Die Top 3 Google Ads-News des letzten Quartals: Q2 2019

4. Juli 2019 | Von in SEA

Die erste Hälfte des Jahres ist geschafft und in Google Ads ist einiges passiert. Werbetreibende sollten vor allem ein innovatives Anzeigenformat und neue Auswertungsmöglichkeiten im Auge behalten. Wir blicken auf das vergangene Quartal zurück und fassen die drei wichtigsten Google Ads-Neuerungen aus Q2 noch einmal zusammen.

1. Placements in Smart Shopping jetzt einsehbar

Transparenz ist eigentlich keine Stärke der Smart-Shopping-Kampagnen. Jetzt erlaubt Google aber zumindest einen kleinen Einblick, nämlich in die Placements. Man kann die Placements von Smart-Shopping-Kampagnen zwar nicht direkt in der Google Ads-Oberfläche einsehen, sie tauchen aber in API-Berichten auf – oder auch im Berichtseditor. Letzteren kann man unter Berichte -> Vordefinierte Berichte (Dimensionen) -> Display/Video -> Automatische Placements (Gruppe) einsehen.

Unsere Skepsis diesem Kampagnentyp gegenüber sinkt dadurch jedoch nicht. Denn die Placements allein helfen kaum weiter. Wichtiger als das Wo ist nämlich das Wer: Welche Zielgruppen haben die Anzeigen gesehen? Zu welchen Remarketing-Listen gehörten die Nutzer, zu welchen kaufbereiten Zielgruppen und zu welchen demografischen Gruppen? Diese interessanten Informationen verbirgt Google aber weiterhin.

Durch eine solche Auswertung würden einige Werbetreibende vermutlich feststellen, dass vermeintlich gute Ergebnisse in erster Linie von Remarketing-Nutzern kommen – also von Nutzern, die wahrscheinlich ohnehin gekauft hätten.

Diese fehlende Transparenz nehmen wir weiterhin zum Anlass, um von diesem Kampagnentyp abzuraten.

2. Galerieanzeigen für die Google Suche

Neben neuen Auswertungsmöglichkeiten, gibt es in der Google-Suche jetzt erstmals ein Anzeigenformat mit Bildern. Die neuen Galerieanzeigen sind seit Kurzem in den ersten Konten verfügbar. Man findet sie im Bereich Anzeigen und Erweiterungen. Wir berichteten bereits von der Ankündigung bei der Google Marketing Live 2019 und nun rollt das Format in den ersten Konten aus. Vermutlich wird es bald allen Werbetreibenden zur Verfügung stehen.

Quelle: Google

Das neue Anzeigenformat erscheint nur auf der obersten Position und nur auf Mobilgeräten. Es besteht aus 4–8 Bildern (jeweils mit Beschreibung), die man dann direkt in den Suchergebnissen durchswipen kann. Ein Klick auf eines der Bilder öffnet eine vertikale Galerie und über die Überschrift gelangen Nutzer zur Website des Werbetreibenden. Abgerechnet wird bei diesem Format nach Interaktionen. Und als Interaktion gilt hier die Betrachtung des dritten Bildes oder der Besuch der Website (abgerechnet wird maximal einmal).

Diese visuelle Werbeform wird für viele Unternehmen sehr interessant sein. Allerdings ist die Sichtbarkeit durch die Beschränkung auf Position 1 und Mobilgeräte eingeschränkt und auch die Kosten für die Top-Position können sehr hoch ausfallen.

3. Kampagnenbezogene Conversions

In Q2 ist außerdem noch eine neue Conversion-Einstellung hinzugekommen, die die Auswertung und Aussteuerung von Kampagnen erleichtert. Damit kann man nun nämlich für jede Kampagne einzeln festlegen, welche Conversions gezählt und für automatische Gebotsstrategien berücksichtigt werden sollen.

Schon lange lässt sich in Google Ads einstellen, ob eine Conversion-Aktion generell im Konto in der Spalte „Conversions“ auftauchen soll oder nicht. Dadurch lassen sich alle möglichen Conversion-Aktionen erstmal unverbindlich erfassen, ohne dass man sie für das tägliche Kampagnen-Management und Bidding verwenden muss. Bspw. könnte ein Shop neben den üblichen Verkäufen auch noch Newsletter-Anmeldungen als Conversions messen, aber nur die Verkäufe als „echte“ Conversions behandeln und somit für das Bidding verwenden. Die Newsletter-Anmeldungen wären dann nur in der Statistik-Spalte „Alle Conversions“ enthalten und könnten bei Bedarf per Segmentierung ausgewertet werden.

Um pro Kampagne verschiedene Conversion-Aktionen zu nutzen, muss der zweite Punkt in den Kampagnen-Einstellungen gewählt werden.

Diese Festlegung ist jetzt auch in den Einstellungen auf Kampagnen-Ebene und somit deutlich differenzierter möglich. Die Gruppierung von Conversion-Aktionen ist vor allem sinnvoll, um Fehler zu vermeiden und Einheitlichkeit zu schaffen. Die neue Option auf Kampagnenebene bietet sich also an, wenn unterschiedliche Ziele beim Smart Bidding verfolgt werden sollen. Sie hilft auch dabei Budgets besser zu verteilen, z. B. wenn Budgets für bestimmte Zwecke wie Branding verwendet werden sollen.

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Marlen Voelkner

Marlen Voelkner war bis August 2019 Online-Marketing-Managerin bei der Online-Marketing-Agentur Bloofusion. Sie schreib schwerpunktmäßig über Google Ads und andere SEA News.

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