Die Top 3 Google Ads-News des letzten Quartals: Q1 2019

4. April 2019 | Von in SEA

Der Beginn des neuen Jahres liegt schon wieder einige Zeit zurück. Drei Monate, wenn man es genau nimmt. Für uns ein Anlass die drei wichtigsten Google Ads-Neuerungen des ersten Quartals von 2019 noch einmal zusammenzufassen.

1. Das Ende der Durchschnittsposition in Google Ads

Die erste Neuheit kündigte sich schon Ende des letzten Jahres an, als Google Ads neue Anzeigenpositionen veröffentlichte. Nun wird die Durchschnittsposition im September endgültig eingestampft. Das ist jedoch kein Grund, unruhig zu werden, denn die durchschnittliche Position war immer schon ein zweischneidiges Schwert, das viele Missverständnisse ausgelöst hat. Zum Beispiel die folgenden:


  • Die durchschnittliche Position wird als absolute Position interpretiert.
  • Suchpartner fließen nicht in die Metrik mit ein, können aber bis zu 90 % der Impressionen ausmachen.
  • Die Reihenfolge der Suchergebnisse wurde bislang vernachlässigt. Dabei kann Position 1 teilweise ganz oben erscheinen, aber auch unterhalb der organischen Suchergebnisse und somit nicht ganz so attraktiv platziert sein, wie die Klickrate in der Abbildung zeigt.

Für Werbetreibende sind die neuen Positionskennzahlen, über die wir bereits hier berichtet haben, eine gute Alternative, wenn auch keine perfekte. Dass es nun ein Dutzend alternativer Wettbewerbsmesswerte zur Beurteilung der Präsenz in der Suche gibt, macht die Sache nicht einfacher, aber definitiv genauer.

2. Videos für Responsiven Displayanzeigen

Der Vorteil responsiver Anzeigen liegt vor allem darin, dass sie sich automatisch an die jeweils verfügbare Werbefläche anpassen. Man gibt hierbei bis zu 15 Bilder, fünf Logos, fünf kurze Anzeigentitel und fünf Beschreibungen vor, welche dann je nach vorhandener Werbefläche und Nutzermerkmalen unterschiedlich miteinander kombiniert werden. Seit Kurzem können jetzt auch Videos als Anzeigenbausteine verwendet werden.

Um Videos als Bausteine verwenden zu können, müssen sie bei YouTube gehostet sein und können dann ganz einfach über die Google Ads-Oberfläche ausgewählt werden. Im Gegensatz zu Out-Stream-Videoanzeigen müssen Nutzer bei Responsiven Displayanzeigen allerdings zunächst auf den Play-Button in der Anzeige klicken und zudem noch den Ton aktivieren.

Das Thumbnail sollte also schon einen deutlichen Eindruck vom Video vermitteln und zudem zum Klicken anregen. Das sind jedoch Grundlagen, die ohnehin bei jedem YouTube Video berücksichtigt werden sollten.

Außerdem sollte man mit einkalkulieren, dass manche Nutzer das Video ohne Ton abspielen werden. Ideal wäre es also Videomaterial zu verwenden, dass auch ohne akustische Untermalung funktioniert.

3. AdWords Express wird Smart

Im letzten Jahr wurden sogenannte Smarte Kampagnen in sämtlichen Bereichen von Google Ads vorangetrieben. Seit Kurzem wurde nun auch Google AdWords Express in Smarte Kampagnen umgewandelt.

Seit Juli 2011 gab es das eigenständige automatisierte Programm für neue Werbetreibende oder kleine Unternehmen, die auf der Suche nach einer Werbelösung waren, aber wenig Zeit investieren konnten. Das Werbeprodukt ermöglichte, wie auch Google Ads, mit gezielten Werbebotschaften in Anzeigen potenzielle Kunden im geeigneten Moment anzusprechen. Der Arbeitsaufwand für das Erstellen und Verwalten von AdWords Express war jedoch deutlich geringer. Bei der Erstellung neuer Anzeigen wurde nur die unternehmensspezifische Produkt- oder Dienstleistungskategorie festgelegt. Daraufhin hat Google dann eine Liste von relevanten Suchwortgruppen generiert, damit die Anzeigen potenzielle Kunden erreichen.

Mit der Umwandlung zu Smarten Kampagnen sind nun alle Kampagnen an einem Ort, was die Übersichtlichkeit natürlich enorm verbessert. Auch mit dem neuen Namen und Standort bringen die Kampagnen dieselben Vorteile wie jene in AdWords Express, nur mit einigen Zusatzfunktionen (hier nachzulesen). Wir würden das Format allerdings trotzdem nicht empfehlen, da es bei falscher Ausrichtung bzw. einem zu hoch angesetzten Budget schnell kostspielig werden kann. Um konkurrenzfähig in der Suchmaschinenwerbung zu sein, ist es wichtig, nicht auf zusätzliche Einstellungen, Funktionen und Anzeigenformate wie Video- und Shopping-Anzeigen zu verzichten.

Ausblick

Da das Thema Preisvergleich für Händler in Google Shopping weiterhin relevant bleibt, sollte man ein Auge auf ein zukünftiges Anzeigenformat haben. In Zukunft soll nämlich ein eigenes Anzeigenformat für Preisvergleiche, die sogenannten Comparison Listing Ads (Bloofusion berichtete), getestet werden. Wir konnten die BETA bislang nicht entdecken, sind aber gespannt, ob sich das Format durchsetzen wird.

Auf dem Laufenden bleiben

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Marlen Voelkner

Marlen Voelkner war bis August 2019 Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schreib schwerpunktmäßig über Google Ads und andere SEA News.

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