Die neuen Nutzungsbedingungen akzeptieren, ablehnen oder sich später erneut daran erinnern lassen. Wählen Nutzer die zweite Option, werden allerdings alle bestehenden Anzeigen pausiert und AdWords kann nicht mehr verwendet werden. Früher oder später müssen daher alle Werbetreibende die neuen Bedingungen von Google akzeptieren. Sie haben 45 Tage Zeit, darauf zu reagieren.

Die Neuerungen umfassen zahlreiche Bereiche, wie…

…die Benachrichtigung von Werbetreibenden: Google möchte hier flexibler vorgehen und den Werbetreibenden per Telefon, SMS oder E-Mail in AdWords-Angelegenheiten stets kontaktieren dürfen.

…das Testen von Produkten und Funktionen: In Sachen Testing möchte Google zukünftig freier agieren, selbst wenn die Tests „Werbung, Ziele, Zielseiten, Qualität, Ranking, Leistung, Bepreisung und Auktionszeiten beeinträchtigen können“. Dieser Punkt mag sich zunächst kritisch anhören, allerdings ist vermutlich nicht damit zu rechnen, dass Google mit seinen Tests die AdWords-Performance vieler Konten verschlechtern wird. Es geht hier wohl eher darum, systemisch mehr Freiheiten zu haben.

…das Offenlegen bestimmter Funktionen: Verwendet ein Werbetreibender eine testhalber laufende Beta-Funktion, darf er hierüber nichts offenlegen. Zwar sollte dies selbstverständlich sein, allerdings ist es in der Vergangenheit doch schon oft passiert, dass man über aktuell laufende Beta-Funktionen durch irgendwelche Blog Posts oder Tweets erfahren hat.

…die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und andere EU-Richtlinien zum Datenschutz: Google weist nun stärker darauf hin, dass Werbetreibende den EU-Richtlinien entsprechend werben sollen – das sollte ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Ein kompletter Auszug der Neuerungen lässt sich in AdWords im aufpoppenden Hinweisfeld nachlesen. Werbetreibende sind nun natürlich in der Pflicht, die neuen Nutzungsbedingungen anzunehmen – andernfalls können sie AdWords nicht mehr verwenden. Allerdings brauchen sie sich keine Sorgen zu machen: An den bestehenden Anzeigen und der Struktur ändert sich nach dem Akzeptieren der neuen Bedingen zunächst nichts. Die neuen Nutzerbedingungen scheinen bloß eine zeitgemäße Anpassung von Google zu sein sowie das Streben nach mehr Flexibilität.

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Cora Rothenbächer

Cora Rothenbächer ist Senior Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schreibt schwerpunktmäßig über Google AdWords und Bing Ads im Bloofusion-Blog und ist Redakteurin des suchradars, dem Magazin für SEO, SEA und E-Commerce. Zudem ist sie Gastbloggerin des offiziellen Bing-Ads-Blogs und beim GrowthUp-Magazin.

Hobbymäßig spielt sie Ukulele und Gitarre und geht privat gerne auf Konzerte.

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